Gattung: Dyschirius Bonelli, 1813 Carabidae - Scaritinae
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  Vorwort

   ...50

Tabelle nach Fedorenko Dyschirius_pal
#1 Flügeldecken mit deutlich erkennbaren Schultern [Abb.1], selten fast abgerundet, dann aber die Basis ungerandet.

   ...2

DYSCHIRIUS SCHULTER2.JPG
Abb.1
 
-- Flügeldecken mit völlig abgerundeten Schultern [Abb.2], der Seitenrand verläuft als Basalkante bis zur halsförmigen Verengung. Siehe Gattung

   ...Reicheiodes Gangelbauer


Man prüfe stets auf globosus (Leitzahl    >>>31 ): 2-2,8 mm, Schultern fast abgerundet [Abb.3], aber Flügeldeckenbasis ungerandet; Halsschildseiten nur bis zur Mitte gerandet. Die am weitesten verbreitete Art der Gattung.
REICHEIODES SCHULTER.JPG
Abb.2
DYSCHIRIUS SCHULTER
Abb.3
#2 Kopfschild mit deutlichem Mittelzahn [Abb.4]

   ...3

DYSCHIRIUS THORACICUS
Abb.4
 
-- Kopfschild ohne Mittelzahn [Abb.5]

   ...5

DYSCHIRIUS SALINUS
Abb.5
 
#3 Flügeldecken mit 3 Dorsalpunkten, nicht chagriniert, glänzend. Der (bewegliche) Endsporn der Vorderschienen an der Spitze um 90° umgebogen [Abb.6]. (D:3, S:0', P:1). Um 4 mm. Östliches Mitteleuropa (oberes Oder- und Elbegebiet) sehr selten; bis Siebenbürgen verbreitet.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...digitatus (Dej., 1825)

DYSCHIRIUS DIGITATUS
Abb.6
 
-- Flügeldecken mit 2 Dorsalpunkten, wenigstens stellenweise chagriniert. Vorderschienenendsporn gleichmäßig schwach gebogen

   ...4

 
#4 Oberseite schwach chagriniert, metallisch glänzend, Flügeldecken vor der Mitte glatt [Abb.7]. Flügeldeckenstreifen deutlich und weitläufig punktiert. Gelegentlich kann einseitig ein zusätzlicher Dorsalpunkt auftreten. (D:2h, S:0, P:1). 3,5-4,5 mm. Bevorzugt an den Küsten von Europa, Nordafrika, Kleinasien, aber nicht obligatorisch litoral oder halophil, auch im Binnenland; östlich bis Sibirien. In Mitteleuropa in der Ebene häufig, sonst nur zerstreut und selten. (arenosus Steph., 1828)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...thoracicus F., 1801

DYSCHIRIUS ARENOSUS
Abb.7
 
-- Die ganze Oberseite gleichmäßig fein chagriniert, daher nur seidenglänzend. Flügeldeckenstreifen unpunktiert. (D:2h, S:0, P:1). 3,5-4,5 mm. In Europa hauptsächlich litoral, von der Kanal- über die Nord- und Ostseeküste bis Finnland, aber auch im Binnenland bis zum Schwarzen- und Kaspischen Meer.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...obscurus (Gyll., 1827)

 
#5 Halsschildseiten vollständig gerandet, der Seitenrand reicht bis zum hinteren Borstenpunkt

   ...6

 
-- Halsschild höchstens bis zur Mitte gerandet.

   ...29

 
#6 Flügeldecken ohne basalen Porenpunkt in der Verlängerung des 1. Streifens [Abb.8]; am Basisabfall kann aber ein deutliches Basalhöckerchen stehen (siehe Anmerkung unten). Flügeldecken mit 3 Dorsalpunkten (Hierher auch Stücke von laeviusculus mit vollständig gerandeten Halsschildseiten (= var. nodifrons), vgl. LZ    >>>32 Von den 3 Arten dieser Gruppe durch nur 2 Flügeldeckendorsalpunkte zu trennen.)

