Gattung in ColKat anzeigen Gattung Mogulones Reitt. (Boraginobius Wgn.) Coleoptera - Curculionidae - Ceutorhynchinae - Ceutorhynchini
  Von Arved Lompe (n. Lohse) Informieren Sie mich bitte über Fehler oder Ergänzungen über mailbox@lompe.de
  Flügeldecken mit einer etwa in der Mitte des Seitenrand entspringenden hellen Schuppenquerbinde und einer kreuz- oder T-förmigen oder auf den Nahtzwischenraum beschränkten Schildchenmakel, oft auch noch mit weiteren hellen Flecken. Diese Zeichnung kann durch dichte, helle Grundbeschuppung fast verdeckt sein oder ist in seltenen Fällen stark reduziert. Die Arten leben an Boraginaceen. 45 Arten dieser Gattung in Europa  
#1 Basalkante des Halsschilds mit einem schmalen Saum abstechend weißer Schuppen. Flügeldecken mit gitterförmig angeordneten hellen Längs- oder Querbinden [Abb.1]. Die 3-4 äußeren Flügeldeckenzwischenräume mit kleinen, glänzenden, unregelmäßig doppelreihigen Raspelkörnern besetzt, die die Breite der Zwischenräume nicht einnehmen und vor der Spitze keinen ausgeprägten Höckerkamm bilden. Schwarz, Fühlergeißel und Tarsen manchmal etwas rötlich aufgehellt. Oberseite dunkelbraun beschuppt, mit einem Gitterwerk aus feinen weißen oder gelblichweißen Schuppenlinien. Halsschild mit feiner Mittel- und Seitenlinie und einer Mittelquerlinie, jede Flügeldecken mit etwa 4 unvollständigen Längslinien, angedeuteten Querlinien und einem 3-armigen Schildchenfleck. 4,4-5,5 mm. Von Vorderasien über Europa und Nordafrika verbreitet; in Mitteleuropa weit verbreitet, aber nicht häufig oder nach Norden hin selten; Käfer von VI-IX in Sandgebieten, auf Ödland und Ruderalstellen an sonnenexponierten Standorten, an und besonders unter den Rosetten von Echium (Natterkopf). Larvenentwicklung in den Wurzeln.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...geographicus (Goeze, 1777)


MOGULONES GEOGRAPHICUS
Abb.1
 
-- Oberseite anders beschuppt.

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#2 Vorderrand des Mittelschenkelzahnes an seiner Basis tief eingekerbt, so daß er abgestutzt erscheint; auch der Vorderschenkelzahn ähnlich gebildet.

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-- Vorderrand des Vorder- und Mittelschenkelzahnes in ungebrochener Kurve in den Vorderrand des Schenkel übergehend [Abb.2].

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MOGULONES ASPERIFOLIARUM
Abb.2
 
#3 Halsschild seitlich gebuckelt oder gehöckert. Arten unter 3 mm. Skutellarmakel T-förmig (Skutellarmakel 163:1-o2).

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-- Halsschild ohne deutlichen Seitenhöcker. Arten über 3,5 mm. Skutellarmakel meistens kreuzförmig (Ausnahme T-album).

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#4 Bei Ansicht von oben erscheint der Halsschildseitenrand in der Mitte stumpf gewinkelt und von dort zur Basis geradlinig verengt. Schwarz, Tarsen rötlich, die helle Zeichnung besteht aus dem Skutellarfleck, einer Querbinde auf dem 6.-8. Zwischenraum und einem Querfleck vor der Spitze; daneben finden sich oft noch einzelne verstreute helle Schuppen oder Schuppenfleckchen auf den Flügeldecken sowie in der Halsschildmittellinie und der Halsschildvorderhälfte. Flügeldeckenstreifen am Grunde sehr fein dunkel behaart. 2,5-2,9 mm. Im V-VI vorzugsweise in montanen Gebieten an Myosotis-Arten (M. silvestris, alpestris, palustris). Im südl. Mitteleuropa und den angrenzenden Gebieten: Polen, Ungarn, Bosnien, Norditalien, Frankreich; in Mitteleuropa in Böhmen, Mähren, Kärnten, Steiermark, Oberösterreich und der Schweiz (St. Gallen).

