Gattung: Poecilus Bonelli 1809 Carabidae - Pterostichinae - Pterostichini
  Von Arved Lompe (n. A. Schatzmayr, E. Reitter, L. Ganglbauer u.a.) Informieren Sie mich bitte über Fehler oder Ergänzungen über mailbox@lompe.de
  Die Arten sind dadurch ausgezeichnet, das alle oder einige der ersten drei Fühlerglieder oben-innen mit einer (manchmal schwer sichtbaren) Kante oder sogar einem scharfen Kiel versehen sind (an der Basis seitlich abgeplattetes 3. Fühlerglied hat Pedius inquinatus, der sich aber durch Furchen an der Basis der Sternite leicht erkennen läßt). Die ♀ der meisten Arten sind matter im Glanz als die ♂. In der Tabelle fehlen folgende für Europa gemeldete Arten:
  Untergattung Derus
Armenien, Südrußland

   ...advena Quensel, 1806


Kasachstan

   ...ispulensis Kabak, 1994


Kasachstan

   ...kizbaiensis Kabak, 1994

Untergattung Poecilus
Bulgarien, Türkei

   ...anatolicus Chaudoir, 1850


Ukraine

   ...crimeanus Straneo, 1960


Armenien, Türkei

   ...festivus Chaudoir, 1868


Kasachstan

   ...oirat Kabak, 1994


Türkei

   ...reicheianus Peyron, 1858


Kasachstan

   ...slivkini Kabak, 1994


Andalusien, Marokko bis Tunesien

   ...tyrrhenicus Csiki, 1930


Spanien

   ...zaballosi Jeanne & Ruiz-Tapiador, 1996


Kaukasus

   ...crassipes Fischer von Waldheim, 1829

#1 Das 3. Fühlerglied an der Spitze behaart [Abb.1], nicht deutlich gekielt, aber meist deutlich zusammengedrückt. Sternite mit Ventralfurchen.

   ...2

POECILUS COARCTATUS
Abb.1
 
-- Das 3. Fühlerglied an der Spitze - außer den normalen Endborsten - unbehaart, aber gekielt oder stark zusammengedrückt.

   ...5

 
#2 Drittes Fühlerglied mehr oder weniger deutlich zusammengepreßt. Südspanien, Nordwestafrika. Untergattung Parapedius

   ...3

 
-- Drittes Fühlerglied einfach, nicht zusammengepreßt. Untergattung Metapedius Fiori.
Die zwei vorletzten Sternite an der Basis der Breite nach gefurcht. Dem lepidus ähnlich. 12-13 mm. Zentral- und Süditalien (Apenninen).

   ...pantanellii Fiori, 1903

 
#3 Kopf nicht oder nur sehr fein punktiert, mit flachen Augen. Kopf und Halsschild ohne oder mit sehr schwachem Metallscheine [Abb.2]. Algier, Tunis.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...coarctatus Lucas, 1842

POECILUS COARCTATUS
Abb.2
 
-- Kopf oben deutlich punktiert, Augen gewölbter. Marokko, Südspanien.

   ...4

 
#4 Käfer kleiner: 8-10 mm. Flügeldecken purpurviolett. Marokko, Algerien. decipiens ssp.

   ...cupripennis Fairm.

 
-- Größer: 10-13 mm [Abb.3]. Flügeldecken bläulich, Streifen tiefer und gröber punktiert. Marokko, Südspanien.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...decipiens Waltl, 1835

POECILUS DECIPIENS
Abb.3
 
#5 Das 3. Fühlerglied stark zusammengrdrückt aber ohne Kiel an der Oberseite; das 2. Gied ebenfalls ohne Kiel.

   ...6

 
-- Zumindest das 3. Fühlerglied abgeflacht und oberseits gekielt, meist auch das 2..

