|
Gattung Hydrosmecta Thomson, 1858 |
Coleoptera - Staphylinidae - Aleocharinae - Athetina |
|
|
Von Arved Lompe (n. Gattung Benick & Gattungaußen Lohse) |
Informieren Sie mich bitte über Fehler oder Ergänzungen über mailbox@lompe.de |
|
|
Benick & Lohse haben die früheren Gattungen Hydrosmecta, Hydrosmectina und Thinoecia in einer Tabelle abgehandelt, da sie generische Unterschiede nicht eindeutig festlegen konnten >>>99 Zwischenzeitlich sind auch im Paläarktischen Katalog (2004) Hydrosmectina und Thinoecia als Synonyme von Hydrosmecta aufgeführt. |
|
|
#1 |
1,2-1,5 mm. Halsschildbehaarungstyp I [Abb.1]. 3. Fühlerglied nicht länger als breit und nicht größer als Glied 4. 4. vollständiges Tergit mit basalem Quereindruck. Hinterleib dicht punktiert. (tenuissima-Gruppe): (Habitus [Abb.2]). ...25 |
|
|
-- |
Größere Arten oder ähnlich klein, dann aber mit Halsschildbehaarungstyp III, gestreckterem 3. Fühlerglied und ohne basalen Quereindruck auf dem 4. vollständigen Tergit. ...2 |
|
|
#2 |
Halsschildbehaarung in der Mittellinie vollständig nach vorn gelagert (Typ I [Abb.1]). ...3 |
|
|
-- |
Halsschildbehaarung in der Vorderhälfte der Mittellinie nach vorn, in der Hinterhälfte nach hinten gelagert (Typ III [Abb.3]). Nur Arten unter 1,8 mm. (subtilissima-Gruppe). ...17 |
|
|
#3 |
Fühler sehr gestreckt, Glied 3 länger als 2, vorletzte Glieder etwa doppelt so lang wie breit. Dunkelbraun, Kopf und Halsschild rotbraun, Flügeldecken und Hinterleibspitze braungelb bis gelbbraun. Flügeldecken am Schildchen und an der Basis des Seitenrand oft dunkler, Beine gelblich, oft mit angedunkelten Schenkeln. Augen groß, vorstehend, länger als die Schläfen. Halsschild schwach quer, (× 50) erkennbar fein punktiert. Hinterleib fein, gleichmäßig, mäßig dicht punktiert. 3-3,6 mm. Habitus [Abb.4]. D: Westeuropa, im westlichen und südlichen Mitteleuropa weit verbreitet aber selten. ...gracilicornis (Er., 1839) |
|
|
-- |
Stets unter 3 mm, Fühler selten ähnlich schlank, dann aber Glied 3 wenigstens etwas kürzer als Glied 2. Halsschild ohne erkennbare Punktur. ...4 |
|
|
#4 |
Fühler außerordentlich lang und schlank, so lang wie Kopf, Halsschild und Flügeldecken zusammen, vorletzte Glieder etwa doppelt so lang wie breit. Augen so lang wie die Schläfen. Hinterleib dicht und fein, wie der Vorderkörper chagriniert, äußerst fein und dicht punktiert, nur matt glänzend, sehr dicht anliegend hell behaart. Pechschwarz mit braunen Flügeldecken oder braun, Fühler rotbraun mit heller Basis oder ganz gelb. Beine gelb. Kopf und Halsschild nur schwach quer [Abb.5]. 1,9-2,5 mm. D: Im Alpengebiet weit verbreitet aber selten. ...fragilicornis (Kraatz, 1854) |
|
|
-- |
Fühler kürzer, vorletzte Glieder höchstens 1,5 mal so lang wie breit. ...5 |
|
|
#5 |
