Untergattung Florilinus Muls. Coleoptera - Tarsen-5-5-5 - Dermestidae - Anthrenus
  Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse) Informieren Sie mich bitte über Fehler oder Ergänzungen über mailbox@lompe.de
  Durch den vorne nicht eingebuchteten Augenrand von Anthrenus verschieden. (Enthält auch die früheren Untergattungen Anthrenodes Chobaut, Anthrenops Reitter, Helocerus Mulsant sowie Nathrenus Casey).  
#1 Fühler mit 3-gliedriger Endkeule [Abb.1] [Abb.2]. Die letzten beiden Glieder manchmal kaum sichtbar getrennt [Abb.3].

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ANTHRENUS SCROPHULARIAE
Abb.1
ANTHRENUS COLORATUS.GIF
Abb.2
ANTHRENUS VERBASCI
Abb.3
-- Fühlerkeule aus 1 oder 2 Gliedern bestehend [Abb.4], [Abb.5], [Abb.6].

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ANTHRENUS MUSEORUM
Abb.4
ANTHRENUS CAUCASICUS
Abb.5
ANTHRENUS FUSCUS
Abb.6
#2 Fühler 9-gliedrig [Abb.2]. (frühere Untergattung Anthrenops Reitter).
Länglich oval, rotbraun, Fühler und Beine oft gelblich. Schuppen etwa 1,5 x so lang wie breit. Oberseite mit weißen, goldfarbenen und oft auch dunkelbraunen Schuppen. Halsschildscheibe golden, seltener dunkelbraun, die Hinterecken, ± auf die Halsschildseiten ausgedehnt weiß beschuppt. Flügeldecken Beschuppung golden mit 3 ± vollständigen weißen Zickzackbinden. Die goldene Flügeldeckenbeschuppung kann auch durch braune Beschuppung ersetzt werden. 1,8-2,5 mm. Von Nordafrika und Indien nördlich bis Griechenland verbreitet; angeblich mehrfach in Österreich gefunden.

   ...coloratus Reitter

 
-- Fühler 11-gliedrig [Abb.1] [Abb.3]. Schuppen länglicher [Abb.7] [Abb.8]; Habitus [Abb.9].. Untergattung (frühere Untergattung Nathrenus Cas.)

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ANTHRENUS SCROPHULARIAE
Abb.1
ANTHRENUS VERBASCI
Abb.3
ANTHRENUS VERBASCI
Abb.7
ANTHRENUS SIGNATUS
Abb.8
ANTHRENUS VERBASCI
Abb.9
#3 Fühler 8-gliedrig mit 2-gliedriger Keule [Abb.4], [Abb.5]. Die Fühlergrube nimmt die Hälfte der Halsschildseiten ein. Habitus [Abb.10]..

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ANTHRENUS MUSEORUM
Abb.4
ANTHRENUS CAUCASICUS
Abb.5
ANTHRENUS MUSEORUM
Abb.10
 
-- Fühler 5-gliedrig mit nur einem stark vergrößerten Endglied [Abb.6]. Schuppen kurz 3-eckig. Die Fühlergrube durchsetzt den Halsschildseitenrand beim ♀ zur Hälfte, beim ♂ zu 2/3 seiner Länge. (frühere Untergattung Helocerus Muls.)

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ANTHRENUS FUSCUS
Abb.6
 
#4 Schwarz, Fühler, Schienen und Tarsen gelbrot, das letzte (♂) oder die 2 letzten (♀) Fühlerglieder deutlich geschwärzt. Halsschild mit großem, schwarz beschupptem Diskalfleck [Abb.10]. Oberseite schwarz, braungelb und weiß beschuppt. Die weiße Beschuppung an Halsschildhinterwinkel und Basis umfangreich verdichtet. Auf den Flügeldecken 3 dünne, oft unvollständige helle Querbinden, dazwischen einzelne helle Schuppen eingesprengt. Schuppen der Flügeldecken überwiegend kurz, fast 3-eckig [Abb.11]. Fühler [Abb.4]. Aedoeagus [Abb.12]. 2,2-3,6 mm. Holarktisch verbreitet; in Mitteleuropa überall häufig; als Sammlungsschädling weniger von Bedeutung als verbasci.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...museorum (L., 1761)

ANTHRENUS MUSEORUM
Abb.11
ANTHRENUS MUSEORUM.JPG
Abb.12
-- Braun, Halsschildscheibe einfarbig hell oder die Mitte etwas dunkler, aber nicht schwarz beschuppt. (Beachte: Wenn die Halsschildscheibe abgeschuppt ist, kann ein dunkler Diskalfleck vorgetäuscht werden). Fühler meistens ganz hell. Schuppen gestreckter [Abb.13].

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ANTHRENUS OLGAE
Abb.13
 
#5 Halsschild überwiegend weiß oder gelblich beschuppt, jedoch die Scheibe mit kleinen Flecken aus dunkleren braunen Schuppen. Flügeldecken dunkelbraun beschuppt, mit 3 oft in Flecken aufgelösten weißlichen Querbinden. Die Schuppen länger als bei museorum, doppelt so lang wie breit oder länger, in der Endhälfte parallelseitig. Körper schlanker und an den Seiten weniger gerundet sowie durchschnittlich kleiner als museorum. Fühler [Abb.5]. 1,6-2,8 mm. Südrußland, Kaukasus; wurde nach Õsterreich verschleppt und im Museum in Wien schädlich.

   ...caucasicus Reitter

ANTHRENUS CAUCASICUS
Abb.5
 
-- Halsschild einfarbig hell beschuppt.

