Gattung Longitarsus Berthold Coleoptera - Phytophaga - Chrysomelidae - Alticinae
  Von Arved Lompe (n. M. Döberl)
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Doguet, S. (1993): Rehabilitation de Longitarsus helvolus Kutschera 1863, espèce distincte de Longitarsus membranaceus (Foudras 1860). - Ent. gall. 4: 45-46.
  Die Arten dieser Gattung sind leicht an ihren Hinterbeinen zu erkennen, deren 1. Tarsenglied länger als die halbe Schienen ist. Sie leben an den Blättern verschiedener Pflanzenfamilien, hauptsächlich Borraginaceen, Scrophulariaceen, Labiaten und anderen. Eine Art ist als bedeutsamer Schädling an Flachs, andere Arten sind als Gelegenheitsschädlinge an verschiedenen Arzneimittelpflanzen bekannt geworden. Die Tabelle enthält nur die mitteleuropäischen Arten. Arten der Atlantischen Inseln

   ...Longitarsus_CA

#1 Flügeldecken schwarz, metallisch glänzend, pechbraun oder rotbraun, mit oder ohne dunkle Zeichnung; oder schwarz mit gelbem Seitenrand.

   ...2

 
-- Flügeldecken hell bräunlich oder gelblich, mit oder ohne Zeichnung.

   ...32

 
#2 Oberseite metallisch glänzend oder einfarbig schwarz; zuweilen auch schwarz mit bräunlich aufgehellten Schultern (medvedevi).

   ...3

 
-- Flügeldecken schwarz mit roter oder gelber Zeichnung oder dunkelbraun.

   ...20

 
#3 Größer (2,5-4 mm); Hinterschienen mit deutlicher Innenrandleiste.

   ...4

 
-- Kleiner (unter 2,5 mm); Hinterschienen ohne Innenrandleiste, meist dünn mit abschüssigem Rücken.

   ...5

 
#4 Stirn mit tiefen und scharfen Seitenrinnen [Abb.1]; Fühlerglied 1 in der Regel hell, Beine gelbbraun, nur die Hinterschenkel dunkler; Hinterbrust an den Seiten glatt; Oberseite blau, grün, messingfarben oder kupfern glänzend. Aedoeagus und Spermatheka [Abb.2]. 2,8-3,5 mm. Südeuropa, nördlich bis Österreich. An  Symphytum tuberosum.

   ...linnaei (Duft.)

LONGITARSUS LINNAEI
Abb.1
LONGITARSUS LINNAEI.GIF
Abb.2
-- Stirn ohne scharfe Seitenrinnen, statt dessen nur mit einer dicht punktierten Vertiefung; Fühlerglied 1 meist metallisch glänzend; Flügeldecken und Halsschild kräftig punktiert, Schulterbeule deutlich; Beine gelbbraun mit dunkleren Schenkeln; Hinterbrust an den Seiten stark punktiert; Färbung wie linnaei. Aedoeagus und Spermatheka [Abb.3]. 2,5-4 mm. Südliches Europa, nördlich bis Süd- und Mitteldeutschland; im zeitigen Frühjahr an Wärmestellen an den abgestorbenen Rosetten vorjähriger  Echium-Pflanzen.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...echii (Koch, 1803)

LONGITARSUS ECHII.GIF
Abb.3
 
-- Bronzeschwarze Art, dem echii sehr ähnlich, jedoch mit engen Schultern; Halsschild sehr glatt, mit zerstreuten, feinen Punkten. Aedoeagus und Spermatheka [Abb.4]. Südeuropa, aus Mitteleuropa noch nicht nachgewiesen.

   ...dimidiatus (Allard)

LONGITARSUS DIMIDIATUS.GIF
Abb.4
 
#5 Körper auffallend kurz und breit gewölbt, einfarbig schwarz (nur bei frischen Stücken Fühlerwurzel und Beine pechbraun mit rötlichen Knien), Hinterschenkel bis zur Spitze der Flügeldecken reichend; Enddorn der Hinterschienen auffällig stark. Aedoeagus und Spermatheka [Abb.5]. 1,5-2,3 mm. Nord- und Mitteleuropa. In Sumpfgebieten an  Utricularia spec., zumeist unter der Wasseroberfläche.

   ...nigerrimus (Gyll., 1827)

LONGITARSUS NIGERRIMUS.GIF
Abb.5
 
-- Körper ± gestreckt, Fühlerbasis und Schienen größtenteils gelbbraun oder rötlichgelbbraun.

   ...6

 
#6 Stirnlinien undeutlich, Seitenrinnen vorhanden [Abb.1].

   ...9

LONGITARSUS LINNAEI
Abb.1
 
-- Stirnlinien über den schmalen Höckerchen scharf, gerade vom oberen Augenrand zur Spitze des Nasenkiels laufend und sich hier x-förmig überschneidend, Seitenrinnen undeutlich [Abb.6]. Oberseite schwarz, oft mit grünlichem Schimmer. Mehrere, einander sehr ähnliche Arten, an Labiaten lebend, nur durch Genitaluntersuchung sicher zu trennen.

   ...7

LONGITARSUS OBLITERATUS
Abb.6
 
#7 Oberseite dicht runzelig punktiert; beim ♂ Analsternit mit einem halbmondförmigen Eindruck. Unterseite des Aedoeagus mit einer muldenartigen Rinne, deren Ränder in ganzer Länge parallel laufen. Der Duktus der Spermathek ist in charakteristischer Weise zum Rücken hin verschoben [Abb.7]. 1,2-1,8 mm. Im Süden verbreitet, im Norden fehlend. An Wärmestellen auf  Thymus,  Salvia und anderen Labiaten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...obliteratus (Rosh., 1847)

LONGITARSUS OBLITERATUS.GIF
Abb.7
 
-- Oberseite etwas feiner punktiert; Unterseite des Aedoeagus mit einer Mulde, die zur Basis verengt ist [Abb.8]. Bei der Spermathek mündet der Duktus am unteren Ende der Kapsel.

   ...8

LONGITARSUS ANCHUSAE.GIF
Abb.8
 
#8 Analsternit des ♂ mit einem großen, rundlichen Eindruck; die Mulde auf der Unterseite des Aedoeagus beginnt weit vor der Basis; der Duktus der Spermathek ist lang und mehrfach gewunden [Abb.9] [Abb.10]. 1,8-2,2 mm. Habitus [Abb.11]. Zusammen mit obliteratus im Süden weit verbreitet. An  Salvia pratensis.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...salviae Gruev, 1975

LONGITARSUS SALVIAE.GIF
Abb.9
LONGITARSUS SALVIAE
Abb.10
LONGITARSUS SALVIAE
Abb.11
 
-- Analsternit des ♂ nur schwach eingedrückt; die Mulde auf der Unterseite des Aedoeagus beginnt bereits nahe der Basis; der Duktus der Spermathek ist nur ein- bis zweimal gewunden [Abb.12]. 1,6-1,9 mm. In Südwesteuropa verbreitet, in Mitteldeutschland an  Thymus praecox gefunden.

   ...obliteratoides Gruev, 1982

LONGITARSUS OBLITERATOIDES.GIF
Abb.12
 
#9 Flügeldecken an den Seiten von der Mittel- oder Hinterbrust bis zur hinteren Außenecke zusammengedrückt und fast senkrecht abfallend.

   ...10

 
-- Flügeldecken an den Seiten in gleichmäßigem Bogen abfallend.

   ...12

 
#10 Oberseite schwarz, ziemlich glänzend, doch ohne deutlichen Metallglanz [Abb.13], äußerst fein und dicht gewirkt; Flügeldecken mäßig dicht, mittelstark punktiert. Penis und Spermatheka [Abb.8] [Abb.14] (anders als in der zeichnerischen Darstellung ist die Peniswurzel deutlich breiter als der Schaft, fast halbkugelig; in ihrer Längsmitte liegt eine sklerotisierte Spange.) 1,5-2,4 mm. Europa. An  Boraginaceae sehr häufige Art.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...anchusae (Payk., 1799)


Tiere, bei denen der Steilabfall der Flügeldecken nicht so deutlich ausgeprägt ist, unterscheiden sich von niger durch angedunkelte Basis der Vorder- und Mittelschenkel; bei anchusae ist Fühlerglied 4 nur wenig länger als 3, bei niger fast doppelt so lang wie 3.
LONGITARSUS ANCHUSAE
Abb.13
LONGITARSUS ANCHUSAE.GIF
Abb.8
LONGITARSUS ANCHUSAE
Abb.14
 
-- Oberseite mit deutlichem Metallglanz, kleiner (1,8-2 mm); die beiden folgenden, in Mitteleuropa sehr seltenen Arten sind nur durch Genitaluntersuchung sicher zu unterscheiden.

   ...11

 
#11 Tarsenglied 1 beim ♂ nur wenig breiter als 2; Hinterschenkel unterseits normal gebaut, Unterkante der Hinterschienen fast gerade; Aedoeagus an der Spitze fast halbkreisförmig, mit verrundetem Mittelspitzchen, Duktus der Spermatheka nahe der Mündung mit 2-3 größeren Windungen [Abb.15]. Südwesteuropa, nordöstlich bis Mitteldeutschland. (maassi Hub.).