Flügeldeckenbehaarung etwas gewunden und vor dem Flügeldeckenhinterrand in einer schmalen Zone quer gelagert. Fühler schlank, einfarbig schwarz. Augen groß, länger als die Schläfen. Körper schwarz, Flügeldecken hell braungelb mit geschwärzter Basis, Hinterleib glänzend, fein aber sehr deutlich, nur mäßig dicht punktiert. Habitus [Abb.6]. D: Montan im mittleren und südlichen Mitteleuropa, selten. ...fluviatilis (Kraatz, 1854) |
|
|
-- |
Flügeldeckenbehaarung fast gleichmäßig nach hinten gerichtet oder allenfalls neben der Naht etwas schräg gelagert. Gesamtfärbung gleichförmiger. ...6 |
|
|
#6 |
Halsschild deutlich quer, Kopf meistens über den Augen am breitesten; bei Arten mit stärker erweiterten Schläfen ist der Kopf deutlich quer. Durchschnittlich größere, nicht auffällig schmale Arten von 1,7-2,8 mm. 4. vollständiges Tergit ohne basalen Quereindruck. Hinterleib nur ausnahmsweise sehr dicht punktiert. Habitus [Abb.7] [Abb.8]. ...7 |
|
|
-- |
Halsschild nicht deutlich quer, nur etwa 1/10 breiter als lang; andernfalls Arten unter 1,5 mm oder der Kopf (auch bei erweiterten Schläfen) nicht deutlich quer. ...14 |
|
|
#7 |
Fühler braun, dicker; die mittleren Glieder wenig länger als breit. Hinterleib ± matt, äußerst fein und in der dichten Chagrinierung schlecht erkennbar punktiert, dicht behaart. Pechschwarz bis braun, Beine bräunlichgelb mit angedunkelten Schenkeln. Habitus [Abb.9], Aedoeagus [Abb.10]. 1,8-2,1 mm. B: An Sandufern; nicht an Fließgewässer gebunden. D: Die weitestverbreitete Art, jedoch, besonders in der Ebene, recht selten. ...longula (Heer, 1839) (=thinobioides (Kr.))
|
|
|
#8 |
Schläfen hinter den Augen deutlich erweitert und deutlich länger als die Augen. Kopf über den Schläfen am breitesten. Fühler hell, schlank, alle Glieder deutlich länger als breit. Dunkelbraun, Flügeldecken gelbbraun, Beine braungelb. ♂: Hinterrand des 6. Sternits gerade abgestutzt, das Sternit schaufelförmig verlängert. (♂: Hinterleibspitze [Abb.11] [Abb.12]). ...9 |
|
|
-- |
Schläfen nicht erweitert, Kopf über den Augen am breitesten. Färbung gleichmäßiger dunkelbraun. ♂: 6. Sternit kaum länger vorgezogen als das zugehörige Tergit oder sein Hinterrand ± gerundet. (♂: Hinterleibsspitze [Abb.13] [Abb.14] [Abb.15]). ...10 |
|
|
#9 |
2,3-2,8 mm. Kräftiger und breiter gebaut. Schläfen stark erweitert [Abb.7]. ♂: Hinterrand des 6. Sternits mit eckigen Außenwinkeln [Abb.11], Aedoeagus [Abb.16]. ♀: Spermatheka [Abb.17]. D: Westeuropa, Gr.Britannien, Niederlande; im Alpenvorland weit verbreitet, aber selten. ...eximia (Sharp, 1869) (=bavarica Scheerp.) |
|
|
-- |
2-2,2 mm. Zarter und schmäler. Schläfen schwach erweitert. ♂: Hinterrand des 6. Sternits mit verrundeten Außenwinkeln [Abb.12], Aedoeagus [Abb.18]. ♀: Spermatheka [Abb.19]. D: Nördliche und südliche Kalkalpen von Kärnten bis Bayern nicht selten. ...carinthiaca (Scheerpeltz, 1944)
|
|
|
#10 |
Etwas größer, durchschnittlich 2,5 mm, Augen größer, stärker vorspringend. Schläfen deutlich kürzer als die Augen. ...11 |
|
|
-- |
Etwas kleiner, meist um 2 mm. Augen kleiner, weniger stark vorspringend. Schläfen so lang wie die Augen, selten kaum kürzer. ...12 |