   ...7

DYSCHIRIUS PUSILLUS
Abb.8
 
-- Flügeldecken mit deutlichem basalen Porenpunkt vor dem 1. Streifen [Abb.9]

   ...9


Anmerkung: der Porenpunkt befindet sich am oberen Rand des Basisabfalls un darf nicht mit dem Basalhöckerchen verwechelt werden, das am unteren Rand des Abfalls, kurz vor dem Hals gelegen ist!
DYSCHIRIUS GLOBOSUS
Abb.9
 
#7 Größer, 4-4,5 mm. Flügeldecken lang parallelseitig, doppelt so lang wie zusammen breit, die Streifen bis hinter die Mitte deutlich punktiert, dann bis zur Spitze scharf eingeschnitten, wo sie meist paarweise zusammenlaufen. (D:3, S:3-, P:2). Von Südeuropa über das südöstliche Mitteleuropa bis Turkestan verbreitet. In Mitteleuropa nur am Neusiedler See in der ssp. transsylvanicus Fleischer 1905.

   ...cylindricus (Dej.)

 
-- Kleiner, nur 2-3 mm

   ...8

 
#8 Flügeldeckenbasis ungerandet [Abb.8]. Schlank, Flügeldecken etwa doppelt so lang wie zusammen breit, die bis zur Spitze deutlichen Streifen sind gröber punktiert. Borstenpunkte meist vollständig (D:3, S:3. P:2-). 2-3 mm. Halobiont in Südosteuropa und Südrußland. In Mitteleuropa nur am Neusiedler See, zeitweise häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...pusillus (Dej.)

DYSCHIRIUS PUSILLUS
Abb.8
 
-- Flügeldeckenbasis sehr fein gerandet. Besonders schlank, Flügeldecken gut doppelt so lang wie zusammen breit, die vollständigen Streifen schwächer punktiert. Borstenpunkte teilweise reduziert (D:3, S:2-, P:1). 2-3 mm. Südosteuropa, östliches Mittelmeergebiet. Möglicherweise am Neusiedler See.

   ...bacillus Schaum

 
#9 Flügeldeckenbasis durch den verlängerten Seitenrand fein, aber deutlich gerandet [Abb.10].

   ...10

DYSCHIRIUS ANGUSTATUS
Abb.10
 
-- Flügeldeckenbasis ungerandet, der Seitenrand endet an der Schulter. (Eine unscharfe Randkante kann gelegentlich bei salinus und similis auftreten, reicht aber nie bis zur halsförmigen Verengung).

   ...13

 
#10 Über 4 mm. Punktierung der Flügeldeckenstreifen ziemlich kräftig. Halsschild länglich.

   ...11

 
-- Kleiner, unter 4 mm. Punktierung der Flügeldeckenstreifen fein. Halsschild rundlich. Ein Dorsalpunkt, der einseitig oder (selten) ganz fehlen kann. Flügeldecken schmal (etwa 1,9 x so lang wie breit), fast parallelseitig [Abb.11], Streifen fein punktiert. (D:1h-, S:0, P:1). 2,5-3,5 mm. In Nord- und Mitteleuropa verbreitet, im Norden häufiger, im Süden selten, auf blankem Lehmboden z.B. in Ziegeleien. (uliginosus Putzeys, 1846; wurde auf Stücke ohne Dorsalpunkt im 3. Intervall mit stärker gerundeten und zur Spitze länger verengten Flügeldeckenseiten und etwas schwächer punktierten Streifen begründet.)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...angustatus (Ahr., 1830)



Hierher auch Stücke von semistriatus mit möglicherweise vollständig gerandeten Halsschildseiten, vgl. LZ    >>>30 Von angustatus durch 3 Flügeldeckendorsalpunkte unterschieden.
DYSCHIRIUS ANGUSTATUS
Abb.11
 
#11 Seitenrandkehle der Flügeldecken mit 2 - manchmal sehr feinen -Subhumeralpunkten. Halsschild relativ kürzer und seitlich stärker gerundet. Flügeldecken nicht doppelt so lang wie zusammen breit [Abb.12]; meist mit 3 Dorsalpunkten, die aber bis auf 1 reduziert sein können. (D:3, S:2, P:1). 5-6 mm. Halophil, von Tunis und Süditalien über das östliche Mittelmeergebiet bis Westasien verbreitet. In Mitteleuropa sehr selten am Neusiedler See, in Mähren und der Slowakei

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...strumosus (Dej.)