   ...weisei Guillb., 1895

LONGITARSUS WEISEI.GIF
Abb.15
 
-- Tarsenglied 1 beim ♂ auffällig erweitert, meist doppelt so breit wie das 2.; Hinterschenkel unterseits lappig vorgezogen [Abb.16]. Unterkante der Hinterschienen deutlich gekrümmt; Aedoeagus an der Spitze ziemlich gerade abgestutzt mit einem scharfen Mittelspitzchen; Duktus der Spermathek nahe der Mündung mit wenigen kleinen Windungen [Abb.17]. Mittleres und südliches Europa. An  Lithospermum arvense.

   ...11a

LONGITARSUS FUSCOAENEUS
Abb.16
LONGITARSUS FUSCOAENEUS.GIF
Abb.17
#11a Analsternit vor der Spitze mit einem rundlichen Grübchen. Dieses Grübehen befindet sich in einer länglichen Vertiefung, welche etwa 3/4 der Länge des Sternits erreicht [Abb.18]. Südosteuropa bis Kleinasien; auch aus Österreich bekannt.

   ...fuscoaeneus Redt., 1849

LONGITARSUS FUSCOAENEUS
Abb.18
 
-- Analsternit nur mit einem kleinen Grübchen vor der Spitze, ohne längliche Vertiefung [Abb.19]. Fast völlig schwarz, mit höchstens schwachem Metallschein. Bisher nur in Polen (Schlesien, Galizien) gefunden. ssp.

   ...polonicus Warchalowski

LONGITARSUS POLONICUS
Abb.19
 
#12 Schulterbeule deutlich.

   ...13

 
-- Schulterbeule fehlend oder sehr schwach.

   ...16


Manchmal schwer zu beurteilendes Merkmal. Im Zweifel beide Alternativen prüfen.
 
#13 Halsschild und Flügeldecken ziemlich gleichförmig punktiert.

   ...14

 
-- Halsschild viel feiner als die Flügeldecken punktiert, diese auf der Scheibe mit deutlichen Punktreihen; mäßig glänzend; Beine und Fühler bräunlichgelb, Vorder- und Mittelschenkel in der Basalhälfte, Hinterschenkel im ganzen dunkel. Penis und Spermatheka [Abb.20]. 1,6-2,2 mm. Südeuropa, nördlich bis Österreich und Schweiz.

   ...rectilineatus (Foudr.)

LONGITARSUS RECTILINEATUS.GIF
Abb.20
 
#14 Kleinere Arten bis 2,2 mm, schwarz bis pechbraun.

   ...15

 
-- Größer: 2,3-3 mm. Flügeldecken dicht punktiert, glänzend schwarz; Fühlerglied 1-5 hell rötlichgelb, die übrigen dunkel. Beine hell, Hinterschenkel schwarz, selten auch die vorderen Schenkel angedunkelt; Schulterbeule ziemlich lang, niedrig, fast glatt, nur hinten deutlich abgesetzt. Penis und Spermatheka [Abb.21]. Mittleres und südliches Europa. An  Boraginaceae.

   ...niger (Koch, 1803)


Schwarze Formen von melanocephalus (Lz.    >>>72) und plantagomaritimus (Lz.    >>>73) können ähnlich werden. Im Zweifelsfall ist Genitaluntersuchung anzuraten.
LONGITARSUS NIGER.GIF
Abb.21
 
#15 Oberseite dicht und fein gewirkt, sehr fein und verloschen punktiert; von gestreckter Gestalt; Flügeldecken mehr als dreimal so lang wie der Halsschild; die var. concinnus Wse. ohne Schulterbeule. Penis und Spermatheka [Abb.22]. 1-1,8 mm. Europa. An  Linum, der ,,Leinerdfloh".

   ...parvulus (Payk., 1799)

LONGITARSUS PARVULUS.GIF
Abb.22
 
-- Oberseite dicht und kräftig gewirkt, die kräftige Punktierung tritt nur unscharf aus dem chagrinierten Grund hervor; von gedrungener Gestalt, Flügeldecken weniger als dreimal so lang wie der Halsschild Die Färbung ist nicht einheitlich, sondern oft fleckig aufgehellt. Fühler und Beine hell; Vorder- und Mittelschenkel in der Basalhälfte, Hinterschenkel im ganzen dunkel; Fühler zur Spitze verdunkelt. Penis und Spermatheka [Abb.23]. 1,5-2,2 mm. Südosteuropa; Mitteleuropa: Polen, Tschechoslowakei, Österreich (Wien, Leithagebirge). In Steppenheideformationen an Veronica-Arten ( Veronica chamaedrys,  Veronica austriaca,  Veronica teucrium).

   ...medvedevi Shapiro

LONGITARSUS MEDVEDEVI.GIF
Abb.23
 
#16 Halsschild und Flügeldecken gleichförmig punktiert.

   ...17

 
-- Halsschild viel feiner als die Flügeldecken punktiert.

   ...18

 
#17 Halsschild und Flügeldecken mit scharf eingestochenen Punkten; der Halsschild matt, die Flügeldecken mit glattem, glänzendem Grund; Vorderbeine einheitlich hell. Penis und Spermatheka [Abb.24]. 1,5-2 mm. Südosteuropa; Mitteleuropa: Deutschland (Niedersachsen, Hamburg). An  Scutellaria hastifolia. (pannonicus Kaszab).

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...tristis Weise, 1888


Die Art scheint monophag an Scutellaria hastifolia zu leben. Nach den mir zugänglichen Florenwerken kommt diese Pflanze am Unterlauf der Größeren Flüsse vor (Rhein, Weser, Elbe, Oder, Donau  floraweb.de). In letzter Zeit nur von der Niederelbe gemeldet (vielleicht weil dort den Sammlern die Fraßpflanze bekannt ist). Bei gezielter Suche vielleicht auch andernorts zu finden.
LONGITARSUS TRISTIS.GIF
Abb.24
 
-- Die ganze Oberseite einheitlich gewirkt, die Punktierung ± verloschen; pechbraun bis pechschwarz. Hier sind zu vergleichen parvulus und medvedevi, siehe Lz.    >>>15  
#18 Stirnkiel stumpf, Fühler und Beine mehr oder weniger verdunkelt, Seitenabfall der Flügeldecken kaum merklich angedrückt.

   ...19

 
-- Stirnkiel scharf, Seitenabfall der Flügeldecken völlig gleichmäßig gebogen, Fühler und Beine einheitlich hellgelb, nur die Hinterschenkel teilweise verdunkelt. Penis und Spermatheka [Abb.25]. 1,8-2,7 mm. Pyrenäen, Südeuropa, nördlich bis Österreich, Slowakei, Mähren. An  Symphytum-Arten. (hubenthali Wanka).

   ...pallidicornis Kutsch.

LONGITARSUS PALLIDICORNIS.GIF
Abb.25
 
#19 Gestreckt, flach, mäßig glänzend, schwarz; Flügeldecken in den Schultern wenig breiter als die Halsschildbasis, seitlich leicht gerundet. Penis und Spermatheka [Abb.26]. 1,4-1,8 mm. Westliches und südliches Europa. An  Artemisia-Arten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...absynthii Kutsch., 1862

LONGITARSUS ABSYNTHII.GIF
Abb.26
 
-- Oval, hoch gewölbt, glänzend, schwarz; Flügeldecken für sich ein Oval bildend, an der Basis in flachem Bogen heraustretend, in den Schultern bedeutend breiter als die Halsschildbasis; nach dem Seitenrand stark, jedoch in einem viel regelmäßigeren Bogen abfallend als bei anchusae. Penis und Spermatheka [Abb.27]. 1,8-2,5 mm. Mittel- und Südeuropa, nördlich bis Thüringen. An  Echium- und  Symphytum-Arten.

   ...pinguis Weise, 1888

LONGITARSUS PINGUIS.GIF
Abb.27
 
#20 Flügeldecken schwarz mit gelbroten Makeln oder gelbroter Spitze.

   ...21

 
-- Flügeldecken entweder schwarz mit gelbem Seitensaum oder einfarbig dunkelbraun.

   ...23

 
#21 Körper kurz und breit gewölbt, Flügeldecken tief schwarz, vor der Spitze mit gelblich-roter Makel, die sich in seltenen Fällen über den größten Teil der Flügeldecken ausbreiten kann. Penis und Spermatheka [Abb.28]. 1,5-2 mm. Europa. Vorwiegend in Sumpfgebieten an  Pedicularis palustris und  Veronica beccabunga.

   ...holsaticus (L., 1758)

LONGITARSUS HOLSATICUS.GIF
Abb.28
 
-- Körper länglich, eiförmig, nur mäßig gewölbt; größere Arten: 2-3 mm. Fühler zur Spitze hin deutlich verdunkelt.

