Gattung in ColKat anzeigen Gattung Anthophagus Grav. Coleoptera - Staphylinidae - Omaliinae
  Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse, G. Luze)
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  Innerhalb der Omaliinae durch das Vorhandensein eines Hautläppchens an der Basis jeder Klaue unterschieden. Kopf größer oder so groß wie der Halsschild, selten etwas kleiner, flach, mit einer von den Ocellen schräg nach vorn und außen verlaufenden Furche. Fühler ziemlich lang und kräftig, mindestens die ersten 4 Glieder wesentlich länger als breit, beim ♂ oft kräftiger und länger als beim ♀ Halsschild ebenso breit oder bis eineinhalb mal so breit wie in der Mitte lang. Vor der Mitte am breitesten, nach hinten gerade oder schwach ausgeschweift verengt, jedoch nicht immer deutlich herzförmig. Flügeldecken flach, nach hinten meist erweitert, fast stets wie die Beine bräunlichgelb gefärbt. Hinterleib schwarz, seltener teilweise heller. Oberseite fast stets behaart und auf dem Vorderkörper und den Flügeldecken mäßig kräftig und meist weitläufig punktiert. Bei vielen Arten besitzt das ♂ auffällige Auszeichnungen am Kopf und zwar dorn- oder zahnförmige Fortsätze am Vorderrand des Kopfes innerhalb der Fühlerbasen und sogenannte Hörner auf den Mandibeln, die von oben gesehen die eigentlichen Mandibeln verdecken und diese vortäuschen können. Diese Mandibelhörner sind meist größer als die Mandibeln und ragen weit nach oben und innen vor. Bei wenigen Arten zeigen sich lediglich kurze Stirn- oder Wangenfortsätze oder geringfügige Modifikationen der Mandibeln.
Die Arten leben vorzugsweise in montanen und alpinen Gebieten, oft in großen Höhen, vielfach in großer Zahl auf Blüten oder blühendem Gesträuch. Wenige sind auch im Flachland anzutreffen. Die ersten Stadien der meisten Arten scheinen an das Vorkommen kalter Fließgewässer gebunden zu sein, da man die Imagines fast nur dort antrifft, wo solche Gewässer in unmittelbarer Nähe zu finden sind.
  Lohse hat in der Tabelle vermieden, die Kopfauszeichnungen der ♂ zur Grundlage zu nehmen. Der geringe Gewinn der erleichterten Artbestimmung beim Vorliegen von ♂ würde die Unsicherheit beim Bestimmen einzelner ♀ nicht aufwiegen. Eine alternative Tabelle von Luze, die die Geschlechtsmerkmale berücksichtigt am Ende der Haupttabelle.

   ...1l

 
#1 Kopf und der rost- oder bräunlichrote Halsschild glänzend [Abb.1], Untergrund zwischen der Punktur überall blank oder nur stellenweise mit einer undeutlichen Chagrinierung, die den Glanz nicht dämpft. Vorderecken des Halsschildes von oben nicht sichtbar, da die Seitenrandung sich im vorderen Viertel plötzlich nach unten wendet. Klauenglied der Hintertarsen von der Seite gesehen gestreckt und parallelseitig. Untergattung Phaganthus Rey

   ...2

ANTHOPHAGUS PRAEUSTUS
Abb.1
 
-- Kopf immer und Halsschild meistens vollständig chagriniert [Abb.2]. Bei Arten mit glänzendem Halsschild ist dieser dunkelbraun oder schwarz und dunkler als die Flügeldecken. Vorderecken des Halsschildes von oben sichtbar. Halsschildseitenrand von der Seite gesehen gerade, vorn nicht herabgebogen. Klauenglied der Hintertarsen von der Seite gesehen zur Spitze hin allmählich verdickt

   ...5

ANTHOPHAGUS BICORNIS
Abb.2
 
#2 Hintere Hälfte des Kopfes abstechend dunkler als der Halsschild gefärbt. Vordertarsen des ♂ kräftig erweitert. Flügeldecken vorn entlang der Naht mit einer nach hinten spitz zulaufenden schwarzen Makel [Abb.3]. Aedoeagus [Abb.4]. 4-5 mm. Von den Westalpen bis zu den Randbergen des Wiener Beckens verbreitet; selten, im Osten sehr selten

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...scutellaris Er., 1840

ANTHOPHAGUS SCUTELLARIS
Abb.3
ANTHOPHAGUS SCUTELLARIS
Abb.4
-- Kopf mit dem Halsschild gleichfarbig, Vordertarsen des ♂ kaum erweitert

   ...3

 
#3 Augen so lang wie die Schläfen bis zur Halsabschnürung [Abb.1]. Rostrot, weitläufiger und gröber punktiert, rauh aufstehend behaart, Seiten des Körpers mit einigen lang abstehenden Borsten. Die ganze hintere Hälfte der Flügeldecken bis auf die Naht und die schmalen Ränder schwarz. Hinterleib zur Spitze schwarz [Abb.5]. Aedoeagus [Abb.6]. 4,5-6 mm.
D: Südliches und mittleres Mitteleuropa selten, in der Ebene nur sehr selten, öfter im Autokescher.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...praeustus Müll., 1821

ANTHOPHAGUS PRAEUSTUS
Abb.1
Anthophagus praeustus
Abb.5
ANTHOPHAGUS PRAEUSTUS
Abb.6
-- Augen von oben gesehen kürzer als die Schläfen bis zur Halsabschnürung; rotbraun oder rötlich braungelb bis auf die meist dunklere Spitze des Hinterleibs einfarbig hell. Feiner punktiert und behaart, Körper an den Seiten ohne abstehende Borsten.

