Gattung Cardiophorus Eschsch. Coleoptera - Polyphaga - Tarsen-5-5-5 - Sternoxia - Elateridae - Cardiophorinae
  Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse, L. Leseigneur) Informieren Sie mich bitte über Fehler oder Ergänzungen über mailbox@lompe.de
  Klauen ungezähnt; die verkürzte Halsschildseitenrandlinie biegt vor den Hinterwinkeln gleich auf die Halsschildunterseite; ein oft gut ausgeprägter Kiel in den Hinterwinkeln begrenzt die Halsschildoberseite nach außen und täuscht einen kurzen Halsschildseitenrand vor; zur sicheren Beurteilung betrachte man den Halsschild von der Seite. Die Weibchen lassen sich gut nach der Bursa bestimmen; diese muß herauspräpariert und geöffnet werden; wichtig sind die Zahnplatten und -falls vorhanden - das Mittelstück. Sie sind am besten im eingebetteten Zustand zu beurteilen. Ca. 100 Arten in Europa. Die Tabellen behandeln die mitteleuropäischen und französischen Arten. Weitere Arten aus Europa, die nicht in der Tabelle aufgeschlüsselt werden siehe LZ    >>>99
  Die Arten der Atlantischen Inseln (nur eine Liste) siehe

   ...Cardiophorus_AI

Abbildungen zu den meisten paläarktischen Arten finden Sie hier  www.elateridae.com
#1 Halsschild ganz oder zum Teil rot.

   ...2


Bei den Arten mit rotem Halsschild kommen selten bei allen Arten neben der typischen Färbung auch Exemplare mit ganz schwarzem oder ganz rotem Halsschild vor; solche Tiere sind ggf. nur vom Spezialisten bestimmbar.
 
-- Halsschild einfarbig schwarz oder braun.

   ...1a

 
#2 Auf den Flügeldecken an den Seiten der Flügeldecken in der Mitte mit einer scharf begrenzten roten Makel [Abb.1]. Selten die Flügeldecken ganz schwarz, dann aber an Stelle der roten Makel ein durch dichtere und hellere Behaarung markierter Fleck. Frankreich, Spanien, Italien.

   ...biguttatus (Olivier, 1790)

CARDIOPHORUS BIGUTTATUS
Abb.1
 
-- Flügeldecken einfarbig schwarz oder blauschimmernd.

   ...2x

 
#2x Schwarz, Halsschild ganz rot, nur die Basalkante und manchmal der Vorderrand ganz schmal geschwärzt [Abb.2]. Aedoeagus [Abb.3]. 8-9,5 mm. Von Südrußland über Süd- und Mitteleuropa bis zur iberischen Halbinsel verbreitet; auch im Baltikum und Südschweden; in Mitteleuropa im gesamten Gebiet, in der Ebene selten oder sehr selten, sonst im allgemeinen nicht häufig, nur in Wärmegebieten gelegentlich häufiger. Larve räuberisch im Sand am Fuße alter Bäume, Käfer im Mai/Juni auf Gebüsch und niederer Vegetation.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...gramineus (Scop., 1763)

CARDIOPHORUS GRAMINEUS
Abb.2
CARDIOPHORUS GRAMINEUS.GIF
Abb.3
-- Halsschild zum Teil geschwärzt; Käfer unter 7,5 mm.

   ...3

 
#3 Vorder- und Hinterrand des Halsschilds breit rot, in der Mitte ein breites schwarzes Querband [Abb.4], das in 2 seitliche Flecke aufgelöst sein kann. Behaarung des Halsschilds lang, enlang der Naht zur Seite gerichet, grau bis weißlich und daher die Oberseite heller erscheinend oder braun und nur entlang der Naht heller, dort einen Längsstreifen bildend.

   ...3y

CARDIOPHORUS ULCEROSUS
Abb.4
 
-- Die schwarze Färbung erreicht den Vorderrand [Abb.5]. Behaarung des Halsschilds kurz, dunkel, braun oder schwarz, auch neben der Naht nicht oder nur wenig zur Seite gerichtet, die dunkle Färbung der Flügeldecken nicht auffhellend und keinen Streifen bildend.