  Gattung in ColKat anzeigen   ...angulicollis Schultze


 
-- - Halsschildseiten nicht gewinkelt, zur Basis leicht gerundet verengt. Seitenhöcker stumpf, eine vertiefte Mittellinie deutlich. Flügeldeckenstreifen am Grunde mit heller Schuppenreihe. Schwarz oder dunkelbraun, die Grundbehaarung etwas rauh, die helle Flügeldeckenzeichnung wenig abstechend, meistens gelblich oder rötlich, wie bei dem Vorigen angeordnet, auf den Flügeldeckenzwischenräumen jedoch besonders in der Hinterhälfte mit lockeren hellen Schuppenreihen. 2,5-3 mm. Im Frühjahr auf Sandboden an Myosotis stricta. Anatolien, Südostund Osteuropa, östl. Mitteleuropa: Böhmen, östl. Österreich, Mark Brandenburg;sehr selten.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...venedicus (Weise, 1879)

 
#5 Schildchenmakel T-förmig (Skutellarmakel 163:1-o2), das heißt sie besteht aus einem langen Fleck im Nahtzwischenraum und einem Seitenast, der an der Basis dieses Flecks entspringt und meistens auf den 2. Zwischenraum beschränkt ist. Halsschild mit undeutlicher Mittelfurche, von der Mitte nach vorn geradlinig verengt. Schwarz, dunkelbraun behaart, die abstechend weiße Zeichnung besteht aus einem kleinen Halsschildfleck vor dem Schildchen, der Skutellarmakel, einer Querbinde auf dem 6.-8. Flügeldeckenzwischenraum und einem Querfleck vor der Spitze. 3,5-4,2 mm. An Anchusa officinalis. Von Vorderasien westl. über Süd- und Südosteuropa und Teile des südl. Mitteleuropa bis Nordafrika verbreitet; in Mitteleuropa in der Slowakei, dem Burgenland, Steiermark, Kärnten, Südtirol und der Schweiz (Wallis) gefunden.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...t-album Gyll., 1837


 
-- Die Schildchenmakel ist kreuzförmig (Skutellarmakel 163:1-o9), äußerst selten durch Reduktion auch T-förmig erscheinend.

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#6 Die ganze Hinterhälfte der Flügeldecken, die Umgebung der Anteapikalbeule ausgenommen, dicht weiß beschuppt, die weiße Beschuppung oft mit der Mittelquerbinde verflossen. Schwarz oder bräunlichschwarz, Tarsen oft etwas heller. In der Halsschildvorderhälfte und an der Flügeldeckenbasis oft unauffällig hell beschuppt. 3,8-4,2 mm. Käfer von IV-VI an Nonnea pulla. Larvenentwicklung im unteren Stengel. Anatolien, Südrußland, 5,0.Europa, südöstl. Mitteleuropa: Slowakei, Mähren, Burgenland, Niederösterreich.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...dimidiatus Friv.


 
-- Flügeldecken ohne ähnlich umfangreiche weiße Beschuppung auf der Hinterhälfte.

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#7 Äußere Flügeldeckenzwischenräume ohne Raspelhöcker, allenfalls am Absturz fein gekörnt. Schwarz, Tarsen rostrot. Oberseite schwarzbraun behaart, die abstechend helle Schuppenzeichnung besteht aus der Skutellarmakel, der Querbinde auf dem 6.-8. Zwischenraum und einem Fleck an der Spitze. Daneben können noch weitere helle Schuppen an den Halsschildseiten und hinter der Flügeldeckenmitte auftreten. Selten ist die Zeichnung reduziert und die Skutellarmakel ist T-förmig und die Spitzenmakel fehlt. Solche Stücke unterscheiden sich von dem dann ähnlichen T-album durch breiteren Halsschild, dessen Seitenkontur in der Vorderhälfte leicht konkav verengt ist. 3,7-4,6 mm. Käfer vom zeitigen Frühjahr bis zum VI die neue Generation von VIII bis in den Herbst an Cynoglossum. In Europa weit verbreitet, auch im westl. Nordafrika; in Mitteleuropa weit verbreitet, aber nicht häufig, fehlt in weiten Teilen der Ebene. Ein Vorkommen in Holstein steht vermutlich in Zusammenhang mit dem im südl. Skandinavien. (crucifer (Ol.)).