   ...4

 
#4 Größer, 4,5-6,5 mm [Abb.7]. Hell- oder dunkel rotbraun, Fühler kürzer, Glied 4 kaum eineinhalb mal so lang wie breit. Halsschild deutlich quer [Abb.8]. Manchmal sind die Flügeldecken auf der Hinterhälfte verschwommen angedunkelt. Aedoeagus [Abb.9] [Abb.10].
D: Im ganzen Alpengebiet verbreitet, aber nicht häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...rotundicollis Heer, 1838

ANTHOPHAGUS ROTUNDICOLLIS
Abb.7
ANTHOPHAGUS ROTUNDICOLLIS
Abb.8
ANTHOPHAGUS ROTUNDICOLLIS
Abb.9
ANTHOPHAGUS ROTUNDICOLLIS
Abb.10
-- Kleiner, 4,5-5,5 mm, heller gefärbt. Fühler schlanker, Glied 4 doppelt so lang wie breit. Halsschild nicht deutlich quer. Aedoeagus [Abb.11].
D: Überall verbreitet und mit Ausnahme der Tiefebene auch ziemlich häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...caraboides (L., 1758)

ANTHOPHAGUS CARABOIDES
Abb.11
 
#5 Schläfen backenförmig [Abb.2] oder fast winklig zur Halsabschnürung umbiegend, andernfalls >5 mm groß. Kopf in der Anlage quadratisch oder quer rechteckig, Augen kräftig vorspringend. ♂: Vordertarsen nicht erweitert, Kopf mit auffälligen Auszeichnungen [Abb.12] [Abb.13] [Abb.14] [Abb.15], Parameren des Aedoeagus mit dorn- oder zahnförmigen lappigen Auswüchsen und auffällig langen Endborsten. Untergattung Anthophagus s. str.

   ...6

ANTHOPHAGUS BICORNIS
Abb.2
ANTHOPHAGUS BICORNIS
Abb.12
ANTHOPHAGUS ALPINUS
Abb.13
ANTHOPHAGUS FORTICORNIS
Abb.14
ANTHOPHAGUS FALLAX
Abb.15
 
-- Schläfen in gerader Linie oder in nur schwach gerundetem Bogen verengt, Kopf in der Anlage queroval oder rhombisch. Augen größer, wenig aus den Seitenkonturen des Kopfes vorspringend [Abb.16] [Abb.17] [Abb.18] [Abb.19]. ♂: Vordertarsen erweitert, Kopf ohne Auszeichnungen, Mittel- oder Hinterbeine oft mit Auszeichnungen. Aedoeagus mit einfachen löffelförmig gebildeten Parameren mit kurzen Endborsten. Untergattung Dimorphoschelus Koch

   ...13

ANTHOPHAGUS ALPESTRIS
Abb.16
ANTHOPHAGUS MELANOCEPHALUS
Abb.17
ANTHOPHAGUS ANGUSTICOLLIS
Abb.18
ANTHOPHAGUS ARROWI
Abb.19
#6 Größte Art der Gattung, 6,5-7 mm. Halsschild kräftig punktiert, die Oberfläche nicht chagriniert, glänzend. Kopf, Halsschild und Hinterleib schwarz, Flügeldecken bräunlichgelb (Stammform) oder pechbraun (a. muelleri Bernh.). Fühler, Taster und Beine rotgelb, Schenkel oft dunkler. Kopf des ♂ mit sehr asymmetrischen Mandibeln (nur die linke Mandibel besitzt ein großes Horn, das von oben gesehen diese völlig verdeckt) und mit dickeren, gegen das Ende abgeplatteten Fühlern. Aedoeagus [Abb.20].
D: Montan im südwestlichen und südlichen Mitteleuropa, nicht häufig, fehlt in den Gebirgen des östlichen Mitteleuropa

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...spectabilis Heer, 1838

ANTHOPHAGUS SPECTABILIS
Abb.20
 
-- Entweder der Halsschild sehr deutlich chagriniert oder wesentlich kleiner.

   ...7

 
#7 Kopf und Halsschild schwarz oder schwarzbraun, Halsschildseiten schmal gelblich.

   ...8

 
-- Halsschild hell gefärbt: hellbraun, braungelb, rötlichgelb, gelegentlich mit angedunkelter Mitte oder ganz dunkelbraun.

   ...10


Bei dunklem Halsschild gegebenenfalls beide Alternativen prüfen.
 