   ...3x

CARDIOPHORUS RUFICOLLIS
Abb.5
 
#3y Halsschild unregelmäßig, aber nicht doppelt punktiert. ♀: Mittelstück der Bursa und Zahnplatte [Abb.6]. Behaarung der Flügeldecken weniger lang, an den Seiten braun. 5,5-7,5 mm [Abb.7]. Frankreich, Italien.

   ...ulcerosus (Gene, 1836)

CARDIOPHORUS ULCEROSUS
Abb.6
CARDIOPHORUS ULCEROSUS
Abb.7
-- Halsschild doppelt punktiert. ♀: Mittelstück der Bursa und Zahnplatte [Abb.8]. Behaarung der Flügeldecken lang, grau und besonders bei frischen Exemplaren die Oberseite deutlich aufhellend. Färbung des Halsschilds und der Extremitäten sehr variabel. 5,5-8 mm [Abb.9]. Frankreich: Korsika, Italien.

   ...argiolus Gene, 1836

CARDIOPHORUS ARGIOLUS
Abb.8
CARDIOPHORUS ARGIOLUS
Abb.9
#3x Flügeldecken mit ± deutlichem blauen Metallschimmer, fein und unauffällig behaart [Abb.5]. Fühler und Beine schwarz, 5,7-7,2 mm. Von Rußland über ganz Europa mit Ausnahme des Nordens und Großbritanniens bis an die Pyrenäen verbreitet; in Mitteleuropa in Sandgegenden mit altem Nadelwald, im Osten nicht selten, nach Westen verstreut und selten. Larve räuberisch im Boden und in alten Baumstümpfen (Kiefer, aber auch Eiche); Käfer von Mai bis Juni auf blühenden Kiefern und niederer Vegetation.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...ruficollis (L., 1758)

CARDIOPHORUS RUFICOLLIS
Abb.5
 
-- Flügeldecken schwarz, ohne Blauschimmer.

   ...3y

 
#3y Beine Schwarz, nur die Gelenke rot.

   ...3z

 
-- Beine rot, die letzten 2-3 Tarsenglieder gebräunt. Halsschild rot, die schmale Basalkante und das vordere Drittel schwarz [Abb.10]. 6,7-7,2 mm. Südfrankreich, Italien, Dalmatien; wird auch aus der Slowakei gemeldet.

   ...anticus Erichson, 1840

CARDIOPHORUS ANTICUS
Abb.10
 
#3z Schwarz, Halsschild rot, an der Basis sehr schmal geschwärzt; die vordere Hälfte bis 2 Drittel schwarz, die schwarze Färbung in der Mitte nach hinten gerundet ausgezogen [Abb.11]; die Färbung ist bei dieser Art sehr variabel, selten ganz schwarz oder ganz rot. Behaarung der Flügeldecken oft heller und an der Naht etwas zur Seite gerichtet. ♀: durch das Mittelstück der Bursa und die Zahnplatte [Abb.12] gut charakterisiert, Receptaculum seminis außerdem mit kleinen Dörnchen. 6-8,2 mm. Frankreich: Korsika, Italien.

   ...collaris Erichson, 1840

CARDIOPHORUS COLLARIS
Abb.11
CARDIOPHORUS COLLARIS
Abb.12
-- Schwarz, Halsschild rot, die Basis schmal geschwärzt, ein länglicher Mittelfleck, der den Halsschildvorderrand berührt, aber gewöhnlich nicht den Hinterrand erreicht, schwarz. Der Fleck kann vergrößert sein und ist dann von vorn nach hinten verengt [Abb.13]; selten ist fast die ganze Halsschildscheibe schwarz. Stücke mit ganz schwarzem Halsschild bisher aus Mitteleuropa unbekannt. 6-7 mm. Von Kleinasien und Südrußland über Süd- und Südosteuropa bis ins südöstl. Mitteleuropa verbreitet; in Mitteleuropa nur im Südosten: Österreich westlich bis Kärnten, Tschechoslowakei, Schlesien, Bayern; überall sehr verstreut und selten, im vergangenen Jahrhundert auch Einzelfunde in Westdeutschland. An xerothermen Hängen auf blühenden Sträuchern.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...discicollis (Herbst, 1806)

