Gattung Chaetocnema Steph. Coleoptera - Phytophaga - Chrysomelidae - Halticinae
  Von Arved Lompe (n. K.-H. Mohr)
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Heikertinger, F. (1951): Bestimmungstabelle der paläarktischen Arten der Gattungen Podagrica Foudr., Mantura Steph. und Chaetocnema Steph. - Koleopt. Rundschau 32:31-82. Private Datei: F:\taxa\coleo\scans\Heikertinger1951 Podagrica Mantura Chaetocnema.pdf
Mohr, K,-H. (1966): Chrysomelidae in: Käfer Mitteleuropas, Hrsg. Freude, Harde, Lohse, 9:95-280, Goecke & Evers, Krefeld, Private Datei: F:\taxa\coleo\scans\_FHL-09.tif
Konstantinov, A.S. et al. (2011): Revision of the Palearctic Chaetocnema Species (Coleoptera: Chrysomelidae: Galerucinae: Alticini) - Pensoft, Sofia Private Datei: F:\taxa\coleo\scans\Konstantinoy_et_al2011 Chaetocnema.pdf
  Im Gegensatz zu allen anderen europäischen Halticinen besitzen die Arten dieser Gattung einen deutlichen Zahn auf der Oberseite der Mittel- und Hinterschienen, hinter dem ein bewimperter Ausschnitt folgt. Soweit bekannt, leben die Tiere auf verschiedenen Gräsern. Die Larven einiger Arten bohren in der Halmbasis von Getreidearten und können somit zu Getreideschädlingen werden. 35 Arten in Europa; die Tabelle ist nur für Mitteleuropa gültig.  
#1 Kopf zwischen den Fühlern mit einem deutlichen Nasenkiel, der seitlich gegen die Fühlerpfannen furchig abgegrenzt ist [Abb.1]; Kopf nur auf der oberen Stirn punktiert, zwischen den Fühlerpfannen ohne Punkte; Flügeldecken in vollkommen regelmäßigen Reihen punktiert, auch der Skutellarstreifen fast nie gestört [Abb.2]. Untergattung Tlanoma Motsch.

   ...2

CHAETOCNEMA SEMICOERULEA
Abb.1
CHAETOCNEMA CONCINNA
Abb.2
-- Der Raum zwischen den Fühlerhöhlen breit und wie der ganze Teil der vorderen Stirn dicht punktiert, ohne aufgewölbten Mittelkiel [Abb.3] [Abb.4]; Flügeldecken selten mit regelmäßigen Punktstreifen, zumindest in der Nähe des Schildchens konfus punktiert [Abb.5]. Untergattung Chaetocnema s.str.

   ...8

CHAETOCNEMA HORTENSIS
Abb.3
CHAETOCNEMA COMPRESSA
Abb.4
CHAETOCNEMA MANNERHEIMI
Abb.5
 
#2 Oberseite einfarbig schwarz oder einfarbig metallisch glänzend.

   ...3

 
-- Vorderkörper metallisch glänzend, Flügeldecken gelb mit angedunkeltem Nahtsaum [Abb.6].

   ...7

CHAETOCNEMA CONDUCTA.JPG
Abb.6
 
#3 Etwas größere, gestrecktere Arten von 2,5-4 mm.

   ...3a

 
-- Kleiner: 1,5-2,5 mm oder weniger länglich, oval; Kopf meist nicht verbreitert: Halsschild einfach, fein punktiert; Kopf bis zum Hinterrand der Augen in den Halsschild eingezogen, Schläfen nicht sichtbar.

