Untergattung: Nestus Rey Staphylinidae - Steninae - Stenus
  Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse, V. Puthz) Informieren Sie mich bitte über Fehler oder Ergänzungen über mailbox@lompe.de
  Hinterleib an den Seiten vollständig gerandet. Hintertarsen ziemlich kurz, nicht oder wenig länger als die Hälfte der Hinterschienen 1. Tarsenglied etwa so lang wie das Endglied 4. Tarsenglied meistens einfach, seiten an der Spitze schwach zweilappig, dann aber die Lappen nur die äußerste Basis des Klauengliedes umfassend und das Glied nicht breiter als das vorhergehende [Abb.1].
STENUS TARSEN
Abb.1
 
#1 Hinterleib an der Basis der vorderen Tergite ohne Fältchen.

   ...2

 
-- Hinterleib an der Basis der vorderen Tergite mit kurzen Längsfältchen [Abb.2].

   ...8

STENUS PALPOSUS
Abb.2
 
#2 Körper gestreckt, größer, 2,5-3,5 mm. Hinterleib ± parallel, Halsschild mindestens so lang wie breit, Beine schwarz (beachte auch Stenus s.str. alpicola mit längeren Hintertarsen).

   ...3

 
-- Körper gedrungener, kleiner 1,7-2,5 mm, Hinterleib stark zugespitzt, Halsschild kurz, Beine oft rotbraun

   ...4

 
#3 Schlanker gebaut, Flügeldecken wesentlich länger, aber wenig breiter als der seitlich schwach gerundete schlanke Halsschild, Hinterleib deutlich und tief punktiert. ♂: Schenkel nicht verdickt, Schienen ohne Spitzendorn; Aedoeagus [Abb.3] [Abb.4]. In Gebirgsgegenden häufiger, sonst im mittleren und südlichen Mitteleuropa selten

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...incanus Er., 1839

STENUS INCANUS.GIF
Abb.3
STENUS INCANUS
Abb.4
-- Breiter gebaut, Halsschildseiten stärker gerundet, Flügeldecken wesentlich breiter als dieser. Halsschild dichter, Hinterleib feiner als bei incanus punktiert. ♂: Hinterschenkel verdickt, Mittel- und Hinterschienen mit Spitzendorn. Aedoeagus [Abb.5]. Mediterrane Art, im südöstlichsten Mitteleuropa. Beachte auch Fußnote bei morio LZ    >>>24

   ...mendicus Er.

STENUS MENDICUS.GIF
Abb.5
 
#4 Halsschild sehr uneben, an jeder Seite mit einem kräftigen Eindruck. Stirnfurchen kräftig, einen stärker gewölbten, ausgeprägten Mittelwulst einschließend. Beine schwarz, Schienen oder Schenkel selten rotbraun. Flügeldecken meist länger als der Halsschild und mit deutlichen Unebenheiten, so wie der Halsschild dichter punktiert. Halsschild seitlich stärker gerundet. ♂: Aedoeagus [Abb.6]. Überall häufig. (exiguus Er.)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...pusillus Steph., 1833


(Bei dieser Art ist manchmal ein schwaches Basalfältchen am 1. Tergit festzustellen.)
STENUS PUSILLUS.GIF
Abb.6
 
-- Halsschild ohne deutliche Beulen und ohne kräftige Seiteneindrücke. Kopf zwischen den flachen Stirnfurchen nur flach gewölbt. Beine meist rotbraun. Hierher außerordentlich ähnliche Arten, die nur nach den Sexualmerkmalen der ♂ zu trennen sind.

   ...5

 
#5 ♂: Aedoeagus größer, Penis apikal gerundet, lateroapikal mit Fältchen [Abb.7]. Parameren deutlich länger als Penis, ihre distale Verbreiterung mit zahlreichen (ca. 20) Borsten. Hinterrand des 6. Sternites in flachem Bogen ausgerandet. Verbreitet und nicht selten.

   ...nanus Steph., 1833

STENUS NANUS.GIF
Abb.7
 
-- Aedoeagus kleiner, Parameren mit weniger (<15) Borsten; Penis ohne solche Fältchen und anders geformt.

