Gattung in ColKat anzeigen Gattung: Harpalus Latreille 1802 Carabidae - Harpalinae - Harpalini - Harpalina
  Von Arved Lompe (n. div. Autoren, u.a. H. Freude, D. Wrase, E. Reitter)
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Reitter, E. (1900): Bestimmungstabellen der europäischen Käfer Heft 41; Carabidae - Harpalini und Licinini Private Datei: F:\taxa\coleo\scans\Reitter-Best-Tab-Heft41 Harpalini Licinini.pdf
Schauberger, E. (1926-30): Beiträge zur Kenntnis der paläarktischen Harpalinen I-VII. - Col. Centralbl. 1-4
Müller, J. (1930/31): Best.Tabellen der Harpalus-Arten Mitteleuropas, Italiens und der Balkanhalbinsel. - Col. Centralbl. 5, Berlin.
Kult, K. (1947): Klic (The Carabidae from Czechoslovakia.). - Soc. Ent. Cechosl., Praha.
  Diese sehr artenreiche Gattung umfaßt Käfer mittlerer Größe (4,6-17 mm) von ziemlich einheitlichem, ± langovalem oder parallelseitigem Habitus. Kopf ohne Stirn-Augenfurchen. Halsschild und Flügeldecken liegen einander breit an. Fühler nur mäßig lang, vom 3. Glied an behaart. Beine ziemlich kurz und kräftig, Vorderschienen am distalen Ende des Außenrandes mit kurzen Dörnchen (Präapikaldornen), deren Anzahl gelegentlich für die Arterkennung bedeutsam ist. Hintertarsen kurz, Glied 1 wesentlich kürzer als 2 und 3 zusammen. Neben dem Oberrand der Augen nur 1 Porenpunkt, dem die Supraorbitalborste entspringt. Vorletztes Lippentasterglied mit mehr als 2 Borsten. Halsschildhinterwinkel ohne Tastborste. Flügeldecken mit 9 Streifen und Scutellarstreif; im 9. Zwischenraum außer den großen Umbilicalpunkten noch mit einer unregelmäßigen Reihe feinerer Punkte. Die ♂ sind an den meist stark erweiterten 4 ersten Gliedern der Vorder- und Mitteltarsen leicht kenntlich. Bei vielen Arten sind die Flügeldecken der ♀ matter als die der ♂. Die Flügeldecken an der Spitze, beim ♀ deutlicher als beim ♂, scharf, oft in ein Zähnchen ausgezogen (a in [Abb.1]); beim ♀ das Analsternit mit +/- breiter Randung oder Leiste (b in [Abb.1]).
HARPALUS DIMIDIATUS
Abb.1
 
  Die Tabelle ist nach praktischen Gesichtspunkten aufgebaut; sie soll das Erkennen der Arten ermöglichen und ist keine Stellungnahme zur Systematik oder Phylogenie der Gattung! Die Harpalinen sind seit Reitter mehrfach umgruppiert worden; ich folge hier weitgehend Freude bzw. Wrase. Für eine gültige Gattungs- bzw. Untergattungszuordnung sollte der Paläarktische Katalog und Spezialliteratur herangezogen werden. Harpalus s.str.    >>>10
#1 Flügeldecken fein punktiert und auch vollständig fein behaart

   ...2

 
-- Flügeldecken kahl, allenfalls auf den beiden äußeren Zwischenräumen punktiert und behaart

   ...6

 
#2 Kopf größtenteils oder ganz kahl, Scheitel ohne größere Punkte; Schläfen meist kahl, Halsschildmitte ± frei von großen kräftigen Punkten

   ...3

 
-- Kopf gleichmäßig punktiert, Schläfen mit feinen abstehenden Haaren. Halsschildmitte nicht in größerem Umfange punktfrei

   ...4

 
#3 Tarsen oberseits kahl. Schwarz oder dunkelbraun, 6-7 mm. (Bei größeren Exemplaren (9-12 mm) mit ± metallischer Oberseite handelt es sich um seltene, abweichende Formen von (Harpalus s.str.) aeneus). Untergattung

   ...Semiophonus Schauberger 1933

 
-- Tarsen oberseits fein behaart. Stets über 10 mm. Untergattung

   ...Pseudoophonus Motschulsky 1844

 
#4 Flügeldeckenbehaarung einheitlich geneigt, fast anliegend. Kopf deutlich verdickt. Körper langgestreckt. Untergattung

   ...Cephalophonus Ganglbauer 1892

 
-- Die Behaarung der Flügeldecken aufgerichtet, wie kurzgeschoren. Kopf nicht verdickt.

   ...5

 
#5 Oberseits metallisch gefärbte Arten von 9,5-17 mm. Halsschildbasis ungerandet, Hinterwinkel stumpf oder verrundet. Die Randung des Analsternits ist beim ♀ an der Spitze fast senkrecht verbreitert. Gattung

   ...Ophonus Dejean 1821

 
-- Oberseite selten metallisch gefärbt, dann aber die Halsschildhinterwinkel scharf oder die Art ist unter 9,5 mm. ♀ ohne verbreiterten Rand der Analsternitspitzen. Untergattung

   ...Metophonus Bedel 1895

 
#6 Die beiden äußeren Flügeldeckenzwischenräume fein punktiert und (oder) behaart [Abb.2], der 8. oft nur zum Außenrand hin, an der Spitze der Flügeldecken aber oft zusätzliche weitere Intervalle behaart

   ...7

PSEUDOOPHONUS CALCEATUS
Abb.2
 
-- Die ganzen Flügeldecken weder fein punktiert noch behaart

   ...8

 
#7 Tarsen oberseits verstreut behaart. Größere Art von 10-15 mm [Abb.3]. Siehe Gattung Pseudophonus, Untergattung

   ...Platus Motschulsky 1844

PSEUDOOPHONUS CALCEATUS
Abb.3
 
-- Tarsen oberseits kahl oder nur mit 2-4 Borsten am Hinterrand. Oberseite ± metallisch oder schwarz..

   ...9a

 
#8 Kopf verdickt, hinten nicht verengt [Abb.4]. Halsschildhinterecken breit verrundet. Hintertarsen kurz. Prosternum auch vorn mit langen, abstehenden Borsten. (Microderes in FHL) Gattung

   ...Pangus Dejean 1821

PANGUS SCARITIDES
Abb.4
 
-- Kopf nicht auffällig verdickt. Halsschildhinterecken wenigstens stumpf angedeutet. Hintertarsen schlanker. Höchstens der Prosternalfortsatz lang abstehend behaart.

   ...9

 
#9 Große (11-13 mm), einfarbig gelbbraune Art [Abb.5]. Vorderschienen am Ende schräg abgestutzt, der Außenwinkel lappenförmig vorgezogen. Untergattung

   ...Acardystus Reitter 1908

HARPALUS FLAVESCENS
Abb.5
 
-- Vorderschienen quer oder schräg abgestutzt, der Außenwinkel nur bei einer schwarzen Art lappenförmig vorgezogen.

   ...9a

 
#9a Tarsen oberseits kahl, nur das Klauenglied mit 2 Borsten am Ende oberhalb der Klauen.