   ...4

 
#3a Vorderecken des Halsschilds verrundet; Zahn auf dem Rücken der Hinterschienen einfach und spitz. Länglich; Kopf breiter, hinter dem Auge zumindest noch ein kleines Stück der Schläfe sichtbar; Halsschild mit stärkeren und schwächeren Punkten, jederseits vor der Basis mit einem kurzen, scharfen Längsstrichel. Grünlich, bläulich oder violett, manchmal golden oder bronzen [Abb.7]; Fühler und Beine fast vollkommen schwarz . Aedoeagus [Abb.8]; Spermatheka [Abb.9]. 2,5-3,5 mm. Südeuropa, nördlich bis Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, (?) Kärnten, Slowakei, Mähren, Böhmen, Bayern. An  Calamagrostis epigeios und anderen hohen Gräsern.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...chlorophana (Duft., 1825)


Im Mittelmeergebiet eine Rasse die etwas heller gefärbt ist, häufig grün metallisch mit weniger verdunkelten Fühlern und Beinen. Aedoeagus [Abb.10]. ssp.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...pelagica Caillol

CHAETOCNEMA CHLOROPHANA.JPG
Abb.7
CHAETOCNEMA CHLOROPHANA
Abb.8
CHAETOCNEMA CHLOROPHANA
Abb.9
CHAETOCNEMA PELAGICA.JPG
Abb.10
-- Vorderecken des Halsschilds scharfzipfelig vorgezogen; Zahn auf dem Rücken der Hinterschienen meißelförmig breit. Dunkel-erzgrün; Aedoeagus [Abb.11]; Spermatheka [Abb.12]. 2,6-4 mm. Die Art bewohnt ein disjunktes Areal, nämlich den Westen Frankreichs, Spanien, Korsica und Marokko, sie fehlt in Italien und in den Adrialändern und ist im Osten von Ungarn bis zur Mandschurei verbreitet. Neuerdings in Österreich östlich von Wien gefunden.

   ...major du Val

CHAETOCNEMA MAJOR.GIF
Abb.11
CHAETOCNEMA MAJOR
Abb.12
#4 Halsschild an der Basis meist gerandet, die Stelle, an der sich bei anderen Arten die Basalstrichel befinden, ist durch verstärkte Punkte oder eine, bei bestimmter Beleuchtung wahrnehmbare Einsenkung angedeutet.

   ...5

 
-- Halsschild an der Basis ungerandet und ohne Andeutung von Basalstricheln.

   ...6

 
#5 Kopf auf dem ganzen hinteren Teil der Stirn punktiert [Abb.1]; Vorderkörper bronzen oder kupfern, Flügeldecken meist blau, selten ± bronzen [Abb.13]; Halsschild an den Seiten gebogen mit seiner größten Breite hinter der Mittel; Basis mit 2 schwachen Eindrücken; Beine gewöhnlich rotgelb mit schwarzen Hinterschenkel, manchmal auch die vorderen Schenkel verdunkelt. Aedoeagus [Abb.14]. 2-3 mm. Südliches Mitteleuropa, nördlich bis (?) Preußen, (?) Mecklenburg, (?) Hamburg. An Salix-Arten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...semicoerulea (Koch, 1803)

CHAETOCNEMA SEMICOERULEA
Abb.1
CHAETOCNEMA SEMICOERULEA.JPG
Abb.13
CHAETOCNEMA SEMICOERULEA
Abb.14
 
-- Stirn nur neben den Augen mit wenigen Punkten [Abb.15]; Vorderkörper und Flügeldecken gleichfarbig bronzen oder dunkel kupfern; Halsschild mit seiner größten Breite an der Basis, die Basalstrichel häufig wenig deutlich; alle Schenkel vollkommen schwarz, häufig auch die Schienen teilweise angedunkelt.

   ...6a

CHAETOCNEMA CONCINNA
Abb.15
 
#6a Habitus [Abb.16]. Letztes Fühlerglied spindelförmig und zugespitzt [Abb.17]. Aedoeagus paralleÌseitig, kurz verrundet zugespitzt; bei seitlicher Ansicht schmaler als bei der folgenden Art [Abb.18] [Abb.19]. 1,7-2,3 mm. Europa ohne den Südwesten; bis Mittelasien verbreitet. (heikertingeri Ljub., laevicollis (Thoms., 1866))