   ...22


Wenn die Fühler völlig einfarbig hell, zu vergleichen mit pallidicornis, Lz.    >>>18
 
#22 Flügeldecken schwarz ohne deutlichen Metallschimmer, fein punktiert; jede Flügeldecken mit zwei hellen Makeln, die zuweilen zusammenfließen können (var. vittatus Weise) und seltener teilweise oder vollkommen verschwinden (var. immaculatus Weise); Hinterschenkel bis zum Hinterrand der Flügeldecken reichend. Penis und Spermatheka [Abb.29]. 2,4-3 mm. Süd- und Mitteleuropa . An Boraginaceen, vor allem  Nonea pulla.

   ...quadriguttatus (Pont., 1765)

LONGITARSUS QUADRIGUTTATUS.GIF
Abb.29
 
-- Flügeldecken gewöhnlich mit olivgrünem Metallschimmer, eine Schrägmakel an der Spitze und selten auch ein Fleck an der Schulter gelbbraun; Flügeldecken matt chagriniert; Hinterschenkel den Hinterrand der Flügeldecken nicht erreichend. Penis und Spermatheka [Abb.30]. 2,3-2,8 mm. Nord- und Mitteleuropa, Gebirgsgegenden Südeuropas. An Cirsium-, Carduus- und Prunella-Arten.

   ...apicalis (Beck, 1817)

LONGITARSUS APICALIS.GIF
Abb.30
 
#23 Flügeldecken schwarz mit gelbem Saum.

   ...31

 
-- Flügeldecken dunkler braun oder rotbraun.

   ...24

 
#24 Spitzenrand der Flügeldecken lang bewimpert [Abb.31], die ersten Härchen nahe der Nahtecke auffallend lang, etwa halb so lang wie das erste Hintertarsenglied; feiner punktiert und meist größer und breiter als der häufige luridus LZ    >>>30; die Flügeldeckennaht zuweilen angedunkelt [Abb.32], selten Oberseite völlig pechschwarz (var. picinus Weise). Penis und Spermatheka [Abb.33] [Abb.34]. 1,8-2,5 mm. Europa. An  Thalictrum-Arten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...brunneus (Duft., 1825)

LONGITARSUS BRUNNEUS
Abb.31
LONGITARSUS BRUNNEUS
Abb.32
LONGITARSUS BRUNNEUS.GIF
Abb.33
LONGITARSUS BRUNNEUS1
Abb.34
-- Spitzenrand der Flügeldecken nur kurz bewimpert.

   ...25

 
#25 Stark gewölbt, auffallend kurz, bauchig, fast eirund, vor der Mitte am breitesten; Punktierung aus der matten Grundchagrinierung nur schwach heraustretend; hellrötlich-kastanienbraun. Penis und Spermatheka [Abb.35]. 1,7-2,3 mm. Alpenländer Europas. (gravidulus Kutschera).

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...rubellus (Foudr., 1860)


Wurde von Leonardi und Mohr (1974) in mehrere Arten aufgespalten, von denen jedoch in Mitteleuropa nur rubellus nachgewiesen ist.
LONGITARSUS RUBELLUS.GIF
Abb.35
 
-- Mehr länglich-gestreckte Arten, nicht auffallend kurz gewölbt.

   ...26

 
#26 Fühler und Beine einheitlich hellgelb, nur die Hinterschenkel teilweise verdunkelt; Stirnkiel scharf usw. = pallidicornis Lz.    >>>18  
-- Fühler zur Spitze hin deutlich angedunkelt.

   ...27

 
#27 Halsschild und Flügeldecken äußerst fein und verworren punktiert, ziemlich schlanke Art; Oberseite fein, matt, seidig glänzend chagriniert; auf dem Rücken schwach gewölbt; Flügeldecken in den Schultern kaum breiter als der Halsschild, ohne deutliche Schulterbeule; beim ♂ Glied 1 der Vordertarsen stark erweitert. Penis und Spermatheka [Abb.36]. 1,8-2 mm. Südosteuropa, nördlich bis Österreich.

   ...languidus Kutsch., 1863

LONGITARSUS LANGUIDUS.GIF
Abb.36
 
-- Halsschild und Flügeldecken, hauptsächlich die letzteren, deutlich und tief punktiert.

   ...28

 
#28 Flügeldecken mit völlig glattem, sehr stark glänzendem Untergrund; die kräftige Punktierung stellenweise gereiht; Flügeldecken an der Basis winkelig heraustretend mit hoher Beule, in den Schultern viel breiter als der Halsschild; Halsschild und Schultern oft etwas aufgehellt; Basalhälfte der Fühler, Spitze der Flügeldecken und die Beine rostrot bis rötlichgelb; Hinterschenkel pechbraun, Spitze der Tarsen angedunkelt. Penis und Spermatheka [Abb.37]. 1,8-2,5 mm. Südeuropa, Mitteleuropa, nördlich bis Finnland.

   ...fulgens (Foudr., 1860)


Oberseite völlig schwarz; ohne Schulterbeule = tristis Lz.    >>>17
LONGITARSUS FULGENS.GIF
Abb.37
 
-- Zwischenräume der Punkte auf den Flügeldecken sehr fein und dicht gewirkt.

   ...29

 
#29 Sehr kleine Art: 1,2-1,5 mm; Flügeldecken dicht und fein, stellenweise runzelig punktiert; sehr kleinen luridus-Stücken ähnlich, aber die Punktierung der Flügeldecken nicht gereiht und viel feiner und gedrängter; Flügeldecken ohne Schulterbeule, mit engen Schultern. Penis und Spermatheka [Abb.38]. Südeuropa und südliches Mitteleuropa. An Wärmestellen an  Stachys recta.

   ...minusculus (Foudr., 1860)

LONGITARSUS MINUSCULUS.GIF
Abb.38
 
-- Größere Arten bis 3 mm; Flügeldecken kräftig punktiert, die Punkte in der vorderen Hälfte meist etwas gereiht; Schulterbeule vorhanden oder fehlend; in der Färbung sehr variabel von hellbraun bis schwarz; bei den ♂ die Unterkante der Hinterschienen kräftig gebogen.

   ...30

 
#30 Kleiner: 1,5-2,2 mm; überall häufig; gewöhnlich rotbraun [Abb.39], die var. nigricans Weise pechschwarz. Penis und Spermatheka [Abb.40] [Abb.41]. An verschiedenen Pflanzen; die Larve als Blattminierer in  Plantago-Arten gemeldet.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...luridus (Scop., 1763)

LONGITARSUS LURIDUS
Abb.39
LONGITARSUS LURIDUS.GIF
Abb.40
LONGITARSUS LURIDUS2
Abb.41
 
-- Größer: 2,5-3 mm. Oberseite glänzend kastanienbraun, der Kopf oft etwas dunkler; stets geflügelt, doch ohne deutliche Schulterbeule; Aedoeagus und Spermathek wie bei luridus. Aus dem Kaukasus beschrieben, Bulgarien, ? Ungarn, ? Österreich. Lebt monophag an  Clematis vitalba.

   ...conspiciabilis (Faldermann, 1837)

 
#31 Halsschild hell, höchstens die Mitte der Scheibe angedunkelt; Fühler und Beine schwarz, die ersten Fühlerglieder und die Tarsen rotbraun; ein innen scharf begrenzter breiter Saum um die Seiten der Flügeldecken weißlichgelb [Abb.42]. Penis [Abb.43] [Abb.44] und Spermatheka [Abb.45]. 1,8-2,5 mm. Westeuropa; Mitteleuropa: Südwestdeutschland, Rheinland, nördlich bis Niedersachsen.. An  Senecio-Arten, auch am Neophyten  Senecio inaequidens.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...dorsalis (F., 1781)

LONGITARSUS DORSALIS
Abb.42
LONGITARSUS DORSALIS.GIF
Abb.43
LONGITARSUS DORSALIS
Abb.44
LONGITARSUS DORSALIS
Abb.45
-- Halsschild schwarz, Fühler und Beine rötlich-gelbbraun; Hinterschenkel zuweilen pechschwarz; der helle Saum der Flügeldecken veränderlich. Penis und Spermatheka [Abb.46]. 1,6-2,5 mm. Südwesteuropa, nicht in Mitteleuropa.

   ...stragulatus (Foudr.)

LONGITARSUS STRAGULATUS.GIF
Abb.46
 
#32 Stirn mit lanzettlichen Höckerchen, die oben von einer scharfen Linie begrenzt sind [Abb.6] [Abb.47]; Seitenrinnen undeutlich.

   ...33

LONGITARSUS OBLITERATUS
Abb.6
LONGITARSUS MEMBRANACEUS
Abb.47
-- Stirn ohne deutliche Höckerchen; falls solche vorhanden, dann sind sie nicht von scharfen Stirnlinien begrenzt; Seitenrinnen deutlich [Abb.1] [Abb.48].

   ...40

LONGITARSUS LINNAEI
Abb.1
LONGITARSUS BALLOTAE
Abb.48
#33 Größere Arten, 1,8 mm und größer.

   ...34

 
-- Kleinere Arten unter 1,8 mm, selten größer.