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#6 Flügeldeckenbinden weiß, die dazwischenliegenden Partieen gelbbraun beschuppt. Flügeldeckenschuppen länger als bei museorum [Abb.13], nicht scharf 3-eckig. Flügeldecken mit 3 Schuppenbinden, von denen die vordere breiter ist als die anderen; dahinter ein heller Apikalfleck. Mittlere und hintere Binde können unterbrochen sein. Kleiner als museorum. 1,7-2,9 mm. Aus Böhmen, von wo zahlreiche Funde vorliegen, beschrieben. Auch in Schlesien gefunden; in Berlin mehrfach. Sicher weiter verbreitet und bisher nicht von museorum getrennt. Sammlungsschädling.

   ...olgae Kalik

ANTHRENUS OLGAE
Abb.13
 
-- Oberseite gelbbraun oder bräunlichgrau mit 3 oft unscharf abgesetzten weißlichgelben Querbinden, oder auch die ganze Oberseite graugelb, fast einfarbig. Körper schlanker als bei museorum. 1,3-3,4 mm. Sibirische Art, die in Warschau als Sammlungsschädling auftrat. Möglicherweise in Ausbreitung begriffen.

   ...flavidus Solsky, 1876


Fühler 5-gliedrig mit keulenförmig vergrößerten Endglied. Schuppen kurz 3-eckig. Die Fühlergrube durchsetzt den Halsschildseitenrand beim ♀ zur Hälfte, beim ♂ zu 2/3 seiner Länge.
 
#7 Halsschildseitenrand hinten konvex, nach vorn ausgeschweift verengt [Abb.14]. Schwarz, Fühler und Beine gelbrot, Oberseite überwiegend schwarz, die Hinterwinkel des Halsschilds in großem Umfang weiß beschuppt. Auf den Flügeldecken sind 3 Querbinden gelblicher Schuppen zu erkennen, die fast völlig in kleine Flecken aufgelöst sind. Nur von der vorderen Binde ist die innere, im Bogen zum Schildchen verlaufende Hälfte meistens vollständig. Fühler [Abb.6]. 2-3,4 mm. Südeuropa stellenweise; in Mitteleuropa im Süden und Mitte nicht selten, im Norden seltener. Wird fast nur im Freiland gefunden.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...fuscus Ol., 1789

ANTHRENUS FUSCUS
Abb.14
ANTHRENUS FUSCUS
Abb.6
-- Halsschildseitenrand geradlinig zu den Vorderwinkel verlaufend [Abb.15]. Braun, Fühler und Beine gelbrot. Oberseite braun, dunkelgelb und weiß beschuppt. Weiß sind Halsschildseiten- und -hinterrand, eine breite, zum Schildchen gebogene Binde auf der Vorderhälfte der Flügeldecken und je eine dünnere Binde hinter der Mitte und vor der Spitze. Sowohl die Binden als auch die braunen Partien sind von einzelnen gelben Schuppen durchsetzt. Fühler [Abb.16]. 2-3 mm. In Polen, Rumänien und Rußland; an Sammlungen schädlich, aber auch in Häusern und im Freien auf Blüten. Möglicherweise auch im östlichen Mitteleuropa.

   ...polonicus Mroczkowski, 1951

ANTHRENUS POLONICUS
Abb.15
ANTHRENUS POLONICUS
Abb.16
#8 Halsschild bis zum Seitenrand gewölbt, die Seiten nach vorn schwach gerundet, fast geradlinig verengt. Flügeldecken an der Spitze gemeinsam verrundet. Schwarz, Oberseite schwarz, braungelb und weiß beschuppt [Abb.9] [Abb.17]. Die überwiegend braungelbe Beschuppung wird nur von kleinen Partieen schwarzer Schuppen durchsetzt; weiß beschuppt sind Halsschildseiten und -hinterwinkel und eine kleine Makel vor dem Schildchen; ferner 3 Querbinden auf den Flügeldecken, von denen die mittlere oft, die vordere gelegentlich in 2 oder 3 Flecken aufgelöst sein kann. Schuppenform [Abb.7] [Abb.18]. 1,7-3,5 mm. Sowohl im Freiland als auch in Häusern. In Insektensammlungen die häufigste Art.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...verbasci (L., 1767)

ANTHRENUS VERBASCI
Abb.9
ANTHRENUS VERBASCI2
Abb.17
ANTHRENUS VERBASCI
Abb.7
ANTHRENUS VERBASCI
Abb.18
-- Halsschild vor dem Seitenrand etwas aufgebogen [Abb.19], die Seiten etwas stumpf gewinkelt. Flügeldeckenspitze mit deutlich einspringendem Winkel [Abb.20]; Schuppen breiter als bei verbasci [Abb.21], Körper rundlicher als dort. Oberseite schwarz und weiß beschuppt. Weiß sind der Halsschild bis auf einen großen Scheibenfleck und 3 Flügeldeckenbinden, von denen die vordere im Bogen zum Schildchen verläuft und die apikale Binde oft das ganze hintere Drittel der Flügeldecken einnimmt. Die Binden können in Flecken aufgelöst sein oder verbreitert und die ganze Oberseite bedecken (var. incanus Friv.). Schuppenform [Abb.8]. 2-3,5 mm. Südosteuropa; Ungarn, sicherlich auch im östlichen Österreich und der Südslowakei nachzuweisen.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...signatus Er.

ANTHRENUS SIGNATUS
Abb.19
ANTHRENUS SIGNATUS
Abb.20
ANTHRENUS SIGNATUS
Abb.21
ANTHRENUS SIGNATUS
Abb.8
  caucasicus
coloratus
flavidus
fuscus
museorum
olgae
polonicus
signatus
verbasci
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Erstellt am: 31.03.2013
Letzte Aktualisierung: 29.11.2018 - 12:50:15