Gattung Triplax Payk. Coleoptera - Polyphaga - Clavicornia - Erotylidae
  von Arved Lompe (n. Ganglbauer, Vogt) Bitte Fehler und Ergänzungen an mailbox@lompe.de senden
  Gestalt lang oder kurz oval, Flügeldecken weniger stark gewölbt als bei Tritoma. Endglied der Kiefertaster groß, beilförmig oder fast halbmondförmig [Abb.1]. Halsschild öfter zur Basis etwas herabgewölbt, hier mit Querfurche oder Randlinie. Halsschild und Beine rot oder gelb. 17 Arten in Europa.
TRIPLAX LEPIDA
Abb.1
 
  In der Tabelle fehlen die mir unbekannten Arten
Italien

   ...andreinii Pic, 1930


Frankreich, Iberische Halbinsel

   ...cyanescens Bedel, 1868


Griechenland

   ...emgei Reitter, 1885


Spanien

   ...rudis Reitter, 1887

 
#1 Basis des Halsschilds kräftig gerandet [Abb.2], zu dieser Randung deutlich herabgebogen, zum Teil vor der Randung quer gefurcht. Körper ziemlich parallelseitig oder gestreckt eiförmig. Auch die Flügeldeckenbasis mit einer deutlichen, meist von einer Punktreihe gekerbten Randung. (Triplax s.str.).

   ...2

TRIPLAX RUSSICA
Abb.2
 
-- Halsschildbasis sehr fein gerandet [Abb.3], zu dieser Randung besonders in der Mitte ganz flach (nur bei lepida merklich herabgebogen). Körper länger oder kürzer eiförmig. Flügeldecken an der Basis ohne oder mit sehr feiner Randlinie. (Untergattung Platichna).

   ...8

TRIPLAX RUFIPES
Abb.3
 
#2 Kopf schwarz.

   ...3

 
-- Kopf rot. Fühler schlank, das 3. Glied fast immer deutlich länger als das 2., länger als breit.

   ...4

 
#3 Fühler kräftig, 2.-8. Glied schwach quer, gleichgeformt. Flügeldecken mit kräftiger Schulterbeule und an der Basis deutlich vertieftem 5. Streifen. Vorderbrust, Beine und Taster rot, Unterseite sonst schwarz. Fühler einfarbig braunrot, Halsschild stark zu den kräftigen Randlinien der Basis und der Seiten herabgewölbt. Das Ende der Schienen mit nach außen vorgezogener Ecke. 3,5-4,8 mm. Westen und Südeuropa, sowie einige alte Funde aus Westdeutschland, sehr selten

   ...melanocephala (Latr., 1804)

 
-- Schulterbeule nur angedeutet, 5. Striefen der Flügeldecken an der Basis nicht vertieft. Körperform sehr variabel: kürzer oder länger oval. 3-3,8 mm. In der verpilzten Bodenstreu. Südfrankreich bis Kaukasus.

   ...marseuli Bedel, 1864

 
#4 Unterseite ganz gelbrot.

   ...5

 
-- Mittel- und Hinterbrust schwarz [Abb.4] (auch bei geklebten Stücken zu sehen).

   ...6

TRIPLAX RUSSICA
Abb.4
 
#5 Flügeldecken ziemlich gestreckt, mit kräftiger, gekerbter Basalrandung [Abb.5]; metallisch blau oder grün [Abb.6] (einzige Art des Gebietes mit metallischen Flügeldecken). Fühler schwarz, relativ lang. 3,3-4,3 mm. Im ganzen Gebiet, aber nicht häufig

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...aenea (Schall., 1783)

TRIPLAX AENEA
Abb.5
TRIPLAX AENEA
Abb.6
-- Flügeldecken schwarz. Die gestreckteste unserer Arten. Flügeldecken zu 2/3 parallel. Kopf und Halsschild feiner und dichter als bei russica punktiert. Halsschild schmäler, flacher, die Seiten feiner gerandet. Fühler braunschwarz. 6-6,5 mm. In Europa nur noch einige reliktäre Vorkommen in Österreich, der Slowakei und Mark Brandenburg; eine alte Meldung von Hamburg, sehr selten

   ...elongata Lacord., 1842

 
#6 Bauch gelbrot, häufigste Art, über 4,5 mm. Flügeldecken etwas bauchig erweitert, mit kräftiger, gekerbter Basalrandung. Halsschildbasis in der Mitte breit vertieft [Abb.2]. Fühler schwarz mit breiter Keule [Abb.7]. Parameren und Penis in Seiten- und Aufsicht [Abb.8]. 5-6,5 mm. In und an Baumschwämmen von Laubbäumen, besonders Buche. In Europa überall häufig

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...russica (L., 1758)

TRIPLAX RUSSICA
Abb.2
TRIPLAX RUSSICA
Abb.7
TRIPLAX RUSSICA.JPG
Abb.8
 
-- Bauch schwarz, bisweilen zur Spitze rötlich. Seltene Arten mit begrenztem Vorkommen; unter 4,5 mm.