CARDIOPHORUS DISCICOLLIS
Abb.13
 
#1a Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen sehr stark gewölbt, vor allem vor der Spitze, sehr grob und unregelmäßi punktiert; die Streifen ebenfalls tief punktiert. Halsschild sehr dicht punktiert, die Seitenrandung an der Basis sehr kurz. Kleine, braune bis schwarze Art der Mittelmeerküsten. Bursa der ♀ ohne Mittelstück, Zahnplatte der Bursa [Abb.14]. Aedoeagus [Abb.15]. 4-6 mm. Westliches Mittelmeergebiet, Griechenland.

   ...exaratus Erichson, 1840

CARDIOPHORUS EXARATUS
Abb.14
CARDIOPHORUS EXARATUS.GIF
Abb.15
-- Flügeldeckenzwischenräume nur schwach gewölbt, immer sehr fein punktiert. Bursa des ♀ oft mit einem Mittelstück.

   ...2a

 
#2a Flügeldecken braun oder zweifarbig heller und dunkler braunschwarz.

   ...2b

 
-- Vollkommen schwarze Arten, höchstens die Beine rötlich.

   ...3a

 
#3a Halsschildpunktur sehr regelmäßig, fein und dicht. Einfarbig schwarz, Oberseite durch sehr deutliche, dichte und ziemlich lange graue oder bräunliche Behaarung grau erscheinend [Abb.16]. Körper robust, im Aussehen den Arten der Gattung Dicronychus ähnlich. Halsschildbehaarung sehr unregelmäßig, auf jeder Seite mit einem sternförmigen Haarwirbel. Fühler kräftig, Glied 3 höchstens um die Hälfte länger als breit; Enddorne der Mittel- und Hinterschienen kräftig. Tarsen kürzer, 1. Hintertarsenglied kaum länger als das 2.. Aedoeagus [Abb.17], Zahnplatte und Sklerite der Bursa [Abb.18]. 7,5-9 mm. Larve in Sandboden. Käfer von Ende April bis Anfang Juni vorzugsweise in trockenen Callunaheiden im Gras und am Boden zwischen Heidekraut. Von Sibirien über Ost- und Mitteleuropa westlich bis Spanien verbreitet, in Nordeuropa nur im Süden, im Mediterrangebiet weitgehend fehlend; in Mitteleuropa weit verbreitet, aber im Süden und Südwesten verstreut und selten, in der Ebene gebietsweise nicht selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...asellus Er., 1840

CARDIOPHORUS ASELLUS
Abb.16
CARDIOPHORUS ASELLUS.GIF
Abb.17
CARDIOPHORUS ASELLUS
Abb.18
-- Halsschildpunktur doppelt oder unregelmäßig.

   ...4a

 
#4a Fühler stark sägeförmig, dabei die Fühlerglieder vom 4. an in der Spitzenhälfte fast parallel [Abb.19]. Tiefschwarz, glänzend, unauffällig schwarz behaart, fast kahl erscheinend [Abb.20]. Unterseite dicht silbergrau behaart. Flügeldecken nicht abgeflacht, im vorderen Drittel am breitesten, von dort zur Spitze fast keilförmig verengt. Aedoeagus [Abb.21], die Parameren in charakteristischer Weise dreieckig zugespitzt, ohne Häkchen an der Spitze; Bursa des ♀ [Abb.22]. Größere Art: 7,5-8,5 mm. Larve in sonnenexponierten Sandböden am Fuße alter Bäume, Käfer im Mai und Juni auf blühenden Kiefern, Eichen und auf blühendem Gesträuch. Von Asien über Ost-, Mittel- und das nördliche Südeuropa bis Spanien verbreitet; in Mitteleuropa nur stellenweise und besonders im Westen selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...nigerrimus Er., 1840

CARDIOPHORUS NIGERRIMUS
Abb.19
CARDIOPHORUS NIGERRIMUS
Abb.20
CARDIOPHORUS NIGERRIMUS.GIF
Abb.21
CARDIOPHORUS NIGERRIMUS
Abb.22
 
-- Fühler nicht so stark sägeförmig [Abb.23], Halsschild relativ kürzer.