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...picipes Stephens, 1831

CHAETOCNEMA LAEVICOLLIS0.JPG
Abb.16
CHAETOCNEMA LAEVICOLLIS
Abb.17
CHAETOCNEMA LAEVICOLLIS.GIF
Abb.18
CHAETOCNEMA LAEVICOLLIS
Abb.19
-- Habitus [Abb.20]. Letztes Fühlerglied, besonders beim ♂, kolbig verdickt und an der Innenseite etwas abgeplattet [Abb.21] [Abb.22]. Aedoeagus zum Ende erweitert, lang verrundet zugespitzt; bei seitlicher Ansicht breiter als bei der vorhergehenden Art [Abb.23] [Abb.20]; Spermatheka [Abb.24]. 1,8-2,4 mm [Abb.2]. Europa. An Polygonaceen, besonders Polygonum aviculare; wird gelegentlich als Schädling an Beta-Rüben gemeldet.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...concinna (Marsh., 1802)


Von beiden Arten kommen selten Stücke vor, bei denen der Grund des Halsschilds nicht chagriniert, sondern völlig glatt und glänzend und auch die Punktierung fast völlig geschwunden ist.
CHAETOCNEMA CONCINNA.JPG
Abb.20
CHAETOCNEMA CONCINNA
Abb.21
CHAETOCNEMA CONCINNA
Abb.22
CHAETOCNEMA CONCINNA.GIF
Abb.23
CHAETOCNEMA CONCINNA
Abb.24
CHAETOCNEMA CONCINNA
Abb.2
#6 Habitus [Abb.25]. Halsschild kurz, fast doppelt so breit wie lang und stark nach vorn verengt; auf der Stirn beiderseits je 8-10 Punkte; die Zwischenräume der Flügeldecken mit feinen, quergezogenen Pünktchen; Färbung dunkel bronzen oder kupfern, manchmal schwärzlich grün; alle Schenkel schwarz, auch die Schienen teilweise verdunkelt; Aedoeagus dünn, parallel, an der Spitze kurz zugespitzt, von der Seite gesehen einfach gebogen [Abb.26]. 1,5-2 mm. Südeuropa, nördlich his Niederösterreich, Slowakei, Mähren, Südwestdeutschland. An Chenopodiaceen, in Südeuropa ein wichtiger Schädling an Zuckerrüben, der ,,Rübenerdfloh".

   ...tibialis (Ill., 1807)


Sehr ähnlich ist eine Art aus Südosteuropa, die aber nur 3-5 Punkte auf der Stirn trägt. Bisher nicht in Mitteleuropa.

   ...breviuscula Fald.

CHAETOCNEMA TIBIALIS.JPG
Abb.25
CHAETOCNEMA TIBIALIS
Abb.26
-- Habitus [Abb.27]. Halsschild länger und nach vorn weniger verengt; Zwischenräume der Flügeldecken glänzend, mit einfachen, fein eingestochenen Punkten; Körper ein wenig größer und intensiver bronzen als bei der vorhergehenden Art; Färbung der Beine gleich; Aedoeagus von der Seite gesehen mit gewellter Spitze, im Ganzen kräftiger. 1,6 bis 2,2 mm. Mittelmeerländer, nördlich bis (?) Niederösterreich, Ungarn. Wird von Rumex-Arten angegeben.

   ...scheffleri (Kutsch.)

CHAETOCNEMA SCHEFFLERI.JPG
Abb.27
 
#7 Körper oval; Kopf groß, Stirn sehr breit, matt chagriniert und dicht punktiert, auch der breite Raum zwischen den Fühlerpfannen stark chagriniert; Vorderkörper dunkelgrün oder kupfern, Flügeldecken gelb mit einem Nahtsaum und einem Seitensaum, der auch die Schulterbeule bedeckt [Abb.6]. 1,6-2 mm. Mediterran-pontische Art, nördlich bis Niederösterreich, Slowakei, Ungarn. Wird von (?) Juncus spec. und Eleocharis palustris angegeben.

   ...conducta (Motsch.)

CHAETOCNEMA CONDUCTA.JPG
Abb.6
 
-- Körper länglich; Kopf kleiner, Stirn mit zarter aber dichter Punktierung, der Zwischenraum zwischen den Fühlereinlenkungen schmal, kielartig aufgewölbt; Flügeldecken braungelb, Nahtsaum schwarz, schmaler als bei der vorhergehenden Art [Abb.28], Schulterbeule vorstehend und nicht verdunkelt. 1,5-2 mm. Westmediterran.

   ...depressa (Boield.)