DYSCHIRIUS STRUMOSUS
Abb.12
 
-- Seitenrandkehle der Flügeldecken ohne Subhumeralpunkte. Halsschild schlank mit fast parallelen Seiten, Flügeldecken sehr schlank und parallel, doppelt so lang wie zusammen breit [Abb.13]. Nur ein Dorsalpunkt. (D:1h, S:0, P:1). 4-5,5 mm. Halobiont. Sehr lokal und sehr selten an Salzstellen des Binnenlandes, aber auch an der Küste Südenglands, der Adriainsel Arbe und am Neusiedler See. Verbreitung bis Südrußland.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...extensus Putzeys, 1846)

DYSCHIRIUS EXTENSUS
Abb.13
 
#13 Seitenrandkehle der Flügeldecken mit höchstens 1 Subhumeralpunkt, der oft nur sehr fein ausgeprägt ist [Abb.14]

   ...14

DYSCHIRIUS NITIDUS
Abb.14
 
-- Seitenrandkehle der Flügeldecken mit 2-3 deutlichen, borstentragenden Subhumeralpunkten [Abb.15] [Abb.16].

   ...22

DYSCHIRIUS INTERMEDIUS
Abb.15
DYSCHIRIUS SALINUS
Abb.16
#14 Größere Arten über 4 mm. Vorderschienen am Außenrand sehr schwach gezähnt, der Endzahn kaum größer als der mittlere.

   ...15

 
-- Schlanke Arten unter 3,5 mm. Vorderschienenendzahn deutlich größer als der mittlere.

   ...21

 
#15 Flügeldeckenstreifen wenig tief eingeschnitten, aber deutlich punktiert, Intervalle flacher.

   ...16

 
-- Flügeldeckenstreifen tief eingeschnitten, nicht oder sehr schwach punktiert, Intervalle stark gewölbt.

   ...20

 
#16 Schlanke, mehr parallelseitige Art [Abb.17] mit kaum vertieften Punktstreifen und ziemlich flachen Intervallen. Flügeldecken fast doppelt so lang wie zusammen breit, Basis im Bereich der Basalpunkte schwach (100 X) chagriniert. Beine und Fühler rotbraun. (D:2h, S:1, P:2). 4-4,5 mm. Nord- und Mitteleuropa bis Sibirien und Iran. In Mitteleuropa überall, aber verstreut und nicht häufig, im Westen selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...politus (Dej., 1825)

DYSCHIRIUS POLITUS
Abb.17
 
-- Seitlich stärker gerundet [Abb.18]. Flügeldecken kürzer mit vertieften, kräftig punktierten Streifen und ± gewölbten Intervallen.

   ...17

DYSCHIRIUS NITIDUS
Abb.18
 
#17 Flügeldecken mit 3 Dorsalpunkten. Vorderrand der Oberlippe fast gerade, nur schwach ausgebuchtet. Flügeldeckenstreifen bis auf den Basisabsturz reichend, der 1. und 2. Vereinigen sich im basalen Porenpunkt, seitlich davor mit deutlichem Basalhöckerchen.(D:3, S:1, P:2). 4-5 mm. Von Maran wurde 1935 eine blaue Form aus Böhmen gemeldet. Von West- und Süd- über Mitteleuropa bis Sibirien verbreitet, bei uns nicht häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...nitidus (Dej., 1825)

 
-- Flügeldecken mit 2 Dorsalpunkten. Vorderrand der Oberlippe tief winklig ausgeschnitten, die Seitenteile zahnförmig vorgezogen.

   ...18

 
#18 Flügeldeckenbasis vollständig kräftig (50 X) chagriniert, nur matt glänzend, ohne Basalhöckerchen, Streifen schwächer punktiert. Dem nitidus ähnlich, aber etwas größer, Flügeldeckenstreifen zur Spitze verkürzt. (D:2h, S:0', P:2). 4,5-5,5 mm. Mitteleuropa von Holland bis Polen und Nordeuropa (Schweden). Aus Brandenburg beschrieben. In Mitteleuropa sehr zerstreut und selten.