   ...5a

CARDIOPHORUS VESTIGIALIS
Abb.23
 
#5a Beine rot, nur die Tarsen dunkel.

   ...6

 
-- Beine schwarz, höchstens die Knie aufgehellt.

   ...8

 
#6 Flügeldeckenbehaarung innen in den Zwischenräumen neben der Naht +/- quer oder schräg nach hinten gestellt und oft als heller Haarstreifen sichtbar.

   ...7

 
-- Flügeldeckenbehaarung innen gerade nach hinten gerichtet und keinen Streifen bildend. Halsschild zur Basis kaum verengt. Die Beine rot, nur die Tarsen und selten auch die Schienen an der Spitze. 7-9 mm [Abb.24]. Europa, Kleinasien.

   ...erichsoni Buysson, 1901

CARDIOPHORUS ERICHSONI
Abb.24
 
#7 Behaarung der Flügeldecken braun, ziemlich dicht, auf den inneren 2-3 Zwischenräumen etwas heller und dichter, im mittleren Drittel horizontal gelagert, so daß diese Zwischenräume als helles Nahtband erscheinen. Halsschild gewölbt, seitlich stark gerundet, zu den Hinterwinkeln eingezogen [Abb.25]. Der untergebogene Halsschildseitenrand erlischt schon in der Mitte. Aedoeagus [Abb.26]. Chitinisierte Plättchen der Bursa copulatrix [Abb.27]. 6,5-7,5 mm. Westasien, Südrußland, Südosteuropa, Mediterrangebiet; in Mitteleuropa nur in Wärmegebieten im Süden und dort viel seltener als vestigialis; Mähren, Slowakei, östl. Österreich, Tirol, Schweiz. Sichere Angaben aus Deutschland fehlen, doch ist die Art im Westen zu erwarten, da sie in Frankreich weit verbreitet ist. Larve in trockenen Sandböden, die überwinternde Imago unter Baumrinden, Käfer im Mai und Juni auf blühenden Sträuchern.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...rufipes (Goeze, 1777)

CARDIOPHORUS RUFIPES
Abb.25
CARDIOPHORUS RUFIPES.GIF
Abb.26
CARDIOPHORUS RUFIPES
Abb.27
-- Behaarung der Flügeldecken unauffälliger, auf den inneren Flügeldeckenzwischenräumen mehr schräg nach hinten gelagert und kaum abstechend heller erscheinend. Halsschild flacher, besonders beim ♂ an den Seiten schwächer gerundet (Halsschild 49:7), über den Hinterwinkeln kaum schmäler als in der Mitte; der Halsschildseitenrand endet im vorderen Drittel oder Viertel. Habitus [Abb.28]. Aedoeagus [Abb.29], Bursa [Abb.30]. 7-8,5 mm. Larve räuberisch im Boden und in alten Baumstümpfen (Kiefer, aber auch Eiche); Käfer von Mai bis Juni auf blühenden Kiefern und niederer Vegetation. Von Kleinasien über Südeuropa und das südl. Mitteleuropa bis zur iberischen Halbinsel verbreitet; in Mitteleuropa mit Ausnahme der Ebene wohl überall zu erwarten, besonders an Wärmestellen in Tallagen häufiger, sonst nur verstreut und selten; fehlt im Gebirge. (erichssoni Buyss.).