   ...7

 
#6 Klauenglied unten auf der Sohle mit Borsten. Untergattung Carenostylus Chaudoir, 1838
Habitus [Abb.4]. Frankreich, Iberische Halbinsel, Nordafrika; angeblich auch in Griechenland.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...purpurascens Dejean, 1828

POECILUS PURPURASCENS
Abb.4
 
-- Klauenglied unten auf der Sohle ohne Borsten. Untergattung (Angoleus)

   ...Ancholeus Dejean, 1828

 
#7 Nur das 3. Fühlerglied scharf gekielt, das 2. ± unscharf. Klauenglied unterseits ohne Borsten. Untergattung

   ...Ancholeus Dejean, 1828

 
-- Der scharfe Kiel ist meist auf den ersten 3 Fühlergliedern deutlich, auf dem 1. Glied aber oft verkürzt oder nur eine Kante bildend. Klauenglied auf der Unterseite beborstet.

   ...8

 
#8 Die Streifen der Flügeldecken sind durch seichte Punktreihen ersetzt, die Zwischenräume sind vollkommen eben [Abb.5]. Halsschild mit sehr schwachen, oft kaum angedeuteten Basalgrübchen. Käfer schwarz, selten an den Seiten mit schwachem bläulichem Schimmer.

   ...9

POECILUS PUNCTULATUS
Abb.5
 
-- Streifen der Flügeldecken und Basalgrübchen des Halsschilds stets mehr oder weniger deutlich vertieft [Abb.6].

   ...12

POECILUS CUPREUS
Abb.6
 
#9 Die zwei ersten Fühlerglieder rot. Algier.

   ...lucasi Rche.

 
-- Fühler ganz schwarz. Die Arten kommen in Afrika nicht vor.

   ...10

 
#10 Käfer höchstens 15 mm lang. Körper flach, ziemlich schlank. Hinterecken des Halsschilds deutlich markiert. Mattschwarz [Abb.5], Flügeldecken sehr eng, aber scharf und deutlich genetzt (50 x), die Streifen nur aus Reihen feiner, längsrissiger Punkte gebildet. Hintertarsen außen nicht deutlich gefurcht. 10-13,5 mm. Von Südspanien über das nördliche Südeuropa- und südliche Nord- sowie Osteuropa bis Westsibirien verbreitet. In Mitteleuropa besonders in Osten und Mitte, im Westen selten, fehlt im Alpengebiet

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...punctulatus (Schall., 1783)

POECILUS PUNCTULATUS
Abb.5
 
-- Käfer 16-18 mm lang.

   ...11

 
#11 Gewölbter, glänzender als der Vorige. 16-16,5 mm. Südwesteuropa, Frankreich.

   ...laevigatus Duf.

 
-- Ähnlich punctulatus, von diesem durch breiteren, an den Seiten mehr gerundeten Halsschild und die abgerundeten Hinterecken desselben verschieden. Schwarz, an den Seiten leicht bläulich. Südrußland.

   ...anodon Chd.

 
#12 Hinterecken des Halsschilds abgestumpft oder abgerundet.

   ...13

 
-- Hinterecken des Halsschilds oft sehr klein, aber stets scharf.

   ...15

 
#13 Art aus den Karpathen. Halsschild an der Basis jederseite mit zwei Längseindrücken. Halsschildbasis völlig ungerandet, die Seitenrandkehle sehr schmal. Halsschild quer viereckig, nach hinten sehr schwach verengt, fast gleichbreit, seine Seitenrandkehle schmäler, der äußere Basaleindruck ± oval und die Hinterwinkel abgerundet stumpfwinklig. 9,5-12,5 mm.Schwarz. Halsschild zuweilen bläulich violett oder grün metallisch, die Flügeldecken kupferrötlich überhaucht. Die Nominatform mit undeutlich punktierten Flügeldeckenstreifen in den Südkarpaten.

   ...szepligetii Cziki 1908


Flügeldeckenstreifen unpunktiert [Abb.7]. Slowakei. ssp.

   ...havelkai Kult 1948

POECILUS HAVELKAI
Abb.7
 
-- Südeuropa.