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...cruciger (Hbst., 1784)


 
-- 7.-9. Flügeldeckenzwischenraum von den Schultern bis zum Absturz mit kräftigen glänzenden Raspelhöckern. Flügeldeckenzeichnung wie bei cruciger, jedoch die Schildchenmakel stets kreuzförmig. Zwischen der Mittelbinde und dem Absturz ist oft noch eine weitere Schrägbinde ausgeprägt. Flügeldecken mit kräftigeren Streifen und schmäleren Zwischenräumen als bei cruciger. 3,7-4,6 mm. Käfer von IV-IX an Anchusa officinalis an Sandstellen, auf Ödland und Steppenheide. Von Anatolien und Osteuropa über Südosteuropa, Mitteleuropa und das südl. Nordeuropa verbreitet: in Mitteleuropa nur im Osten, westl. bis Holstein, Mecklenburg, Mark Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Õsterreich, Tschechoslowakei.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...javeti (Bris., 1869)


 
#8 Schildchenmakel kreuzförmig. Halsschild mit kräftigem Seitenhöcker.

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-- Schildchenmakel anders.

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#9 Grundbehaarung der Oberseite schwarz. Unterseite weiß beschuppt, an den Seiten des letzten Sternits befindet sich ein kleiner schwarzer Fleck. Tarsen schwarz oder dunkelbraun, allenfalls Glied 3 etwas heller. 3,6-4,4 mm. Käfer von IV-VII an und unter Pulmonaria officinalis in Laubwäldern; in Westeuropa auch an Echium vulgare. Von Sibirien über Europa bis Nordafrika verbreitet; in Mitteleuropa verbreitet aber selten und nur stellenweise.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...larvatus (Schltz., 1896)


 
-- Grundbehaarung der Flügeldecken braun mit eingemengten schwarzen Gitterflecken. Unterseite weiß beschuppt, ohne schwarzen Fleck am letzten Sternit. Tarsen rotgelb. 3,3-4,1 mm. Käfer an Wärmestellen von V-VIII monophag an Cerinthe minor. Von Anatolien über Ost- und Südosteuropa sowie Norditalien bis Mitteleuropa verbreitet: Tschechoslowakei, östl. Österreich, Bayern, ? Thüringen, ? Harz, Mittelelbe.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...ornatus (Gyll., 1837)


 
#10 Schienen und Tarsen gelbrot, seltener rotbraun [Abb.3]. Flügeldecken mit abstechend weißem schmalen Nahtfleck weit hinter dem Schildchen und weißer Querbinde im 6.-8. Zwischenraum, die übrige Oberseite etwas marmoriert heller und dunkler bräunlich behaart, vor der Spitze manchmal mit eingestreuten helleren Schuppen. Penis [Abb.4]. 2,2-2,9 mm. Käfer von IV-X polyphag an den verschiedensten Boragineen. Europa; in Mitteleuropa die weitaus häufigste Art der Untergattung.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...asperifoliarum (Gyllenhal, 1813)

MOGULONES ASPERIFOLIARUM
Abb.3
MOGULONES ASPERIFOLIARUM.JPG
Abb.4
-- Schienen größtenteils schwarz, Skutellarfleck unmittelbar hinter dem Schildchen.

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#11 Helle Flügeldeckenzeichnung verschwommen angedeutet, wenig gegen die gelblichbraune Grundbeschuppung abstechend.

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-- Helle Flügeldeckenzeichnungen ± scharf begrenzt und gegen die dunklere Grundbehaarung kontrastierend; zumindest mit einer abstechend weißen Schildchenmakel.