   ...6

 
#6 Parameren den Medianlobus deutlich überragend, letzterer apikal abgestutzt. ♂: Hinterrand des 6. Sternites spitzwinklig ausgeschnitten. Holarktisch verbreitet, in Mitteleuropa nicht selten.(simillimus Ben.)

   ...assequens Rey, 1884

 
-- Parameren den Medianlobus nur wenig überragend, letzterer apikal gerundet

   ...7

 
#7 Penis schlanker und apikal stärker zugespitzt [Abb.8]. Von der Türkei über die Balkanhalbinsel und das südöstliche Mitteleuropa bis Bayern und Vorarlberg verbreitet.

   ...indifferens Puthz, 1967

STENUS INDIFFERENS.GIF
Abb.8
 
-- Penis weniger schlank, apikal stumpf, fast halbkreisförmig gerundet [Abb.9]. Bisher nur in Südwestfrankreich und Nordwestdeutschland nachgewiesen.

   ...contumax Assing, 1994

STENUS CONTUMAX.GIF
Abb.9
 
#8 Basalfurchen der vorderen Tergite mit einem Mittelfältchen, meist noch an jeder Seite ein weiteres Fältchen erkennbar.

   ...9

 
-- Basalfurchen der vorderen Tergite mit 4 Fältchen [Abb.10] [Abb.2].

   ...19

STENUS BOOPS
Abb.10
STENUS PALPOSUS
Abb.2
#9 Hinterleib zur Spitze stark verschmälert, kleine Arten von 1,7-2,8 mm Länge, mit hellbraunroten Beinen. Kopf deutlich schmäler als die Flügeldecken zusammen breit.

   ...10

 
-- Hinterleib mehr parallel, erst zur Spitze schwach verschmälert. Arten von 2,8-4 mm. Kopf nur ausnahmsweise (callidus ssp. vastus) schmäler als die Flügeldecken.

   ...14

 
#10 Kleinste Art der Gattung, 1,7-2,2 mm. Flügeldecken um die Hälfte länger als der Halsschild, etwa so lang wie breit, Oberseite gleichmäßig, dicht aber nicht sehr stark und nicht runzlig punktiert. ♂: Aedoeagus [Abb.11]. Holarktisch verbreitet, aber überall eine seltene Art; nur im östlichen Mitteleuropa weniger selten.

   ...pumilio Er., 1839

STENUS PUMILIO.GIF
Abb.11
 
-- 2-2,8 mm. Flügeldecken nicht oder wenig länger als der Halsschild, bedeutend kürzer als zusammen breit, rauh runzelig punktiert. Hierher 2 Arten, die sich nach äußeren Merkmalen nicht sicher unterscheiden lassen.

   ...11

 
#11 Im ganzen Gebiet verbreitete, auf feuchten Wiesen stellenweise häufige Art. Etwas kleiner, 2-2,5 mm [Abb.12]. Penis zur Spitze ausgeschweift verengt [Abb.13], in Seitenansicht vor der Spitze jederseits mit einem kräftigen Zahn [Abb.14].

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...circularis Grav., 1802

STENUS CIRCULARIS
Abb.12
STENUS CIRCULARIS.GIF
Abb.13
STENUS CIRCULARIS
Abb.14
-- Mehr südliche Arten. Etwas größer, 2-2,8 mm.

   ...12


 
#12 ♂: Hinterschenkel nicht gekeult; Apikalteil des Penis in eine lange, schmal abgerundete Spitze auslaufend, in Lateralansicht spitz und deutlich zurückgebogen [Abb.15]. Südosteuropa, bis in die Slowakei, Niederösterreich, Sachsen und Mittelelbe nachgewiesen.

   ...exspectatus Puthz, 1965

STENUS EXSPECTATUS.GIF
Abb.15
 
-- ♂: Hinterschenkel gekeult. Apikalteil des Penis abgerundet und in Lateralansicht meist nicht zurückgebogen.

   ...13

 
#13 Robuster, Flügeldecken breiter. Taster und Beine (meist) dunkel. Apikalteil des Penis ± schmal, mit schmal aufgebogenem Seitenrand, Spitze (meist) gelappt [Abb.16].