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...vestigialis Er., 1840

CARDIOPHORUS VESTIGIALIS
Abb.28
CARDIOPHORUS VESTIGIALIS.GIF
Abb.29
CARDIOPHORUS VESTIGIALIS
Abb.30
#8 Halsschild nach hinten kaum, nach vorn deutlich verengt, in der Mitte kaum breiter als an der Basis, die Seiten flach gerundet. Punktur der Flügeldeckenzwischenräume deutlich, Behaarung fein, nach hinten gerichtet. Schwarz, schwächer glänzend, die feine Behaarung weißlichgrau. Habitus [Abb.31]. Halsschildbasalstrichel sehr kurz, nur halb so lang wie sein Abstand vom Halsschildhinterwinkelkiel. Flügeldecken abgeflacht, die Basis zwischen dem etwas erhabenen 6. Zwischenraum und dem Schildchen flach oder sogar niedergedrückt, die Verengung zur Flügeldeckenspitze beginnt erst hinter der Mittel. Aedoeagus ähnlich wie bei vestgialis [Abb.29], Bursa [Abb.32]. 6-7 mm. Schweden; in Mitteleuropa im Osten, westlich bis zur mittleren Elbe: Mark Brandenburg, Mittelelbe, Thüringen; selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...atramentarius Er., 1840


Diese Art wird oft mit ebeninus LZ    >>>10 verwechselt, da die bei Reitter angeführten Merkmale nicht immer zutreffend sind. Halsschildform und die viel deutlichere Punktur in den Zwischenräumen der Flügeldecken ermöglichen aber ihre Bestimmung auch ohne Genitaluntersuchung. Zu vestigialis Er. besteht eine engere Verwandtschaft, doch Lohse mochte sich nicht der Auffassung anschließen, sie als deren schwarzbeinige Form anzusehen.
CARDIOPHORUS ATRAMENTARIUS
Abb.31
CARDIOPHORUS ATRAMENTARIUS
Abb.32
-- Halsschild stark gewölbt, die Seiten gerundet, in der Mitte viel breiter als an der Basis, Basalstrichel meistens länger. Punktur der Flügeldeckenzwischenräume meistens in einer fein querrissigen Grundskulptur schlecht erkennbar.

   ...10


 
#10 Die Behaarung auf den 2 oder 3 Flügeldeckenzwischenräumen neben der Naht liegt im mittleren Drittel horizontal; sie ist hier heller und dichter, so daß diese Zwischenräume deutlich als heller Nahtstreifen erscheinen. Flügeldecken 2,5 x so lang wie der Halsschild oder länger. Aedoeagus [Abb.33]. Die chitinisierten Plättchen der Bursa gleichen denen des vestigialis Er. (vergleiche Bursa [Abb.30]). 6-7,8 mm. Süd- und Westeuropa; in Frankreich im Gebirge überall, besonders in Höhen zwischen 1500 und 2000 m, aber bis 2600 m aufsteigend; daneben aber auch sehr verstreut in der Ebene, z. B. bei Paris; außerdem in Italien und der Südschweiz (mehrfach). Ein Vorkommen im westlichen Mitteleuropa ist möglich. (vestigialis Leseign. nec Er.).

   ...atripes de Buyss.

CARDIOPHORUS ATRIPES.GIF
Abb.33
CARDIOPHORUS VESTIGIALIS
Abb.30
-- Die Behaarung der inneren Flügeldeckenzwischenräume liegt zum Teil gerade, zum Teil schräg nach hinten oder kaum quer und entspricht der Behaarung der anderen Flügeldeckenzwischenräume, so daß die ganze Oberseite schwarz fettglänzend und die Umgebung der Naht nicht heller erscheint. Flügeldecken kürzer als bei der vorhergehenden Art, deutlich weniger als 2,5 x so lang wie der Halsschild [Abb.34]. ♀: Bursa [Abb.35]. 6-8 mm. Von Südrußland und Westasien über die Balkanhalbinsel und Italien sowie das südliche, östliche und mittlere Mitteleuropa und das südliche Nordeuropa verbreitet; westlich bis zur Schweiz, jedoch noch nicht mit Sicherheit aus Frankreich nachgewiesen. In Mitteleuropa sehr verstreut und selten, besonders an Wärmestellen. Larve räuberisch an sonnigen Sandhängen.