   ...10

 
-- Alle Tarsenglieder am Ende mit 2-4 feinen Haaren. Untergattung

   ...Cryptophonus Brandmayr & B., 1982

 
#10 Seitenrand des Halsschilds vor der Mitte mit mehreren borstentragenden Punkten. Untergattung Artabas

   ...11

 
-- Seitenrand des Halsschilds vor der Mitte nur mit einem borstentragenden Punkt, manchmal aber zusätzlich fein behaart. Untergattung Harpalus s.str.
Flügeldecken kahl oder nur auf den äußeren Zwischenräumen punktiert und behaart. Tarsen oberseits kahl. Prosternum höchstens kurz und unauffällig behaart. Die Dörnchenreihe auf der Unterseite der Vorderschienen verläuft getrennt, ± parallel zur Präapikaldörnchenreihe am Außenrand. Flügeldecken der ♀ oft matter als die der ♂.

   ...12

 
#11 Halsschildhinterecken rechtwinklig. Äußere Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen ohne zusätzliche verstreute Punkte (nicht mit den normalen Punkten der Umbilicalserie im 9. Zwischenraum verwechseln!). Dunkel braunschwarz, manchmal mit schwachem Metallschimmer. Halsschild vorne zerstreut, zur Basis dicht und stark punktiert. 8-11 mm. Mittelmeergebiet.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...punctatostriatus Dejean, 1829


 
-- Halsschildhinterecken breit abgerundet. Äußere Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen mit verstreuten Punkten besetzt. Sonst wie der vorige. 9-11 mm. Mittelmeergebiet.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...dispar Dejean, 1829


 
#12 Die 2-3 äußeren Zwischenräume der Flügeldecken punktiert und behaart; in seltenen Ausnahmen kann sich die Punktur auch weiter auf die Scheibe ausbreiten (a. semipunctatus Dejean 1829) oder es sind die abwechselnden Intervalle punktiert (a. interstitialis Gredler 1863). Oberseite fast stets metallisch, meist grün, oft bronzefarben, selten schwarz. Fühler und Beine gelbrot oder die Beine ± geschwärzt. Halsschild zur Basis etwas verengt, die Hinterwinkel schwach stumpfwinklig, seine Mitte in größerem Umfange unpunktiert. Aedoeagus [Abb.6]. 9-12 mm. Paläarktische Art, von der Ebene bis in subalpine Lagen, fast überall häufig (aeneus F.)

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...affinis (Schrk., 1781)


HARPALUS AFFINIS.JPG
Abb.6
 
-- Flügeldecken glatt und kahl

   ...13

 
#13 Der 8. Zwischenraum der Flügeldecken vor der Spitze mit 3-7 größeren Punkten. (Bei wenigen (-2) undeutlichen Punkten am Ende des 8. Intervalles vgl. attenuatus LZ    >>>36 ) Körper breit und flach. Schwarzbraun, Fühler rostrot, 2.-4. Fühlerglied zuweilen geschwärzt, Beine braun, Schenkel oft schwarz. ♀ matt. Halsschild quer, von der Mitte nach vorn gerundet verengt, nach hinten fast parallel, von den flachen Basaleindrücken nach außen meist spärlich punktiert. Hinterschenkel mit zahlreichen Borsten und Abdominalsternite mit zahlreichen borstentragenden Pünktchen. 7-11 mm. Vom Mittelmeer bis zum südlichen Nordeuropa, Südwestrußland und Persien. Auf Sandboden, gern in Küstendünen. Im Ganzen selten, fehlt gebietsweise.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...melancholicus Dej., 1829


 
-- Höchstens der 7. und 5. Zwischenraum an der Flügeldeckenspitze mit einigen größeren Punkten

   ...14

 
#14 Halsschildbasis umfangreich punktiert [Abb.7], die Punktur ist nicht auf die größeren, breiten und flachen Basalgruben beschränkt. (die Punktur kann bei Arten mit gelber Halsschildseitenrandung sehr fein und flach sein; vergleiche luteicornis LZ    >>>32)

   ...15

HARPALUS RUBRIPES
Abb.7
 
-- Halsschildbasis höchstens mit wenigen Pünktchen in den länglichen, schmalen und stärker vertieften Basalgruben [Abb.8]; befinden sich an den Halsschildseiten vor den Hinterwinkeln einzelne Punkte, so sind diese durch einen breiten unpunktierten Zwischenraum von den Basalgruben getrennt [Abb.9].

   ...34


Anmerkung: Manchmal ist Oberfläche runzelig, dann ist auf eingestochene Punkte zu achten, nur diese sind gemeint.
HARPALUS RUFIPALPIS
Abb.8
HARPALUS RUFIPALPIS
Abb.9
#15 Der 7., bisweilen auch der 5. Flügeldeckenzwischenraum vor der Spitze mit 2-5 größeren Punkten

   ...16

 
-- Auch der 7. Flügeldeckenzwischenraum ohne Apikalpunkte (oder höchstens mit 1)

   ...20

 
#16 Größere, breitere Arten von 11-14 mm. Die beiden vorletzten Hinterleibssternite haben außer den beiden normalen Borstenpunkten jederseits noch weitere härchentragende Punkte. Halsschild in oder hinter der Mitte am breitesten, zur Basis wenig verengt. Schwarz, besonders der Halsschild oft mit ± deutlichem Metallschimmer. Fühler meist, Beine stets dunkel, nur das 1. Fühlerglied rötlichbraun

   ...17

 
-- Kleinere, schmälere Arten von 8-11 mm. Halsschild vor der Mitte am breitesten, zur Basis deutlicher verengt. Beine oft hell.

   ...18

 
#17 Basalleiste der Flügeldecken breit, der Basalrand biegt in starkem Bogen nach vorn um und bildet mit dem Flügeldeckenseitenrand einen ± spitzen Winkel. Flügeldecken beim ♂ besonders auf der Scheibe glänzend, außer der Chagrinierung ist zusätzlich eine feine Mikropunktierung der Intervalle deutlich (50 X). Flügeldecken beim ♀ matt seidenglänzend, das Zähnchen an der Sitze und die Randung des Analsternits stark entwickelt [Abb.1]. 11-14 mm. West-, Süd- und Mitteleuropa, bei uns nicht häufig, nur in Wärme-(Kalk-)Gebieten häufiger. Auf Äckern und Ödland unter Steinen und faulenden Stoffen

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...dimidiatus (Rossi, 1790)


HARPALUS DIMIDIATUS
Abb.1
 
-- Basalleiste der Flügeldecken schmäler, der Basalrand läuft in leichtem Bogen zu den Schulterecken und bildet mit dem Seitenrand einen stumpfen (~ 110°) Winkel. Flügeldecken meist ohne Metallschimmer und deutlich chagriniert, die Intervalle erloschen, kaum sichtbar punktiert. 11-13,5 mm. Südosteuropa, südöstliches Mitteleuropa; westlich bis Thüringen (Harz) und Österreich östlich Salzburg. In Bayern fraglich. H. caspius Stephens 1806 ssp.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...roubali Schaub., 1928


 
#18 Episternen der Hinterbrust sehr lang und schmal. Halsschild deutlich schmäler als die Flügeldecken, wenig quer und ziemlich stark, flach konvex gegen die Basis verengt. Beine dunkel. Hierher abweichende Exemplare des tenebrosus mit Apikalpunkten im 7. Flügeldeckenintervall (a. solieri Dejean 1831)    >>>27  
-- Episternen der Hinterbrust kürzer. Halsschild breiter, stärker quer, zur Basis weniger verengt. Beine rötlichgelb bis rötlichbraun