|
|
#11 |
Fühler etwas kräftiger, besonders die mittleren Glieder dicker. Habitus [Abb.20]. ♂: Sternit [Abb.13], Aedoeagus [Abb.21]. D: Aus dem Rheinland beschrieben, vermutlich im ganzen mittleren und südlichen Mitteleuropa verbreitet, aber wegen der früher unbekannten folgenden Arten unsicher. ...fragilis (Kraatz, 1854) |
|
|
-- |
Fühler zarter, Mittelglieder schlanker, das ganze Tier etwas zarter und schlanker. ♂: Sternit [Abb.14], Aedoeagus [Abb.22]. D: Am Alpensüdrand verbreitet, Kärnten, Südtirol, Piemont. ...lessinica (Scheerpeltz, 1944) |
|
|
#12 |
2,5 mm; breiter und größer. Fühler viel kräftiger und dicker. Kopf (x 100) deutlich erkennbar punktiert. ♂: Sternit [Abb.15], Aedoeagus [Abb.23]. ♀: Spermatheka [Abb.24]. D: Im östlichen Alpengebiet weit verbreitet. ...pseudofragilis (Scheerpeltz, 1944) |
|
|
-- |
Um 2 mm; schmäler und kleiner, Fühler dünner. Kopf (x 100) nicht erkennbar punktiert. ...13 |
|
|
#13 |
Flügeldecken an den Seiten um die Hälfte länger als der Halsschild, dieser fast 1,5 mal so breit wie lang [Abb.25]. 11. Fühlerglied so lang wie Glied 9 und 10 zusammen. Aedoeagus [Abb.26], Spermatheka [Abb.27]. D: Aus den Südostalpen bis nach Kärnten verbreitet, dort mit pseudofragilis zusammen und kaum seltener. ...bohiniensis (Scheerpeltz, 1944) |
|
|
-- |
Flügeldecken an den Seiten deutlich weniger als 1,5 mal so lang wie der Halsschild, dieser etwa nur 1,25x breiter als lang, Fühler zarter, Glied 11 kürzer als Glied 9 und 10 zusammen, diese Glieder gelegentlich, besonders beim ♀ nicht länger als breit. Aedoeagus [Abb.28], Spermatheka [Abb.29]. D: Im ganzen Alpengebiet weit verbreitet; da die Art auch im Harz und in der Tschechoslowakei festgestellt wurde, ist sie vermutlich viel weiter verbreitet als bisher bekannt. ...valdieriana (Scheerpeltz, 1944) |
|
|
#14 |
Halsschild deutlich quer, 1,125-1,2x breiter als lang, nach hinten stark verengt. Kopf über den stark gerundet erweiterten Schläfen am breitesten, jedoch nicht deutlich quer. Habitus [Abb.30]. Dunkel gelbbraun, Flügeldecken und Hinterleibsspitze heller, Fühler und Beine gelb. 2-2,1 mm. D: An der oberen Steyr und wohl in den Alpen weiter verbreitet, aber sehr selten. ...scheerpeltziana Likovsky, 1984 (=Hydrosmecta gracillima Scheerp.) |
|
|
-- |
Halsschild nicht deutlich quer, höchstens 1,1x breiter als lang. Hell rotbraun, ± einfarbig. ...15 |
|
|
#15 |
1,8-2,1 mm. Fühler schlanker, Glied 4 um die Hälfte länger als breit. Habitus [Abb.30], Aedoeagus [Abb.31]. D: In Mitteleuropa weit verbreitet, aber nur stellenweise und selten. ...delicatula (Sharp, 1869) (=tenellicornis Scheerp.) |
|
|
-- |
1,4-1,8 mm. Fühler kürzer, Glied 4 so lang oder kaum länger als breit. ...16 |
|
|
#16 |
Schläfen etwa 1,25 mal so lang wie die größeren Augen. Fühler kräftiger, Glied 4 kaum länger als breit. 1,8 mm. D: Nach 1 Exemplar aus Mähren beschrieben. ...moraviae (G. Benick, 1969) |
|
|
-- |