#8 Halsschild deutlich quer, etwa eineinhalb mal so breit wie lang, Hinterecken rechtwinklig, davor mit ausgebuchteten Seiten; Flügeldecken bräunlichgelb, manchmal am Schild und auf der Scheibe angedunkelt. Fühler zur Mitte und Schienen oft gebräunt. Flügeldecken kaum merkbar behaart. ♂: Stirnfortsätze kurz zahnförmig, Mandibeln spitz und schräg nach innen hoch aufgerichtet. Aedoeagus [Abb.21]. 4,5-5 mm.
D: Aus den Westalpen bis nach Bayern und in die Tauern vordringend, sehr selten

  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...aeneicollis Fauv., 1872


(Ausnahmsweise ähnlich dunkel gefärbte Stücke des bicornis unterscheiden sich durch größeren Körper, deutlichere Behaarung der kräftiger punktierten Flügeldecken, längere, hellere Fühler, sowie beim ♂ längere, dornförmige Stirnfortsätze und weniger stark aufgebogene Mandibelspitzen.)
ANTHOPHAGUS AENEICOLLIS
Abb.21
 
-- Halsschild nur undeutlich quer, kleinere Arten von 3-4 mm. Schläfen lang, hinter den Augen parallel (alpinus) oder vorgewölbt (noricus)

   ...9

 
#9 Schwarz, nur unausgefärbt kastanienbraun, Mund und Fühlerbasis rotgelb, Beine und Flügeldecken hell bräunlichgelb. Untergrund des Kopfes überall deutlich chagriniert. ♂: Kopf stark entwickelt, quer, mit dornförmigen Stirnfortsätzen und aufgebogenen Mandibelhörnern [Abb.13]. Aedoeagus [Abb.22].
D: In den höheren Lagen der Alpen und Sudeten nicht selten, var. pseudosudeticus in den Gebirgen des östlichen Mitteleuropa

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...alpinus (Payk., 1790)



Die var. pseudosudeticus Koch mit orangerot bis braun gefärbtem Kopf und Halsschild unterscheidet sich durch deutlichere Behaarung und längere Flügeldecken, sowie schlankere Fühler vom nahe verwandten sudeticus.
ANTHOPHAGUS ALPINUS
Abb.13
ANTHOPHAGUS ALPINUS
Abb.22
-- Kopf und Halsschild dunkelbraun (Stammform), äußerst selten rotgelb (a. horioni Koch), Hinterleib schwarz, Fühlerbasis, Beine und Flügeldecken hell bräunlichgelb. Untergrund des Halsschildes und besonders der Kopf auf den backenförmigen Schläfen glänzend und nicht immer deutlich chagriniert. Fast schwarze Stücke bilden die var. leederi Bernh., ♂: Kopf ohne Stirnfortsätze und Mandibelhörner, die Mandibeln am Außenrand mit einer tiefen Kerbe, dahinter nach oben zahnförmig erweitert (von der Seite zu sehen). Aedoeagus [Abb.23]. Die ♀ dieser Art lassen sich von denen des alpinus durch die im Verhältnis zu den gewölbten Schläfen kleineren Augen, stärker genäherte Ocellen und weniger schlanke Fühler unterscheiden.
D: Ostalpen, selten

  Gattung in ColKat anzeigen   ...noricus Ganglb.

ANTHOPHAGUS NORICUS
Abb.23
 
#10 Große Art, 5,6-6 mm, mit deutlich behaarter Oberseite; Kopf und Halsschild hell rötlichgelb bis dunkelbraun [Abb.24]. Flügeldecken bräunlichgelb, Hinterleib schwarz mit hellerer Spitze, die schlanken Fühler und Beine gelb. ♂: Kopf so breit oder breiter als der wenig quere Halsschild mit langen, dornförmigen Stirnfortsätzen, Mandibeln mit schräg aufgebogenen Spitzen [Abb.12]. Aedoeagus [Abb.25] [Abb.26]. ♀: Halsschild deutlich quer mit rechteckigen Hinterwinkeln.
D: Im mittleren und südlichen Mitteleuropa, sehr verbreitet und nicht selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...bicornis (Block, 1799)


Gelegentlich kommen ± angedunkelte Stücke vor, bei denen Kopf und Halsschildmitte (a. marginicollis Epph.) oder der ganze Halsschild (a. nivalis Rey [Abb.27]) oder auch noch eine Querbinde auf den Flügeldecken schwarz sind (a. subfasciatus Epph.).
Stücke mit schwarzen Beinen, bei denen auch der Kopf und Halsschild mit Ausnahme der Vorderecken schwarz sind, bilden die a. nigrinus Epph..
ANTHOPHAGUS BICORNIS
Abb.24
ANTHOPHAGUS BICORNIS
Abb.12
ANTHOPHAGUS BICORNIS
Abb.25
ANTHOPHAGUS BICORNIS
Abb.26
ANTHOPHAGUS BICORNIS
Abb.27
 