   ...planifrons Rey, 1883

STENUS PLANIFRONS.GIF
Abb.16
 
-- Schlanker, Flügeldecken schmaler, Taster und Beine (meist) hell. Apikalpartie des Penis breiter, mit breit aufgebogenen Seitenleisten, Spitze abgerundet [Abb.17]. In Österreich, Bayern und der Pfalz. planifrons ssp.

   ...misael Bondroit

STENUS MISAEL.GIF
Abb.17
 
#14 Die Stirn hat keine Längsvertiefungen und ist in der Mitte nicht gewölbt (b in [Abb.18]). Oberseite tiefschwarz, matt, dicht und rauh punktiert. Beine schwarz, Halsschild ohne Mittelfurche, Flügeldecken etwa so lang wie der Halsschild, 4. Tarsenglied einfach. ♂: Aedoeagus [Abb.19]. 3 mm. Im nördlichen Mitteleuropa, in Sümpfen, sehr selten

   ...glabellus Thoms., 1870

STENUS K.GIF
Abb.18
STENUS GLABELLUS
Abb.19
-- Die Stirn mit deutlichen Seitenfurchen und erhabenem Mittelwulst (d in [Abb.18]).

   ...15

 
#15 Flügeldecken meist deutlich länger, mindestens jedoch so lang wie der Halsschild. Körper geflügelt, Halsschild und Flügeldecken nur mäßig stark, aber sehr dicht punktiert. Flügeldecken querüber deutlich gewölbt, Beine fast stets schwarz, das 4. Tarsenglied deutlich ausgerandet. ♂: Aedoeagus [Abb.20]. Weit verbreitet und nicht selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...carbonarius Gyll., 1827

STENUS CARBONARIUS.GIF
Abb.20
 
-- Flügeldecken nicht länger, meist jedoch kürzer als der Halsschild, querüber flach; grob und rauh punktiert.

   ...16

 
#16 Halsschild kurz und breit, so lang wie breit oder höchstens kaum erkennbar länger als breit.

   ...17

 
-- Halsschild um 1/5 bis 1/4 länger als breit, das 4. Tarsenglied schwach zweilappig, der Mittelwulst ist kräftig erhoben. Beine braun oder pechbraun, selten heller. Größer, 3,5-4 mm. Hierher 2 seltene Arten, die aus Südosteuropa in den äußersten Südosten von Mitteleuropa einstrahlen.

   ...18

 
#17 6. Sternit beim ♂ tief, stumpf dreieckig ausgeschnitten, 5. Sternit beim Hinterrand jederseits der Vertiefung mit undeutlicher höckerartiger Erhebung, welche eine Anhäufung von ziemlich kurzen und dichten gelblichen Haaren trägt. Aedoeagus [Abb.21]. Durchschnittlich größer und kräftiger, Beine meistens dunkler, eher dunkel rotbraun, die Knie in größerem Umfang angedunkelt, selten die Beine fast einfarbig pechbraun. Flügeldecken immer sehr kurz, an der Naht sehr deutlich kürzer als die Mittellänge des Halsschilds 3-4 mm. Selten, Slowakei.

   ...humiloides Smet.

STENUS HUMILOIDES.GIF
Abb.21
 
-- 6. Sternit beim ♂ deutlich weniger tief ausgeschnitten, 5.Sternit am Hinterrand jederseits der Vertiefung ohne Erhebung und ohne auffallend dichte Behaarung. Aedoeagus [Abb.22] [Abb.23]. Durchschnittlich kleiner und weniger kräftig. Beine heller, gelbrot bis braunrot, die Knie nur schmal angedunkelt. 2,8-3,5 mm. Überall häufige Art, gelegentlich bei Ameisen.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...humilis Er., 1839

STENUS HUMILIS.GIF
Abb.22
STENUS HUMILIS
Abb.23
#18 Flügeldecken sehr kurz, viel kürzer als der Halsschild und viel kürzer als zusammen breit, nach hinten erweitert. Kopf feiner punktiert als der grob punktierte Halsschild, dieser seitlich mäßig gerundet, der Hinterleib kräftig und dicht punktiert, die Punktzwischenräume deutlich kleiner als die Punktdurchmesser. Beine oft rotbraun. ♂: Aedoeagus [Abb.24]. Slowakei, Mähren und Kärnten. callidus Baudi ssp.