   ...14

 
#14 Halsschild jederseits an der Basis mit nur einem Längeeindruck. Streifen der FIügeldecken stärker punktiert. Westmediterran, östlich bis Sizilien.

   ...aerarius Coq.

 
-- Dem vorigen ahnlich, etwas größer. Halsschild etwas länger, nach vorn weniger erweitert, an der Basis jederseits mit einem stärkeren inneren und einem sehr schwachen äußeren Längseindruck. Oberseite kupferig, ziemlich matt, 13,5-15 mm. Griechenland.

   ...alutaceus Tschit.

 
#15 Seitenrand des Halsschilds nach hinten flach und allmählich breiter abgesetzt, mündet ± in die äußere Basalgrube [Abb.6]. Der vordere Porenpunkt der Flügeldecken im dritten Zwischenraum steht hinter dem basalen Drittel, gewöhnlich aber hinter der Mitte.

   ...16

POECILUS CUPREUS
Abb.6
 
-- Seitenrand des Halsschilds schmal abgesetzt und mehr oder weniger gleichmäßig aufgebogen, höchstens ganz kurz vor den Hinterecken verbreitert; von der äußeren Basalgrube durch einen geglätteten Längswulst getrennt [Abb.8].

   ...18

POECILUS KUGELANNI
Abb.8
 
#16 Series umbilicata aus mehr als zwanzig dicht gestellten Poren gebildet. Balkanhalbinsel.

   ...rebeli Apfb.

 
-- Series umbilicata aus weniger dicht gestellten Poren gebildet.

   ...17

 
#17 Kopf und Halsschildbasis ziemlich dicht und kräftig punktiert, auch die verbreiterte und tiefe Seitenrandkehle. Halsschildseiten vor den Hinterecken +/- gerade, die größte Halsschildbreite liegt in oder vor der Mitte [Abb.6]. Humeralzähnchen undeutlich. Hinterschieneninnenseite mit einer Reihe von 8-10 helleren, feinen und langen, haarartigen Borsten. Die Borsten der Tarsen sind mit den Klauen gleichfarbig, braun (leider ist dieses Merkmal nicht ganz konstant). Schwarz, meist mit bronzenem, grünem, rötlich kupfrigem, blauem oder violettem Metallglanz, Körperanhänge schwarz, 2 erste Fühlerglieder, selten auch die Schenkel oder die ganzen Beine, gelbbraun oder rostrot. Aedoeagus [Abb.9]. 9-13 mm. Mehr hygrophil, besonders auf lehmigen Feuchtwiesen. Ganz Europa, Kleinasien bis Sibirien. In Mitteleuropa meist häufig, aber nicht im hohen Gebirge.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...cupreus (L., 1758)

POECILUS CUPREUS
Abb.6
POECILUS CUPREUS.GIF
Abb.9
-- Die Mitte von Kopf und Halsschildbasis höchstens spärlich, fein und undeutlich punktiert, ebenso die flach verbreiterte Seitenrandkehle, nur die Basaleindrücke kräftiger punktiert, der äußere mehr nach innen gerückt. Halsschildseiten bis zu den Hinterecken gerundet, die größte Halsschildbreite hinter der Mitte [Abb.10]. Humeralzähnchen, von oben und hinten gesehen, sehr klein, aber deutlich. Hinterschieneninnenseite mit 5-7, selten 8 kräftigen, kürzeren, dunklen Borsten. Tarsenborsten schwarz oder wenigstens dunkler als die Klauen. Färbung wie cupreus und oft mit diesem verwechselt, aber Beine immer schwarz. Aedoeagus [Abb.11]. 8-11,5 mm. Eurytope Wiesenart, heliophil. Europa ohne den höchsten Norden, Kaukasus, Sibirien, Japan. In Mitteleuropa meist häufig, besonders im Gebirge. (coerulescens L. )

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...versicolor (Sturm, 1824)

POECILUS VERSICOLOR
Abb.10
POECILUS VERSICOLOR.GIF
Abb.11
#18 Flügeldecken im dritten Zwischenraum normalerweise mit zwei Porenpunkten; der vordere Punkt befindet sich hinter dem basalen Drittel, gewöhnlich aber in oder hinter der Mitte der Decken.