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#12 Flügeldecken deckend mit überwiegend ovalen Schuppen bekleidet, deren Form mit den Schuppen der kaum erkennbaren Fleckenzeichnung übereinstimmt [Abb.5] [Abb.6]; dazwischen sind kurze, dunkle Stäbchenschuppen eingestreut, die zu den Seiten und nach hinten stärker aufgerichtet sind und wie kurze Börstchen erscheinen. Halsschild mit gerundeten Seiten und ohne Mittelfurche. (Beachte auch Datonychus angulosus mit fast geraden Halsschildseiten und Halsschildmittelfurche). 3,2-4 mm. In Mitteleuropa monophag an Symphytum officinale auf Wiesengelände; die überwinternden Käfer schon im zeitigen Früjahr an den Jungpflanzen. Europa ohne den Norden und ohne das Mittelmeergebiet; Nordgrenze in Mecklenburg und Holstein; im ganzen nicht häufig. (symphyti Bedel )

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...raphani (F., 1792)


MOGULONES RAPHANI
Abb.5
MOGULONES RAPHANI
Abb.6
-- Grundbeschuppung der Flügeldecken aus gestreckten, parallelseitigen Stäbchenschuppen gebildet.

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#13 4,6-5,7 mm; größte Art der Untergattung; Halsschild gewölbt, Vorderschenkelzahn groß und breit. Dunkelbraun, Oberseite zwischen der den Untergrund nicht deckenden bräunlichen Beschuppung mit helleren Schuppen, die der Oberseite ein wolkig geflecktes Aussehen geben können oder zu den normalen Schuppenzeichnungen verdichtet sind. Abstehende dunkle Schuppenborsten fehlen. Käfer von V-VIII monophag an Symphytum officinale, besonders auf feuchtem Sandboden. Von Osteuropa über Mitteleuropa bis Ostfrankreich verbreitet; in Mitteleuropa verbreitet aber nicht häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...abbreviatulus (F., 1792)


 
-- 3,1-3,5 mm. Halsschild mit feiner, hinten umfangreich hell beschuppter Mittelfurche; Schenkelzahn klein. Dunkelbraun, Tarsen rötlichgelb. Flügeldecken in der gelblichbraunen Grundbeschuppung mit Fleckenzeichnungen aus etwas helleren, grauen ovalen Schuppen: Einem T-förmigen Schildchenfleck, einem danebenliegenden Fleck im 4. Zwischenraum und kleinen Flecken im Bereich der Querbinde. Die Streifen der Flügeldecken am Grunde mit feiner Schüppchenreihe. Käfer von V-VII an Cynoglossum officinale auf Ödland und an Trockenstellen. Nordafrika, Südwest- und Südeuropa, Mitteleuropa; in Mitteleuropa in Wärmegebieten weit verbreitet, aber selten, fehlt in weiten Teilen der Ebene.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...borraginis (F., 1792)


 
#14 Halsschild mit scharf gewinkeltem Seitenhöcker und einer in der.Mitte unterbrochenen Mittellängsfurche. Flügeldecken kräftig gestreift, die Streifen am Grunde zum Teil mit heller Schüppchenreihe, die Zwischenräume kaum breiter als die Streifen. Schwarz, Tarsen rötlich aufgehellt. Grundbehaarung der Flügeldecken braun. Halsschild mit hell beschuppter Mittellinie und oft mit einer feinen Seitenlinie; die weiße Flügeldeckenzeichnung besteht aus einem T-förmigen Schildchenfleck, der nach innen oft verkürzten Querbinde und einer schmalen Spitzenrandung. Wesentlich kleiner als alle folgenden Arten: 2,3-2,6 mm. Wurde früher als Vikariante des venedicus angesehen, ist aber durch die Form des Mittelschenkelzahnes gut davon zu trennen. In Europa weit verbreitet, aber zumindest in Mitteleuropa nur stellenweise und sehr selten; Käfer von V-VI und im IX an Myosotis palustris (Sumpfvergißmeinnicht), in Frankreich auch an Trockenstellen an Myosotis arvensis.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...euphorbiae (Bris., 1866)


 
-- Halsschild ohne Seitenhöcker und ohne Mittelfurche. Größer als 2,6 mm.