   ...vastus L.Benick

STENUS VASTUS.GIF
Abb.24
 
-- Flügeldecken wenig kürzer als der Halsschild, deutlich kürzer als zusammen breit. Kopf fast so stark wie der Halsschild punktiert, die grobe Punktur der Flügeldecken ist sehr unregelmäßig verrunzelt, die Oberseite etwas glänzend. Der Hinterleib ist nur mäßig stark punktiert, die Punktzwischenräume mindestens so breit wie die Punktdurchmesser. Die var. kardaschi Bernh. ist nach einem etwas länger geflügelten Stück dieser Art beschrieben. ♂: Aedoeagus [Abb.25]. Aus Südosteuropa ins südöstliche Mitteleuropa nördlich bis Oberösterreich einstrahlend, Bayerischer Wald (Arber).

   ...phyllobates Pen., 1901

STENUS PHYLLOBATES.GIF
Abb.25
 
#19 Die Behaarung der Oberseite ist auffällig silberweiß und auf den Flügeldecken gewunden gelagert, außen vor dem Flügeldeckenhinterrand in weitem Ausmaß schräg nach innen gerichtet. Das 1. Glied der Kiefertaster ist schwarz, Oberseite matt

   ...20

 
-- Die Behaarung ist wenig auffällig, an den Kiefertastern wenigstens das Basalglied rotgelb.

   ...21

 
#20 Größer, 4-4,5 mm [Abb.26]. Halsschild weit vor der Mitte am breitesten mit kurzer Mittelfurche, zur Basis fast ausgeschweift verengt [Abb.27]. Aedoeagus [Abb.28]. An sandigen Ufern, vorzugsweise im östlichen Mitteleuropa, nach Westen selten oder fehlend.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...palposus Zett., 1838

STENUS PALPOSUS
Abb.26
STENUS PALPOSUS
Abb.27
STENUS PALPOSUS.JPG
Abb.28
-- Kleiner, 3,5-3,8 mm. Halsschild weiter zur Mitte am breitesten mit undeutlicher Mittelfurche, zur Basis geradlinig verengt. Südliches und mittleres Mitteleuropa, nicht häufig oder selten, in der Tiefebene nur sehr selten oder fehlend

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...ruralis Er., 1840

 
#21 Stark glänzend, der Untergrund nicht chagriniert, die Punktur ziemlich weitläufig, ihre Zwischenräume auf dem Halsschild stellenweise fast so groß wie die Punkte. Breit gebaut, Halsschild auf der Hinterhälfte mit kräftiger Mittellinie. Flügeldecken mit deutlichen Unebenheiten, Beine schwarz. ♂: Aedoeagus [Abb.29]. 3-3,7 mm. An Ufern; in der Ebene stellenweise häufig, gern auf Salzboden, sonst selten

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...melanopus (Marsham, 1802)

STENUS MELANOPUS.GIF
Abb.29
 
-- Die Punktur der Oberseite ist stets viel dichter angeordnet

   ...22

 
#22 Stirn zwischen den Augen flach eingedrückt, die Stirnmitte liegt unter dem Niveau des inneren Augenrands. Schwache Stirnfurchen können angedeutet sein (a in [Abb.18]). 2,8-3,6 mm

   ...23

STENUS K.GIF
Abb.18
 
-- Stirn eben oder gleichmäßig gewölbt oder mit Stirnfurchen, die einen erhabenen Mittelwulst einschließen; die Mitte der Stirn liegt mindestens in der Höhe des inneren Augenrands (b, c, d in [Abb.18]).

   ...25

 
#23 Schenkel zumindest an der Basis rotbraun, Oberseite gröber punktiert. Körperumriß mehr gleichbreit, die Flügeldecken kaum breiter als der Kopf, etwas länger als breit und leicht nach hinten divergierend (trapezoid) [Abb.30]. ♂: Aedoeagus [Abb.31]. An Waldsümpfen, vorwiegend in der Tiefebene (Holstein) und im östlichen Mitteleuropa, sehr selten. (rossicus auct., neglectus Gerh., silesiacus L. Ben.)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...excubitor Er., 1839

STENUS EXCUBITOR
Abb.30
STENUS EXCUBITOR.GIF
Abb.31
-- Beine schwarz, Oberseite weniger grob punktiert. Hierher zwei variable Arten, die man sicher durch ihren Aedoeagus trennen kann.