   ...36

 
#34 Enddorn der Hinterschienen lang, länger als der Querdurchmesser der Schiene vor der Spitze; Färbung gesättigt rostrot, Abdomen angedunkelt; Beine mit Ausnahme der Schenkel etwas heller; Flügeldecken eiförmig, ohne markierte Beule. Penis und Spermatheka [Abb.49]. 2,4-3,3 mm. Südosteuropa, Mitteleuropa (Österreich). An  Mentha-Arten. (ferrugineus sensu auct.).

   ...bertii Leonardi

LONGITARSUS BERTII.GIF
Abb.49
 
-- Enddorn der Hinterschienen kürzer.

   ...35

 
#35 Stirnhöckerchen fast waagerecht; Flügeldecken gelb, selten mit angedunkelter Naht; Bauch schwarz, Analsternit gewöhnlich hell. Penis und Spermatheka [Abb.50]. 1,8-2,4 mm. Mitteleuropa; zusammen mit lycopi an  Mentha-Arten, jedoch seltener. (waterhousei Kutschera et auct.).

   ...ferrugineus (Foudr., 1860)

LONGITARSUS FERRUGINEUS.GIF
Abb.50
 
-- Stirnhöckerchen in einem stumpfen Winkel zueinanderstehend; Halsschild kurz, eineinhalbmal so breit wie lang; Kopf und Unterseite schwarzbraun; Flügeldecken sehr breit, blaßgelb bis rötlichgelb mit schmaler, bräunlicher Nahtkante; fast regelmäßig gereiht punktiert; Schulterbeule stark hervortretend. Penis und Spermatheka [Abb.51]. 1,8-2 mm. Südosteuropa, nördlich bis Schlesien.

   ...substriatus Kutsch.

LONGITARSUS SUBSTRIATUS.GIF
Abb.51
 
#36 Hinterschenkel ziemlich einheitlich hell oder dunkel.

   ...37

 
-- Hinterschenkel an der Spitze abstechend verdunkelt; Flügeldecken reihig punktiert.

   ...39

 
#37 Hinterschenkel einheitlich angedunkelt, Körper kurz eiförmig, stark gewölbt. Die hierher gehörenden Arten sind von Doguet (l.c.) als verschieden erkannt worden. Ihre genaue Verbreitung in Mitteleuropa ist noch nicht geklärt.

   ...37a

 
-- Hinterschenkel einheitlich sehr hell.

   ...38

 
#37a Halsschild und Flügeldecken deutlich punktiert [Abb.52]. Die Hinterschenkel etwas dunkler als die Vorder- oder Mittelschenkel; letztes Tarsenglied und Klauenglied verdunkelt, ebenso die letzten 5-6 Fühlerglieder. Der Aedoeagus ist in der Seitenansicht leicht geknickt, die Mittelrinne auf seiner Unterseite ist in ihrem Mittelteil deutlich verengt. Der Duktus der Spermatheka zeigt eine Tendenz zu größerer Komplexität der Windungen [Abb.53] [Abb.54]. 1,8-2,1 mm. Deutschland, Frankreich, England. An schattigen Plätzen, zum Beispiel Waldrändern, Hecken; auf dem Salbei-Gamander ( Teucrium scorodonia).

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...membranaceus (Foudr., 1860)

LONGITARSUS MEMBRANACEUS
Abb.52
LONGITARSUS MEMBRANACEUS.GIF
Abb.53
LONGITARSUS MEMBRANACEUS
Abb.54
 
-- Das ganze Tier ist hell roströtlich, lediglich die Oberlippe ist wie bei membranaceus etwas gebräunt; die Oberseite ist erloschen punktiert, fast glatt. Die Tarsenglieder sind einfärbig hell, lediglich das Klauenglied ist zuweilen an der Spitze schwach verdunkelt; die letzten 3-4 Fühlerglieder sind schwach gebräunt. Der Aedoeagus ist in der Seitenansicht gleichmäßig schwach gebogen, die Mittelrinne auf seiner Unterseite in ganzer Länge subparallel. Der Duktus der Spermatheka ist etwas einfacher gewunden als bei membranaceus [Abb.55]. 1,5-2,1 mm. Deutschland, Ungarn, Norditalien, Jugoslawien, Frankreich und Schweiz. An xerothermen Kalkhängen auf dem Echten Gamander ( Teucrium chamaedrys).

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...helvolus Kutschera, 1863


LONGITARSUS HELVOLUS.GIF
Abb.55
 
#38 Strohgelb, etwas kleiner: 1,4-1,6 mm; Halsschild fast doppelt so breit wie lang; Oberseite ziemlich fein und verworren punktiert; Schulterbeule schwach aber deutlich. Penis und Spermatheka [Abb.56]. Süd- und Mitteleuropa, für Deutschland thermophile Art. An Teucrium- und Stachys-Arten.

   ...nanus (Foudr., 1860)

LONGITARSUS NANUS.GIF
Abb.56
 
-- Hellbräunliche Art, Halsschild und Flügeldecken dunkler; Halsschild etwa um die Hälfte breiter als lang; Flügeldecken subparallel, kräftig und völlig verworren punktiert. Penis und Spermatheka [Abb.57]. 1,4-1,7 mm. Südosteuropa bis Kleinasien; Mitteleuropa: Deutschland (Rheinland), Österreich, Polen.

   ...callidus Warch., 1967

LONGITARSUS CALLIDUS.GIF
Abb.57
 
#39 Oberseite mehrfarbig: Kopf deutlich dunkler als die Flügeldecken, Mund schwärzlich; Flügeldecken mit oder ohne Schulterbeule, Naht und Schildchen angedunkelt; Unterseite schwarzbraun. Penis und Spermatheka [Abb.58]. 1,5-2 mm. Paläarktis. An  Mentha-Arten.

   ...lycopi (Foudr., 1860)

LONGITARSUS LYCOPI.GIF
Abb.58
 
-- Oberseite einheitlich gelb bis dunkelbraun gefärbt; Unterseite rotbraun,, Pygidium und Analsternit abstechend hell; Penis und Spermatheka [Abb.59]. 1,7-2 mm. Südeuropäisch-mediterrane Art, nördlich bis Österreich (Wien). An  Mentha-Arten.

   ...juncicola (Foudr.)

LONGITARSUS JUNCICOLA.GIF
Abb.59
 
#40 Hinterschienen mit deutlicher Innenrandleiste [Abb.60].

   ...41

LONGITARSUS TABIDUS
Abb.60
 
-- Hinterschienen ohne Innenrandleiste [Abb.61].

   ...46

LONGITARSUS SUCCINEUS
Abb.61
 
#41 Hinterschienen Enddorn kurz.

   ...45

 
-- Hinterschienen Enddorn lang [Abb.60].

   ...42

LONGITARSUS TABIDUS
Abb.60
 
#42 Punktierung der Flügeldecken fein und meist verworren.

   ...43

 
-- Punktierung der Flügeldecken deutlich, mäßig dicht gereiht, Hinterbeine lang und kräftig; bräunlichgelb bis rostrot, Kopf und Halsschild gewöhnlich dunkler; Flügeldecken meist mit breitem, dunklem Nahtsaum, oft auch der Außenrand in unbestimmter Ausdehnung schwärzlich. Penis und Spermatheka [Abb.62]. 2,5-3,2 mm. Mittel- und Südeuropa . An  Verbascum- und  Scrophularia-Arten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...nigrofasciatus (Goeze, 1777)

LONGITARSUS NIGROFASCIATUS.GIF
Abb.62
 
#43 Halsschild an den Seiten stark herabgezogen und vorn seitlich zusammengedrückt, die Verdickung hinter den Vorderecken stark hervortretend und von 1/3 der Seitenlänge. Unterseite, Beine, Fühler und Vorderkopf gewöhnlich pechbraun; Flügeldecken mit oder ohne dunklen Nahtsaum [Abb.63]. Penis [Abb.64] und Spermatheka [Abb.65]. 3-4 mm. Europa. An  Verbascum-Arten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...tabidus (F., 1775)

LONGITARSUS TABIDUS
Abb.63
LONGITARSUS TABIDUS.JPG
Abb.64
LONGITARSUS TABIDUS
Abb.65
-- Halsschild an der vorderen Borstenpore ebenso breit oder nur unmerklich schmaler als an den Hinterwinkeln; zur sicheren Bestimmung der folgenden beiden Arten ist Genitaluntersuchung anzuraten.

   ...44

 
#44 Punkte der Flügeldecken äußerst flach und nur dann gut zu bemerken, wenn sie dunkel durchscheinen; beim ♂ das 1. Tarsenglied der Vorderbeine gestreckt und nur schwach verbreitert, etwa dreimal so lang wie breit. Penis und Spermatheka [Abb.66]. 2,5-3,4 mm. Mittel- und Südeuropa, für Deutschland thermophile Art. An  Verbascum-Arten und an  Scrophularia canina.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...foudrasi Weise, 1893

LONGITARSUS FOUDRASI.GIF
Abb.66
 
-- Punktierung der Flügeldecken mäßig fein; Glied 1 der Vordertarsen des ♂ beträchtlich erweitert, lang herzförmig. Penis und Spermatheka [Abb.67]. 2,8-3,4 mm. Westmediterran; Westeuropa, Rheinland.