CHAETOCNEMA DEPRESSA.JPG
Abb.28
 
#8 Oberlippe breit, vorn schmal aufgebogen und rötlich gesäumt; Flügeldecken in ziemlich regelmäßigen Reihen punktiert; Schulterbeule wenig vorstehend; Metasternum und Abdomen an den Seiten meist weißlich behaart; Oberseite einfarbig bronzen, blau oder grünlich [Abb.29], im südlichen Verbreitungsgebiet vorherrschend zweifarbig. Aedoeagus [Abb.30]. 2-2,6 mm. Südeuropa, nördlich bis Thüringen, Sachsen, Schlesien und sogar bis Hamburg nachgewiesen. Als Fraßpflanzen werden  Juncus spec. und  Eleocharis spec. angegeben.

   ...obesa (Boield., 1859)

CHAETOCNEMA OBESA.JPG
Abb.29
CHAETOCNEMA OBESA
Abb.30
-- Oberlippe normal, vollkommen schwarz.

   ...9

 
#9 Flügeldecken auf der Scheibe, wenigstens längs der Naht mit unregelmäßigen und verworrenen Punktreihen [Abb.31], selten sind die Streifen vollkommen regelmäßig, dann sind die Flügeldecken aber oval und besitzen stark entwickelte Schulterbeulen.

   ...10

CHAETOCNEMA HORTENSIS
Abb.31
 
-- Alle Punkte der Flügeldecken einschließlich der Skutellarstreifen regelmäßig; Körper ± länglich, gewölbt, Halsschild und Flügeldecken fast gleichbreit, Schulterbeule fast immer verloschen.

   ...18

 
#10 Flügeldecken auf der Scheibe mit einfachen, regelmäßigen Punktreihen, nur der Skutellarstreifen manchmal unregelmäßig [Abb.32]; Schulterbeule vorstehend; Halsschild stark punktiert, der ganze Rücken glänzend, mit starkem bronzenem oder kupfernem Glanz; Schenkel und Fühlerbasisglieder ± stark verdunkelt. Aedoeagus [Abb.33]; Spermatheka [Abb.34]. 1,6-2 mm. Nord-, Mittel- und Osteuropa, westlich bis Mittelfrankreich, südlich bis in die Alpen. Soll an  Scirpus ovatus leben.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...aerosa (Letzn., 1846)


Die Genitalabbildung bei Mohr (l.c) ist falsch [Abb.35].
CHAETOCNEMA AEROSA
Abb.32
CHAETOCNEMA AEROSA1.JPG
Abb.33
CHAETOCNEMA AEROSA
Abb.34
CHAETOCNEMA AEROSA.GIF
Abb.35
-- Flügeldecken nur an den Seiten und vor der Spitze regelmäßig punktiert, längs der Naht und auf dem Rücken mit ± unregelmäßiger und verworrener Punktierung [Abb.31].

   ...11

CHAETOCNEMA HORTENSIS
Abb.31
 
#11 Flügeldecken auf der Scheibe mit viel zarterer und gedrängterer Punktierung als an den Seiten Die Art ist sehr ähnlich der aridula LZ    >>>17 etwas dicker, schwarz und schwach metallisch glänzend [Abb.36]; Fühler und Schienen weniger verdunkelt, die größte Breite des Halsschilds liegt nahe der Basis. 2-2,5 mm. Südwest- und Südeuropa, nördlich bis Niederösterreich.

   ...arenacea (All.)

CHAETOCNEMA ARENACEA.JPG
Abb.36
 
-- - Flügeldecken auch auf dem Rücken grob, kaum zarter als an den Seiten punktiert.

   ...12

 
#12 Halsschild wenigstens in der Mitte stark glänzend und sehr fein punktiert, die Mikroskulptur nur unter dem Mikroskop erkennbar; Rücken dunkelgrün oder bläulich, selten bronzen, manchmal fast schwarz; Fühlerglieder 1-4 gelbrot oder nur oberseits schwach angedunkelt, auch die Schienen hell gefärbt. Aedoeagus [Abb.37]. 1,8-2,5 mm. Nord- und Mitteleuropa, südlich bis Norditalien, (?) Slowakei, Polen.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...confusa (Boh., 1851)

CHAETOCNEMA CONFUSA.GIF
Abb.37
 
-- Halsschild weniger stark glänzend, die Grundchagrinierung schon bei Lupenbetrachtung erkennbar.