   ...24

 
#24 ♂: Aedoeagus [Abb.32], Apikalteil des Medianlobus seitlich ± flach konvex. Flügeldecken (meist) erheblich breiter als der Kopf und meist quadratisch. Durchschnittlich größer: Vorderkörper 1,5-1,9 mm. Weit verbreitet (holarktisch), aber selten

   ...morio Grav., 1806


Exemplare mit fehlenden Kielen an der Basis der vorderen Tergite, wie sie kürzlich bekannt wurden, sind von mendicus LZ    >>>3 durch die bei jener Art deutlichen Stirnfurchen zu unterscheiden.
STENUS MORIO.GIF
Abb.32
 
-- ♂: Aedoeagus mit anderem Umriß: Apikalteil des Medianlobus seitlich deutlich flach konkav. Flügeldecken oft wenig breiter als der Kopf, manchmal auch leicht trapezoid. Durchschnittlich kleiner: Vorderkörper 1,3-1,7 mm. Transadriatische Art, die im Norden die Südschweiz und das südliche Österreich berührt.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...trivialis Kr.

 
#25 Halsschild deutlich länger als breit, in seiner ganzen Länge schmal gefurcht (am besten bei wechselnder Beleuchtung zu erkennen), Beine schwarz. 3,3-4,2 mm.

   ...26

 
-- Halsschild ohne durchgehende schmale Mittelrinne, ein verkürzter Mitteleindruck manchmal vorhanden.

   ...27

 
#26 Oberseite glänzend, kräftig punktiert, Kopf von der Breite der Flügeldecken, Stirn mit 2 schwachen Furchen und schwachem Mittelwulst. ♂: Aedoeagus [Abb.33].. Sehr verbreitet, aber nur in der Tiefebene häufig

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...nitens Steph., 1833

STENUS NITENS.GIF
Abb.33
 
-- Oberseite ziemlich matt, schwächer, aber sehr dicht punktiert. Kopf deutlich schmäler als die Flügeldecken, die Stirn fast gleichmäßig schwach gewölbt (c in [Abb.18]). ♂: Aedoeagus [Abb.34].. Überall, im Norden ziemlich häufig, nach Süden hin seltener werdend.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...canaliculatus Gyll., 1827

STENUS K.GIF
Abb.18
STENUS CANALICULATUS
Abb.34
#27 Beine rotbraun.

   ...28

 
-- Beine schwarz.

   ...31

 
#28 Untergrund der Flügeldecken zwischen der Punktur nicht chagriniert, glänzend, der Glanz oft durch stärkere Behaarung gedämpft. Hinterleib normal breit gerandet. 4. Tarsenglied einfach oder schwach zweilappig

   ...29

 
-- Untergrund der Flügeldecken zwischen der Punktur chagriniert. Hinterleib an den Seiten schmal oder sehr schmal gerandet. 4. Tarsenglied manchmal deutlich zweilappig.

   ...30

 
#29 Halsschild so lang wie breit, nach hinten schwächer verengt, so daß der Hinterrand so breit wie der Vorderrand ist (messen!); Kopf so breit wie die Flügeldecken [Abb.35], diese beträchtlich länger als der Halsschild, seitlich parallel. Vorderkörper nur mäßig grob punktiert, durch dichte und ziemlich lange Behaarung nur schwach glänzend. ♂: Aedoeagus [Abb.36] [Abb.37]. 2,5-2,7 mm. Im Frühjahr im Anspülicht, oft auch in Mooren, verbreitet, aber nicht häufig, nicht im Gebirge.(cautus FHL)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...europaeus Puthz, 1966

STENUS EUROPAEUS
Abb.35
STENUS EUROPAEUS.GIF
Abb.36
STENUS EUROPAEUS
Abb.37
-- Halsschild länger als breit, nach hinten stärker verengt, der Hinterrand schmäler als der Vorderrand. Kopf schmäler als die Flügeldecken, diese meist nicht länger als der Halsschild und nach hinten erweitert. Vorderkörper grob punktiert, feiner behaart, glänzender. Stücke mit sehr dunklen Beinen unterscheiden sich durch die fehlende Chagrinierung von den in dieser Tabelle folgenden schwarzbeinigen Arten, ausgenommen atratulus; von dieser Art durch hellere Kiefertaster und die nach hinten erweiterten Flügeldecken zu unterscheiden. ♂: Aedoeagus [Abb.38].. 2,6-3 mm. Überall selten oder sehr selten, jedoch schon mehrfach in großer Zahl in Komposthaufen gefunden. (vafellus FHL)