   ...ebeninus (Germ., 1824)

CARDIOPHORUS EBENINUS
Abb.34
CARDIOPHORUS EBENINUS
Abb.35
#2b Flügeldecken dunkel braunschwarz mit einem hellen Längsband von der Schulter zur Spitze [Abb.36].

   ...2c

CARDIOPHORUS NATHALIEAE
Abb.36
 
-- Flügeldecken gelbbraun mit 2 dunklen Längsflecken jeweils in der Mitte [Abb.37], die auch zu einem Langsband verschmelzen [Abb.38] oder sehr undeutlich sein können.

   ...9a

CARDIOPHORUS BIPUNCTATUS
Abb.37
CARDIOPHORUS BALEARICUS
Abb.38
#2c Oberseite unauffällig dunkel behaart [Abb.39]. Die helle Färbung der Flügeldecken manchmal in der Mitte unterbrochen oder nur bis zur Mitte reichend. Fühler und Beine rotbraun, die Schenkel an der Basis und die ersten Fühlerglieder dunkler. ♂: Aedoeagus [Abb.40], die Parameren sind sehr charakteristisch. ♀. Mittelstück der Bursa sehr klein, Zahnplatte [Abb.41]. 4-7 mm. Frankreich, Italien.

   ...eleonorae (Gene, 1836)

CARDIOPHORUS ELEONORAE
Abb.39
CARDIOPHORUS ELEONORAE.GIF
Abb.40
CARDIOPHORUS ELEONORAE
Abb.41
-- Oberseite auffällig greis behaart [Abb.36]. Fühler und Beine schwarz, die Tarsen aufgehellt. Italien.

   ...nathaliae Platia & Schimmel, 1988

CARDIOPHORUS NATHALIEAE
Abb.36
 
#9a Halsschild schwarz, durch die dichte und deutliche Punktierung matt. Flügeldecken gelb bis braun mit je 2 dunklen Längsmakeln die eine kreuzförmige rote Zeichnung freilassen [Abb.37] . Iberische Halbinsel, Nordafrika; in 'Fauna Europaea' auch aus Schweden gemeldet..

   ...bipunctatus (Fabricius, 1798)

CARDIOPHORUS BIPUNCTATUS
Abb.37
 
-- Die dunklen Makeln oder Bereiche auf den Flügeldecken nur schattenartig von der helleren Umgebung abgesetzt. Arten von den Balearen

   ...9b

 
#9b Halsschild gleichartig punktiert, die Punktzwischenräume etwa so groß wie die Punkte; schwarz der Vorderrand schmal rot gesäumt, [Abb.42]. Die dunkle Zeichnung der Flügeldecken besteht aus 2 wenig dunkleren Schattenflecken [Abb.38] oder einem dunklen Längswisch [Abb.43], der fast die Breite der Flügeldecken einnehmen kann. ♂: Aedoeagus [Abb.44]; ♀: Bursa [Abb.45] [Abb.46]. Spanien: Balearen.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...balearicus Platia & Gudenzi, 1999

CARDIOPHORUS BALEARICUS
Abb.42
CARDIOPHORUS BALEARICUS
Abb.38
CARDIOPHORUS BALEARICUS
Abb.43
CARDIOPHORUS BALEARICUS.JPG
Abb.44
CARDIOPHORUS BALEARICUS
Abb.45
CARDIOPHORUS BALEARICUS
Abb.46
 
-- Halsschild mit ungleicher Punktur; ganz schwarz, ansonsten wie der vorige gefärbt. ♀: Bursa anders. Spanien: Balearen.

   ...getschmanni (Candéze, 1880)

 
#99 Weitere europäische Arten:
Zentral- und Südosteuropa, Nordafrika.

