Gattung Cybocephalus Coleoptera - Cybocephalidae
  Von Arved Lompe (n. S. Endrödy-Younga, Ganglbauer)
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Endrödy-Younga, S. (1968 ): Monographie der paläarktischen Arten der Familie Cybocephalidae (Coleoptera: Clavicornia) - Acta Zoologica Academiae Scientiarum Hungaricae, 14(1-2):27-115 Endrödy-Younga1968.tif
  Clypeus bei den Arten aus Mitteleuropa mäßig vorstehend. Fühler 11-gliedrig. Halsschild stark gewölbt. Flügeldecken hoch gewölbt. Sie bedecken das Abdomen manchmal mit Ausnahme der Pygidiumspitze völlig. Hinterhüften weit voneinander eingefügt, die erste Bauchschiene bildet zwischen ihnen einen breiten, vorn abgestutzten Fortsatz. Kopf und Halsschild bei den ♀ mit den Flügeldecken gleichfarbig, bei den ♂ gewöhnlich heller rotbraun, oder Kopf und Halsschildvorderrand metallisch glänzend; sehr selten beide Geschlechter einfarbig schwarz. Nachfolgend die Tabelle der Mitteleuropäischen Arten.

#1 Die ganze Oberseite grün metallisch. Fühler und Vorderbeine braungelb, Mittel- und Hinterbeine pechbraun. Die Oberseite fein und undeutlich, hautartig mikroskulptiert, fast glatt. Die Flügeldecken mit angedeutetem Schrägstreifen. 0,8 mm. Griechenland, Türkei. (viridiaeneus Reitter, 1885)

   ...micans Reitter, 1874

 
-- Höchstens der Kopf und der Vorderrand des Halsschilds metallisch grün, blau oder erzfarbig.

   ...2a

 
#2a Flügeldecken von oben gesehen länglicher, seitlich flach gerundet, die Nahtecke spitzwinklig [Abb.1]. Seitenrand neben der Nahtecke beim ♂ gerade, beim ♀ fein ausgerandet. Kopf und schmaler Vorderrand des Halsschilds beim ♂ trüb metallisch glänzend, ♀ einfarbig schwarz. Seitenrand des Halsschilds bei beiden Geschlechtern nur sehr schmal heller gerandet. 1,25-1,6 mm. Die Art ist im Donaubecken weit verbreitet, aber doch selten, sonst kommt sie in Mitteleuropa nur sehr selten und sporadisch vor.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...pulchellus Erichson, 1845

CYBOCEPHALUS PULCHELLUS
Abb.1
 
-- Flügeldecken von oben gesehen kürzer, seitlich nach hinten mehr gebogen gerundet, Nahtecke rechteckig oder leicht eingezogen [Abb.2].

   ...3a

CYBOCEPHALUS FESTIVUS
Abb.2
 
#3a Kopf und breiter Vorderrand des Halsschilds (♂), aber zumindest der schmale Vorderrand des Clypeus und des Halsschilds (♀) metallisch glänzend. Kopf und Halsschild viel feiner, letzterer in der Mitte erloschen chagriniert, Metallglanz bei den ♂ lebhaft. 1,3-1,6 mm. Kommt in Italien, aber auch bis Mitteleuropa vor, aber überall äußerst selten.

   ...festivus Erichson, 1845

 
-- Kopf und Halsschild rötlichgelb bis schwarz, ohne Metallschimmer.

   ...4a

 
#4a Apikaldrittel der Vorderschienen gegen die Spitze allmählich verschmälernd [Abb.3]. Seitenrand des Halsschilds fein aufgebogen und ziemlich gut begrenzt hell, gelblich durchscheinend gerandet. Oberfläche überall stärker chagriniert, die Maschen der Mikroskulptur leicht gewölbt. Die einzige mitteleuropäische Art, bei der die ♂ wie die ♀ einfarbig schwarz sind. 1,1-1,4 mm. Im Karpatenbecken die häufigste Art. Im Balkan nicht selten, aber nach Westen rasch seltener werdend, in Deutschland nur einige Funde.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...fodori E.-Y., 1965

CYBOCEPHALUS FODORI
Abb.3
 
-- Apikaldrittel der Vorderschienen parallelseitig, an der Spitze abgerundet [Abb.4]. Seitenrand des Halsschilds fein gerandet, aber nicht aufgebogen, helle Seitenrand-Linie oft breiter, aber weniger scharf begrenzt. Oberfläche überall feiner chagriniert, Maschen der Mikroskulptur flach.

   ...5a

CYBOCEPHALUS POLITUS
Abb.4
 
#5a Seitenrand des Halsschilds länger [Abb.5]. Mikroskulptur des Kopfes und Halsschilds gröber, weniger erloschen. Kopf und Vorderrand des Halsschilds beim ♂ rotgelb bis rotbraun, immer heller als die Flügeldecken, bei den ♀ vom Seitenrand des Halsschilds abgesehen, einfarbig dunkelbraun. Durchschnittlich etwas größer, 1,3-1,6 mm. Kommt - abgesehen von den Mediterran-Gebieten - fast in ganz Europa bis Skandinavien und Finnland vor. Die häufigste Art in Mitteleuropa.

   ...politus Gyllenhal, 1813

CYBOCEPHALUS POLITUS
Abb.5
 
-- Seitenrand des Halsschilds kürzer, da er hinter der Mitte durch eine stumpfe Ecke plötzlich zur Basis abbiegt [Abb.6]. Kopf und Halsschild in der Regel auch seitlich viel feiner, manchmal kaum chagriniert. Kopf und Vorderrand des Halsschilds beim ♂ rotgelb bis rotbraun, beim ♀ wie die Flügeldecken dunkelbraun. 1,1-1,35 mm. In Nordafrika und Südeuropa verhältnismäßig häufig, in Mitteleuropa viel seltener.

   ...rufifrons Reitter, 1874

CYBOCEPHALUS RUFIFRONS
Abb.6
 
  festivus
fodori
micans
politus
pulchellus
rufifrons
     Erstellt am: 05.08.2009
Letzte Aktualisierung: 24.02.2012 - 18:28:40
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