   ...cautus Er., 1839

STENUS CAUTUS.GIF
Abb.38
 
-- Den beiden vorhergehenden Arten sehr ähnlich ist eine südwesteuropäische Art, die in Südtirol gefunden wurde und möglicherweise auch im südlichen Mitteleuropa vorkommen könnte. Merklich gröber punktiert, Körper mehr gleichbreit. Der relativ kurze Halsschild ist nur wenig schmäler als die Flügeldecken, diese kaum länger als der Halsschild und geringfügig kürzer als zusammen breit. Die ganzen Kiefertaster sind hell rötlich gefärbt, während bei cautus wohl immer, bei vafellus in den meisten Fällen die Kiefertaster zur Spitze deutlich angedunkelt sind. ♂: Aedoeagus [Abb.39].. (altifrons FHL)

   ...macrocephalus Aubé

STENUS MACROCEPHALUS.GIF
Abb.39
 
#30 Größer, 2,8-3,5 mm. Flügeldecken bedeutend länger und breiter als der Halsschild, Hinterleib schmäler als bei den übrigen Arten der Untergattung, jedoch deutlich breiter als bei fuscipes gerandet. 4. Tarsenglied deutlich zweilappig. Dunkelbeinige Stücke bilden die a. austriacus Bernh. ♂: Aedoeagus [Abb.40].. Verbreitet und nicht selten, in montanen Gebieten selten.

   ...argus Grav., 1806

STENUS ARGUS.GIF
Abb.40
 
-- Kleiner, 2,3-2,5 mm. 4. Tarsenglied einfach, Flügeldecken nur so lang wie der Halsschild, durch sehr schmal gerandeten Hinterleib innerhalb der Untergattung gut charakterisiert. ♂: Aedoeagus [Abb.41].. Verbreitet und nicht selten, meidet größere Höhenlagen.

   ...fuscipes Grav., 1802

STENUS FUSCIPES.GIF
Abb.41
 
#31 4. Tarsenglied deutlich zweilappig, Hinterleib mit recht schmal gerandeten Seiten. Hierher schwarzbeinige Stücke von argus, (a. austriacus Bernh.) vgl. LZ    >>>30  
-- 4. Tarsenglied einfach oder undeutlich zweilappig, Hinterleib mit normaler Seitenrandung.

   ...32

 
#32 Oberseite durch sehr dichte Punktur matt; die Punktur fast auf der ganzen Fläche der Flügeldecken feinrunzelig verflossen [Abb.42]. Arten von 3,2-4,1 mm. ♂: Hinterschienen mit Spitzendorn.

   ...33

STENUS BOOPS
Abb.42
 
-- Arten unter 3 mm Länge oder größere Arten, deren Flügeldeckenpunktur entweder sehr dicht ist, aber überwiegend aus gut isolierten Punkten besteht, oder stellenweise verrunzelt ist, dann aber breitere, etwas glänzendere Zwischenräume aufweist.

   ...34

 
#33 Kopf sehr klein, kaum breiter als der Halsschild [Abb.43], Flügeldecken sehr umfangreich, viel länger und breiter als der Halsschild mit flachen Eindrücken neben der Naht und an den Seiten. ♂: Hinterbrust vor dem Ende mit einem kielförmigen Höcker [Abb.44]; Aedoeagus [Abb.45] [Abb.46]. 3,2-4,0 mm. Überall, aber meist nicht häufig, an Ufern.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...incrassatus Er., 1839

STENUS INCRASSATUS
Abb.43
STENUS INCRASSATUS
Abb.44
STENUS INCRASSATUS.GIF
Abb.45
STENUS INCRASSATUS
Abb.46
-- Kopf wesentlich breiter als der Halsschild [Abb.47], Flügeldecken kaum länger als dieser und ohne deutliche Eindrücke. An der feinrunzelig verflossenen Flügeldeckenpunktur und dem relativ breiten Kopf bei einiger Übung leicht zu erkennen. ♂: Aedoeagus [Abb.48] [Abb.49]. 3,5-4,1 mm. Die weitaus häufigste Art der Untergattung, auf die jeder Nestus als erstes nachgeprüft werden sollte. (buphthalmus Grav.)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...boops Ljungh, 1804