   ...19

 
#19 Kopf meist weniger verdickt, Flügeldeckenbasalrand zum Schulterzähnchen schmäler, Episternen der Hinterbrust deutlich länger als breit. Körper weniger breit, Halsschild nach vorn länger und stärker verengt, Vorderrand deutlich schmäler als die gerade Basis. Vorderschienen meist mit 4, selten mit 3 Präapikaldornen. Hinterrand der Hinterschenkel mit 4 oder mehr Borsten. Schwarz, glänzend und meist mit ± starkem Metallschimmer [Abb.10], ♀ matt, sehr selten etwas grün oder blau metallisch. Die Beine rot bis rotbraun, selten die Schenkel verdunkelt. Aedoeagus [Abb.11]. 8-11 mm. Europa ohne den hohen Norden, Asien östlich bis Kirgisien und Westturkestan. Bei uns überall häufig, xerophil, auch auf Äckern.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...rubripes (Duft., 1812)


HARPALUS RUBRIPES
Abb.10
HARPALUS RUBRIPES.JPG
Abb.11
-- Kopf meist stärker verdickt, Flügeldeckenbasalrand zum Schulterzahn breiter. Episternen der Hinterbrust wenig länger als breit. Körper breiter und flacher. Halsschild breiter, nach vorn nur kurz und schwach verengt, sein Vorderrand nur wenig schmaler als die leicht konkave Basis. Vorderschienen meist mit nur 3 Präapikaldornen. Hinterrand der Hinterschenkel mit nur 3 Borstenpunkten. Schwarz, glänzend, matt. Körperanhänge rotbraun. 10-11 mm. In den Alpen und deren Vorland, Österreich, der Slowakei, südlich bis Norditalien und Serbien verbreitet; aus dem übrigen Gebiet zwar mehrfach gemeldet, aber oft verkannt. Allenfalls in montanen Gebieten zu erwarten. Meist nicht häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...marginellus Dej., 1829


 
#20 Wenigstens die beiden vorletzten Sternite außer den 2 normalen Borstenpunkten mit zusätzlichen borstentragenden Pünktchen. Oberseite oft ± metallisch.

   ...21

 
-- Wenigstens die beiden vorletzten Sternite nur mit den 2 normalen Borstenpunkten. Oberseite ohne Metallglanz

   ...26


Die Formulierung impliziert, daß das erste (verschmolzene) Sternit durchaus feine Borstenpünktchen haben kann!
 
#21 Halsschildhinterwinkel fast rechtwinklig, die Spitze zuweilen abgerundet

   ...22

 
-- Halsschildhinterwinkel sehr stumpf oder breit verrundet

   ...25

 
#22 Größere (11,5-14 mm), breitere Art [Abb.12]. Halsschild zur Basis kaum verengt, die Seiten nicht eingebuchtet, zwischen Hinterecke und Basalgrube breit verflacht. Oberseite metallisch grün, seltener kupfrig oder blau, Fühler und Beine gelbbraun, Fühler vom 2. Glied an oder wenigstens zur Spitze teilweise geschwärzt. Flügeldecken durch dichte Skulptur matt, besonders bei den ♀. Beide Geschlechter wenig verschieden. Aedoeagus: [Abb.13]. Vom Mediterrangebiet nördlich bis Südengland, Lothringen, das südliche Österreich, Mähren und die Slowakei, östlich bis zum Kaukasus und Syrien, nicht häufig bis selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...cupreus Dej.


HARPALUS CUPREUS
Abb.12
HARPALUS CUPREUS.JPG
Abb.13
-- Arten unter 11,5 mm. Halsschild zur Basis deutlicher verengt

   ...23

 
#23 Schultern stumpf verrundet, die Flügeldecken daher ± kurz oval. Halsschild vorn weniger verengt, zwischen Basalgrube und Seitenrand kaum abgeflacht. Schwarz, oft mit leichtem Metallglanz, Halsschildseitenrand, Taster und Fühler braun, Fühler oft zur Spitze geschwärzt, Beine rotbraun bis schwarz, Schienen zuweilen ± heller. 10-11,5 min. Pontische Art, westlich bis Österreich (Niederösterreich, Neusiedler See, Burgenland) und Slowakei, östlich bis Südrußland. In Mitteleuropa sehr verstreut und selten, auf xerothermen Trockenrasen..

  Gattung in ColKat anzeigen   ...saxicola Dej.


 
-- Schultern gewinkelt, Schulterzähnchen meistens erkennbar. Flügeldecken gestreckter parallelseitig, Halsschild vorn stärker verengt, seine Basis annähernd gerade, nur bei smaragdinus deutlich konkav wie bei saxicola.

   ...24

 
#24 Die Halsschildseitenrandkehle zur Basis stark erweitert, so daß der Raum zwischen Basalgrube und Seitenrand verflacht ist. Halsschildvorderhälfte unpunktiert. Braunschwarz, Halsschildseiten rötlich durchscheinend, Flügeldecken beim ♂ schwach metallisch (meist dunkelgrün), beim ♀ matt, pechbraun, Fühler und Beine gelbrot bis rotbraun. 8-10,5 mm. Europa ohne den hohen Norden, östlich bis Sibirien. In Wärmegebieten (auf Kalk- und Sandboden) meist nicht selten, in der Ebene und den Alpen selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...smaragdinus (Duft., 1812)


 
-- Halsschildseitenrandkehle zur Basis nicht verbreitert, bis zur Hinterecke gleichmäßig schmal, der Raum zwischen Seitenrand und Basalgrube leicht gewölbt. Halsschild meist auf der ganzen Fläche fein und weitläufig punktiert, die Punktur zur Basis kräftiger und dichter. Oberseite metallisch grün [Abb.14], blau oder kupfrig, selten schwarz, ♂ wenig glänzender als das ♀, Aedoeagus: [Abb.15]. Fühler vom 2. Glied an ± geschwärzt, Beine meist dunkel. 8-11,2 mm. Von den Azoren über Europa ohne die Britischen Inseln bis Sibirien verbreitet, im Süden sehr häufig, in Mitteleuropa meist nicht selten, aber von sehr schwankender Häufigkeit. Gern auf Kulturland und wie rufipes an Erdbeeren schädlich. Schwarze Exemplare sind von dem ähnlichen attenuatus durch die Beborstung der vorletzten Sternite zu unterscheiden.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...distinguendus (Duft., 1812)



Beachte auch den sehr ähnlichen affinis mit punktierten (und behaarten) äußeren Zwischenräumen LZ    >>>12
HARPALUS DISTINGUENDUS
Abb.14
HARPALUS DISTINGUENDUS.JPG
Abb.15
#25 Fühler und Beine vollständig gelbrot - rotbraun, Oberseite braun mit schwach bläulichem Schimmer, besonders am Halsschild. Dieser nicht ganz 1 1/2 X so breit wie lang, seine Seiten etwas stärker konvex. Flügeldeckenbasal- und Seitenrand gehen im Bogen ineinander über. Die Episternen der Hinterbrust wenig länger als breit. Hinterleibssternite spärlich punktiert und behaart. ♂ wie ♀ wenig glänzend und deutlich netzartig (isodiametrisch) skulptiert (50 X). 8,5-9,5 mm. Rußland (Westsibirien). Soll am Neusiedler See gefunden worden sein, was sehr zweifelhaft ist

  Gattung in ColKat anzeigen   ...akinini Tschitsch.