   ...australis (Muls.Rey, 1874)

LONGITARSUS AUSTRALIS.GIF
Abb.67
 
#45 Punktierung der Flügeldecken flach und fein; etwas kürzer und breiter, stärker gerundet und gewölbt als tabidus; Hinterschienen leicht nach innen gebogen; Flügeldecken blaßgelb mit unbestimmtem, schwärzlichem Nahtsaum. Fühler mit Ausnahme der Spitze, Kopf und Halsschild sowie die Beine rötlich gelbbraun, die Hinterschenkel auf dem Rücken zuweilen angedunkelt; Brust und Bauch rötlichgelbbraun bis schwarz. Penis und Spermatheka [Abb.68]. 2,6-3 mm. England, Frankreich, Holland, Belgien, Deutschland (Schleswig-Holstein, Bayern), Algerien. In Mitteleuropa an  Scrophularia umbrosa, aber auch an  Scrophularia auriculata gefunden.

   ...agilis (Rye, 1868)

LONGITARSUS AGILIS.GIF
Abb.68
 
-- Punktierung der Flügeldecken kräftig; Hinterschienen gerade; Färbung rostrot, die Flügeldeckennaht kaum verdunkelt; Rücken der Hinterschenkel und teilweise auch die Hinterschienen pechbraun, Fühler hell, ausgenommen die Enden der letzten Glieder. Penis und Spermatheka [Abb.69]. 2,5-2,7 mm. Südosteuropa: Ungarn, Bulgarien, Südrußland. Vermutlich an  Scrophularia-Arten.

   ...scrobipennis Hktgr.

LONGITARSUS SCROBIPENNIS.GIF
Abb.69
 
-- Das Merkmal der Innenrandleiste kann manchmal auch für andere Arten zutreffen oder schwer zu beurteilen sein; bei abweichenden Tieren folge    >>>46  
#46 Enddorn der Hinterschienen auffallend lang, viel länger als die größte Breite der Hinterschienen vor der Spitze. Siehe ballotae LZ    >>>60  
-- Enddorn der Hinterschienen viel kürzer.

   ...46a

 
#46a Oberseite einfarbig gelb, auch die Nahtkante nicht verdunkelt, selten gebräunt.

   ...47

 
-- Flügeldecken mit deutlich dunklem Nahtsaum, der bisweilen nur auf die Nahtkante beschränkt ist.

   ...64

 
#47 Brust und Bauch rötlich gelbbraun.

   ...48

 
-- Brust und/oder Bauch pechschwarz, zumindest bei ausgefärbten Stücken.

   ...57


Bei unausgefärbten (weichen) Stücken beide Alternativen verfolgen.
 
#48 Rötlich-ockergelbe Arten; Glied 1 der Hintertarsen kürzer als die halbe Schiene; die beiden ersten Glieder der Hintertarsen von der Seite betrachtet zur Spitze hin geradlinig erweitert [Abb.70]. Spitze der Fühler, der Oberlippe und der Taster schwärzlich. 2,5-3 mm. An  Senecio-Arten. Hierher zwei sehr ähnliche Arten, deren Areale sich in Südengland und in Frankreich überschneiden und die nur durch Genitaluntersuchung sicher zu trennen sind.

   ...48a

LONGITARSUS JACOBAEAE
Abb.70
 
-- Nicht ausgesprochen rötlich-ockergelbe Arten; Glied 1 der Hintertarsen erreicht die halbe Schienenlänge; die beiden ersten Glieder der Hintertarsen schlank [Abb.71].

   ...49

LONGITARSUS PELLUCIDUS
Abb.71
 
#48a Penis und Spermatheka [Abb.72]. West-Art: Südengland, Frankreich, Iberische Halbinsel, Nordafrika.

   ...flavicornis (Steph.)

LONGITARSUS FLAVICORNIS.GIF
Abb.72
 
-- Penis und Spermatheka [Abb.73]. Ost-Art: England, Nordostfrankreich, Mittel- und Südeuropa bis Sibirien und Tibet.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...jacobaeae (Waterrh., 1858)

LONGITARSUS JACOBAEAE.GIF
Abb.73
 
#49 Flügeldecken grob und tief punktiert; Fühler sehr lang, beim ♂ fast länger als der Körper [Abb.74]; geflügelt oder ungeflügelt. Die ab. fumigatus Wse. besitzt pechbraunen Kopf, rotbraunen Halsschild, verdunkelte Flügeldeckennaht und schwärzliche Unterseite. Penis und Spermatheka [Abb.75] [Abb.76] [Abb.77]. 1,8-2,7 mm. An der Zaunwinde ( Calystegia sepium). Mitteleuropa.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...rubiginosus (Foudr., 1860)

LONGITARSUS RUBIGINOSUS
Abb.74
LONGITARSUS RUBIGINOSUS.GIF
Abb.75
LONGITARSUS RUBIGINOSUS
Abb.76
LONGITARSUS RUBIGINOSUS
Abb.77
-- Flügeldecken feiner punktiert.

   ...50

 
#50 Fühlerglied 2 und 3 von fast gleicher Länge [Abb.78].

   ...53

LONGITARSUS SUCCINEUS
Abb.78
 
-- Fühlerglied 2 und 3 an Länge +/- deutlich verschieden [Abb.79] [Abb.80].

   ...51

LONGITARSUS AERUGINOSUS
Abb.79
LONGITARSUS AERUGINOSUS
Abb.80
#51 Fühlerglied 3 länger als 2 [Abb.79], beim ♀ deutlicher als beim ♂; Spitzenrand der Flügeldecken mit langen Wimperhärchen, ein einzelnes, aufgerichtetes an der Nahtecke auffällig lang; die vier Eckporen des Halsschilds tragen je ein sehr langes, gerades Borstenhaar; Flügeldecken ohne merkliche Schulterbeule [Abb.81]. Penis [Abb.82] [Abb.83] und Spermatheka [Abb.84] [Abb.85]. 2,5-3 mm. Mittelmeerländer, nördlich bis Umgebung Nienburg. Von  Eupatorium cannabinum gemeldet.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...aeruginosus (Foudr., 1860)

LONGITARSUS AERUGINOSUS
Abb.81
LONGITARSUS AERUGINOSUS3.JPG
Abb.82
LONGITARSUS AERUGINOSUS
Abb.83
LONGITARSUS AERUGINOSUS.GIF
Abb.84
LONGITARSUS AERUGINOSUS
Abb.85
-- Fühlerglied 2 länger als 3; kleinere Arten von 1,7-2,3 mm.

   ...52

 
#52 Flügeldecken ohne Spur einer Schulterbeule; einheitlich gelbbraun gefärbt, jedoch die Flügeldecken etwas heller erscheinend, Oberlippe und Taster sowie die Fühler zur Spitze hin verdunkelt. Die Fühler überragen nur knapp die Mitte der Flügeldecken; Halsschild kurz, um die Hälfte breiter als lang; Flügeldecken mit erloschener, auf der Scheibe leicht gereihter Punktierung. Penis und Spermatheka [Abb.86]. 1,7-2,3 mm. Bisher gemeldet aus Österreich, Deutschland (Thüringen, Rheinland: Nahebergland), Ukraine, Südfrankreich, Schweiz (Wallis) und Italien (Ligurien).

   ...celticus Leonardi, 1975

LONGITARSUS CELTICUS.GIF
Abb.86
 
-- Flügeldecken mit sehr deutlicher Schulterbeule; einheitlich gelbbraun, zuweilen mit angedunkelter Naht; Fühler zur Spitze hin angedunkelt, der Kopf rötlich mit dunklerer Stirn; alle Schenkel gleichfarbig hell; Halsschild etwa um die Hälfte breiter als lang; Schultern kräftig hervortretend, Flügeldecken subparallel, etwas schwächer als der Halsschild punktiert, matt. Penis und Spermatheka [Abb.87]. 1,8-2,1 mm. Von England bis Norditalien; aus vielen Gebieten Mitteleuropas nachgewiesen. An  Plantago maritimus und verschiedenen Labiaten.

   ...reichei (Allard, 1860)


Schultern eng; Flügeldeckenseiten gerundet; Halsschild etwa nur 1/3 breiter als lang usw. = nicht ausgefärbte Stücke von strigicollis Woll. mit noch heller Unterseite; siehe Lz.    >>>62
Schultern mit sehr schwacher Beule, etwas walzig gebaute Art = lewisii (Baly), der normalerweise eine angedunkelte Naht besitzt; siehe Lz.    >>>75
LONGITARSUS REICHEI.GIF
Abb.87
 
#53 Halsschild kurz, mindestens um die Hälfte breiter als lang; die hellen Hinterschenkel an der Spitze abstechend schwarz, die beiden letzten Tarsenglieder schwärzlich, Oberseite blaßgelb; Fühler von etwa 3/4 Körperlänge, die äußeren 6 Glieder angedunkelt; Schulterbeule vorspringend. Penis und Spermatheka [Abb.88]. 2,2-2,6 mm. Westeuropa bis Kleinasien. Von  Matricaria und  Senecio gemeldet.