-- Kleinere Arten von 3,5-5 mm. Fühler kürzer, Halsschild des ♀ weniger quer. Kopf und Halsschild braun, braungelb oder rötlichgelb

   ...11

 
#11 Oberseite unbehaart, Flügeldecken nur eineinhalb mal so lang wie der Halsschild, nach hinten kaum erweitert, kaum länger als zusammen breit. ♂: Kopf mit langen Stirnfortsätzen, Mandibeln mit starken, schräg aufstehenden Hörnern. ♀: Kopf in der Anlage fast quadratisch, über den Augen so breit wie der Halsschild Fühlerbasis und Beine gelb, Fühler zur Spitze angedunkelt, Hinterleib schwarz, an der Spitze oder beim ♀ in etwas größerem Umfange heller. Aedoeagus [Abb.28].
D: In den Gebirgen des östlichen Mitteleuropa nicht selten.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...sudeticus Kiesw.


Der ähnliche alpinus var. pseudosudeticus Koch unterscheidet sich von dieser Art wie dort angegeben, LZ    >>>9
ANTHOPHAGUS SUDETICUS
Abb.28
 
-- Oberseite ± deutlich behaart, Flügeldecken fast zweimal so lang wie der Halsschild, länger als zusammen breit, zur Spitze erweitert. Kopf des ♂ nur mit einfachen Mandibeln und ohne dornförmige lange Stirnfortsätze

   ...12


Beachte auch noricus a. horioni mit glänzendem, kaum chagriniertem Kopf und ohne Auszeichnungen beim ♂. LZ    >>>9
 
#12 Größer, 4-5 mm. Braun, braungelb oder rötlichgelb. Fühler hell rötlichbraun einfarbig oder zur Spitze kaum angedunkelt. ♂: Kopf größer als der Halsschild mit zahnförmigen Stirnfortsätzen. Die Vorderecken der Kopfunterseite nach vorn in einen unter den Wangen von oben sichtbaren Zahn ausgezogen. Augen kürzer als die Schläfen [Abb.14]. Aedoeagus [Abb.29]. ♀: Kopf so groß wie der Halsschild.
D: In den Alpen und den hohen Gebirgen des östlichen Mitteleuropa ziemlich selten

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...forticornis Kiesw., 1846

ANTHOPHAGUS FORTICORNIS
Abb.14
ANTHOPHAGUS FORTICORNIS
Abb.29
-- Kleiner, 3-3,5 mm. Fühler entweder gelbrot oder häufiger in der Mitte angedunkelt. ♂: Kopf kleiner als der Halsschild, unmittelbar innen neben der Fühlerwurzel mit einem schlecht sichtbaren kleinen, breiten Zahn. Augen groß, mindestens so lang wie die Schläfen [Abb.15]. Gesamtfärbung meist braun, braungelb oder rötlichgelb.wie die vorhergehende Art, oftmals jedoch der Vorderkörper klar rötlichgelb. Aedoeagus [Abb.30].
D: Alpen, nicht häufig

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...fallax Märkel & Kiesenwetter, 1848


Die ♀ dieser beiden Arten sind von den ähnlichen ♀ des omalinus durch den breiten Kopf, wenig breiten Halsschild und stark vorspringende Augen zu unterscheiden [Abb.19].
ANTHOPHAGUS FALLAX
Abb.15
ANTHOPHAGUS FALLAX
Abb.30
ANTHOPHAGUS ARROWI
Abb.19
 
#13 Kopf und Halsschild schwarz mit schwach grünlichem Metallschimmer oder dunkel kastanienbraun, nur die ± schmale Seitenrandkehle heller. Kopf auch beim ♂ schmäler als der zur Basis geradlinig verengte Halsschild, Halsschildhinterecken stumpfwinklig abgerundet, Fühler zur Mitte verdunkelt, Flügeldecken braungelb, oft mit dunklen Zeichnungen. Abdomen relativ kräftig und dichter punktiert als bei allen anderen ähnlichen Arten

   ...14

 
-- Halsschild gelbbraun bis rötlichgelb, in der Mitte manchmal angedunkelt, dann aber stets mit einem breiten hellen Seitenrand; Halsschildhinterwinkel deutlich markiert. Fühler fast stets einfarbig hell, Abdomen glänzend, sehr fein und weitläufig punktiert

   ...15

 
#14 Halsschild deutlich quer. Schwarz mit schwach grünlichem Metallschimmer, nur unausgefärbt heller, Halsschildseitenränder sehr schmal hell gerandet. Flügeldecken gelb, an der Naht oft angedunkelt oder mit einer dunklen Querbinde vor der Spitze. 4,5-5 mm. ♂: Vordertarsen stark erweitert, Schenkel verdickt, Hinterschienen schwach nach innen gebogen [Abb.16]. Aedoeagus [Abb.31].
D: In den höheren Gebirgen des mittleren und südlichen Mitteleuropa meist subalpin, nicht häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...alpestris Heer, 1838

ANTHOPHAGUS ALPESTRIS
Abb.16
ANTHOPHAGUS ALPESTRIS
Abb.31
-- Halsschild dunkel kastanienbraun, Halsschildseiten breiter hell gerandet. Halsschild schmäler, wie die Flügeldecken stärker und dichter punktiert, Flügeldecken hinter dem Schild mit einem dunklen Fleck und einer dunklen Querbinde hinter der Mitte. 4,5-5 mm. ♂: Mittelschienen zur Spitze plötzlich erweitert, Hinterschienen gerade. Aedoeagus [Abb.32].
D: Im Süden der Alpen von Kärnten bis zum Pustertal. transversus ssp.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...dinaricus Apfelb.