 
-- Fühler meist schon vom 2. Glied ab ± geschwärzt, Beine braun, seltener gelb (f. diversus Dejean 1829), Schenkel meist geschwärzt. Oberseite schwarz mit dunklem Blau-, Grün- oder Bronzeschimmer. Halsschild 1 1/2 X so breit wie lang, seine Seiten etwas flacher konvex. Flügeldeckenbasal- und Seitenrand bilden einen sehr stumpfen Schulterwinkel. Die Episternen der Hinterbrust schmal, fast doppelt so lang wie breit, Hinterleibssternite etwas dichter und kräftiger punktiert und behaart. ♂ glänzend, ♀ matter und stärker schuppig (dachziegelartig) skulptiert (50 X). 8-11 mm. Vom Mittelmeergebiet über Kleinasien bis Ostrußland. Wird aus der Slowakei gemeldet.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...oblitus Dej.


 
#26 Halsschild knapp 1,3 x so breit wie lang, mit ± scharf markierten Hinterwinkeln. Episternen der Hinterbrust sehr gestreckt, mindestens doppelt so lang wie breit. Oberseite ganz schwarz oder Flügeldecken braun. Schenkel geschwärzt, Schienen hell. 5,5-7 mm. Mittelmeergebiet, von wo die Art nördlich bis Paris, in Mitteleuropa bis Österreich (Neusiedler See, Niederösterreich) und Tschechoslowakei (Mähren) vordringt. Bisher nicht in Deutschland gefunden.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...pygmaeus Dej.



(Einen ähnlich schmalen Halsschild hat sulphuripes, dieser aber meist größer, seine Halsschildbasalpunktur nahezu auf die schmalen Basalgruben beschränkt, mit etwas kürzeren Episternen und glänzender, oft metallischer Oberseite. Vergleiche LZ    >>>37)
 
-- Halsschild stets merklich stärker quer, andernfalls wesentlich größer. Bei ähnlich kleinen Arten sind die Beine nicht geschwärzt und die Episternen viel kürzer.

   ...27

 
#27 Die Flügeldeckenzwischenräume laufen vor der Spitze deutlich gewölbt spitz zu. Im 7. Intervall können einige Apikalpunkte vorkommen (a. solieri Dejean 1831). Halsschild etwas schmäler als die Flügeldecken, nur etwa 1/3 breiter als lang, zu den leicht stumpfwinkligen Hinterecken gerade oder schwach konvex verengt. Episternen der Hinterbrust mindestens doppelt so lang wie breit. Schwarz, Oberseite oft bläulich schimmernd [Abb.16], Fühler bis auf die ± angedunkelten Mittelglieder sowie Taster und Tarsen, zuweilen auch die Schienen rötlich. Die Nominatrasse im westlichen Mittelmeergebiet (Halsschildbasis gröber punktiert, größte Halsschildbreite etwa in der Mitte). In Mitteleuropa die ssp. centralis Schauberger 1929 (Halsschildbasis feiner punktiert, größte Halsschildbreite im vorderen Drittel). Aedoeagus [Abb.17]. 9-11 mm. Von Nordwestafrika über West-, das südliche und mittlere Mitteleuropa bis Transkaspien verbreitet, im Westen nördlich bis Frankreich, Belgien und Südengland, in Mitteleuropa bis Rheinland, Hessen, Thüringen, Sachsen und Schlesien, meist selten, nur in Wärmegebieten zeitweise häufiger.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...tenebrosus Dej., 1829


HARPALUS TENEBROSUS
Abb.16
HARPALUS TENEBROSUS.JPG
Abb.17
-- Bei leicht konkav verengtem Halsschild mit scharfen Hinterwinkeln [Abb.18] [Abb.19] siehe attenuatus    >>>36
HARPALUS ATTENUATUS
Abb.18
HARPALUS ATTENUATUS
Abb.19
-- Zumindest die 3 inneren Flügeldeckenzwischenräume vor der Spitze flach und nicht ausgesprochen zugespitzt. Halsschild breiter, Episternen der Hinterbrust kürzer

   ...28

 
#28 3. Flügeldeckenintervall hinter der Mitte mit 2-3 Porenpunkten am 2. Streifen. Schwarz, das etwas glänzendere ♂ selten schwach blau schimmernd. Körperanhänge rostrot, Beine, besonders die Schenkel, manchmal geschwärzt. Halsschildhinterwinkel leicht abgerundet, die Basalgruben tiefer und der Kopf meist breiter als bei dem ähnlichen, im Durchschnitt kleineren latus. 10-11,5 mm. Von Frankreich über Mittel- und Nordeuropa bis Sibirien. Vorzugsweise in montanen Waldgebieten und dort meist häufig, im Flachland selten. (quadripunctatus Dej.)

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...laevipes Zetterstedt, 1828


 
-- Flügeldecken hinter der Mitte mit höchstens 1 eingestochenen Porenpunkt im 3. Intervall.

   ...29

 
#29 Halsschild nach hinten lang ausgeschweift verengt mit rechtwinkligen Hinterecken, Basis abgeflacht. Schwarz, glänzend, Flügeldecken beim ♀ matt, Fühler rostrot, Beine ± dunkelbraun, Schienen und Tarsen rötlich aufgehellt. 10-14 mm. Mittel- und Südeuropa, östlich bis Westasien. Besonders im Gebirge, fehlt in der Tiefebene. Meist nicht häufig. (Beachte auch die Gattung Trichotichnus mit ähnlicher Halsschildform.)

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...atratus Latr., 1804


 
-- Bei weniger breiter, nicht abgeflachter Halsschildbasis, die besonders auch zwischen Basaleindruck und Seitenrand deutlich gewölbt ist, siehe attenuatus    >>>36  
-- Halsschildseiten nach hinten nicht deutlich ausgeschweift verengt, andernfalls wesentlich kleiner. 7-11 mm.

   ...30

 
#30 Halsschildseitenrand ± konvex, selten fast gerade verengt, die Hinterecken verrundet, der Vorderrand tiefer ausgebuchtet, Halsschild mehr als 1,5 x so breit wie lang. Kopf groß. Schwarz, schwach glänzend, Flügeldecken des ♀ matt; Beine braunrot oder braun, Schenkel meist schwarz, Fühler rostrot. Flügeldeckenstreifen fein, nicht vertieft. 8-10,5 mm. Von Ostfrankreich und Belgien, südlich vom Alpensüdrand, über Mittel-, Nord- und Osteuropa bis Sibirien. Auf dürrem Sandboden, auch im Gebirge, meist selten, im Nordosten häufiger. (fuliginosus Dft, 1812)

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...solitaris Dej., 1829


 
-- Halsschildseiten von der Mitte zu den Hinterecken fast geradlinig, der Vorderrand meist flacher ausgebuchtet. Beine stets ganz rötlichgelb, Flügeldeckenstreifen besonders beim ♂ stärker eingedrückt. Halsschildseitenrand meist aufgehellt

   ...31

 
#31 Größere Art von 8-11 mm. Halsschildvorderecken stärker vorgezogen, der Seitenrand vorn stark einwärts gekrümmt, die Seitenrandkehle zu den Vorderecken verschmälert; Vorderrand in der Mitte unterbrochen. Kopf ziemlich groß. Schwarz, glänzend, Flügeldecken des ♀ matt. Aedoeagus mit deutlichem Endplättchen, davor unterseits an den Rändern sehr fein gezähnelt [Abb.20] [Abb.21]. Von Mittelfrankreich bis Sibirien, vom nördlichen Mittelmeerraum bis Nordeuropa. Eurytop, in Mitteleuropa in lichten Waldbeständen und Sandgebieten häufig, geht bis in subalpine Höhen

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...latus (L., 1758)


HARPALUS LATUS.GIF
Abb.20
HARPALUS LATUS
Abb.21
-- Arten von 6-8 mm, die oft nur durch Genitaluntersuchung sicher zu trennen sind. Stets mit deutlichem gelbem Halsschildseitenrand. Penisspitze unterseits glatt.