   ...ochroleucus Marsh., 1802

LONGITARSUS OCHROLEUCUS.GIF
Abb.88
 
-- Halsschild länger, etwa um ein Drittel breiter als lang; wenn die Hinterschenkel an der Spitze angedunkelt sind, dann sind dennoch die letzten Tarsenglieder nicht abstechend dunkel.

   ...54

 
#54 Fühler auch beim ♂ nicht so lang wie der Körper; Flügeldecken auf dem Rücken etwas abgeflacht, Schulterbeule meist deutlich, Punktierung in angedeuteten Reihen stehend; Oberlippe schwärzlich. Penis [Abb.89] und Spermatheka [Abb.90]. 2-2,5 mm. An der Acker-Winde ( Convolvulus arvensis). Europa.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...pellucidus (Foudr., 1860)

LONGITARSUS PELLUCIDUS.JPG
Abb.89
LONGITARSUS PELLUCIDUS
Abb.90
-- Fühler beim ♂ so lang oder länger als der Körper.

   ...55

 
#55 Fühlerglied 4-11 auffällig verlängert, etwa 5-6-mal so lang wie breit [Abb.91], die Endglieder kaum breiter als die mittleren, sehr blaß und zart, auch am Ende nicht angedunkelt; das ganze Tier gewöhnlich sehr hellfarbig und zerbrechlich aussehend, selten gleichmäßig verdunkelt; Brust und Bauch zuweilen rostrot, sogar schwärzlich; Flügeldecken mit oder ohne Schulterbeule. Penis und Spermatheka [Abb.92] [Abb.93]. 1,5-2,8 mm. Mittleres Europa. An  Symphytum officinale.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...symphyti Hktr., 1912

LONGITARSUS SYMPHYTI
Abb.91
LONGITARSUS SYMPHYTI.GIF
Abb.92
LONGITARSUS SYMPHYTI
Abb.93
 
-- Fühlerglied 4-11 höchstens 4-mal so lang wie breit [Abb.78]; die Endglieder bräunlich; länglich-eiförmig, stark gewölbt; Oberseite weißlich bis rötlich-gelb oder ockerfarben; Brust und Bauch können verdunkelt sein.

   ...56

LONGITARSUS SUCCINEUS
Abb.78
 
#56 Etwas größere Art: 1,8-2,7 mm [Abb.94]; Flügeldecken völlig erloschen punktiert, matt, oft etwas durchscheinend; Flügeldecken stark querüber gewölbt, ohne Schulterbeule, nur die sehr seltene geflügelte var. perfectus Wse. mit deutlicher Schulterbeule; Brust, Bauch und Flügeldeckennaht können verdunkelt sein; Glied 1 der Vordertarsen beim ♂ nur schwach verbreitert. Penis [Abb.95] [Abb.96] und Spermatheka [Abb.97] [Abb.98]. In ganz Europa an Compositen häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...succineus (Foudr., 1860)

LONGITARSUS SUCCINEUS
Abb.94
LONGITARSUS SUCCINEUS.JPG
Abb.95
LONGITARSUS SUCCINEUS
Abb.96
LONGITARSUS SUCCINEUS1.JPG
Abb.97
LONGITARSUS SUCCINEUS
Abb.98
-- Etwas kleinere Art: 1,7-2,5 mm; Flügeldecken und Halsschild deutlich punktiert; bei reifen Stücken die Hinterschenkel gewöhnlich mit verdunkelten Spitzen; ohne Schulterbeule; Glied 1 der Vordertarsen beim ♂ auffällig breit. Penis und Spermatheka [Abb.99]. Zusammen mit succineus in Mitteleuropa im Süden überall, bis Mitteldeutschland und Polen, aus dem Norden noch nicht nachgewiesen.

   ...noricus Leonardi, 1976

LONGITARSUS NORICUS.GIF
Abb.99
 
#57 Halsschild fast quadratisch, wenig breiter als lang.

   ...58

 
-- Halsschild viel breiter als lang, Kopf bei ausgefärbten Stücken in der Regel dunkel.

   ...60

 
#58 Fühler einfarbig gelbbraun oder nur die letzten drei Glieder an der Spitze leicht gebräunt; Hinterschenkel auf dem Rücken nahe der Spitze nur selten angedunkelt; Flügeldecken kräftig punktiert. Penis und Spermatheka [Abb.100]. 2,3-2,8 mm. Mittleres Europa. An Pulmonaria- und Symphytum-Arten.

   ...pulmonariae Weise, 1893

LONGITARSUS PULMONARIAE.GIF
Abb.100
 
-- Fühler zur Spitze hin angedunkelt.

   ...59

 
#59 Langoval, seitlich wenig gerundet, gewölbt; Mittel- und Hinterbrust, Bauch und ein Wisch auf dem Rücken der Hinterschenkel schwarz; Flügeldecken fein punktiert; mit oder ohne Schulterbeule. Penis und Spermatheka [Abb.101]. 2-3,2 mm. Paläarktis. An Boraginaceen.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...exoletus (L., 1758)

LONGITARSUS EXOLETUS.GIF
Abb.101
 
-- Kurzoval, Flügeldecken im hinteren Drittel am breitesten, am Ende breit abgerundet, mäßig gewölbt; Unterseite rötlich-gelbbraun, Mitte und Hinterbrust schwarz; Flügeldecken hellgelb, mit stark markierter Beule. Penis und Spermatheka [Abb.102]. 1,5-2,5 mm. Südliches Europa, nördlich bis Mittelfrankreich, Österreich, Böhmen, Südbayern. An Wärmestellen auf Cerinthe minor. L. nervosus (Woll.) ssp.

   ...cerinthes (Schrank, 1798)

LONGITARSUS CERINTHES.GIF
Abb.102
 
#60 Enddorn der Hinterschienen länger als die größte Breite der Schienen vor der Spitze [Abb.103]; geflügelt oder ungeflügelt; braungelb [Abb.104], Kopf und Hinterschenkelspitze gewöhnlich dunkler, auch die Flügeldeckennaht kann verdunkelt sein. Penis und Spermatheka [Abb.105] [Abb.106]. 1,6-2,3 mm. Südliches und mittleres Europa, nördlich bis Mitteldeutschland, Tschechoslowakei, Polen. An  Ballota- und  Marrubium-Arten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...ballotae (Marsh., 1802)

LONGITARSUS BALLOTAE
Abb.103
LONGITARSUS BALLOTAE
Abb.104
LONGITARSUS BALLOTAE.GIF
Abb.105
LONGITARSUS BALLOTAE
Abb.106
-- Enddorn der Hinterschienen kürzer.

   ...61

 
#61 Fühler lang, nur wenig kürzer als der Körper.

   ...61a

 
-- Fühler kurz, nur wenig über die Mitte der Flügeldecken reichend.

   ...62

 
#61a Flügeldecken sehr grob punktiert = rubiginosus ab. fumigatus Lz.    >>>49  
-- Flügeldecken schwach punktiert, Schulterbeule fehlt = succineus oder noricus Lz.    >>>56  
-- Flügeldecken sehr schwach punktiert, matt, Schulterbeule vorspringend = gracilis Lz.    >>>77  
#62 Halsschild mindestens um die Hälfte breiter als lang, Fühlerglied 2 länger als 3.

   ...63

 
-- Halsschild um ein Drittel breiter als lang; Fühlerglied 2 länger als 3; Flügeldecken elliptisch, an der Basis wenig breiter als der Halsschild; mittelstark verworren punktiert, matt; Schulterbeule schwach; bräunlichgelb; Hinterschenkel deutlich dunkler als Vorder- und Mittelschenkel. Penis und Spermatheka [Abb.107]. 1,7-2,1 mm. Von den Kanaren beschrieben, in Ausbreitung begriffen; in Mitteleuropa bisher nachgewiesen aus Österreich (Burgenland) und Deutschland (Südbaden, Harz). (bombycinus Mohr).

   ...strigicollis Woll., 1864


Flügeldecken fein punktiert und zumindest an der Basis in angedeuteten Reihen; größer: 2-2,5 mm; Fühlerglied 2 und 3 gleich lang = pellucidus ab. nigriventris Lz.    >>>54
LONGITARSUS STRIGICOLLIS.GIF
Abb.107
 
#63 Kleine, überall häufige Art, 1,4-1,8 mm; Flügeldecken etwas abgeflacht, subparallel, mit deutlicher Schulterbeule; sehr fein punktiert; Beine einheitlich hell, Kopf pechbraun, Halsschild viel heller, doch dunkler als die gelbbraunen Flügeldecken; zuweilen Halsschild völlig pechbraun = ab. collaris Steph. Analsternit beim ♂ mit einem deutlichen Eindruck. Penis und Spermatheka [Abb.108]. An  Plantago-Arten, vor allem P. lanceolata.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...pratensis (Panz., 1794)

LONGITARSUS PRATENSIS.GIF
Abb.108
 
-- Größer, 1,7-2,1 mm; ziemlich gewölbt, Halsschild und Flügeldecken bräunlichgelb, Kopf und Hinterschenkel gewöhnlich abstechend dunkler; Nahtkante zuweilen fadendünn rötlich gesäumt; Flügeldecken gedrängt und fein, stärker als der Halsschild punktiert; beim ♂ 1. Vordertarsen Glied etwas breiter als das 3.; Analsternit des ♂ ganz ohne oder mit einem nur sehr schwachen länglichen Eindruck. Penis und Spermatheka [Abb.109]. Im Süden von Spanien bis Bulgarien; in Mitteleuropa bisher nachgewiesen aus Deutschland (Franken, Südbaden, Pfalz: Hunsrück) und Osterreich (Wien, Burgenland). An  Plantago major.