   ...7

 
#7 3-4,2 mm. 3. Fühlerglied deutlich länger als das 2. Gestreckter als russica. Die ersten Fühlerglieder rostrot, Keule dunkel. Halsschild zur kräftigen Basalrandung deutlich herabgewölbt, seitlich gleichmäßiger gerundet, schon von der Mitte ab verengt. Flügeldecken mit deutlicher, gekerbter Basalrandung. Reliktär in West-, Süd- und Osteuropa, aus Mitteleuropa nur wenige unbestätigte Meldungen aus Westdeutschland.

   ...lacordairii Crotch, 1870

 
-- 2-3 mm. 3.Fühlerglied kaum länger als das 2. Halsschild nach vorn fast geradlinig schwach verengt, erst kurz vor den Vorderecken eingezogen. Aus Jugoslawien (St. Leonhard bei Marburg) beschrieben, fraglich Steiermark und Slowakei, sehr selten

   ...pygmaea Kraatz, 1872

 
-- Nach äußeren Merkmalen der pygmaea recht ähnlich, von der Färbung her aber nicht zu beurteilen ist ein immatures, apikal verkrüppeltes Tier, das ich auf Teneriffa im Laubgesiebe gefangen habe. Halsschild trapezförmig mit geraden Seiten und breiter Seitenrandung, die vor den Vorder- und Hinterecken erweitert ist und dort einen deutlichen Punkt bzw. Grübchen trägt (der vordere Punkt ist bei allen Arten deutlich, der hintere mitsamt der manchmal sehr schmalen Erweiterung manchmal nur schwer sichtbar). Fühlerkeule schlank, 3-gliedrig, das 1. und 2. Keulenglied vorne gerade abgestutzt mit gerundeten Außenecken. 3. Fühlerglied deutlich länger als das 2.  
#8 Kopf gelbrot.

   ...9

 
-- Kopf schwarz. 3-4 mm. Basis des Halsschilds und der Flügeldecken sehr fein gerandet. Unterseite schwarz, nur die Vorderbrust, Beine und Taster gelbrot. Bauch zur Spitze meist auch rot. Fühler gelbrot, die 2 vorletzten Glieder und das letzte in der Basalhälte dunkel. Flügeldecken von der größten Breite, die kurz hinter den Schultern liegt, nach hinten kräftig verengt. Südosteuropa, in Mitteleuropa sehr selten; im Elbtal an Baumpilzen auf Ulmen.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...collaris (Schall., 1783)

 
#9 Unterseite ganz gelbrot.

   ...10

 
-- Mittel und Hinterbrust sowie Bauch schwarz, letzterer bisweilen zur Spitze rötlich.

   ...11

 
-- Mittel und Hinterbrust sowie Bauch dunkel rostbraun, letzterer gegen die Spitze heller. Relativ breit und kurz. Schildchen rot, Flügeldecken schwarz. 3. Fühlerglied kurz. 5 mm. Triest.

   ...tergestana Reitter, 1881



Nach Ganglbauer vielleicht nur unausgefärbte lepida?
 
#10 Schildchen meist rot, selten angedunkelt oder schwarz. Flügeldecken relativ gestreckt., Basis ungerandet. Fühler nur an der Wurzel gelbrot, zur Spitze dunkel. 3. Fühlerglied um die Hälfte länger als das 2. und 4.. 4,5-5,5 mm [Abb.9]. Im Osten von Mitteleuropa, sehr selten.

   ...scutellaris Charp., 1825

TRIPLAX SCUTELLARIS
Abb.9
 
-- Schildchen schwarz, Oberseite gröber punktiert mit starken Punktstreifen auf den Flügeldecken und doppelt punktierten Zwischenräumen. 4-4,5 mm. Karpathen.

   ...carpathica Reitter, 1890

 
#11 Basis der Flügeldecken ungerandet [Abb.10]. Fühler ganz gelb, 2. und 3. Glied gleich lang. Kürzer oval [Abb.11]. 3,3- 5 mm. Früher sehr selten, in letzter Zeit häufiger; noch nicht im Nordwesten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...lepida (Faldermann, 1837)

TRIPLAX LEPIDA
Abb.10
TRIPLAX LEPIDA
Abb.11
-- Basis der Flügeldecken durch eine sehr feine Punktlinie gerandet [Abb.3]. Fühler mit angedunkelter Keule, ihr 3. Glied wenigstens um die Hälfte länger als das 2.. Etwas länger oval [Abb.12]. Aedoeagus [Abb.13]. 3-5 mm. Im Gebiet meist montan und subalpin; früher sehr sporadisch verbreitet und sehr selten, heute bis Hamburg gemeldet, selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...rufipes (Fabricius, 1787)

TRIPLAX RUFIPES
Abb.3
TRIPLAX RUFIPES
Abb.12
TRIPLAX RUFIPES.JPG
Abb.13
 
  aenea
andreinii
carpathica
collaris
cyanescens
elongata
emgei
lacordairii
lepida
marseuli
melanocephala
pygmaea
rudis
rufipes
russica
scutellaris
tergestana
     Erstellt am: 05.08.2009
Letzte Aktualisierung: 14.07.2015 - 11:59:49
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