   ...32

 
#32 Halsschild mit deutlich vollständiger Vorderrandung, seine Seitenrandkehle zu den Vorderecken nicht verschmälert. Flügeldeckenepipleuren auch bei ausgefärbten Tieren rötlich. Kein oder nur ein angedeuteter Kinnzahn [Abb.22]. Oberseite beim ♂ ziemlich matt, auch die inneren Intervalle deutlich chagriniert (50 x) und fein punktiert, ♀ noch matter. Die kleinste und schmalste Art der Gruppe [Abb.23]. Aedoeagus [Abb.24] [Abb.25]. 6-7,5 mm. Europa ohne die Pyrenäen-Halbinsel und den hohen Norden. Da in den älteren Faunenverzeichnissen die beiden folgenden Arten noch nicht berücksichtigt wurden, sind die Verbreitungsangaben für luteicornis unsicher.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...luteicornis (Duft., 1812)


HARPALUS LUTEICORNIS
Abb.22
HARPALUS LUTEICORNIS
Abb.23
HARPALUS LUTEICORNIS.GIF
Abb.24
HARPALUS LUTEICORNIS
Abb.25
-- Halsschildvorderrand in der Mitte feiner oder unterbrochen, die Seitenrandkehle zu den Vorderecken meist verschmälert. Epipleuren meist schwarz. Kinnzahn etwas [Abb.26] oder viel deutlicher [Abb.27] [Abb.28]. Oberseite des ♂ glänzender, die Chagrinierung der inneren Flügeldeckenintervalle stellenweise fast erloschen. Durchschnittlich etwas größer und breiter, 7-8 mm. Auf diese Arten dürften sich viele alte Meldungen des luteicornis beziehen.

   ...33

HARPALUS PROGREDIENS
Abb.26
HARPALUS XANTHOPUS
Abb.27
HARPALUS WINKLERI
Abb.28
 
#33 Halsschild zu den stumpfwinklig verrundeten Hinterecken gleichmäßiger und stärker verengt, seine Basis eher schmaler als die Schultern [Abb.29]. Schulterzähnchen kleiner. Penisspitze kürzer [Abb.30] [Abb.31]. 7-8 mm. Von der Krim beschrieben. Bisher von Skandinavien bis zum Alpensüdrand, westlich bis zu den Niederlanden, Deutschland und der Schweiz, östlich bis Rußland bekannt geworden. In schattigen Gebieten, in den Alpen bis 2000 m. Meist selten. xanthopus ssp.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...winkleri Schaub., 1923


HARPALUS WINKLERI
Abb.29
HARPALUS XANTHOPUS.GIF
Abb.30
HARPALUS WINKLERI
Abb.31
 
-- Halsschild zu den verrundet rechtwinkligen Hinterecken leicht ausgeschweift, aber wenig verengt, seine Basis häufig etwas breiter als die Schultern. Die Punktur an der Halsschildbasis gröber, mitunter fast runzelig.. Humeralzähnchen kräftiger. Penisspitze länger [Abb.32]. 7-8 mm. Von der Schweiz über fast ganz Mittel- und Osteuropa bis Westsibirien verbreitet. In Mitteleuropa nicht in der Tiefebene. In lichten Auwäldern unter Steinen, morschen Rinden und Genist.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...progrediens Schaub., 1922


HARPALUS PROGREDIENS.GIF
Abb.32
 
#34 Halsschild von der Mitte zur Basis wesentlich verengt und vor den Hinterwinkeln meist etwas ausgeschweift, ± herzförmig [Abb.33]; allerdings kommen auch Exemplare mit ganz geraden, dann aber doch deutlich nach hinten verengten Halsschildseiten vor [Abb.34].

   ...35

HARPALUS RUFIPALPIS
Abb.33
HARPALUS RUFIPALPIS
Abb.34
-- Halsschild zur Basis nicht oder nur wenig verengt, ± gleichmäßig konvex bis gerade.

   ...38

 
#35 Körperanhänge vollständig rötlich oder rotbraun, sehr selten die Beine etwas geschwärzt. Flügeldecken ohne Apikalpunkte im 7. Zwischenraum

   ...36

 
-- Wenigstens das 2. und 3. Fühlerglied schwärzlich, auch Schenkel und Schienen ganz oder die Schienen nur zur Spitze geschwärzt. Flügeldecken oft mit Apikalpunkten im 7. Zwischenraum

   ...37

 
#36 Die breiten Halsschildbasaleindrücke sehr grob punktiert, außerhalb der Gruben etwas weniger große Punkte an Basis und Seitenrand, manchmal in größerem Umfange fein punktiert [Abb.19]. Episternen der Hinterbrust sehr lang, nach hinten stark verschmälert. Kopf ziemlich groß. Halsschild vor den Hinterecken ± ausgeschweift [Abb.18]. Flügeldeckenstreifen mäßig tief. Schwarz, ♂ glänzend, ♀ Flügeldecken matt (manchmal die vorletzten Sternite mit verstreuten Härchen). Halsschildseiten oft fein hell gerandet. Aedoeagus [Abb.35] [Abb.36]. 7-9 mm. Mitteleuropa, Mittelmeergebiet, östlich bis Westasien. In Küstendünen Belgiens und der Niederlande, im eigentlichen Mitteleuropa noch nicht nachgewiesen.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...attenuatus Steph., 1828


HARPALUS ATTENUATUS
Abb.19
HARPALUS ATTENUATUS
Abb.18
HARPALUS ATTENUATUS.JPG
Abb.35
HARPALUS ATTENUATUS1
Abb.36
-- Halsschildbasaleindrücke schmal, nicht besonders grob punktiert, einzelne größere Punkte auch außerhalb der Basalgruben. Episternen nicht auffallend lang. Körperform dem honestus ähnlich, aber kleiner, gewölbter und schlanker, insbesondere der Halsschild kaum 1/3 breiter als lang. Schwarz, Oberseite zuweilen mit blau bis grünem Metallschimmer. Nahtwiinkel der Flügeldecken beim ♀ schwach zahnförmig vorspringend. 6-8,5 mm. (Ist der Halsschild flacher, nach hinten wenig verengt und seine Basis so breit wie die Schultern, handelt es sich um abweichend punktierte Exemplare von winkleri, LZ    >>>33). West- und Südeuropa, nördlich bis Mittelfrankreich. Alte Meldungen aus dem Elsaß, Hessen und Thüringen. Heute wohl nur noch in Österreich und der Tschechoslowakei