   ...19

 
-- Flügeldecken im dritten Zwischenraume mit drei oder vier Porenpunkten; der vordere davon befindet sich weit vor der Mitte. Körperform schlank, etwa wie bei lepidus.

   ...24

 
#19 Fühler ganz schwarz oder die zwei ersten Glieder teilweise düster rot. Streifen der Flügeldecken tief und deutlich punktiert.

   ...20

 
-- Die zwei ersten Fühlerglieder ganz gelbrot. Mittelmeergebiet.

   ...22

 
#20 Kopf fast glatt, Beine kürzer. Westmediterran. Siehe purpurascens Leitzahl    >>>6  
-- Kopf wenigstens hinten deutlich punktiert. Beine lang. Halsschild herzförmig, vor den Hinterecken +/- stark ausgeschweift, diese scharf markiert, Streifen der Flügeldecken +/- stark punktiert. Schwarz mit ± intensivem Blauglanz, auch die Körperanhänge schwarz, höchstens in den Gelenken etwas heller. Augen groß, Schläfen kurz. Aedoeagus [Abb.12]. 9-12 mm. Bulgarien, Ukraine, Südrußland. Südeuropa und südliches Mitteleuropa, hier in Österreich (Kärnten, Steiermark, Niederösterreich), der Slowakei und im Elsaß. Alte Meldungen aus Schlesien und Bayern wahrscheinlich falsch. In Flußauen. (striatopunctatus Duftschmid, 1812)

   ...subcoeruleus Quensel, 1806

POECILUS STRIATOPUNCTATUS.GIF
Abb.12
 
-- Eine Form mit stärker herzförmigem Halsschild und stärkerer Punktur der Flügeldeckenstreifen wurde früher als eine Art betrachtet: striatopunctatus Duftschmid, 1812  
#22 Käfer auf der Oberseite hell metallisch grün. Halsschild leicht herzförmig. Portugal. (prasinus Oliveira)

   ...prasinotinctus Csiki, 1930

 
-- Käfer oben dunkelblau, dunkelviolett, oft ganz schwarz, sehr selten grünlich-bronzefarbig.

   ...23

 
#23 Streifen der Flügeldecken mehr oder weniger deutlich punktiert [Abb.13]. Käfer oben dunkelblau, dunkelviolett oder fast schwarz. Kopf oben überall dicht fein punktiert. Die beiden ersten Fühlerglieder abstechend rötlichgelb. Halsschildhinterecken ziemlich scharf, der äußere Basaleindruck sehr kurz, vorn gerundet. Flügeldecken kurzoval, Streifen nahtartig punktiert, im 3. Intervall vor der Mitte kein Porenpunkt. Schwarz mit Blau- bis Violettschimmer. Aedoeagus [Abb.14]. 9-12 mm. Die aus Südeuropa bis Transkaukasien bekannte Art wurde aus Österreich (Kärnten, Vorarlberg) gemeldet. Keine neuen Funde.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...cursorius (Dej.)

POECILUS CURSORIUS
Abb.13
POECILUS CURSORIUS.JPG
Abb.14
-- Streifen der Flügeldecken glatt oder äußerst fein punktiert. Kopf feiner punktiert, Halsschild breiter, mit tieferen Längseindrücken jederseits an der Basis. Käfer etwas glänzender, fast immer mehr oder weniger lebhaft blau (typ. Farbe), sehr selten grünlich-bronzefarbig (ab. vicinus Levr. aus Algier). Penis weniger schlank. Westmediterran, östlich bis Sizilien.

   ...quadricollis Dej.

 
#24 Halsschild von der Mitte zur Basis kaum verengt. Karpathen. Siehe szepligetii LZ    >>>13  
-- Halsschild von der Mitte zur Basis deutlich verengt.