   ...goezei (Sánches-Ruiz, 1996)

 
-- Habitus [Abb.47]. Griechenland, Türkei.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...agilis Platia & Gudenzi, 2002

CARDIOPHORUS AGILIS
Abb.47
 
-- Habitus [Abb.48]. Portugal.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...lompei Zeising & Brunne, 2003

CARDIOPHORUS LOMPEI
Abb.48
 
-- Spanien, Andalusien.

   ...annulicornis (Desbrochers, 1875)

 
-- Spanien, Portugal. Syrien ?.

   ...barrosi (Guérin, 1893)

 
-- Spanien, Italien, Nordafrika (Marokko).

   ...castillanus (Buysson, 1902)

 
-- Spanien: Almeria, Cuenca.

   ...frigidus (Cobos, 1961)

 
-- Spanien: Almeria: Granada.

   ...hispanicus (Cobos, 1961)

 
-- Spanien: Almeria, Pujaire.

   ...koschwitzi (Platia & Gudenzi, 1999)

 
-- Habitus [Abb.49]. Iberische Halbinsel.

   ...melampus (Illiger, 1807)

CARDIOPHORUS MELAMPUS
Abb.49
 
-- Spanien, Tunesien, Algerien, Italien: Sardinien.

   ...numida (Candeze, 1860)

 
-- Spanien: Almeria.

   ...poncyi (Buysson, 1903)

 
-- Balearen: Mallorca, Griechenland.

   ...procerulus (Kiesenw.1859)

 
-- Zweifarbig: rotbraun, nur der Vorderrand des Halsschilds sowie ein schmaler Saum an der Basis der Flügeldecken, Schildchen und Fühler schwarz; dadurch von allen anderen spanischen Arten verschieden. Flügeldecken gelb behaart. ♀: Bursa [Abb.50]. Spanien: Magalascanas.

   ...ruizi Platia & Gudenzi, 1999

CARDIOPHORUS RUIZI
Abb.50
 
-- Habitus [Abb.51]. Spanien: Almeria, Portugal.

   ...signatus (Oliver, 1790)

CARDIOPHORUS SIGNATUS
Abb.51
 
-- Italien.

   ...italicus Platia & Bartolozzi, 1988

 
-- Habitus [Abb.52]. Italien: Sizilien

   ...aetnensis Platia & Baviera

CARDIOPHORUS AETNENSIS
Abb.52
 
-- Italien: Sicilien.

   ...albofasciatus (Schwarz, 1893)

 
-- Bulgarien, Griechenland, Türkei, Armenien.

   ...hinkei (Frivaldszky, 1837)


 
-- Griechenland.

   ...bilyi (Platia & Gudenzi, 2000)

 
-- Südrussland.

   ...concolor (Desbrochers, 1875)

 
-- Habitus [Abb.53]. Armenien, Ukraine: Krim, Griechenland: Macedonia.

   ...dolini (Mardjanian, 1985)

CARDIOPHORUS DOLINI
Abb.53
 
-- Formosa. Tibet, Ceylon. (nach England eingeschleppt ?).

   ...formosus (Curtis, 1840)

 
-- Griechenland.

   ...foveiventris (Schwarz, 1900)

 
-- Griechenl: Kreta.

   ...foveolatus (Schwarz, 1900)

 
-- Habitus [Abb.54]. Griechenland.

   ...freudei (Platia & Gudenzi, 2000)


- Griechenland: Kreta.

   ...kronbladi (Platia & Gudenzi, 2000)

CARDIOPHORUS FREUDEI
Abb.54
 
-- Habitus [Abb.55]. Griechenland, Türkei.

   ...maculicollis (Reiche & Saulcy, 1856)

CARDIOPHORUS MACULICOLLIS
Abb.55
 
-- Zentral-Griechenland.

   ...michai (Platia & Gudenzi, 2000)

 
-- Griechenland, Türkei, Syrien, Libanon, Iran.

   ...miniaticollis (Candéze, 1860)

 
-- Griechenland: Kreta.

   ...oertzeni (Schwarz, 1900)

 
-- Habitus [Abb.56]. Griechenland. Türkei.