  Gattung in ColKat anzeigen   ...sulphuripes Germ., 1824


 
#37 Oberseite der ♂ leuchtend blau oder grün metallglänzend, das matte ♀ schwächer metallisch. Halsschild an den Seiten ziemlich gerundet, zu den Hinterecken stärker, zuweilen ausgeschweift verengt. Flügeldecken des ♀ mit zahnförmig vorspringendem Nahtwinkel. Apikalpunkte im 7. Flügeldeckenintervall fehlen meist, oft nur 1 Punkt vorhanden. Penis in Aufsicht parallelseitig, das Endscheibchen halbkreisförmig abgerundet. 8-10 mm. Von Westeuropa bis Sibirien, nicht in Nordeuropa. In Mitteleuropa nicht in der Ebene, meist an Wärmestellen und nur verstreut und selten, im Südosten anscheinend sporadisch etwas häufiger.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...honestus (Duft., 1812)


 
-- Oberseite schwarz glänzend, gelegentlich mit leichtem Blauschimmer, Flügeldecken des ♀ matt. Halsschild ± rechteckig, an den Seiten weniger gerundet erweitert, nach vorn stärker, zur Basis schwächer, gerade oder meist leicht ausgeschweift verengt. Flügeldeckennaht des ♂ selten etwas zahnförmig ausgezogen. Apikalpunkte im 7., oft auch im 5. Flügeldeckenintervall meist vorhanden, fehlen nur selten. Aedoeagus [Abb.37]. 8-10 mm. Von Nordafrika und Europa ohne den hohen Norden bis Westsibirien. In Mitteleuropa meist nicht selten, nur im Norden und den Alpen seltener. In Kiefernheiden und lichten Wäldern. (rufitarsis Dft)

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...rufipalpis Sturm, 1818



Eine gedrungenere (~7,5 mm) und gewölbtere Form mit stumpferen Halsschildhinterecken und kürzeren Episternen in Südwesteuropa. Sie könnte auch im westlichen Mitteleuropa vorkommen. ssp.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...decipiens Dejean, 1829


HARPALUS RUFIPALPIS.JPG
Abb.37
 
#38 Schwarze Arten von 12-16 mm Länge

   ...39

 
-- Arten unter 12 mm

   ...40

 
#39 Vorderschienen schräg abgestutzt, der Außenwinkel tritt lappenförmig vor [Abb.38]. Körper breiter und flacher. Halsschildseiten stärker gerundet mit sehr breiter Seitenrandkehle. Fühlerbasis meist stark geschwärzt. Rand der Halsschildbasis in der Mitte ± unterbrochen. 13-16 mm. Von Frankreich bis Sibirien, nördlich bis Südschweden; in Mitteleuropa meist lokal und selten, fehlt im Nordwesten der deutschen Tiefebene, wird östlich der Elbe etwas häufiger. Xerophil in Sandgebieten.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...hirtipes (Panz., 1797)


HARPALUS HIRTIPES
Abb.38
 
-- Vorderschienen am Ende quer abgestutzt [Abb.39]. Habitus [Abb.40]. Oberseite gewölbt. Halsschildseiten weniger gerundet, in der Basalhälfte fast geradseitig, die Seitenrandkehle schmal, die Wölbung reicht fast bis zum Halsschildseitenrand, Basalrand vollständig. Fühlerbasis meist weniger geschwärzt. Aedoeagus [Abb.41]. 13-14 mm. Von Spanien bis Westsibirien; in Mitteleuropa selten, nur im Süden und Osten in Kalkgebieten.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...zabroides Dej, 1829


HARPALUS ZABROIDES
Abb.39
HARPALUS ZABROIDES
Abb.40
HARPALUS ZABROIDES.JPG
Abb.41
 
#40 3.-5. Sternit außer den 2 obligaten Borstenpunkten mit zusätzlichen Borsten oder Haare tragenden Punkten

   ...41

 
-- Vorletzte Sternite nur mit den beiden obligaten Borstenpunkten.

   ...48

 
#41 Körperanhänge einheitlich gelb bis bräunlich. Flügeldecken im 3. Zwischenraum mit 2 oder 3 eingestochenen Punkten, von denen einer vor der Mitte liegt; 7. Intervall fast stets mit 2-5 feineren Apikalpunkten. Schwarz, Flügeldecken des ♀ matt; Epipleuren rötlich, manchmal auch die Halsschildseiten- und Flügeldeckenränder. Halsschild vor den scharf rechtwinkligen Hinterecken kaum ausgeschweift. 7,5-9,5 mm. Mittel- und Osteuropa bis zum Nordbalkan und Südrußland. Bei uns in Sandgebieten, nicht häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...autumnalis (Duft., 1812)


 
-- Wenigstens die Schenkel geschwärzt.

   ...42

 
#42 3., 5. und 7. Zwischenraum der Flügeldecken mit Porenpunkten. 1-2 Basalglieder der Fühler gelbrot.

   ...43

 
-- Nur der 3. Zwischenraum der Flügeldecken mit 1 Porenpunkt, 7. ohne Apikalpunkte.

   ...44

 
#43 Schwarz mit schwachem blauen Schimmer. Schenkel pechbraun, Schienen und Tarsen etwas oder deutlich heller. Aedoeagus: [Abb.42]. 9,5 mm. Kleinasien.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...anatolicus Tschitscherine, 1898


HARPALUS ANATOLICUS.JPG
Abb.42
 
-- Beine schwarz, Tarsen rotbraun. Endsporn der Vorderschienen verdickt [Abb.43]. Hier ausnahmsweise auf den vorletzten Sterniten behaarte Exemplare von H. serripes; siehe LZ    >>>49
HARPALUS SERRIPES
Abb.43
 
-- weitere Arten siehe Reitter Best. Tabellen p. 106 ff.  
#44 Fühler einfarbig rötlichgelb bis -braun. Halsschild dem einer Amara ähnlich, an der Basis am breitesten, von der Mitte zur Basis höchstens leicht verengt [Abb.44]. Schwarz, fettglänzend, Schenkel und Schienen ± geschwärzt. Vorderschienen am Ende quer abgestutzt. An den Seiten des 3. und 4. Sternits mit einer kleinen Gruppe von Porenpunkten und Börstchen. Sehr gedrungene, gewölbte Art. Aedoeagus [Abb.45]. 7,5-10,4 mm. Von Ost- und Nordfrankreich bis Sibirien und Nordchina; nördlich bis Südschweden und Leningrad, südlich bis Venetien und Siebenbürgen. In Deutschland lokal und selten, nur im Osten häufiger. Auf Sandboden, vorzugsweise in der Ebene. Kommt ans Licht.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...froelichii Sturm, 1818
(=froelichi Sturm, 1818)


HARPALUS FROELICHI
Abb.44
HARPALUS FROELICHII.JPG
Abb.45
-- Mindestens 2. und 3. Fühlerglied kräftig geschwärzt. Halsschild an der Basis wenigstens geringfügig schmäler als in der Mitte

   ...45

 
#45 Größere, gewölbte Art von 9-12 mm. Hinterschenkel vor dem Hinterrand mit nur 4-5 Borstenpunkten. Siehe H. serripes (Quensel), LZ    >>>49  
-- Kleinere Arten von 6-8,5 mm. Hinterschenkel am Hinterrand mit mindestens 7 Borsten

   ...46

 
#46 Halsschildseiten gerundet, zu den abgerundet stumpfwinkligen Hinterecken ziemlich stark verengt. Schwarz, fettglänzend, ♀ etwas matter. 1. Fühlerglied hell gelbrötlich, Tarsen rotbraun. 6-8,5 mm. Europa von Frankreich bis Südrußland und von Nordeuropa bis Norditalien. In Mitteleuropa nicht überall, fehlt in Süddeutschland und Österreich. In Sandgebieten, im allgemeinen selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...neglectus Serv., 1821


 
-- Halsschild nach hinten sehr schwach verengt, die Hinterecken in der Anlage fast rechtwinklig. Fühler mit rötlichem Basalglied, sonst in großem Ausmaß geschwärzt. Schwarz, Halsschildseitenrand und Tarsen rotbraun, Beine sonst dunkelbraun.