ANTHOPHAGUS DINARICUS
Abb.32
 
#15 Kleinste Art der Gattung, 2,5-3 mm. Kopf abstechend dunkler als der schlanke Halsschild mit fast geradlinig von den Augen zur Halsabschnürung verengten Schläfen [Abb.17]. Fühler ziemlich kurz, zur Spitze angedunkelt, Glied 4 in beiden Geschlechtern deutlich kürzer als Glied 3. Halsschild rötlichgelb, manchmal in der Mitte gebräunt, Flügeldecken hell bräunlichgelb, um das Schildchen oft dunkler, Abdomen schwarz mit heller Spitze. Aedoeagus [Abb.33].
D: Überall im Alpengebiet, subalpin, nicht häufig, nach Osten hin selten.

  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...melanocephalus Heer, 1838

ANTHOPHAGUS MELANOCEPHALUS
Abb.17
ANTHOPHAGUS MELANOCEPHALUS
Abb.33
-- Größer, 2,5-4,5 mm. Fühler einfarbig hell.

   ...16

 
#16 Fühler lang und schlank, Glied 4 etwa so lang wie 3 und mindestens (♀) oder mehr (♂) als doppelt so lang wie breit. Kopf mit fast gerade verengten Schläfen, so breit wie der Halsschild, dieser so lang wie breit, nach hinten stark verengt [Abb.18] [Abb.34], an den Seiten bis zur schmalen Randung gewölbt. Oberseite gelbbraun oder bräunlichgelb, Kopf meist pechbraun, Halsschildmitte oft angedunkelt. Flügeldecken oft mit der Andeutung einer dunklen Querbinde [Abb.35]. Hinterleib pechbraun, an der Basis ausgedehnt heller. Aedoeagus [Abb.36]. 4-5 mm.
D: Fast überall montan, in Mitteleuropa eine der häufigeren Arten.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...angusticollis (Mannh., 1830)
(=abbreviatus F.)


Bei ♀ von bicornis können die Schläfen sehr flach gerundet sein [Abb.37]. Sie sind deutlich größer und haben hinten breit verflachte Seitenränder des Halsschilds.
ANTHOPHAGUS ANGUSTICOLLIS
Abb.18
ANTHOPHAGUS ANGUSTICOLLIS
Abb.34
ANTHOPHAGUS ANGUSTICOLLIS
Abb.35
ANTHOPHAGUS ANGUSTICOLLIS
Abb.36
ANTHOPHAGUS BICORNIS
Abb.37
-- Fühler kurz, Glied 4 kaum so lang wie 3 und auch beim ♂ nur doppelt so lang wie an der Spitze breit [Abb.38]. Von den beiden vorhergehenden Arten durch den besonders beim ♀ queren Halsschild, der wesentlich breiter als der kleine Kopf ist (in beiden Geschlechtern) und weniger geradlinig verengte Schläfen zu unterscheiden [Abb.38]. Die Schläfenbildung erinnert etwas an diejenige der Untergattung Anthophagus s. str. (vergleiche Bemerkung bei fallax LZ    >>>12). Oberseite schmutzig braungelb, Kopf und Halsschildmitte oft etwas angedunkelt, Hinterleib schwarz [Abb.39]. Aedoeagus [Abb.40] [Abb.41]. 2,5-3,5 mm.
D: Alpen, Sudeten, Karpaten, montan bis subalpin, nicht häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...omalinus arrowi Koch


Die Nominatform mit schwarzem Vorderkörper im nördlichen Europa.
ANTHOPHAGUS ARROWI
Abb.38
ANTHOPHAGUS ARROWI
Abb.39
ANTHOPHAGUS ARROWI
Abb.40
ANTHOPHAGUS ARROWI1
Abb.41
#1l Kopf und Halsschild (oder mindestens ersterer) zwischen den Punkten ± deutlich skulptiert (Section I).

   ...2l

 
-- Kopf und Halsschild zwischen den Punkten blank, glänzend (Section II).

   ...27l

 
#2l Kopf innerhalb der Fühlerbasis jederseits mit einem (nach vorne gerichteten) zahn- oder dornförmigen Gebilde (Stirnfortsätze), ♂.

   ...3l

 
-- Kopf ohne die genannte Auszeichnung, ♂ oder ♀.

