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Gattung Limnichus |
Coleoptera - Polyphaga - Tarsen-5-5-5 - Limnichidae |
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Von Arved Lompe (n. H.F. Paulus) |
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Oberseite schwarz oder schwarzbraun, anliegend und meist gewirbelt und sehr dicht behaart, jedoch viel feiner als bei Pelochares. Kopf mit Augen, Mundwerkzeugen und Fühler in den Prothorax einziehbar. Die 2 ersten Fühlerglieder ziemlich groß und dick, dicker als die 3gliedrige Keule. Vorderecken des Halsschilds stark herabgezogen, ohne weitere Besonderheiten. Schildchen langgezogen spitz 3eckig, deutlich länger als breit. Flügeldecken mit starker Schulterbeule. Der freiliegende Teil der umgeschlagenen Halsschildseiten einfach 3eckig. Mesosternum zur Aufnahme der Prosternalspitze bis weit gegen die Basis zur Aufnahme der Prosternalspitze groß 3eckig ausgeschnitten. Metasternum vor dem Hinterrand mit einer eingeschnittenen Querlinie oder Punktreihe. Die Arten finden sich oft zusammen mit der vorherigen Gattung an sandigen oder schlammigen Ufern, die einen feinen Algen-Moos-Bewuchs aufweisen. Dieser dient den Tieren als Nahrung. Meines Erachtens ist eine sichere Bestimmung nur durch Genitaluntersuchung möglich. Beim Vergleich ist zu beachten, daß die Zeichnungen von Paulus vermutlich nach gequetschten Präparaten angefertigt wurden. |
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#1 |
Auf den Flügeldecken sind zumindest in der hinteren Hälfte mit etwas Abstand zur Naht die sonst ungeordneten Punkte der Flügeldecken zu einer +/- geordneten, oft etwas vertieften Reihe verdichtet, die Zwischenräume ziemlich dicht mikropunktiert [Abb.1]. Die Flügeldecken an der Spitze deutlich verjüngt [Abb.2], neben der Naht oft leicht grubenartig vertieft. Oberseite äußerst fein, aber sehr dicht anliegend, fast staubartig behaart, dazwischen einzelne, deutlich abstehende, weißlich-graue Härchen. ...2 |
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Flügeldecken neben der Naht meist ohne ausgesprochene Punktreihe, die Mikropunktierung der Zwischenräume weniger dicht [Abb.3]. Flügeldecken hinten etwas abgestumpft [Abb.4] [Abb.5], beim ♂ ohne Vertiefung neben der Naht. Behaarung der Oberseite weißlich oder bräunlich, weniger dicht, nur kurz anliegend und gewirbelt, ohne deutlich vortretende längere, mehr abstehende Härchen. Medianlobus schmal, höchstens so breit und lang wie die Parameren [Abb.6]. Spitze des Ovipositors länger [Abb.7]. 1,7-1,9 mm. D: Im ganzen Gebiet, vor allem in tieferen Lagen lokal nicht selten. ...pygmaeus (Sturm, 1807) (=auricomus Rtt. ♀)
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#2 |
Die sehr feine graue Behaarung der Flügeldecken deutlich gewirbelt [Abb.8], die Punktreihe neben der Flügeldeckennaht nur auf der hinteren Hälfte deutlich. Medianlobus ziemlich breit, länger als die Phallobasis [Abb.9] [Abb.10]. Spitze des Ovipositors kürzer [Abb.11]. 1,6-1,8 mm. D: In Mitteleuropa wohl überall, aber nur im Süden häufiger. ...sericeus (Duft., 1825)
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Die sehr feine Behaarung nicht gewirbelt, nach hinten in einer Richtung laufend. Die Punktreihe neben der Flügeldeckennaht reicht bis zur Basis, im ganzen stärker punktiert als die vorige Art. Aedoeagus mit großer Phallobasis, die länger ist als der Medianlobus und die Parameren [Abb.12]. 1,4-1,6 mm. D: In Südeuropa weit verbreitet, nördlich bis Bozen. ...incanus Kiesw.
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incanus pygmaeus |
sericeus |
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 Erstellt am: 29.06.2024 Letzte Aktualisierung: 29.06.2024 - 17:19:03 Mit Determin (V4.2.291-1) von: Arved Lompe Vorherige Version |
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