   ...25

 
#25 Humeralzähnchen stark entwickelt und auch seitlich deutlich vorspringend, Halsschild an den Seiten gleichmäßig gerundet [Abb.15]. Oben schwarz, oft mit blauem Schein (vorwiegend Italien und Balkan) oder düstergrün (meist im südlichen Westeuropa).

   ...26

POECILUS SERICEUS
Abb.15
 
-- Humeralzähnchen +/- gut entwickelt, aber seitlich nicht oder wenig vorspringend [Abb.16] (siehe auch alutaceus aus Griechenland LZ    >>>14). Oben lebhaft metallisch gefärbt; selten, und gewöhnlich nur bei alten Exemplaren, ganz schwarz.

   ...27

POECILUS LEPIDUS
Abb.16
 
#26 Episternen der Hinterbrust (ohne Epimeren) nicht länger als breit, Streifen der Flügeldecken im allgemeinen stark, oft gekerbt punktiert [Abb.17]. Halsschildbasis im Bereich der äußeren Basalgruben gerandet; Halsschild nach hinten konvex verengt, seine Seitenrandkehle etwas breiter. Halsschildbasaleindrücke keilförmig, Hinterwinkel scharf stumpf- bis rechtwinklig. Schwarz, oft mit ± blauviolettem Schimmer, seltener grünlich [Abb.18]. Penis stark gedreht [Abb.19] [Abb.20] [Abb.21]. 10-14 mm. Die Nominatform in Illyrien; mit 8 weiteren Unterarten über das ganze südliche Europa von Spanien bis zum westlichen Balkan verbreitet, aus Mitteleuropa liegen alte Exemplare vor aus 'Austria' und 'Tyrolis', aber ohne genauen Fundort. Im Elsaß. Keine rechtsrheinischen Funde.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...koyi Germar 1824

POECILUS KOYI
Abb.17
POECILUS KOYI
Abb.18
POECILUS KOYI.GIF
Abb.19
POECILUS KOYI
Abb.20
POECILUS KOYI
Abb.21
-- Episternen etwas länger als breit. Streifen der Flügeldecken schwach punktiert oder ganz glatt [Abb.22]. Halsschild von der Mitte zur Basis schwach konvex bis gerade verengt. Der Längswulst zwischen dem äußeren Basaleindruck und dem Halsschildseitenrand ist etwas breiter und kürzer. Schultern mit sehr deutlichem Humeralzahn. Schwarz mit blauem Metallschimmer, der besonders in den Basaleindrücken und der Flügeldecken-Seitenrandkehle deutlich ist. Weniger schlank als lepidus [Abb.23], der Halsschild oft deutlich breiter. Beim ♀ die Oberseite matter. Penis etwas mehr zur Seite abgeknickt, kaum gedreht [Abb.24] [Abb.25] [Abb.26]. 10-13 mm. Von Sibirien bis Südosteuropa verbreitet; in Mitteleuropa in den Südosten einstrahlend, westlich bis Thüringen. Im Gebiet des Neusiedler Sees häufig, bevorzugt trockene Böden.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...sericeus Fisch.-W., 1823


Die Unterschiede im Genital sind bei beiden Formen sehr gering; daher wurde wohl koyi im FHL 2. Auflage synonym zu sericeus gesetzt, im Paläarktischen Katalog aber (wieder) als eigene Art mit mehreren Unterarten aufgeführt.
POECILUS SERICEUS
Abb.22
POECILUS SERICEUS
Abb.23
POECILUS SERICEUS.GIF
Abb.24
POECILUS SERICEUS
Abb.25
POECILUS SERICEUS
Abb.26
 
#27 Flügeldecken des ♀ nicht oder nur wenig matter als die des ♂. Halsschild jederseits, mit einem Basaleindruck, (der äußere fehlt oder ist nur schwach entwickelt.) Käfer oben düster metallisch oder fast schwarz. Zentral- und Südspanien, Nordwestafrika.