Schläfen 1,5 mal so lang wie die Augen. Fühler schlanker, Glied 4 deutlich gestreckter, im Habitus einer zarten delicatula sehr ähnlich. Aedoeagus [Abb.32]. D: Aus den Seealpen beschrieben, auch bei München gefunden, sehr selten. ...gessoensis (Scheerpeltz, 1944) |
|
|
#17 |
Schläfen ± gerundet, so daß sich die größte Kopfbreite in der Mitte zwischen den Augen-Hinterrand und der Halsabschnürung befindet. Der Kopf wirkt dadurch etwas eiförmig. Augen kaum vortretend. Kopf mit feiner, nur mäßig dichter Punktur. Die kleinste und zarteste Art der subtilissima-Gruppe. Fühler sehr fein. Schwarzbraun, Halsschild und Flügeldecken braun, Fühler heller braungelb. Beine gelb. Aedoeagus [Abb.33]. 1,4-1,5 mm. D: Sachsen. ...linkei (G. Benick, 1969) |
|
|
-- |
Schläfen ± gerade, größte Kopfbreite weiter nach hinten gelegen, so daß der Kopf ± trapezförmig oder rechteckig erscheint. ...18 |
|
|
#18 |
Halsschild nach hinten deutlich ausgeschweift verengt. Augen ziemlich groß und etwas vorspringend, Schläfen reichlich 1,5 mal so lang, nach hinten etwas gerundet erweitert. Fühler schlank, Glied 3 fast so lang wie 2, 4.-10. Glied erkennbar quer. Habitus [Abb.34]. Dunkelbraun, Flügeldecken und Hinterleibsspitze etwas heller. 1,6-1,7 mm. D: Im östlichen Österreich, aber auch in Bayern und daher vermutlich auch im dazwischenliegenden Alpengebiet. ...sinuatomarginata (Scheerpeltz, 1944) |
|
|
-- |
Halsschild nach hinten geradlinig oder schwach konvex verengt. ...19 |
|
|
#19 |
Dunkler, Kopf und Hinterleib bis auf die Spitze schwarzbraun bis schwarz. Halsschild und Flügeldecken braun bis dunkelbraun. Fühler dunkel bis braungelb. Halsschild stärker quer [Abb.35]. ...20 |
|
|
-- |
Heller, Halsschild, Flügeldecken und Hinterleibspitze braungelb bis gelbbraun. Fühler mehr gelb bis braungelb. Halsschild meistens schmäler [Abb.36] [Abb.37] [Abb.38]. ...21 |
|
|
#20 |
Augen etwas größer, stärker vorspringend; Schläfen von oben gesehen 1,5 mal so lang wie die Augen. Flügeldecken zusammen so breit wie die Flügeldeckenschulterlänge. Halsschild und Flügeldecken tief dunkelbraun, Fühler braungelb. Aedoeagus [Abb.39]. 1,8 mm. D: Bisher aus Oberösterreich und Schweden bekannt, wohl weiter verbreitet. ...obscurior (G. Benick, 1969) |
|
|
-- |
Augen etwas kleiner, weniger vorspringend, Schläfen von oben gesehen fast doppelt so lang wie die Augen. Flügeldecken deutlich etwas länger als zusammen breit [Abb.35]. Schwarzbraun, Flügeldecken braun, Fühler deutlich gebräunt. Aedoeagus [Abb.40]. 1,4-1,5 mm. D: Im ganzen mittleren und südlichen Mitteleuropa weit verbreitet, wohl die am wenigsten seltene Art der Gruppe. ...subtilissima (Kraatz, 1854) |
|
|
#21 |
Augen klein, nur so lang oder sogar etwas kürzer als das 2. Fühlerglied; kleiner Fühler zartgliedriger. ...22 |
|
|
-- |
Augen größer, deutlich länger als das 2. Fühlerglied; größer, breiter, Fühler kräftiger. ...23 |
|
|
#22 |