   ...9l


*) Die Arten im System nach den Auszeichnungen im ♂ Geschlechte zu ordnen, scheint darum gewagt, weil dadurch heterogene Elemente (bicornis : forticornis) zu näherer Verwandtschaft gezwungen, andererseits wieder nahe verwandte Arten (forticornis : fallax) von einander getrennt werden müssen. Von diesen Erwägungen geleitet, wurde in dieser Arbeit der Versuch gemacht, eine zutreffende Anordnung der Arten vorzunehmen.
 
#3l Mandibeln mit dornförmigen Auswüchsen oder in der Endhälfte +/- aus der Ebene (nach aufwärts) gekrümmt.

   ...4l

 
-- Mandibeln einfach und nicht aus der Ebene gekrümmt. Stirnfortsätze kurz zahnförmig. ♂ von forticornis LZ    >>>12  
#4l Fühler gestreckt, viertes Glied derselben doppelt oder fast doppelt so lang wie breit (größere Arten).

   ...5l

 
-- Fühler minder gestreckt, viertes Glied derselben etwa 1,5 mal so lang wie breit (kleinere Arten).

   ...6l

 
#5l Stirnfortsätze lang und schmal (dornförmig). ♂ von bicornis LZ    >>>10  
-- Stirnfortsätze kurz, an der Basis breit (zahnförmig). ♂ von aeneicollis LZ    >>>8  
#6l Kopf (und meist auch der Halsschild) schwarz oder schwarzbraun; Endglied der Tarsen meist gebräunt.

   ...7l

 
-- Halsschild (und meist auch der Kopf) rotbraun ; Endglied der Tarsen nicht gebräunt.

   ...8l

 
#7l Halsschild und Flügeldecken seicht punktiert; Endglieder der Tarsen gebräunt. ♂ von alpinus siehe LZ    >>>9  
-- Halsschild und Flügeldecken tief punktiert; Endglieder der Tarsen häufig gebräunt. ♂ von alpinus pyrenaeus siehe LZ    >>>9a  
#8l Flügeldecken etwa doppelt so lang wie der Halsschild, tief punktiert; Stirnfortsätze kurz, Kopf an den Schläfen kaum breiter als der Halsschild. ♂ von alpinus bosnicus siehe LZ    >>>9a  
-- Flügeldecken 1,5 x so lang wie der Halsschild, seicht punktiert; Stirnfortsätze lang, Kopf an den Schläfen deutlich breiter als der Halsschild. ♂ von sudeticus siehe LZ    >>>11
*) Hier macht Luze eine Anmerkung, die vielleicht zu näheren Untersuchungen Anlaß gibt: Im Sommer des Jahres 1899 riß er unter dem Gipfel des Altvater auf sumpfigem Grunde stehende Grasbüschel aus, um nach Käfern zu suchen. Bald fanden sich auch solche (Antoph. sudeticus) zwischen den Wurzeln. Da es wohl ein ganz ungewohnter Fund ist, einen Anthophagus unter der Erde zu treffen, setzte Luze die Untersuchung fort und hatte bald mehrere 100 Stück (ganz normal verfärbte Exemplare) zu Tage gebracht. Sie fanden sich stets nur zwischen den Wurzeln einer Segge, die nach einem mitgebrachten Exemplare als Carex canescens L. bestimmt wurde.
 
#9l Halsschild zwischen den Punkten nicht skulptiert, stark glänzend.

   ...10l

 
-- Halsschild zwischen den Punkten ± deutlich skulptiert, matt oder schwach glänzend.

   ...11l

 
#10l Kopf (wie der Halsschild) tief schwarz, ersterer deutlich skulptiert (matt). Fühler deutlich verdickt (♂) oder normal (♀), Kopf an den Schläfen so breit (♂) oder deutlich schmäler (♀) als der Halsschild. Siehe spectabilis LZ    >>>6  
-- Kopf (wie der Halsschild) dunkelbraun. Fühler robust, viertes Glied derselben nur wenig länger als breit, Kopf an den Schläfen beträchtlich breiter (♂) oder wenig schmäler (♀) als der Halsschild. Siehe noricus LZ    >>>9  
#11l Abdomen seicht und weitläufig punktiert, ± glänzend.

   ...12l

 
-- Abdomen dicht und ziemlich kräftig punktiert, matt *), Kopf und Halsschild schwarz mit blaugrünem Schimmer. Tarsen des ersten Beinpaares kräftig erweitert (♂) oder einfach (♀). Siehe alpestris LZ    >>>14
*) Ausnahmsweise trifft man zweifellose Exemplare des alpestris, deren Abdomen fein und weitläufig punktiert ist und darum glänzend erscheint. Die übrigen Merkmale sind konstant.
 
#12l Halsschild (wie der Kopf) schwarz oder schwarzbraun, ersterer mitunter mit hellen Bändern.

   ...13l

 
-- Halsschild (und meist auch der Kopf) hell rotbraun, ersterer mitunter auf der Scheibe dunkler.

   ...16l

 
#13l Halsschild kräftig quer, tief punktiert; Fühler gestreckt, viertes Glied derselben doppelt oder fast doppelt so lang wie breit (größere Arten).