   ...neresheimeri Wagn., 1915)

 
-- Flügeldeckenbasis nicht chagriniert, lackglänzend, mit schwachem Basalhöckerchen, Streifen meist stärker punktiert

   ...19

 
#19 Größer, 5-6 mm. Flügeldecken länger und parallelseitiger, Streifen zur Basis stärker verkürzt, der basale Porenpunkt manchmal isoliert, Kopf vorn ± gerunzelt, ohne gerade Querfurche. Der (bewegliche) Vorderschienenendsporn kürzer als der Enddorn, gleichmäßig schwach gekrümmt. (D:2h, S:1, P:2). Halobiont von West- über Süd-, Mittel- und südliches Nordeuropa bis Westasien verbreitet. An Meeresküsten und Binnenlandsalzstellen, meist sehr selten, von vielen Salzstellen in Mitteleuropa heute verschwunden.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...chalceus Er., 1837

 
-- Kleiner, 4-5 mm. Flügeldecken kürzer, nach hinten länger verengt, Streifen zur Basis nicht verkürzt, der 1. und 2. vereinigen sich meist im basalen Porenpunkt. Kopf nicht runzelig, Kopfschild durch eine gerade Querfurche begrenzt. Vorderschienenendsporn mindestens so lang wie der Enddorn, die Spitze stark gekrümmt. (D:2h, S:1, P:2). Von Mittel- und Südeuropa bis Westasien verbreitet. Die Nominatrasse im Kaukasus, bei uns nur die ssp. obenbergeri Maran 1935, sehr selten im südlichen Mitteleuropa.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...agnatus Motschulsky, 1844

 
#20 Flügeldeckenstreifen stark vertieft, Punktierung ± erloschen, Intervalle gewölbt. Kopfschildvorderrand in der Mitte fast gerade, Seitenteile kurz. Vorderschienenendsporn kürzer als der Enddorn, gleichmäßig gekrümmt. Beine rotbraun. (D:2h, S:1, P:2). 4-5 mm. Halophil an den Küsten Nord-, Mittel- und Osteuropas und im östlichen Binnenland.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...impunctipennis Daws., 1854

 
-- Flügeldecken ebenso gestreift, Punktierung etwas deutlicher, Intervalle vor der Mitte flacher. Kopfschildmitte gerundet vorgezogen, auch die Seitenteile oft länger. Vorderschienenendsporn so lang wie der Enddorn, die Spitze wie bei lucidus stark gekrümmt. Schenkel dunkelbraun, Schienen und Tarsen ± hellbraun. Oberseite oft mit grünlichem Schimmer. (D:2h, S:1, P:2). 4,5-5 mm. Osteuropa (Polen), östliches Mitteleuropa (Tschechoslowakei, Österreich nur im Burgenland), sehr selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...agnatus Motschulsky, 1844

 
#21 Flügeldecken mit 3 Dorsalpunkten, Streifen tief, kräftig punktiert, Basis mit Höckerchen. Beine, Fühler und Taster rötlichgelb. (D:3, S:1+, P:2). 2,5-3,2 mm. Nordafrika, Südeuropa, südliches Mitteleuropa, von Südfrankreich bis Österreich, die Slowakei, Südpolen, Ungarn. In Österreich nur alte Funde.

   ...ruficornis Putzeys

 
-- Flügeldecken ohne Dorsalpunkte, fein gestreift und punktiert, die Streifen seitlich, zur Basis und Spitze erloschen. Körper schlanker. Beine, Fühler und Taster rötlichgelb. Oberseite pechbraun, vor der Spitze mit gelbroter Schrägmakel, häufig hinten völlig gelbrot. (D:0, S:0, P:1+). 2,5-3,5 mm. Montan in Südeuropa und im südlichen Mitteleuropa sowie im Kaukasus. In Deutschland nur in Bayern. In Bosnien, Ungarn, Albanien die ssp. priscus Müller 1922 mit 1 Subhumeralpunkt.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...substriatus (Duft., 1812)

 
#22 Flügeldecken mit 3 Dorsalpunkten. Endzahn der Vorderschienen deutlich größer als der mittlere.

   ...23

 
-- Flügeldecken mit 2 Dorsalpunkten, der hintere fehlt.