   ...47

 
#47 Körper kürzer und plumper. Halsschild im Vergleich zu den Flügeldecken größer, bis zum Seitenrand gewölbt und vor den Hinterecken ohne Schrägeindruck; die sehr schmal gerandeten Seiten gerundet zur Basis verengt, Hinterecken breit abgerundet. Penisspitze vor dem dreieckigen Scheibchen parallel [Abb.46]. Oberseite metallisch oder schwarz. 7-8,5 mm. Südeuropa, Mittelmeergebiet, Kleinasien, Kaukasus. In Mitteleuropa am Neusiedler See und in Süd Kärnten.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...fuscicornis Ménétr.


HARPALUS FUSCICORNIS.GIF
Abb.46
 
-- Weniger gedrungen, namentlich die Flügeldecken des Männchens gestreckter. Halsschild weniger gewölbt, mit seitlichem Schrägeindruck, Seitenränder etwas breiter. Die Seiten nach hinten fast gerade verlaufend, zur Basis kaum verengt, Hinterecken sehr schwach abgerundet. Penisspitze kürzer, breit, vor dem dreieckigen Scheibchen allmählich nach hinten verbreitert [Abb.47]. 7-8,5 mm.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...fuscipalpis Sturm, 1818


HARPALUS FUSCIPALPIS.GIF
Abb.47
 
#48 Halsschild zur Basis nicht verschmälert, Hinterecken recht- bis fast spitzwinklig, die Basis deutlich konkav und mehr als 1,5 x so breit wie die Halsschildlänge. Körper Amara-ähnlich, ziemlich flach. Schwarz oder schwarzbraun, Halsschildseiten und Flügeldecken oft umfangreich rötlichbraun aufgehellt, Fühler und Taster hell rötlichbraun, Beine schwarz oder braun, bei helleren Formen auch zum Teil aufgehellt. 7-8,5 mm. Von Westeuropa bis Sibirien und zur Mongolei, im südlichen Nordeuropa noch anzutreffen. In Mitteleuropa im Norden, Westen und Süden nur sporadisch und selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...servus (Duft., 1812)


 
-- Halsschild fast stets zur Basis verschmälert und seine Hinterwinkel abgestumpft, andernfalls sein Hinterrand nicht deutlich konkav und höchstens 1,5 x so breit wie die Halsschildlänge.

   ...49

 
#49 Größere (9-12 mm), gewölbte, ziemlich plumpe Art [Abb.48]. Vorderschienen mit 3-6 Präapikaldornen, Endsporn verdickt [Abb.43]. Schwarz, glänzend, Flügeldecken der ♂ matt. An den Beinen höchstens die Tarsen heller. Fühler mit hellem 1. Glied, 2. und 3. (4.) kräftig geschwärzt, die übrigen meist mit dunklem Längsstrich. Bei dieser Art kommen gelegentlich Exemplare mit umfangreicherer Behaarung der Abdominalsternite vor (vgl. LZ    >>>43). Aedoeagus: [Abb.49]. Paläarktisch verbreitet, in Mitteleuropa nur stellenweise häufiger, meist selten, fehlt den höheren Gebirgen ganz. Xerophil in Sandgebieten.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...serripes (Quensel, 1806)


HARPALUS SERRIPES
Abb.48
HARPALUS SERRIPES
Abb.43
HARPALUS SERRIPES.JPG
Abb.49
 
-- Arten unter 11 mm, die größeren haben zumindest helles 2. und 3. Fühlerglied und helle Schienen, andernfalls nur 3 Präapikaldornen an der Außenkante der Vorderschienen (anxius, taciturnus). (Zur Beurteilung der Präapikaldornen muß man die Schienen genau von der Fläche her ansehen, nur die Dornen direkt an der Außenkante zählen. Bei verkanteter Sicht könnten leicht Dornen der Unterseite für Präapikaldornen gehalten werden.)

   ...50

 
#50 Halsschildhinterwinkel ± scharf ausgeprägt, fast rechtwinklig, nur die Winkelspitze abgerundet, viel schärfer als die Vorderwinkel.

   ...51

 
-- Halsschildhinterwinkel stumpfwinkliger verrundet.

   ...53

 
#51 Flügeldeckenbasis ohne Porenpunkt am Beginn des Scutellarstreifs. 3. Intervall fast stets ohne Porenpunkt (mit Porenpunkt die var. pseudoanxius Schauberger 1930). Fühler einfarbig hell. Schwarz, Beine z. T. (besonders die Tarsen) rötlich. Flügeldecken beim ♀ matt. 7,8-9 mm. Südosteuropa, östlich bis Kaukasus und Krim, westlich ins südöstliche Mitteleuropa einstrahlend (Niederösterreich, Burgenland, Mähren). Diskontinuierlich in Westeuropa (Südfrankreich, Nordspanien). Thermophil, in Mitteleuropa nur stellenweise und sehr selten.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...albanicus Rtt., 1900


 
-- Flügeldecken mit feinem Porenpunkt an der Basis des Scutellarstreifs. Im 3. Intervall mit 1 Porenpunkt am Beginn des letzten Drittels. Fühler oft teilweise ± angedunkelt

   ...52

 
#52 Der Borstenpunkt der Halsschildseiten liegt an der Stelle der größten Halsschildbreite, der Halsschild von dort nach hinten nur schwach und fast gerade verengt, Hinterwinkel annähernd rechtwinklig. Flügeldecken etwas breiter, die Furchen sehr fein und die Intervalle flach. Schwarz, fettglänzend, ♀ matter. Fühler und Beine zum Teil geschwärzt. Aedoeagus [Abb.50]. 6,6-8 mm. Paläarktisch verbreitet. Xerophil, in Sandgebieten nicht selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...anxius (Duft., 1812)



Von dieser Art kommen Stücke mit einer Apikalreihe im 7. Flügeldeckenzwischenraum vor.
HARPALUS ANXIUS.JPG
Abb.50
 
-- Der Borstenpunkt der Halsschildseiten liegt ein wenig vor der breitesten Stelle, Halsschild nach hinten stärker verengt, seine Hinterwinkel stumpfer. Flügeldecken etwas schmaler, mit breiteren, leicht vertieften Furchen und schwach gewölbten Zwischenräumen. Schwarz, Beine rot- bis dunkelbraun, zuweilen ± geschwärzt, Fühler und Tarsen gewöhnlich gelb bis bräunlich. 7-8 mm. Wie anxius weit verbreitet, aber seltener. Im Rheinland, Hessen, Niederösterreich, Neusiedler-See-Gebiet und Burgenland sowie der Tschechoslowakei festgestellt, wo er nach Havelka häufiger ist als anxius. (Nach Maran 1935 nur eine Rasse des sehr variablen anxius.)