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#15 Schwarz, allenfalls das 3. Tarsenglied aufgehellt. Halsschild auch in Längsrichtung stark gewölbt (in Seitenansicht verläuft die Kontur der Halsschildoberseite in gleichmäßig gerundeter Kurve), auch die Seiten zur Basis gerundet verengt. Vorderrandkragen stark aufgebogen. Rüssel mit feinem Mittellängskiel, dicht punktiert, nur beim ♀ im letzten Fünftel etwas glänzend. Weiße Flügeldeckenzeichnung seltener vollständig, und dann aus der T-förmigen Schildchenmakel, einer kurzen Mittelbinde und einem Hinterrandsaum bestehend; oft ist der Schildchenfleck nur im Nahtzwischenraum ausgeprägt, die Mittelbinde auf 2 Flecken im 6. und 8. Zwischenraum reduziert oder ganz fehlend. Oft haben einzelne Flügeldeckenzwischenräume kurze, helle Schuppenlinien an der Basis und hinter der Mittel. (Penis 163:102). (Von pallidicornis, bei dem die Flügeldeckenzeichnung oft ähnlich reduziert ist, auch durch die geraden, schlanken Vorderschienen und kleinen Schenkelzahn zu unterscheiden.) 2,6-3,3 mm. Käfer von IV-VI an wärmeren Standorten an Feldrändern monophag an Lithospermum arvense. Kleinasien, Südrußland, Ukraine, Europa ohne den Norden und die Balkanhalbinsel; in Mitteleuropa mit Ausnahme der Gebirge und weiter Teile der Tiefebene verbreitet, aber ziemlich selten, vielfach in neuerer Zeit nicht mehr gefunden. (quadripunctatus Rtt. nec Stierl.).

  Gattung in ColKat anzeigen   ...albosignatus (Gyll., 1837)


 
-- Halsschild schwächer gewölbt, von der Mitte nach hinten ± flach verlaufend. Schwarz oder dunkelbraun, Tarsen meistens gelblichrot, andernfalls (amplipennis) Körper größer.

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#16 Flügeldeckenstreifen am Grunde mit einer Reihe kräftiger weißer Schuppen (am besten bei Beleuchtung von hinten zu sehen). Halsschild breit, von der Basis nach vorn stark, fast geradlinig verengt. Schwarz, Tarsen oft ± bräunlich aufgehellt. Zwischen dem T-förmigen Schildchenfleck und der Querbinde auf dem 6.-8. Zwischenraum befindet sich ein kleiner Fleck auf dem 4. Zwischenraum; auf der Hinterhälfte ist meistens eine lockere helle Beschuppung vor dem weißen Spitzenfleck erkennbar. (Penis 163:1-o4). 3,9-4,2 mm. Käfer im IV-V an Symphytum tuberosum. Von Anatolien und Südrußland über Südosteuropa und Italien bis ins südöstl. Mitteleuropa verbreitet und in der Slowakei, dem Burgenland und Niederösterreich gefunden.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...amplipennis Schultze


 
-- Flügeldeckenstreifen am Grunde kahl oder unvollständig mit feinen hellen Härchen. Halsschild weniger quer, nach vorn gerundet verengt. Tarsen stets heller als die Schienen, rötlich.

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#17 Vorderschienen kurz, an der Basis stärker gebogen und zur Spitze rundlich erweitert. Vorderschenkel mit kräftigem Zahn (Vorderbeine 163:1-o1). Der Halsschildvorderrandkragen nicht deutlich abgeschnürt und fast horizontal gerichtet. Schwarz, die hellen Schuppenzeichnungen oft stark reduziert. Grundbehaarung dunkelbraun, der weiße Schildchenfleck ist auf den Nahtzwischenraum beschränkt, aber stets vorhanden; die Querbinde auf dem 6.-8. Zwischenraum ist in Flecken aufgelöst oder ganz zurückgebildet. Daneben können kleine Ansammlungen heller Schuppen hinter der Flügeldeckenmitte sowie eine feine Querlinie vor der Spitze vorhanden sein. 3,1-3,5 mm. IV-VI an Pulmonaria officinalis; die Käfer erscheinen meist erst gegen Abend bei günstiger Witterung auf ihren Wirtspflanzen.. Von Sibirien über Europa weit, aber diskontinuierlich verbreitet; in Mitteleuropa nur stellenweise und selten; wegen seiner versteckten Lebensweise wohl oft übersehen. (cognatus sensu Reitter).