Etwas größer und breiter. Besonders hell. Halsschild und Flügeldecken durch die hell braungelbe Färbung stark von Kopf und Hinterleib abstechend. Fühler hellgelb, Kopf nach hinten kaum erweitert, fast parallelseitig. Halsschild nur wenig nach hinten verengt. ¼ breiter als lang [Abb.37]. Aedoeagus [Abb.41]. 1,5-1,7 mm. D: Im östlichen Teil der Alpen nicht häufig. ...haunoldiana (Bernhauer, 1914) |
|
|
-- |
Sehr klein und zart. Halsschild und Flügeldecken satter braun, Fühler deutlich etwas angedunkelt. Halsschild weniger breit, 1,25x breiter als lang, nach hinten deutlicher, geradlinig verengt. 1,3-1,4 mm. D: Aus der nördlichen Schweiz beschrieben. ...rhombicollis (Scheerpeltz, 1966) |
|
|
#23 |
Etwas größere und kräftigere Art. Vorletzte Fühlerglieder deutlich etwas quer. Schläfen leicht gerundet, zueinander parallel. Schläfenwinkel breit abgerundet. Halsschildseiten mit dem Hinterrand ohne Andeutung eines Winkel breit verrundet. Dunkelbraun, Halsschild und Flügeldecken heller braun, Fühler und Beine gelb. 1,7 mm. D: Nördliche Schweiz, vermutlich weiter verbreitet. ...helvetica (Scheerpeltz, 1966) |
|
|
-- |
Etwas kleinere und zartere Arten. Zumindest das 10. Fühlerglied nicht breiter als lang. Halsschildhinterwinkel durch eine Krümmungsänderung im Verlauf von Seiten und Hinterrand angedeutet. 1,5-1,6 mm. ...24 |
|
|
#24 |
Schläfen nach hinten etwas erweitert und dann breit zum Hals abgerundet. Halsschildseiten nach hinten schwach konvergent. Kopf kräftig punktiert. Dunkel gelbbraun, Kopf und Hinterleib dunkelbraun, Fühler und Beine gelb. Habitus [Abb.36]. Aedoeagus [Abb.42]. D: Im Alpengebiet weit verbreitet, aber sehr selten. ...perpusilla (Scheerpeltz, 1944) (=karawankarum Scheerp.) |
|
|
-- |
Schläfen geradlinig, hinten kürzer abgerundet, Kopf daher fast quadratisch, Kopf fein punktiert. Halsschildseiten nach hinten stark verengt. Dunkel gelbbraun, Halsschild und Flügeldecken heller, Fühler und Beine gelb. Habitus [Abb.38]. Aedoeagus [Abb.43]. D: Südtirol sehr selten. ...quadraticeps (Scheerpeltz, 1944) |
|
|
#25 |
1,5 mm. Schwarzbraun, Halsschild und Flügeldecken dunkelbraun, Fühler und Beine braungelb. Halsschild schwach quer (1,1x breiter als lang), zur Basis stark verengt. Augen flacher. Fühler schlank, jedoch die Mittelglieder nicht länger als breit. Aedoeagus [Abb.44]. D: Norditalien, Kärnten sehr selten, möglicherweise gehören auch Fundangaben für tenuissima hierher. ...tristicolor (G. Benick, 1969) |
|
|
-- |
Äußerst kleine Art von 1,2-1,4 mm. Halsschild merklich breiter als lang (Index 17:14). Rotbraun, Flügeldecken heller braun, Hinterleib bis auf die Spitze schwarzbraun, Fühler und Beine gelb. Augen ziemlich groß, vorspringend, Schläfen kaum länger. Kopf mit Ausnahme der Mitte mit mäßig dichter, kräftiger Punktur. Fühler ziemlich kurz, vorletzte Glieder deutlich etwas quer. Habitus [Abb.2], Aedoeagus [Abb.45]. D: Aus Böhmen beschrieben, auch aus der Slowakei, Südostkärnten und dem östlichen Tirol gemeldet. ...tenuissima (Eppelsheim, 1892) |