   ...13

 
#13 Fühlerglieder 1-3 oder 4 meist einheitlich gelbrot, oft aber das 1. und 2. an der Spitze verdunkelt. Habitus [Abb.31]. Halsschild mit dichter und ziemlich starker Punktierung, auf den Flügeldecken meist nur die ersten 2 oder 3 Streifen in der vorderen Hälfte neben der Naht ± unregelmäßig, manchmal auch fast regelmäßig wie bei aerosa LZ    >>>10 von dieser durch regelmäßig gebogenen Aedoeagus unterschieden [Abb.38]. 1,5-2,3 mm. Ganz Europa. An verschiedenen Gräsern, die Larve bohrt im Stengelgrund verschiedener Gramineen und kann zum Getreideschädling werden. (aridella (Payk.)).

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...hortensis (Fourcr., 1785)

CHAETOCNEMA HORTENSIS
Abb.31
CHAETOCNEMA HORTENSIS.GIF
Abb.38
-- Zumindest Glied 1 der Fühler teilweise verdunkelt.

   ...14

 
#14 Größere Art (2,2-2,8 mm) von blauer Färbung [Abb.5], häufig mit schwachem violetten Schimmer, selten grünlich; Flügeldecken an der Basis mit einem leichten Eindruck, der die Schulterbeule nach innen abgrenzt; Fühlerbasisglieder angedunkelt; Schienen rotgelb, oberseits teilweise verdunkelt. Aedoeagus [Abb.39] [Abb.40]; Spermatheka [Abb.41]. Mittleres Europa.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...mannerheimi (Gyll., 1827)

CHAETOCNEMA MANNERHEIMI
Abb.5
CHAETOCNEMA MANNERHEIMI.GIF
Abb.39
CHAETOCNEMA MANNERHEIMI
Abb.40
CHAETOCNEMA MANNERHEIMI
Abb.41
 
-- Kleiner (1,5-2,3 mm), nur aridula und die südosteuropäische montenegrina Hktr. etwas größer, jedoch von bronzener Färbung und ohne Eindruck zwischen den Schultern.

   ...15

 
#15 Flügeldecken blau oder bläulich.

   ...16

 
-- Flügeldecken bronzen oder schwarz, mit schwachem Metallglanz.

   ...17

 
#16 Halsschild und Stirn mit verhältnismäßig kräftiger und dichter Punktierung, auf dem Grunde matt chagriniert, der ganze Rücken einfarbig dunkel bläulich oder violett [Abb.42], selten grünlich. Aedoeagus [Abb.43]. 1,8-2,3 mm. Nord- und Mitteleuropa, südlich bis Oberitalien, Balkan. Vermutlich an Carex spec..

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...sahlbergi (Gyll., 1827)

CHAETOCNEMA SAHLBERGI.JPG
Abb.42
CHAETOCNEMA SAHLBERGI
Abb.43
-- Halsschild und besonders die Stirn mit zarter Punktierung; Flügeldecken mit bläulichem Schimmer [Abb.44], Halsschild schwarz oder leicht grünlich; Aedoeagus [Abb.45] von der Seite gesehen gleichmäßig gebogen. Mittleres Europa.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...subcoerulea (Kutsch., 1864)

CHAETOCNEMA SUBCOERULEA0.JPG
Abb.44
CHAETOCNEMA SUBCOERULEA
Abb.45
#17 Etwas größere Art (2-2,6 mm) mit länglichen Flügeldecken [Abb.46]; Rücken schwarz mit schwachem Metallschimmer; Fühlerbasisglieder immer ± verdunkelt, Schienen rotbraun oder geschwärzt. Aedoeagus [Abb.47]; Spermatheka [Abb.48]. Ganz Europa. An verschiedenen Gramineen, in deren Stengelbasis sich die Larve entwickelt, wird mitunter zum Getreideschädling.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...aridula (Gyll., 1827)