STENUS BOOPS
Abb.47
STENUS BOOPS.GIF
Abb.48
STENUS BOOPS
Abb.49
#34 Punktur der Flügeldecken ziemlich weitläufig, nicht verrunzelt; die Punkte auch noch am Hinterrand durch deutliche, flache Zwischenräume getrennt. Der Untergrund chagriniert (beachte auch morio und rossicus, die eine ähnliche Flügeldeckenpunktur besitzen, aber größer sind und eine eingedrückte Stirn haben LZ    >>>23). Die Breite der Punktzwischenräume fast überall größer als der halbe Punktdurchmesser. Hierher 3 sehr seltene Arten unter 3,1 mm Länge. (Beachte auch cautus LZ    >>>29 und atratulus LZ    >>>40).

   ...35

 
-- Punktur der Flügeldecken stellenweise etwas verrunzelt und an diesen Stellen die Punkte dicht gestellt, die Zwischenräume etwas gewölbt oder kielförmig, oder aber Arten von über 3,3 mm Länge.

   ...37

 
#35 Kleiner und nicht gleichbreit. Kopf und Halsschild deutlich schmaler als die Flügeldecken; Stirn ohne oder nur mit sehr flachen Seitenfurchen. Flügeldecken etwa so lang wie breit, nie deutlich breiter als lang. Aedoeagus [Abb.50].. 2,3-3,1 mm. Im Gebiet der oberen Oder. (gerhardti L. Benick)

   ...ageus Casey

STENUS AGEUS.GIF
Abb.50
 
-- Größer und mehr gleichbreit, Kopf und Halsschild nur wenig schmäler als die Flügeldecken; Stirn mit deutlichen Seitenfurchen. Flügeldecken deutlich breiter als lang.

   ...36

 
#36 Gröber und dichter punktiert, besonders deutlich am Halsschild und Hinterleib. Aedoeagus [Abb.51].. Ungarn und Neusiedlersee; Umgebung Leipzig.

   ...pseudoboops Puthz, 1966

STENUS PSEUDOBOOS.GIF
Abb.51
 
-- Etwas feiner und weniger dicht punktiert, besonders deutlich am Halsschild und Hinterleib. Siehe ampliventris LZ    >>>37  
#37 Oberseite sehr dicht, ziemlich fein und sehr gleichmäßig punktiert, etwas matt. Im Aussehen und in der Größe dem boops und incrassatus sehr ähnlich, aber die Punktur fast auf der ganzen Oberfläche der Flügeldecken nicht verrunzelt; im ♂ Geschlecht außerdem durch das Fehlen von Spitzendornen an den Schienen ausgezeichnet. Kopf deutlich schmäler als die Flügeldecken, diese etwas länger als der Halsschild. ♂: Aedoeagus [Abb.52].. 3,3-3,7 mm. Nordische Art, die auch in Mitteleuropa (Steiermark) gefunden wurde. (wagneri L.Benick)

   ...ampliventris Sahlb.

STENUS AMPLIVENTRIS.GIF
Abb.52
 
-- Schwach glänzende, meist kleinere Arten. Andere Flügeldeckenpunktur, meist stellenweise runzelig verflossen (Ausnahmen bei atratulus und lohsei).

   ...38

 
#38 Größere Art von 3,5 mm Länge mit sehr charakteristischer Flügeldeckenskulptur. Die Flügeldecken besitzen eine wurmförmig verrunzelte Skulptur: zwischen den Reihen der miteinander verflossenen Punkte befinden sich längere, gewundene, glänzende Grate, welche zum Teil die Breite der Punktdurchmesser erreichen und der Oberseite ein ziemlich glänzendes Aussehen geben. Kopf deutlich schmäler als die Flügeldecken, diese nur wenig länger als der Halsschild. Das ♂ besitzt einen sehr charakteristischen tiefen, scharf dreieckigen Ausschnitt am Hinterrand des 6. Sternites. Aedoeagus [Abb.53].. Von Südosteuropa bis zur Slowakei und dem Burgenland nachgewiesen.