   ...parvulus (Platia & Gudenzi)

CARDIOPHORUS PARVULUS
Abb.56
 
-- Griechenland: Insel Santorin. Insel Samos.

   ...platiai (Chassain, 1985)

 
-- Griechenland: Delphi.

   ...pythiae (Buysson, 1918)

 
-- Griechenland.

   ...riedeli (Platia & Gudenzi, 2000)

 
-- Griechenland: Insel Samos.

   ...roberi (Platia & Gudenzi, 2002)

 
-- Griechenl: Kreta. Türkei. Syrien.

   ...rotundicollis (Frivaldszky, 1845)

 
-- Habitus [Abb.57]. Südosteuropa, Griechenland: Peloponnes, Kleinasien, Armenien?.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...ruficruris (Brullé, 1832)

CARDIOPHORUS RUFICRURIS
Abb.57
 
-- Habitus [Abb.58]. Griechenland: Thessalien, Mazedonien, Türkei, Kaukasus: Bakou.

   ...stussineri (Buysson, 1913)

CARDIOPHORUS STUSSINERI
Abb.58
 
-- Griechenland: Kreta und Rhodos, Zypern, Kleinasien, Syrien.

   ...tenellus (Reiche & Sauley, 1856)

 
-- Griechenland.

   ...zianii (Platia & Gudenzi, 2002)

 
-- Habitus [Abb.59]. Zypern.

   ...ovipennis (Desbrochers, 1875)

CARDIOPHORUS OVIPENNIS
Abb.59
 
-- Habitus [Abb.60]. Zypern

   ...georgioui Preiss & Platia, 2003

CARDIOPHORUS GEORGIOUI
Abb.60
 
-- Habitus [Abb.61]. Türkei, Syrien, Zypern, Armenien, Azerbeidschan, Irak, Iran.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...sacratus (Erichson, 1840)

CARDIOPHORUS SACRATUS
Abb.61
 
-- Habitus [Abb.62]. Armenien, Ukraine.

   ...maritimus (Dolin, 1971)

CARDIOPHORUS MARITIMUS
Abb.62
 
-- Habitus [Abb.63]. Armenien, Griechenland: Insel Samos und Hora, Türkei.

   ...megathorax (Faldermann, 1855)

CARDIOPHORUS MEGATHORAX
Abb.63
 
-- Ukraine.

   ...arnoldii (Dolin, 1960)

 
-- Habitus [Abb.64]. Ukraine: Krim

   ...jermolenkoi Dolin, 1969

CARDIOPHORUS JERMOLENKOI
Abb.64
 
-- Habitus [Abb.65]. Ukraine. Krim.

   ...tenelloides (Dolin, 1960)

CARDIOPHORUS TENELLOIDES
Abb.65
 
-- Habitus [Abb.66]. Südrussland.

   ...nigropunctatus (Motschulsky, 1859)


CARDIOPHORUS NIGROPUNCTATUS
Abb.66
 
  aetnensis
agilis
albofasciatus
annulicornis
anticus
argiolus
arnoldii
asellus
atramentarius
atripes
balearicus
barrosi
biguttatus
bilyi
bipunctatus
Cardiophorus_AI
castillanus
collaris
concolor
discicollis
dolini
ebeninus
eleonorae
erichsoni
exaratus
formosus
foveiventris
foveolatus
freudei
frigidus
georgioui
getschmanni
goezei
gramineus
hinkei
hispanicus
italicus
jermolenkoi
koschwitzi
kronbladi
lompei
maculicollis
maritimus
megathorax
melampus
michai
miniaticollis
nathaliae
nigerrimus
nigropunctatus
numida
oertzeni
ovipennis
parvulus
platiai
poncyi
procerulus
pythiae
riedeli
roberi
rotundicollis
ruficollis
ruficruris
rufipes
ruizi
sacratus
signatus
stussineri
tenelloides
tenellus
ulcerosus
vestigialis
zianii
     Creative Commons Lizenzvertrag
Erstellt am: 11.06.2014
Letzte Aktualisierung: 04.11.2019 - 17:29:10