   ...crenulatus Dej.

 
-- Flügeldecken beim ♀ deutlich matter als beim ♂. Halsschild mit zwei deutlichen Basaleindrücken jederseits. Oben normalerweise lebhaft metallisch gefärbte Arten. Aus Afrika nicht bekannt.

   ...28

 
#28 Halsschild nach hinten geradlinig oder ausgeschweift verengt, seine Oberseite mit sehr feiner Grundskulptur. Der Längswulst zwischen dem äußeren Basaleindruck und dem Halsschildseitenrand ist schmäler und gerade [Abb.27]. Ein deutlicher Humeralzahn fehlt meist. Fühler auch an der Basis normalerweise schwarz, Dörnchen der Schienen rostrot. Färbung so variabel wie bei versicolor, doch kommen schwarze Exemplare mit blauem Metallschimmer, die der Normalfärbung des sericeus entsprechen, nur selten vor. Flügeldecken matter. Penis schwächer zur Seite abgeknickt als bei sericeus [Abb.28]. 10-14 mm. Von Spanien bis Sibirien verbreitet, in Mitteleuropa häufig auf sandigem, grobkörnigem Schwemmboden.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...lepidus (Leske, 1785)


Durchschnittlich größer (12,5-15 mm). FlügeÌdeckenbasis deutÍich breiter als die Halsschildbasis, nach hinten mehr erweitert. Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen gewölbt. Halsschild flacher, Vorderecken nicht nach unten gezogen. Färbung ebenso variabel wie vorige Art. Subalpin bis alpin in den Westalpen. Frankreich, Italien, Schweiz. lepidus (?) ssp.

   ...gressorius (Dejean, 1828)


Von Jeannel als ssp. geführt und aus dem Kerngebiet der Westalpen gemeldet (Haut-Maurienne). P. lepidus ist sehr variabel, Genitalunterschiede sind nicht bekannt; vielleicht eine lokale Variante.
POECILUS LEPIDUS
Abb.27
POECILUS LEPIDUS.GIF
Abb.28
-- Halsschild an den Seiten bis zu den Hinterecken gleichmäßig gerundet, oben mit deutlicher Grundskulptur. Wenigstens die Unterseite der ersten 2 Fühlerglieder rotbraun. Augen stark vorgewölbt. Halsschildbasis zu den sehr stumpfwinkligen Hinterecken vorgezogen. Flügeldecken ohne Humeralzähnchen. Schwarz, Kopf und Halsschild glänzend kupferrot, Flügeldecken grün [Abb.8], seltener einfarbig bronzen, grün oder schwarzgrün. Dörnchen der Schienen braunschwarz. Aedoeagus [Abb.29]. 10,5-13,5 mm. West- und Mitteleuropa, hier mehr im Süden und Westen. In der Tschechoslowakei meist selten. Die Meldungen aus Österreich (Ober- und Niederösterreich) werden von Franz im Gegensatz zu Schweiger bezweifelt. Er sah kein österreichisches Exemplar. Stellt besonders an trockenen Hängen Aphodien nach.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...kugelanni (Panz., 1797)

POECILUS KUGELANNI
Abb.8
POECILUS KUGELANNI.GIF
Abb.29
  advena
aerarius
alutaceus
anatolicus
Ancholeus
anodon
coarctatus
crassipes
crenulatus
crimeanus
cupreus
cupripennis
cursorius
decipiens
festivus
gressorius
havelkai
ispulensis
kizbaiensis
koyi
kugelanni
laevigatus
lepidus
lucasi
oirat
pantanellii
prasinotinctus
punctulatus
purpurascens
quadricollis
rebeli
reicheianus
sericeus
slivkini
subcoeruleus
szepligetii
tyrrhenicus
versicolor
zaballosi
     Creative Commons Lizenzvertrag
Erstellt am: 31.03.2013
Letzte Aktualisierung: 24.09.2018 - 10:56:36