   ...horioni Puthz


Ähnlich, aber Aedoeagus anders; mir nicht bekannt. Italien

   ...umbricus Baudi

STENUS HORIONI.GIF
Abb.53
 
-- Kleinere Arten von 2,5-3,3 mm Länge, deren Flügeldecken stellenweise unregelmäßig und schwächer verrunzelt sind.

   ...39

 
#39 Kopf wesentlich schmäler als die Flügeldecken, Untergrund der Flügeldecken glänzend oder schwach chagriniert. Der Mittelwulst des Kopfes hoch gewölbt (d in [Abb.18]), Flügeldecken etwas oder wesentlich länger als der Halsschild mit schwachen, aber deutlichen Eindrücken auf jeder Seite und an der Naht.

   ...40

STENUS K.GIF
Abb.18
 
-- Kopf kaum schmäler als die Flügeldecken, der Untergrund erkennbar chagriniert, der Mittelwulst des Kopfes flacher erhoben

   ...41

 
#40 Glänzender, Hinterleib nicht oder weniger deutlich mikroskulptiert, Fühler schlanker und länger; Flügeldecken (meist) deutlich länger als breit. Aedoeagus zur Spitze des Medianlobus breit konvex zugerundet, dieser dorsal mit starken Sinnesgruben, aus denen je eine kurze Sinnesborste entspringt. Parameren zur Spitze weniger löffelförmig [Abb.54]. Überall an trockenen Stellen, sonnigen Hängen auf Sand- und Kalkboden. In Mitteleuropa im Norden nicht selten, nach Süden hin seltener werdend.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...atratulus Er., 1839

STENUS ATRATULUS.GIF
Abb.54
 
-- Weniger glänzend, Hinterleib deutlicher mikroskulptiert (besonders Tergit 4). Fühler kräftiger und kürzer, Flügeldecken quadratisch, nicht länger als breit. Aedoeagus zur Spitze des Medianlobus in konkavem Bogen in eine breit abgerundete Spitze auslaufend, dorsal mit ganz feinen Sinnesporen; Parameren mehr löffelförmig [Abb.55]. Im nördlichen und südlichen Alpenvorland.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...lohsei Puthz, 1965

STENUS LOHSEI.GIF
Abb.55
 
#41 Kleiner, 2,5-2,8 mm. Flügeldecken nur wenig breiter als der Halsschild ohne erkennbare Eindrücke und nicht oder wenig länger als dieser. Mittelwulst des Kopfes sehr schwach ausgeprägt. ♂: Aedoeagus [Abb.56].. Im mittleren und südlichen Mitteleuropa zerstreut und selten, gern an trockenen Stellen.

   ...subdepressus Muls.Rey, 1861

STENUS SUBDEPRESSUS.GIF
Abb.56
 
-- Größer, 2,7-3,3 mm. Flügeldecken wesentlich breiter und etwas länger als der Halsschild mit deutlichen Naht- und Seiteneindrücken. Mittelwulst des Kopfes deutlicher. Bei der var. neresheimeri Korge sind die Flügeldecken nur so kurz, jedoch ebenfalls wesentlich breiter als der Halsschild. Diese Form dürfte wohl nur durch Genitaluntersuchung mit Sicherheit zu erkennen sein. ♂: Aedoeagus [Abb.57].. Verbreitet, aber ziemlich selten Die interessante var. neresheimeri bisher nur in 2 Stücken aus der Mark bekannt.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...melanarius Steph., 1833

STENUS MELANARIUS.GIF
Abb.57
 
  ageus
ampliventris
argus
assequens
atratulus
boops
canaliculatus
carbonarius
cautus
circularis
contumax
europaeus
excubitor
exspectatus
fuscipes
glabellus
horioni
humilis
humiloides
incanus
incrassatus
indifferens
lohsei
macrocephalus
melanarius
melanopus
mendicus
misael
morio
nanus
nitens
palposus
phyllobates
planifrons
pseudoboops
pumilio
pusillus
ruralis
subdepressus
trivialis
umbricus
vastus
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Erstellt am: 05.08.2009
Letzte Aktualisierung: 24.12.2019 - 11:04:49