   ...27

 
#23 Seitenrandkehle der Flügeldecken nur mit 2 Subhumeralpunkten [Abb.15], Punktstreifen zur Spitze ± erloschen [Abb.19]. Kopfschild durch eine tiefe, gerade Querfurche begrenzt. Beine und Fühlerbasis rotbraun, Schenkel dunkler. (D:3, S:2, P:2). 2,5-3,5 mm. Vom östlichen Westeuropa (Frankreich) bis zum Nordbalkan und Südrußland, einschließlich des nördlichen Südeuropas (Italien) und südlichen Nordeuropas. In Mitteleuropa nicht selten besonders auf Lehmboden (Ziegeleien).

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...intermedius Putzeys, 1846

DYSCHIRIUS INTERMEDIUS
Abb.15
DYSCHIRIUS INTERMEDIUS
Abb.19
-- Seitenrandkehle der Flügeldecken mit 3 Subhumeralpunkten [Abb.16], Flügeldecken vollständig gestreift, die Punkte zur Spitze feiner

   ...24

DYSCHIRIUS SALINUS
Abb.16
 
#24 Stirn gleichmäßig gewölbt, nicht gehöckert [Abb.20], Kopfschild durch eine ± tiefe, gerade Querfurche begrenzt, diese kann undeutlich sein ( var. simplicifrons Apfb.). Flügeldecken mit deutlichem Basalhöckerchen. Vorderschienenendzahn sehr groß. (D:3, S:3-, P:2). 3,5-4,5 mm. In ganz Europa und Nordafrika, östlich bis Sibirien. Halobiont an Küsten stellenweise häufig, an Binnenlandsalzstellen besonders im östlichen Mitteleuropa und hier meist selten, nur am Neusiedler See zeitweise häufig

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...salinus Schaum, 1843

DYSCHIRIUS SALINUS
Abb.20
 
-- Stirn etwas beulenförmig erhöht oder gehöckert [Abb.21], Kopfschild ohne tiefe Querrinne, ± winklig begrenzt.

   ...25

DYSCHIRIUS LUEDERSI
Abb.21
 
#25 Stirn quer gerunzelt mit rundlichem Höcker in der Mitte [Abb.22], Kopfschild undeutlich begrenzt. Flügeldecken mit Basalhöckerchen. (D:3, S:3-, P:2). 2,5-3,5 mm. Halophil in Südeuropa, in Mitteleuropa nur im Südosten (Slowakei, Österreich; am Neusiedler See sehr häufig)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...gibbifrons Apfelbeck, 1899

DYSCHIRIUS GIBBIFRONS
Abb.22
 
-- Stirn ohne Höcker, Kopfschild spitzwinklig begrenzt, in ein schmales Kielchen zur Stirn auslaufend [Abb.23]

   ...26

DYSCHIRIUS TRISTIS
Abb.23
 
#26 Flügeldecken ohne Spur eines Basalhöckerchens. Stirnkielchen kurz [Abb.24], oft nur angedeutet. Halsschild nach hinten stärker verengt, größte Breite hinter der Mitte. Kleiner, schlanker, Flügeldecken länger verengt [Abb.25]. Fühlerbasis rötlichgelb. (D:3, S:3, P:2). 2,5-3,5 mm. Ganz Europa, östlich bis Sibirien, besonders ripicol. In Mitteleuropa nicht selten

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...aeneus (Dej., 1825)

DYSCHIRIUS AENEUS
Abb.24
DYSCHIRIUS AENEUS
Abb.25
-- Flügeldecken mit Basalhöckerchen [Abb.26]. Stirnkielchen lang [Abb.21], Kopfschildseitenteile stärker vorgezogen. Halsschild seitlich gleichmäßig gerundet, größte Breite in der Mitte. Größer, gedrungener, Flügeldecken kürzer verengt. Fühlerbasis dunkel. (D:3, S:3, P:2). 3-4 mm. Ganz Europa, östlich bis Sibirien, nicht selten. (luedersi Wagn., 1915)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...tristis Steph.