   ...14l


.- Halsschild schwach quer; Fühler minder gestreckt, viertes Glied derselben etwa 1,5 mal so lang wie breit (kleinere Arten).

   ...15l

 
#14l Halsschild an den Seiten ± breit hell gesäumt, viertes Fühlerglied doppelt so lang wie breit. ♀, verschiedene Varietäten von bicornis siehe LZ    >>>10
oder vergleiche muticus LZ    >>>19l
 
-- Halsschild tief schwarz (mitunter erzschimmernd), viertes Fühlerglied nicht doppelt so lang wie breit. ♀ von aeneicollis siehe LZ    >>>8  
#15l Fühler normal, viertes Glied derselben 1,5 x so lang wie breit. ♀ von alpinus siehe LZ    >>>9
oder ♀ von alpinus pyrenaeus siehe LZ    >>>9a
 
-- Fühler robust, viertes Glied derselben nur wenig länger als breit. Linke Mandibel am Außenrande mit kräftiger Kerbe, hinter derselben zahnartig erweitert (♂) oder ohne diese Auszeichnung (♀). Siehe noricus LZ    >>>9  
#16l Fühler schlank, viertes Glied derselben doppelt *) oder fast doppelt so lang wie breit (größere Arten).

   ...17l

 
-- Fühler minder gestreckt, viertes Glied derselben etwa 1,5 x so lang wie breit (kleinere Arten).

   ...21l


*) Dieser Scheideweg mag wohl hie und da zu Irrfahrten Anlaß geben, da einerseits die Länge der Fühlerglieder etwas variabel ist, andererseits das aus der Höhlung des vorangehenden Gliedes oft ± herausgehobene zylindrische Verbindungsstück leicht Täuschungen bezüglich der Länge des Fühlergliedes hervorzurufen im Stande ist; trotzdem dürfte, sich dieses Trennungsmerkmal im Allgemeinen als zuverlässig erweisen.
 
#17l Halsschild tief punktiert oder kräftig quer.

   ...18l

 
-- Halsschild seicht punktiert, nicht oder schwach quer.

   ...20l

 
#18l Flügeldecken (gegen das Licht betrachtet) nicht oder spärlich behaart.

   ...19l

 
-- Flügeldecken dicht halb abstehend behaart. ♀ von bicornis siehe LZ    >>>10  
#19l Abdomen schwarz oder an der. Basis unbestimmt heller. Mandibeln in der Mitte winkelig erweitert (♂) oder ohne diese Auszeichnung (♀).

  Gattung in ColKat anzeigen   ...muticus

 
-- Abdomen schwarz, beiderseits an der Basis ausgedehnt und gut begrenzt rotgelb. Mandibeln an der Basis mit kräftigem, abgerundetem Höcker (♂) oder ohne diesen (♀).

  Gattung in ColKat anzeigen   ...apenninus

 
#20l Fühler sehr lang, viertes Glied derselben mindestens doppelt so lang wie breit. Kopf quer, Flügeldecken doppelt so lang wie der Halsschild. ♂, ♀.

     ...abbreviatus

 
-- Fühler minder gestreckt, viertes Glied derselben kaum doppelt so lang wie breit. Kopf gestreckt, Flügeldecken 1,5 x so lang wie der Halsschild, mit schwarzer Scutellarmakel geziert. ♂, ♀

  Gattung in ColKat anzeigen   ...schneideri

 
#21l Schläfen nicht aufgetrieben, flach bogig oder fast geradlinig begrenzt.

   ...22l

 
-- Schläfen aufgetrieben, kräftig konvex begrenzt.

   ...23l

 
#22l Kopf (und meist auch die Fühler) +/- dunkel, Halsschild auf der Scheibe weitläufig punktiert, Flügeldecken kaum doppelt so lang wie der Halsschild, meist mit dunkler, Scutellarmakel. Kopf an den Schläfen wenig (♂) oder beträchtlich (♀) schmäler als der Halsschild. Siehe melanocephalus LZ    >>>15  
-- Fühler (und häufig auch der Kopf) ganz hell, Halsschild auf der Scheibe sehr zerstreut punktiert, Flügeldecken mehr als doppelt so lang wie der Halsschild, einfarbig hell. ♂, ♀

  Gattung in ColKat anzeigen   ...omalinus Zett., 1828

 
#23l Flügeldecken nach rückwärts kräftig erweitert, doppelt oder fast doppelt so lang wie der Halsschild.

   ...24l

 
-- Flügeldecken nach rückwärts schwach erweitert, etwa 1,5 mal so lang wie der Halsschild. ♀ von sudeticus siehe LZ    >>>11  
#24l Halsschild zwischen den Punkten ± glänzend, Fühler (manchmal auch der Kopf) ± gebräunt *).

   ...25l

 
-- Halsschild ganz matt, der relativ große Kopf und die Fühler einfarbig hell. ♀ von forticornis siehe LZ    >>>12
*) Ausnahmsweise kommt fallax mit einfarbig hellen Fühlern vor, so daß man in dieser Tabelle auf forticornis ♀ geleitet wird. Beide Arten sind nahe verwandt, haben aber recht gute Charaktere, welche in den Beschreibungen möglichst genau gekennzeichnet wurden.
 