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...pallidicornis (Bris., 1860)


 
-- - Vorderschienen schlank, an der Basis kurz gebogen, zur Spitze kaum erweitert. Vorderschenkelzahn oft breit, aber kurz (Vorderbeine 163:1-o2). Halsschildvorderrandkragen stark aufgebogen. Schuppenzeichnung umfangreicher.

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#18 Der Seitenast des T-förmigen Schildchenflecks im 2. Flügeldeckenzwischenraum ist um seine eigene Länge von der Flügeldeckenbasis nach hinten gerückt, so daß er durch einen breiten dunklen Zwischenraum davon getrennt ist. Die Mittelbinde ist nach außen bis zum 10. Zwischenraum verlängert. Der Spitzenfleck ist umfangreich; in die dunkelbraune Grundbehaarung sind keine oder nur wenige weiße Schuppen eingemengt. (Penis 163:1-o3). 3,5-4,2 mm. Käfer im V-VI und IX, Wirtspflanze vermutlich Cerinthe minor. Rußland, Südosteuropa, südöstl. Mitteleuropa: Böhmen, Mähren, Burgenland.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...hungaricus Bris.


 
-- Der Schildchenfleck ist entweder auf den Nahtzwischenraum beschränkt oder T-förmig, dann entspringt jedoch der Seitenast im 2. Zwischenraum unmittelbar an der Basis.

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#19 Grundbehaarung von Halsschild und Flügeldecken dunkelbraun, allenfalls von einzelnen weißen Schuppen durchsetzt, die das dunkle Aussehen nicht beeinflussen. Die hellen Schuppen der Flügeldeckenzeichnung kontrastieren stark mit der übrigen Beschuppung, insbesondere ist der Schildchenfleck scharf gegen die übrige Basisbeschuppung abgesetzt. Penis symmetrisch (Penis 163:105). 2,8-3,3 mm. Monophag an Symphytum tuberosum von Ende IV-VI an halbschattigen Standorten. Südosteuropa und südöstl. Mitteleuropa; von Bosnien und Ungarn bis zur Slowakei, dem östl. Österreich westl. bis Kärnten und in Bayern vorkommend. Nicht in Thüringen.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...curvistriatus Schltz., 1897


 
-- Flügeldecken in der helleren Grundbeschuppung an der Basis und hinter der Mitte mit längsstreifig hell beschuppten Zwischenräumen; auch der Halsschild heller behaart, bei oberflächlicher Betrachtung grau erscheinend. Penis asymmetrisch.

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#20 Größer: 3,5-3,9 mm. Rüssel dünn und lang, beim ♂ wenig kürzer, beim ♀ länger als Kopf + Halsschild zusammen. (Penis 163:98). Monophag an und unter Cynoglossum officinale ab Mitte IV, neue Generation ab Mitte VIII. Von Osteuropa bis zum östl. Mitteleuropa verbreitet, jedoch verstreut und sehr selten: Mähren, Niederösterreich, Schlesien, Oberbayern, Mark Brandenburg, Ueckermünde.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...trisignatus (Gyll., 1837)


 
-- 2,8-3,2 mm. Rüssel kürzer, beim ♂ so lang wie der Halsschild, beim ♀ viel kürzer als Kopf + Halsschild zusammen. (Penis 163:97). Käfer von V-Anfang VII auf Nonnea pulla. Von Anatolien und Südrußland über Südosteuropa bis ins südöstl. Mitteleuropa verbreitet: Slowakei, Mähren, Böhmen, Burgenland, Niederösterreich, Kärnten, Salzburg. (cognatus Schltz. nec Rtt.).

  Gattung in ColKat anzeigen   ...austriacus Bris.


 
  abbreviatulus
albosignatus
amplipennis
angulicollis
asperifoliarum
austriacus
borraginis
cruciger
curvistriatus
dimidiatus
euphorbiae
geographicus
hungaricus
javeti
larvatus
ornatus
pallidicornis
raphani
t-album
trisignatus
venedicus
     Creative Commons Lizenzvertrag
Erstellt am: 25.08.2013
Letzte Aktualisierung: 07.06.2020 - 17:55:29
Version: 3.6.1 von: Arved Lompe
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