DYSCHIRIUS LUEDERSI
Abb.26
DYSCHIRIUS LUEDERSI
Abb.21
#27 Flügeldeckenpunktstreifen fein, im letzten Drittel fast erloschen, oft nur der 1. Dorsalpunkt vorhanden. Flügeldecken vor der Mitte am breitesten, hinten lang verengt. Nur 1 Praeapikalpunkt. Vorderschienenendzahn größer als der mittlere. (D:2v-, S:3-, P:1). 2,5-3,5 mm. Über das Alpengebiet, Norditalien, Bosnien und das südöstliche Mitteleuropa verbreitet und nicht selten, aus Rumänien (Siebenbürgen) beschrieben.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...abditus Fedorenko, 1993

 
-- Flügeldeckenpunktstreifen gröber, erst zur Spitze ± undeutlich. Flügeldecken in oder hinter der Mitte am breitesten. 2 Praeapikalpunkte. Vorderschienenendzahn kaum stärker als der mittlere

   ...28

 
#28 Fühler einfarbig gelb. Der mittlere Flügeldeckendorsalpunkt liegt mitten im 3. Intervall. Flügeldecken etwas länger, größte Breite hinter der Mitte, Streifen feiner punktiert. (D:2v, S:3-, P:2). 3-4 mm. Südosteuropa und Südrußland, nach Westen bis Bayern, Württemberg und Hannover/Braunschweig. In xerothermen Kalkgebieten und Steppenheiden.

   ...bonellii Putzeys, 1846

 
-- Fühler mit 2-3 hellen Basalgliedern, sonst angedunkelt. Der mittlere Flügeldeckendorsalpunkt liegt an der 2. Punktreihe. Flügeldecken kürzer, hinten länger verengt, größte Breite in der Mitte, Streifen gröber punktiert. (D :2v, S:3-, P :2). 3-4 mm. Südeuropa und östliches Mitteleuropa, westlich bis Vorarlberg und Südbayern. Bei uns selten.

   ...gracilis (Heer, 1837)

 
#29 Flügeldecken mit deutlichem Basalpunkt in der Verlängerung des 1. Streifens [Abb.9]. Halsschildseiten nur vorn gerandet, der Seitenrand endet hinter dem vorderen Borstenpunkt.

   ...30

DYSCHIRIUS GLOBOSUS
Abb.9
 
-- Flügeldecken ohne Basalpunkt [Abb.8]. Halsschildseiten bis zur Mitte gerandet.

   ...32

DYSCHIRIUS PUSILLUS
Abb.8
 
#30 Flügeldeckenstreifen stark verkürzt, bereits hinter der Mitte erloschen. Flügeldeckenbasis fein gerandet. Schläfen fast im rechten Winkel zum Hals verengt. (D:3, S:3, P:2). 3-4 mm. Westeuropa, in Mitteleuropa in Holland. Das einzige angeblich in Deutschland (Hessen) gefundene Ex. hat vollständig gerandete Halsschildseiten.

   ...semistriatus (Dej., 1825)

 
-- Flügeldeckenstreifen nicht auffällig verkürzt, erst im apikalen Viertel ± erloschen. Flügeldeckenbasis ungerandet

   ...31

 
#31 Kleiner, 2-2,8 mm. Flügeldecken oval, Schultern undeutlich [Abb.9] [Abb.27], Streifen etwas kräftiger punktiert, aber die 2 Basalpunkte feiner. Kopfpartien zwischen Stirnlängsfurchen und Augen ziemlich glatt. (D:3, S:3, P:2). Von Nordafrika über ganz Europa bis Sibirien verbreitet, eurytop, in Mitteleuropa die häufigste Art, geht bis ins Hochgebirge

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...globosus (Hbst., 1784)

DYSCHIRIUS GLOBOSUS
Abb.9
DYSCHIRIUS GLOBOSUS
Abb.27
-- Größer, um 3,3 mm. Flügeldeckenstreifen fein punktiert, aber die 2 Basalpunkte kräftiger. Kopfpartien zwischen Stirnlängsfurchen und Augen grob gerunzelt, nur hinten mit glattem Längstwulst. (D:3, S:3, P:2). Ukraine, bisher erst 1 x gefunden; Slowakei?

