Gattung in ColKat anzeigen Gattung Trechus: latus-Gruppe Carabidae - Trechinae - Trechini - Trechina - Trechus
  Von Arved Lompe (n. R. Jeannel)
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  Rücklaufender Streifen am Ende ohne Richtungswechsel in den 5. übergehend. Das erste Glied der Hintertarsen oben schrög nach innen abgeplattet und dort kräftig milroskulptiert; beim ♂ und ♀ oft verschieden ausgeprägt. Entgegen dem Jeanell'schen Bestimmungsschlüssel kommen abgeplattete und verbreiterte erste Hintertarsenglieder auch bei Vertretern anderer Gruppen vor (Trechus_plicatulus-Grp und Trechus_banaticus-Grp) die auch aus anderen Gründen mit der latus-Gruppe zu einem Cluster zusammengefaßt werden sollten.  
#1 Hinterschienen an der Außenseite ohne Zähnchen. Das 1. Glied der Hintertarsen abgeflacht, auf der Oberseite deutlich matt, chagriniert [Abb.1]; dies ist bei den ♂ stärker ausgeprägt als bei den ♀.

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TRECHUS LATUS
Abb.1
 
-- Hinterschienen mit einem Zähnchen an der Außenseite der Schienenspitzen [Abb.2]. 1. Tarsenglied der Hinterbeine normal drehrund, glänzend.

   ...3


TRECHUS GRANDIS
Abb.2
 
#2 Größere, etwas schlankere Art: 4,5-5,3 mm. Das 1. Glied der Hintertarsen doppelt so breit wie das 2. Glied [Abb.3] und a in [Abb.4], die Abflachung deutlich konkav und matt. Braunschwarz, Naht und Seitenrand der Flügeldecken ein wenig aufgehellt, Taster, Beine und Fühler hell, letztere zur Spitze etwas verdunkelt. Penis: [Abb.5] [Abb.6].
D: Östliches Mitteleuropa: Tatra, Ostkarpaten; hygrophile Waldart.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Taxon in ColKat anzeigen  Taxon in Wikipedia anzeigen   ...fontinalis Rybinski, 1900


TRECHUS FONTINALIS
Abb.3
TRECHUS HINTERTARSEN
Abb.4
TRECHUS FONTINALIS
Abb.5
 
TRE120
Abb.6
 
-- Etwas kleinere, mehr gedrungene Arten: 4-5 mm; Habitus [Abb.7]. 1. Gied der Hintertarsen schmäler, weniger als 1,5 x so breit wie das 2. [Abb.8], [Abb.1] und b in [Abb.4].

   ...2a


TRECHUS LATUS
Abb.7
TRECHUS PSEUDOLATUS
Abb.8
TRECHUS LATUS
Abb.1
TRECHUS HINTERTARSEN
Abb.4
 
#2a Mittelschienen von der Basis zum Ende innen gerade erweitert [Abb.9], in der Mitte nicht wadenförmig. Aedoeagus: [Abb.10] [Abb.11] [Abb.12]. Augen weniger gewölbt als bei fontinalis, dem er sonst sehr ähnelt. Ebenso gefärbt. 4-5 mm; Habitus [Abb.7].
D: Östliches Mitteleuropa: Beskiden, Karpaten, Hohe Tatra; Bihar-Gebirge.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Taxon in ColKat anzeigen  Taxon in Wikipedia anzeigen   ...latus Putzeys, 1847
(=grouvellei Jeannel)


Bei der von Jeannel aus den französischen Meeralpen beschriebenen ssp. grouvellei handelt es sich mit Sicherheit um eine Fundortverwechslung; T. latus kommt in Westeuropa nicht vor. Ansonsten handelt sich bei dem von Jeannel beschriebenen Tier nur eine morphologische Variante.
TRECHUS LATUS
Abb.9
TRECHUS LATUS
Abb.10
TRE119
Abb.11
TRECHUS LATUS
Abb.12
 
TRECHUS LATUS
Abb.7
 
-- Mittelschienen an der Innenseite in der Mitte etwas wadenförmig verdickt [Abb.13], d.h. in der Mitte breiter als an der schmalen Stelle vor dem Ende; beim ♂ meist deutlicher ausgeprägt. Noch etwas gedrungener als latus, tiefschwarz [Abb.14]. Aedoeagus [Abb.15] [Abb.16] (die Form der Parameren ist sehr variabel [Abb.17]), Endophallus [Abb.18]. 3,8-4,2 mm.
D:Rumänien: Fagaras-Gebirge.

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TRECHUS PSEUDOLATUS
Abb.13
TRECHUS PSEUDOLATUS
Abb.14
TRECHUS PSEUDOLATUS
Abb.15
TRECHUS PSEUDOLATUS
Abb.16
 
TRECHUS PSEUDOLATUS
Abb.17
TRECHUS PSEUDOLATUS
Abb.18
 
#3 Penis: [Abb.19] [Abb.20], vor allem die Innenstrukturen beachten! Halsschild quer, die Seiten gerundet, mit ziemlich großen, scharf recht- oder spitzwinkligen Hinterecken. Flügeldecken breitoval mit gerundeten Seiten. Die inneren 3 Flügeldeckenstreifen tief, die folgenden nach außen schwächer werdend. Hinterschienen breit, flach, etwas S-förmig gebogen, besonders beim ♂ (a in [Abb.21]).
D: Kärnten, Endemit der Koralpe. in der oberen Waldregion an Bachrieseln unter Steinen.

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TRECHUS GRANDIS
Abb.19
TRE121
Abb.20
TRECHUS HINTERSCHIENEN
Abb.21
 
-- Penis: [Abb.22] [Abb.23]; Halsschild etwas weniger quer, nach vorne meist schwächer verengt. Flügeldecken etwas tiefer gestreift. Hinterschienen schmäler, weniger stark gebogen.
D: Ostalpen: Kärnten bis Slowenien.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Taxon in ColKat anzeigen  Taxon in Wikipedia anzeigen   ...longicollis Meixner, 1912


Von dieser Art sind 3 Rassen beschrieben:
D: Kärnten, Seetaler Alpen (Zirbitzkogel): Stammform.
D: Kärnten, Saualpe: longicollis ssp.

    Taxon in Wikipedia anzeigen   ...arcuatus Jeannel, 1927


D: Slowenien, Bachergebirge: longicollis ssp.

    Taxon in Wikipedia anzeigen   ...slovenicus Schweiger, 1950




TRECHUS LONGICOLLIS
Abb.22
TRE121A
Abb.23
 
  arcuatus
fontinalis
grandis
latus
longicollis
pseudolatus
slovenicus
Jeannel, R. (1927 ): Monographie des Trechinae - Tome II - L'Abeille Journal d'Entomolgie, 33:1-592 Jeannel-Monographie-II.tif (p. 361)
Jeannel, R. (1913): Description d'un Trechus nouveau des Alpes Maritimes (Col. Carabidae) - Bulletin de la Société Entomologique de France, 1913: 470-471
Schweiger, H. (1955): Die Artsystematik und Verbreitung der subalpinen Trechusarten der Ostalpen (Col., Carabidae) - Entomologische Blätter, 51: 144-181
Lompe, A. (2011): Ein neuer Trechus aus Rumänien (Coleoptera: Carabidae: Trechinae) - Nachrichtenblatt der Bayerischen Entomologen, 60(1/2):27-31. Lompe2011 Trechus pseudolatus.pdf
     Creative Commons Lizenzvertrag  Erstellt am: 05.08.2009
Letzte Aktualisierung: 09.05.2025 - 23:48:42
Mit Determin (V4.2.371-1) von: Arved Lompe
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