   ...scutellaris (Rey) nec auct.

LONGITARSUS SCUTELLARIS.GIF
Abb.109
 
#64 Außer dem Nahtsaum auch noch der Seitenrand oder der Hinterrand der Flügeldecken geschwärzt.

   ...65

 
-- Flügeldecken nur mit schwarzem Nahtsaum.

   ...67

 
#65 Jede Flügeldecken mit einem großen, dunklen Fleck hinter der Schulter; in Mitteleuropa nur die ungeflügelte ssp. personatus Wse. ohne merkliche Schulterbeule. Penis und Spermatheka [Abb.110]. 1,5-1,8 mm. Mittelmeerländer Europas und Afrikas; südliches Mitteleuropa nördlich bis Süddeutschland (Baden), Österreich (Burgenland, Niederösterreich), Slowakei. Von Symphytum officinale und Pulmonaria officinalis gemeldet. L. lateripunctatus (Rosh.) ssp.

   ...personatus Wse.

LONGITARSUS PERSONATUS.GIF
Abb.110
 
-- Flügeldecken ohne großen, dunklen Fleck hinter der Schulter.

   ...66

 
#66 Der schwarze, erzglänzende Nahtsaum der Flügeldecken endet vor der Spitze, am Seitenrand sind die Epipleuren und ein unbestimmter Saum darüber vor der Mitte schwärzlich; Kopf und Halsschild grünlich metallschimmernd, selten pechschwarz oder braun; Hinterschenkel außen pechschwarz, innen braun. Penis und Spermatheka [Abb.111]. 1,8-2,2 mm. In Mitteleuropa selten. Von Lithospermum officinale gemeldet. (suturalis (Marsh.)).

   ...aeneicollis (Fald., 1837)


Hier auch atricillus ab. similis Wse. mit ebenfalls gebräuntem Flügeldeckenseitenrand; vergleichen! Lz.    >>>67
LONGITARSUS AENEICOLLIS.GIF
Abb.111
 
-- Der schwarze Nahtsaum der Flügeldecken setzt sich um die Spitze herum als verwaschener dunkler Saum fort; Vorderkörper schwarz; Flügeldecken mit oder ohne Schulterbeule; Kopf und Halsschild können metallischen Schimmer aufweisen. Penis und Spermatheka [Abb.112]. 1,5-2 mm. Nördliches und mittleres Europa. An Boraginaceen.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...nasturtii (F., 1792)


Größer: 2,4-3 mm, breit elliptisch, Spitzen der Flügeldecken einzeln breit abgerundet = quadriguttatus var. vittatus Lz.    >>>22
LONGITARSUS NASTURTII.GIF
Abb.112
 
#67 Kopf und Halsschild dunkel mit Bronzeglanz, normal nur die Naht schwärzlich, bei der seltenen ab. similis Wse. ist auch der Seitenrand der Flügeldecken gebräunt; Halsschild glänzend. Penis und Spermatheka [Abb.113]. 2-3 mm. Europa. Von  Medicago,  Onobrychis und  Achillea, gemeldet.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...atricillus (L., 1761)


Sehr ähnlich, aber mit matt seidig schimmerndem Halsschild und sehr fein punktierten Flügeldecken ist suturellus Lz.    >>>77
LONGITARSUS ATRICILLUS.GIF
Abb.113
 
-- Halsschild hell oder dunkel, doch ohne metallischen Schimmer.

   ...68

 
#68 Hinterschienen mit gebogener Unterseite, vor der Spitze stark verdickt. Die ♀ lang, fast gleichbreit, die ♂ viel kleiner, kürzer und mehr eiförmig.

   ...69

 
-- Hinterschienen gerade, schlank, nach der Spitze zu nur allmählich verbreitert; Geschlechtsdimorphismus nicht so stark ausgeprägt.

   ...70

 
#69 Kopf meist schwärzlich, Flügeldeckennahtsaum breit und deutlich, im hinteren Teil oft verwaschen und bis zur halben Flügeldeckenbreite erweitert; beim ♂ Glied 1 der Vorder- und Mitteltarsen mäßig erweitert, Analsternit mit nur angedeuteter Längsfurche. Penis und Spermatheka [Abb.114]. 2-2,3 mm. Westliches Mittelmeergebiet, aus Mitteleuropa noch nicht nachgewiesen. Von Convolvulus arvensis gemeldet.

   ...nigrocillus Kutsch.

LONGITARSUS NIGROCILLUS.GIF
Abb.114
 
-- Kopf meist rotgelb, selten schwärzlich; Flügeldeckennahtsaum sehr schmal, braun, oft nur als gebräunte Nahtkante vorhanden; beim ♂ Glied 1 der Vorder- und Mitteltarsen stark erweitert, Analsternit mit deutlicher Längsrinne. Penis und Spermatheka [Abb.115]. 1,8-2,6 mm. Mittel- und Südeuropa, im Norden fehlend. An Convolvulus arvensis.

   ...longipennis Kutsch., 1863

LONGITARSUS LONGIPENNIS.GIF
Abb.115
 
#70 Die beiden ersten Wimperhärchen am Nahtwinkel der Flügeldecken auffällig lang; Kopf und Hinterschenkelspitze schwärzlich, Halsschild und Flügeldecken strohgelb; der schwarze Nahtsaum beginnt erst nach dem ersten Drittel der Flügeldecken, verbreitert sich allmählich und verengt sich wieder vor der Spitze; Unterseite schwarz; Halsschild und Flügeldecken sehr stark punktiert. Penis und Spermatheka [Abb.116]. 1,5-1,8 mm. Mittel- und Nordeuropa. An Plantago-Arten, vor allem an Plantago lanceolata. (clarus Allen).

   ...longiseta Weise, 1889

LONGITARSUS LONGISETA.GIF
Abb.116
 
-- Spitzenrand der Flügeldecken kurz bewimpert.

   ...71

 
#71 Flügeldecken auf dem Abfall zur Spitze ebenso kräftig wie an der Flügeldeckenbasis punktiert.

   ...72

 
-- Flügeldecken auf dem Abfall zur Spitze deutlich schwächer als an der Flügeldeckenbasis punktiert.

   ...74

 
#72 Flügeldecken schlanker [Abb.117], der Außenrand am Ende mehr gerade verengt [Abb.118]; Flügeldecken ziemlich kräftig und etwas gereiht punktiert; die Innenseite der gewöhnlich pechschwarzen Hinterschienen fällt steil ab; Glied 1 der Vorder- und Mitteltarsen beim ♂ stark erweitert. Bei den Varietäten kann sich die gewöhnlich braungelbe Färbung bis zur fast völligen Schwärzung des ganzen Tieres verdunkeln = ab. nigrinus Wse.. Penis und Spermatheka [Abb.119] [Abb.120]. 2,3-3 mm. Paläarktis. An Plantago-Arten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...melanocephalus (Geer, 1775)

LONGITARSUS MELANOCEPHALUS
Abb.117
LONGITARSUS MELANOCEPHALUS
Abb.118
LONGITARSUS MELANOCEPHALUS.GIF
Abb.119
LONGITARSUS MELANOCEPHALUS2
Abb.120
-- Flügeldecken gedrungener, der Außenrand an der Spitze mehr gerundet verengt [Abb.121] [Abb.122]; Aedoeagus gedrungener als bei melanocephalus, am Ende kürzer zugerundet.

   ...73

LONGITARSUS PLANTAGOMARITIMUS
Abb.121
LONGITARSUS KUTSCHERAE
Abb.122
#73 Art des Binnenlandes; Schulterbeule meist deutlich; Flügeldecken strohgelb, gewöhnlich mit Nahtstreifen [Abb.123]; beim ♂ Glied 1 der Vorder- und Mitteltarsen deutlich erweitert und viel länger als breit [Abb.124]. Aedoeagus und Spermatheka [Abb.125] [Abb.126]. 1,7-2,3 mm. Eine eurosibirische Art. In Mitteleuropa gemeldet von  Galeobdolon luteum und  Galeopsis tetrahit; von Kahlen in Südtirol an  Melampyrum nemorosum gefunden. (kutscherae Rye, 1872)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...kutscherai Rye, 1872

LONGITARSUS KUTSCHERAE
Abb.123
LONGITARSUS KUTSCHERAE
Abb.124
LONGITARSUS KUTSCHERAE.GIF
Abb.125
LONGITARSUS KUTSCHERAE
Abb.126
-- Art der Nordseeküste; Flügeldecken grob punktiert; ziemlich dunkle Art [Abb.127]; Fühlerglied 1-5 rötlich, 1 stark angedunkelt, 4-5 an der Spitze dunkler, die übrigen fast schwarz; beim ♂ Glied 1 der Vorder- und Mitteltarsen scheibenförmig erweitert. Penis und Spermatheka [Abb.128] [Abb.129]. 2,3-2,8 mm. Küstenländer der Nordsee, von England bis Dänemark. Halophil an  Plantago maritima.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...plantagomaritimus Dollm., 1912

LONGITARSUS PLANTAGOMARITIMUS
Abb.127
LONGITARSUS PLANTAGOMARITIMUS.GIF
Abb.128
LONGITARSUS PLANTAGOMARITIMUS
Abb.129
 
#74 Halsschild um weniger als die Hälfte breiter als lang; größere Arten, durchschnittlich 2,1 mm.