#25l Endglied der Fühler 1,5 x so lang wie das vorletzte Glied derselben.

   ...26l

 
-- Endglied der Fühler 1,25 x so lang wie das vorletzte Glied derselben. Fühler merklich verdickt (♂) oder normal (♀). Siehe fallax LZ    >>>12  
#26l Halsschild mit kräftig eingestochenen Punkten. ♀ von alpinus pyrenaeus siehe LZ    >>>9a  
-- Halsschild mit seicht eingestochenen Punkten. ♀ von alpinus siehe LZ    >>>9
♀ von alpinus bosnicus LZ    >>>9a
 
#27l Kopf und eine den Flügeldecken gemeinsame Makel am Schildchen schwarz, Halsschild flach gewölbt, wenig stark punktiert, Tarsen des ersten Beinpaares kräftig erweitert (♂) oder einfach (♀). Siehe scutellaris LZ    >>>2  
-- Körper anders gezeichnet oder einfarbig.Tarsen des ersten Beinpaares beim ♂ nicht oder schwach erweitert.

   ...28l

 
#28l Flügeldecken bräunlichgelb mit drei dunklen Makeln, einer gemeinsamen am Schildchen und einer ausgedehnten auf der Endhälfte jeder Decke. Tarsen des ersten Beinpaares schwach erweitert (♂) oder einfach (♀).

  Verbreitung in Deutschland  Gattung in ColKat anzeigen   ...trimaculatus

 
-- Flügeldecken anders gezeichnet oder einfarbig.

   ...29l

 
#29l Augen klein, ihr Längsdurchmesser (von oben betrachtet) höchstens so lang wie die Schläfen.

   ...30l

 
-- Augen relativ groß, ihr Längsdurchmesser deutlich die Länge der Schläfen übertreffend. Halsschild auf der Scheibe mit glattem, schwach erhabenem Längswulste, Fühler schwach verdickt. Tarsen des ersten Beinpaares schwach erweitert (♂) oder einfach (♀). Siehe praeustus LZ    >>>3  
#30l Fühler normal (schlank), viertes Glied derselben beträchtlich länger als breit.

   ...31l

 
-- Fühler robust (stark verdickt), viertes Glied derselben nur wenig länger als breit. Tarsen des ersten Beinpaares kaum merklich erweitert (♂) oder einfach (♀). Siehe rotundicollis LZ    >>>4  
#31l Augen ziemlich flach gewölbt (halboval), Fühler wenig gestreckt, viertes Glied derselben kaum 1,5 mal so lang wie breit. Tarsen des ersten Beinpaares deutlich erweitert (♂) oder einfach (♀).

  Gattung in ColKat anzeigen   ...fauveli

 
-- Augen hoch gewölbt (halbkugelig), viertes Glied der schlanken Fühler doppelt oder fast doppelt so lang wie breit. Tarsen des ersten Beinpaares schwach erweitert (♂) oder einfach (♀). Siehe caraboides LZ   >>>4  
#999 Letzte Zeile (um Compilerfehler zu vermeiden).  
  abbreviatus
aeneicollis
alpestris
alpinus
angusticollis
apenninus
arrowi (omalinus)
bicornis
caraboides
dinaricus
fallax
fauveli
forticornis
melanocephalus
muticus
noricus
omalinus
praeustus
rotundicollis
schneideri
scutellaris
spectabilis
sudeticus
trimaculatus
Luze, G. (1902): Revision der paläarktischen Arten der Staphyliniden-Gattungen Anthophagus Gravh. und Hygrogeus Rey. - Verhandlungen der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien 52(8):505-530. Private Datei: F:\TAXA\coleo\Scans\Luze1902 Anthophagus Hygrogoeus.pdf
Koch, C. (1934): Systematische und zoogeographische Vorstudien zu einer Monographie der Staphylinidengattung Anthophagus Gravh. (Col.) - Stettiner Entomologische Zeitung. 95(1):136-188 und 95(2):193-238 Private Datei: F:\TAXA\coleo\Scans\Koch1934 Anthophagus.pdf
Lohse, G.A. (1964): Staphylinidae - In Freude-Harde-Lohse, Die Käfer Mitteleuropas, Bd. 4 - Krefeld: Goecke & Evers Verlag Private Datei: F:\TAXA\coleo\Scans\_FHL-04.tif/63
Zanetti, A. (2012): Unterfamilie Omaliinae; S. 49-117. - In: Assing, V. & M. Schülke (Hrsg.): Freude-Harde-Lohse-Klausnitzer, Die Käfer Mitteleuropas. Bd. 4. 2. Auflage - Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag Private Datei: F:\TAXA\coleo\Scans\_FHL-04II.tif/56
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Erstellt am: 11.04.2010
Letzte Aktualisierung: 30.03.2023 - 13:05:20
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