  Gattung in ColKat anzeigen   ...subcylindricus Dej., 1829


 
#53 Flügeldecken weder an der Basis des Scutellarstreifs noch im letzten Drittel des 3. Intervalls mit Porenpunkt

   ...54

 
-- Flügeldecken mit Porenpunkt an der Basis des Scutellarstreifs (Vorsicht! Der Scutellarpunkt kann sehr undeutlich sein). Der Porenpunkt im 3. Intervall fehlt nur ausnahmsweise

   ...55

 
#54 Halsschild stark quer mit gerundeten Seiten und breit verrundeten oder stumpfwinkligen Hinterecken [Abb.51]. Vorderschienen mit 3 Präapikaldornen. Die Basalkante der Flügeldecken geht ± im Bogen in den Seitenrand über. ♀ Schwarz oder schwarzbraun, kaum matter als das fettglänzende ♂, Schienen und Tarsen braunrot, Fühler hell gelblichrot. 4,6-6,2 mm. Von Südfrankreich bis Westsibirien, in Europa nördlich bis Südschweden. In Mitteleuropa wohl überall, aber nur auf sonnenexponierten Sandböden ziemlich häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...pumilus Sturm, 1818
(=vernalis (F.))

HARPALUS PUMILUS
Abb.51
 
-- Mit pumilus weitgehend übereinstimmend, jedoch durchschnittlich größer, 5,5-7,2 mm. Halsschild noch stärker quer, seine Basalgruben tiefer und deutlicher punktiert. Flügeldecken mit gut ausgebildetem Schulterzähnchen. Vorderschienen mit 4-5 Präapikaldornen. Schienen oft geschwärzt. Nord- und Mitteleuropa. Auf Sandboden (xerophil), besonders im Westen weitaus seltener als pumilus

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...picipennis (Duft., 1812)


 
#55 Fühler mit Ausnahme des rotgelben Basalgliedes dunkel, selten ganz hell (pulchrinulus Reitter). Halsschild zur Basis etwas verengt, die Hinterwinkel stumpfwinklig verrundet. Flügeldeckenintervalle leicht gewölbt. Schwarz, Oberseite oft blauviolett schimmernd, Beine schwarz, nur die Tarsen etwas heller. Von dem ähnlich großen anxius durch stumpfwinklige Halsschildhinterwinkel und die gewölbten Flügeldeckenintervalle zu unterscheiden. 7-8 mm. Von Südosteuropa bis Sibirien. Für Mitteleuropa nur einmal in Niederösterreich gemeldet. Heutiges Vorkommen fraglich.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...taciturnus Dej.


 
-- Fühler stets einfarbig gelbrot. Oberseite nur ausnahmsweise mit schwachem Blauschimmer.

   ...56

 
#56 Kleine Art von 5,5-6,8 mm. Halsschild stark quer, fast um die Hälfte breiter als lang, mäßig gewölbt, zu den stumpfen Hinterwinkeln gerundet verengt. Schienen mit 5 Präapikaldornen. Schwarz, glänzend, ♀ matt, Halsschildseitenrand rötlichbraun. Fühler, Taster, Schienenbasis und Tarsen gelbrot. Der Porenpunkt im 3. Flügeldeckenintervall kann fehlen (a. impunctata Kolbe 1931). Mittel-, nördliches Süd- und Osteuropa, östlich bis Sibirien und Japan. In Mitteleuropa in Wärme- (Sand-)gebieten, besonders im Norden meist selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...modestus Dej., 1829


 
-- Größere Arten von 7-11 mm

   ...57

 
#57 Vorderschienen mit 4 (oder 3) Präapikaldornen. Halsschild stärker gewölbt und dadurch weniger quer, mit stärker verrundeten Hinterecken. Intervalle an der Flügeldeckenspitze gewölbt und die Furchen vertieft. Schwarz, glänzend, nach Müller manchmal mit schwachem Violettschimmer, Körperanhänge rotbraun, nur die Schenkel ± angedunkelt. Durchschnittlich kleiner als die folgenden Arten, 7-9 mm. Südosteuropa, westlich bis zur Schweiz. In Mitteleuropa in Osterreich und der Slowakei, in Deutschland bisher nur aus dem bayerischen Donaugebiet nachgewiesen

  Gattung in ColKat anzeigen   ...flavicornis Dej., 1829


 
-- Vorderschienen mit 5-6 Präapikaldornen. Halsschild etwas breiter, zur Basis weniger verengt. Durchschnittlich größer, 8-11 mm

   ...58

 
#58 Beine einfarbig hell rötlich oder rötlichbraun. Körper stärker gewölbt, besonders der Halsschild im Bereich der Hinterecken nicht verflacht. Flügeldeckenfurchen an der Spitze nicht vertieft und Intervalle flach. Flügeldecken des ♀ etwas matter als beim ♂. 8-10 mm. Osteuropa bis Sibirien. In Mitteleuropa zwar viele alte Meldungen (Brandenburg, Mittelelbe, Braunschweig, Hannover, Hessen, Pfalz und Lothringen), heute wohl nur noch in Thüringen, der Tschechoslowakei und Österreich (Umgebung Wien, Neusiedler See) und auch dort nur sehr verstreut und selten.

  Gattung in ColKat anzeigen   ...politus Dej., 1829


 
-- Beine ± umfangreich geschwärzt, meist nur die Tarsen und die Schienenbasis heller rötlich. Von politus durch den zu den Hinterecken weniger verengten, zwischen Basalgruben und Seitenrand etwas verflachten Halsschild gut zu unterscheiden, auch wenn die Beinfärbung (immatur?) hell ist. Schwarz, Flügeldecken des ♀ matt. 8,4-11 mm. Paläarktisch verbreitet, in Mitteleuropa eurytop in offenem Gelände, nicht im höheren Gebirge, sonst überall häufig

Meldungen in Google Earth anzeigen  Gattung in ColKat anzeigen   ...tardus (Panz., 1797)


 
  affinis
akinini
albanicus
anatolicus
anxius
atratus
attenuatus
autumnalis
cupreus
decipiens
dimidiatus
dispar
distinguendus
flavicornis
froelichii
fuscicornis
fuscipalpis
hirtipes
honestus
laevipes
latus
luteicornis
marginellus
melancholicus
modestus
neglectus
oblitus
picipennis
politus
progrediens
pumilus
punctatostriatus
pygmaeus
roubali
rubripes
rufipalpis
saxicola
serripes
servus
smaragdinus
solitaris
subcylindricus
sulphuripes
taciturnus
tardus
tenebrosus
winkleri
zabroides
Acardystus
Cephalophonus
Cryptophonus
Metophonus
Ophonus
Pangus
Platus
Pseudoophonus
Semiophonus
     Creative Commons Lizenzvertrag
Erstellt am: 05.08.2009
Letzte Aktualisierung: 04.10.2020 - 18:21:47
Version: 3.6.2 von: Arved Lompe
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