   ...76

 
-- Halsschild mindestens um die Hälfte breiter als lang; kleinere Arten, durchschnittlich 1,7 mm.

   ...75

 
#75 Flügeldecken an der Basis deutlich breiter als der Halsschild; Flügeldecken nur hinter dem Schildchen an der Naht deutlich punktiert; Oberseite schmutziggelb, mit schwachem Glanz, Kopf rotbraun, Flügeldecken meist im mittleren Drittel mit geschwärzter Naht; beim ♂ 1. Vordertarsen Glied so breit wie das 3., Analsternit mit einem dünnen, dunklen Längseindruck, der in ein scharfes Punktgrübchen mündet; beim ♀ Analsternit ohne jeden Eindruck. Penis und Spermatheka [Abb.130]. 1,7-2,4 mm. Eine eurosibirische Art; in Mitteleuropa im Süden, im Norden noch nicht gefunden. An  Plantago-Arten. (scutellaris auct. nec Rey).

   ...lewisii (Baly, 1874)


Sehr ähnlich dem scutellaris (Lz.    >>>63), der zuweilen eine rötliche Nahtkante besitzt.
LONGITARSUS LEWISII.GIF
Abb.130
 
-- Sehr klein (1,5-1,7 mm); Schultern sehr eng, gewöhnlich ungeflügelt; Flügeldecken auf mattem Grunde sehr fein punktiert; Kopf rötlich-pechbraun, Halsschild etwas heller, Schildchen und Flügeldecken gelbbraun, oft mit unbestimmtem Nahtsaum; beim ♂ Analsternit höchstens schwach eingedrückt, beim ♀ohne jeden Eindruck. Penis und Spermatheka [Abb.131]. In Mitteleuropa bisher nachgewiesen aus Österreich, Süddeutschland und Polen. An  Plantago-Arten.

   ...minimus Kutsch., 1863

LONGITARSUS MINIMUS.GIF
Abb.131
 
#76 Halsschild und Flügeldecken deutlich und mehr oder minder kräftig punktiert [Abb.132].

   ...78

LONGITARSUS GANGLBAUERI
Abb.132
 
-- Halsschild und Flügeldecken sehr fein verloschen punktiert.

   ...77

 
#77 Flügeldecken gestreckt, nur mäßig gewölbt, mit vorspringender Schulterbeule; Beine einfarbig gelbbraun, höchstens die Hinterschenkel leicht angedunkelt; Oberseite strohgelb, Kopf und Schildchen dunkler, die ab. nigrithorax Hktgr. mit dunklem Halsschild; ausgefärbte Stücke besitzen einen dunklen Nahtsaum, der weit vor der Spitze erlischt; Fühler von fast 3/4 Körperlänge. Penis und Spermatheka [Abb.133]. 1,8-2,5 mm. Mittel- und Südeuropa . Im späten Herbst an Tussilago farfara, auch an Senecio jacobaea.

   ...gracilis Kutsch., 1864

LONGITARSUS GRACILIS.GIF
Abb.133
 
-- Fühler von halber Körperlänge; Oberseite völlig einfarbig, Flügeldecken deutlich verworren punktiert usw. = reichei Lz.    >>>52  
-- Flügeldecken ziemlich gewölbt, Schulterbeule niedrig; Halsschild rotbraun, gewöhnlich mit mehreren unbestimmten helleren Flecken vor dem Schildchen; der schwarze Nahtsaum schlecht begrenzt; Halsschild matt seidig schimmernd, Scheibe sehr fein gewirkt, schwach punktiert (Gegensatz zu atricillus, der einen glänzenden Halsschild besitzt). Von dieser Gebirgsform weicht die der Ebene ab durch deutliche Schulterbeule, schlankere Fühler, schwarzen Kopf, schwarze Beine und blaßgelb-rötliche Flügeldecken mit ziemlich scharf begrenztem Nahtsaum, der sich - bisweilen etwas verblaßt - um die Spitze herumzieht und sich als Seitensaum bis um die Schulter fortsetzt. Penis und Spermatheka [Abb.134]. 1,8-2,5 mm. Mittleres und nördliches Europa. Auf Senecio und Tussilago.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...suturellus (Duft., 1825)

LONGITARSUS SUTURELLUS.GIF
Abb.134
 
#78 Flügeldecken höchstens mit dunkler Nahtkante; Flügeldecken kurz, breit und kräftig gewölbt; der Vorderkörper dagegen klein und schmal erscheinend. Flügeldecken kenntlich gereiht punktiert; 1,5-2 mm. Europa. An  Symphyrum und  Pulmonaria. (Die hier aufgeführten beiden Arten lassen sich nur genitaliter sicher trennen).

   ...79

 
-- Flügeldecken mit pechschwarzem Nahtsaum von unbestimmter Ausdehnung [Abb.135]; Kopf schwarz; Körper gestreckt, mäßig gewölbt; größere Arten von 1,8-2,5 mm, die sich ohne Genitaluntersuchung nicht sicher trennen lassen.

   ...80

LONGITARSUS GANGLBAUERI
Abb.135
 
#79 Gewöhnlich geflügelt, doch auch ungeflügelt vorkommend; beim ♂ Glied 1 der Vordertarsen sehr breit; Aedoeagus subparallel, im Profil ziemlich gerade; beim ♀ Spermathek mit gleichmäßig dicker Kapsel [Abb.136]. An  Symphyrum und  Pulmonaria.

   ...curtus (All., 1860)

LONGITARSUS CURTUS.GIF
Abb.136
 
-- Gewöhnlich ungeflügelt, doch auch geflügelt vorkommend; beim ♂ Glied 1 der Vordertarsen schmaler; Aedoeagus schwach konvex, im Profil nach oben gebogen; beim ♀ Spermathekenkapsel im unteren Teil deutlich verengt [Abb.137]. An  Symphyrum und  Pulmonaria.

   ...monticola Kutsch., 1863

LONGITARSUS MONTICOLA.GIF
Abb.137
 
#80 Beim ♂ Glied 1 der Vordertarsen schmal, nicht merklich verbreitert; Analsternit mit einem kleinen Höckerchen, das innen durch einen kleinen, fast halbkreisförmigen Eindruck abgegrenzt wird; beim ♀ die Spermathek schlank, hellfarben, der Duktus mit 4-5 Windungen [Abb.138] [Abb.139]. 1,8-2,5 mm [Abb.135]. Mittleres und nördliches Europa. An Senecio-Arten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...ganglbaueri Hktr., 1912

LONGITARSUS GANGLBAUERI.GIF
Abb.138
LONGITARSUS GANGLBAUERI
Abb.139
LONGITARSUS GANGLBAUERI
Abb.135
 
-- Beim ♂ Glied 1 der Vordertarsen deutlich erweitert; Analsternit mit scharfem, schmalen Längseindruck, der gegen die Spitze hin das Sternit leicht dreieckig niederdrückt; beim ♀ die Spermathek robuster, von dunkler Färbung, der Duktus mit zahlreicheren Windungen [Abb.140]. Südliches Europa, in Deutschland nur im Südwesten.

   ...brisouti Hktr., 1912

LONGITARSUS BRISOUTI.GIF
Abb.140
 
  absynthii
aeneicollis
aeruginosus
agilis
anchusae
apicalis
atricillus
australis
ballotae
bertii
brisouti
brunneus
callidus
celticus
cerinthes
conspiciabilis
curtus
dimidiatus
dorsalis
echii
exoletus
ferrugineus
flavicornis
foudrasi
fulgens
fuscoaeneus
ganglbaueri
gracilis
helvolus
holsaticus
jacobaeae
juncicola
kutscherai
languidus
lewisii
linnaei
longipennis
longiseta
Longitarsus_CA
luridus
lycopi
medvedevi
melanocephalus
membranaceus
minimus
minusculus
monticola
nanus
nasturtii
niger
nigerrimus
nigrocillus
nigrofasciatus
noricus
obliteratoides
obliteratus
ochroleucus
pallidicornis
parvulus
pellucidus
personatus
pinguis
plantagomaritimus
polonicus
pratensis
pulmonariae
quadriguttatus
rectilineatus
reichei
rubellus
rubiginosus
salviae
scrobipennis
scutellaris
stragulatus
strigicollis
substriatus
succineus
suturellus
symphyti
tabidus
tristis
weisei
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Erstellt am: 05.08.2009
Letzte Aktualisierung: 08.08.2018 - 13:52:49