|
|
#99 |
Die gemeinsamen Merkmale der Gattungen sind: Schmale, schlanke, abgeflachte, betont parallele Arten von 1,1-2,8 mm (nur gracilicornis bis 3,6 mm). Kopf groß, nicht oder wenig schmäler als der Halsschild, Flügeldecken beträchtlich länger als der Halsschild, 5. Tergit viel länger als das 4.; Hinterleib einschließlich des 5. vollständigen Tergits fein oder sehr fein in gleicher Dichte oder hinten etwas weitläufiger punktiert. Halsschildpunktur in der Grundskulptur schlecht erkennbar (ausgenommen gracilicornis). In der dichten, kräftigen Schienenbehaarung sind länger abstehende Schienenmittelborsten nicht erkennbar; (Unterschied zu den kleinen Arten der Atheta Untergattung Philhygra). Die oft auffallend kurzen Tarsen sind dicht und lang beborstet. Mittel- und Hinterschienen haben am Ende ihres Außenrand einen kurzen Kamm dichtgestellter Härchen, der sich, aber in schwächerer Ausbildung, auch bei den Arten der benachbarten Gattungen erkennen läßt. Die Mittelhüften berühren sich fast in ganzer Länge, so daß der Hinterbrustfortsatz kaum dazwischen vordringt und die Vorderrandlinie der Hinterbrust (ausgenommen fluviatilis) in der Mitte geradlinig verläuft. (Mittelbrust 164, S. 75). Halsschildbehaarungstyp I oder III. Bisher richtete sich die Gattungseinteilung nach der Augengröße, wonach unnatürliche Gruppierungen entstanden. Vermutlich repräsentieren die Arten 1, 2 und 3 sowie die tenuissima-Gruppe voneinander zu trennende besondere Gattungen (? Untergattungen). Die subtilissima-Gruppe muß zweifellos als gut begrenzte Gattung (Hydrosmectina) angesehen werden, da sie im Genitalbau beider Geschlechter Besonderheiten zeigt, die den anderen Artengruppen fehlen. Die verbleibenden Arten bilden eine zwar im Bau der Mundteile uneinheitliche, im Ektoskelett und im Genitalbau jedoch recht homogene Gruppe, welcher der Name Hydrosmecta Thoms. zuzuteilen wäre. (Gattungstyp: thinobioides Kr.). Bei einem Teil der Arten, darunter auch thinobioides, ist der Innenrand der rechten Mandibel mit einem langen und spitzen Zahn versehen: anderen Arten fehlt dieser Zahn, oder ist nur schwach ausgeprägt (etwa wie bei Atheta), dafür ist die Basalhälfte des Innenrands der Innenlade der 1. Maxille mit langen Dornbosten besetzt, wie sie bei Atheta nicht vorkommen. Ehe nicht eine vollständige Bearbeitung nach modernen Gesichtspunkten vorliegt, bleibt kein anderer Weg, als die äußerlich so ähnlichen Gattungen gemeinsam abzuhandeln.
|
|
|
|
bohiniensis carinthiaca delicatula eximia fluviatilis fragilicornis fragilis gessoensis gracilicornis haunoldiana helvetica lessinica linkei longula |
moraviae obscurior perpusilla pseudofragilis quadraticeps rhombicollis scheerpeltziana sinuatomarginata subtilissima tenuissima tristicolor valdieriana |
|
|
Erstellt am: 26.04.2026 Letzte Aktualisierung: 27.04.2026 - 15:28:02 Mit Determin (V4.2.459-2) von: Arved Lompe Vorherige Version |
|
|