CHAETOCNEMA ARIDULA
Abb.46
CHAETOCNEMA ARIDULA.GIF
Abb.47
CHAETOCNEMA ARIDULA
Abb.48
-- Etwas kleinere Art (1,5-2 mm) mit kürzeren und breiteren Flügeldecken; Rücken meist mit starkem Bronzeglanz [Abb.49]; Färbung der Fühler und Beine veränderlich, Fühlerbasisglieder rotgelb oder oberseits teilweise verdunkelt, Schienen rötlich oder schwärzlich. Aedoeagus [Abb.50]. Mittleres und südliches Europa, in Norddeutschland teilweise fehlend, östlich bis Schlesien.

   ...arida Foudr., 1860

CHAETOCNEMA ARIDA.JPG
Abb.49
CHAETOCNEMA ARIDA
Abb.50
#18 Fühlerbasisglieder, Schienen und Tarsen fast immer rotgelb; Rücken dunkelgrünlich oder bronzen, selten mit bläulichem Schimmer; in der Körperform ähnlich Batophila rubi; der Halsschild erreicht seine größte Breite hinter der Mitte der Seiten [Abb.51]; beim ♂ 1. Vordertarsenglied erweitert. Aedoeagus [Abb.52]. Gebirge Mitteleuropas, von den südfranzösischen Bergen über Vogesen, Schwarzwald, Alpen, Niederösterreich bis Steiermark und Krain.

   ...angustula (Rosh., 1847)

CHAETOCNEMA ANGUSTULA.JPG
Abb.51
CHAETOCNEMA ANGUSTULA
Abb.52
-- Wenigstens 1. Fühlerglied angedunkelt, Schienen und häufig auch die Tarsen angedunkelt; Körper länglich, fast zylindrisch, an Mantura erinnernd; 1. Vordertarsenglied des ♂ nicht erweitert.

   ...19

 
#19 Schlankere Art [Abb.53]. Halsschild nach vorn und nach der Basis gleichartig verschmälert mit seiner größten Breite in der Mitte der Seiten, so daß ein einspringender Winkel zwischen Flügeldecken und Halsschildbasis entsteht; Vorderkörper fast schwarz, Flügeldecken gewöhnlich mit leichtem bläulichen, violetten oder grünlichen Schimmer. Aedoeagus [Abb.54]. 1,8-2,5 mm. Vorwiegend mediterrane Art; Mittelmeerländer, nördlich bis Ober- und Niederösterreich (Donaugebiet), bei München, im Rheinland, bei Hamburg und Berlin. An Carex-Arten.

   ...procerula (Rosh., 1856)

CHAETOCNEMA PROCERULA.JPG
Abb.53
CHAETOCNEMA PROCERULA
Abb.54
-- Gedrungenere Art [Abb.55]. Halsschild nach vorn etwas stärker als nach hinten verengt, der einspringende Winkel zwsichen Halsschildbasis und Flügeldecken sehr wenig deutlich [Abb.4]; Färbung der Oberseite fast einfarbig schwarz mit schwachem, grünlichem oder bläulichem Schimmer. Aedoeagus sehr ähnlich dem von procerula, etwas schwächer und das blechdünne Spitzchen etwas nach unten gebogen [Abb.56]. 1,5-2,2 mm. Schlesien, Sachsen, Thüringen, Mittelelbe, Hamburg, Sylt, Brandenburg, Odergebiet, Bayern, Niederösterreich, Mähren, Slowakei, östlich bis Südrußland.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...compressa (Letzn., 1846)

CHAETOCNEMA COMPRESSA
Abb.55
CHAETOCNEMA COMPRESSA
Abb.4
CHAETOCNEMA COMPRESSA.JPG
Abb.56
 
  aerosa
angustula
arenacea
arida
aridula
breviuscula
chlorophana
compressa
concinna
conducta
confusa
depressa
hortensis
major
mannerheimi
obesa
pelagica
picipes
procerula
sahlbergi
scheffleri
semicoerulea
subcoerulea
tibialis
     Creative Commons Lizenzvertrag
Erstellt am: 11.08.2010
Letzte Aktualisierung: 20.03.2018 - 11:39:34