   ...roubali Maran

 
#32 Flügeldecken mit 3 Dorsalpunkten, Punktreihen erst am Absturz ± erloschen, Intervalle im vorderen Drittel nicht breiter als die Punktreihen. Kopfschild hinten durch eine tiefe, gerade Querfurche begrenzt. Fühler kurz, mittlere Glieder kaum länger als breit. Beine und Fühler rotgelb. (D:3, S:3, P:2). 2-2,8 mm. Osteuropa, nördlich bis Südostfinnland, südöstlich bis zum Kaukasus, Südrußland. In Mitteleuropa nur im Südosten (Österreich, Tschechoslowakei) an xerothermen Stellen, nach Burmeister in Ziesel- und Ameisennestern

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...rufipes (Dej.)

 
-- Flügeldecken mit 2 Dorsalpunkten, der 2. steht weit hinter der Mitte. Punktreihen bereits vor dem Absturz erloschen, Intervalle deutlich breiter als die Punktreihen. Kopfschild hinten ± winklig begrenzt, die Stirn oft mit einem Höcker. Fühlerglieder länger. Beine und Fühler rötlichbraun. (D:2v, S:3, P:1+). 2,5-3,3 mm. (Stücke mit vollständig gerandeten Halsschildseiten bilden die var. nodifrons). Vom südlichen Nord- über Mitteleuropa bis zu den Pyrenäen, Südfrankreich, Nord- und Mittelitalien sowie auf der Balkanhalbinsel verbreitet. In Mitteleuropa nur stellenweise und nicht häufig an Flußufern und Ziegeleitümpeln

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...laeviusculus Putzeys, 1846

 
#50 Das Endglied der Kiefertaster ist kürzer, mehr tropfenförmig, asymmetrisch inseriert, das der ♂♂ ist breiter, abgeflacht, an der abgestutzten Spitze innen etwas ausgehöhlt. Eine wichtige Bestimmungshilfe bieten die Borstenpunkte der Flügeldecken, von denen wir drei Gruppen unterscheiden: Die Dorsalpunkte (D) im 3. Flügeldeckenintervall (maximal 3), die Subhumeralpunkte (S) in der Seitenrandkehle hinter der Schulter (maximal 3) und die Praeapikalpunkte (P) vor der Flügeldeckenspitze im 8. Streifen (maximal 2). Das Schema der Borstenpunkte wird in der Tabelle bei jeder Art in Klammern beigefügt. Bei vollständiger Punktzahl ist es also (D:3, S:3, P:2). Bei reduzierten Dorsalpunkten stehen die verbleibenden Punkte an der Basis oder an der Spitze; dies zeigt ein Zusatzvermerk (v: vorn vorhanden) oder (h: hinten vorhanden). D:1h bedeutet demnach, daß nur der apikale Punkt vorhanden ist, D:2v, daß von den 3 Dorsalpunkten der letzte Punkt fehlt, etc.. Nur bei 2 Arten fehlen die Dorsalpunkte ganz (D:0). Sind die ringförmig skulptierten Subhumeralpunkte reduziert, so können an ihrer Stelle bei stärkerer Vergrößerung Doppelhöckerchen erkennbar sein, aus denen die Borste entspringt; dieser Fall wird mit (S:0') bezeichnet. Ist wenigstens noch ein Subhumeralpunkt vorhanden, so ist dieser durch seine Größe von den Höckerchen leicht zu unterscheiden. Im Falle (S:0') entsteht manchmal der Eindruck, daß ein oder mehrere Subhumeralpunkte vorhanden sind. Das Punktschema hat selbstverständlich keine absolute Konstanz. Bei einzelnen Arten kann ausnahmsweise ein Punkt einseitig zusätzlich vorhanden oder reduziert sein. Bei vielen Arten sind symmetrische Abweichungen von der Norm bekannt; dort wird auf einen möglicherweise zusätzlichen (+) oder reduzierten (-) Punkt hingewiesen.  
  abditus
aeneus
agnatus
angustatus
bacillus
bonellii
chalceus
cylindricus
digitatus
extensus
gibbifrons
globosus
gracilis
impunctipennis
intermedius
laeviusculus
neresheimeri
nitidus
obscurus
politus
pusillus
Reicheiodes
roubali
ruficornis
rufipes
salinus
semistriatus
strumosus
substriatus
thoracicus
tristis
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Erstellt am: 31.03.2013
Letzte Aktualisierung: 13.12.2017 - 13:55:11
Käfer Europas von Arved Lompe / Dyschirius von Gerhard Brunne und Arved Lompe
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