Gattung Amara Bonelli, 1810 Carabidae - Harpalinae - Zabrini
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  Die nur die mitteleuropäischen Arten berücksichtigende Tabelle ohne Aufgliederung in Untergattungen ist noch unter Amara_alt verfügbar
 
#1 Tabelle für ♂ und/oder nicht aufgeklebte Tiere.

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-- Tabelle für aufgeklebte Tiere und einzelne ♀.

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#2 An der Spitze des gerandeten Prostemalfortsatzes zwischen den Hüften der Vorderbeine stehen 2, 4 oder mehr feine Börstcheri (Vorsicht! Sie brechen leicht ab, mit stärkerer vergrößerung nach Porenpunkten schauen).

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-- Prosternalfortsatz zwischen den Vorderhüften gerandet oder ungerandet und an der Spitze ohne feine Borsten.

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#3 Schenkel der Mittelbeine am Hinterrand nur mit 2 Borsten. Kleiner als 6,5 mm. Nicht in Mitteleuropa. Habitus [Abb.1].

   ...Camptocelia Jeannel, 1942

AMARA EXIMIA
Abb.1
 
-- Schenkel der Mittelbeine am Hinterrand mit 4 oder mehr Borsten. Größer als 6,5 mm.

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#4 Prosternalfortsatz mit 4 oder mehr Borsten (bei A. infuscata oft nur 2!). Seitenrand des Halsschildes besonders hinten mit wulstförmiger Kante (bei A. infuscata nur schwach wulstig!). Oberseite pechschwarz [Abb.2].

   ...Percosia Zimmermann, 1832

AMARA EQUESTRIS
Abb.2
 
-- Prosternalfortsatz nur mit 2 Borsten, Seitenrand des Halsschildes ohne wulstförmige Kante. Oberseite gelbbraun bis schwarzbraun.

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Da die Borsten leicht abbrechen ist auf die Porenpunkte zu untersuchen!
 
#5 Körperumriß oval [Abb.3].

   ...Paracelia Bedel, 1899

AMARA QUENSELI
Abb.3
 
-- Körperumriß gestreckt [Abb.4] bis fast parallelseitig [Abb.5].

   ...5a

LEURIS PYRENAEA
Abb.4
LEURIS PUNCTICOLLIS
Abb.5
#5a Stirnborsten fehlend. 3 Arten in den Pyrenäen.

   ...Leuris Lutshnik, 1927


- Stirnborsten vorhanden. Asiatische Arten, westlich bis Griechenland und Kleinasien, Naher Osten.

   ...Leiocnemis Zimmermann, 1832

 
#6 Prosternalfortsatz völlig ungerandet oder nur sehr undeutlich gerandet (bei Leironotus).

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-- Prosternalfortsatz durch eine feine Furche deutlich gerandet.

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#7 Schienen der Mittelbeine beim ♂ an der Innenseite ohne Zähnchen in der Spitzenhälfte. Metepisternen unpunktiert. Kleiner als 8,0 mm.

   ...Leironotus Ganglbauer

 
-- - Schienen der Mittelbeine beim ♂ an der Innenseite mit 2-3 Zähnchen. Metepisternen (meist) stark punktiert. Größer als 8,0 mm.

   ...8

 
#8 Außenrand der Metepisternen (bei den mitteleuropäischen Arten) viel länger als der Vorderrand breit, geflügelte Arten.

   ...Curtonotus Stephens

 
-- - Metepisternen nicht länger als vorn breit, ungeflügelte Arten, nur in den Alpen.

   ...Leirides Putzeys, 1866

 
#9 Außenrand der Metepisternen nicht länger als der Vorderrand breit, ungeflügelte Arten, nur in hohen Lagen den Alpen.

   ...Leiromorpha Ganglbauer, 1891

 
-- Metepisternen länger als vorn breit, geflügelte Arten.

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#10 Enddorn an den Schienen der Vorderbeine dreispitzig (Abb. 237a).

   ...Zezea Csiki, 1929

 
-- Enddorn an den Sc enen der Vorderbeine einfach (Abb. 237b).

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#11 Äußerer Basaleindruck des Halsschildes gegen den Seitenrand durch eine erhabene, wulstartige Längs- oder Schrägfalte begrenzt (Abb. 244: fulva bis crenata). Halsschild oft schwach herzförmig gebaut, mit größter Breite in oder nahe der Mitte.

   ...11a

 
-- - Äußerer Basaleindruck des Halsschildes gegen den Seiterrand nicht durch eine erhabe Längsfalte begrenzt oder ganz fehlend (Abb, 241, 242). Seitenrand des Halsschildes vor den Hinterwinkeln nicht ausgeschweift. Größte Breite des Halsschildes an der Basis oder nur wenig davor. Mit oder ohne Skutellarporenpunkt.

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#11a Schenkel der Mittelbeine mit 2 Borsten an der Unterseite. Nie rnit Skutellarporenpunkt (= Nabelpunkt an der Basis des Schildchenstreifs) und (bei den mitteleuropäischen Arten) nie metallisch gefärbt. Linker Rand der Penisspitze mit einem feinen Fältchen (Abb. 239b). (Pseudobradytus Csiki, 1908) Untergattung

   ...Bradytus Stephens, 1828

 
-- Die Schenkel der Mittelbeine mit 4 oder mehr Borsten auf der Unterseite. Habituell ähnlich den Arten der Untergattung Bradytus, aber die Oberseite meist gelb bis rot. Nicht in Mitteleuropa. Untergattung

   ...Amathitis Zimmermann, 1832


10 Arten in Asien und Nordafrika und im Südosten von Spanien, in Nordafrika, Süd-Griechenland, in der Türkei, im Nahen und Mittleren Osten bis Mittelasien.

   ...rufescens Dejean, 1829.


Aus den Steppen und Halbwüsten Asiens dringen zwei andere Arten weit nach Westen vor:
Die 7-9 mm kleine Art mit dickem Kopf und flacheren Augen; erreicht über die Ukraine die Ostgrenze von Rumänien.

   ...abdominalis Motschulsky,1844


Die mit 9-10 mm etwas größere Art mit kleinerem Kopf und stark vorgewölbten Augen; erreicht über Südrußland und die Ukraine auch den Nordosten Rumäniens und die bulgarische Schwarzrneer-Küste.

   ...parvicollis Gebler 1833

 
#12 Oberseits metallisch gefärbte oder rußschwarze Arten, nie pechbraun.

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-- Gewöhnlich gelbe bis schwarzbraune (nicht rußschwarze) Arten oft mit ganz hellen Fühlern (nur A. misella aus den Ost- und Süd-Karpaten ist metallisch gefärbt).

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#13 Hinterschienen beim ♂ auf der Innenseite im letzten Drittel dicht bürstenförmig behaart. Fühler schwarz mit 1-3 rotgelben Basalgliedern (nur bei A. nigricornis ist auch das erste Glied schwarz).

   ...Amara_s_str

 
-- Hinterschienen beim ♂ auf der Innenseite vor der Spitze nicht bürstenartig behaart, höchstens mit 3-4 längeren Borsten, die weit voneinander isoliert stehen. Fühler ohne helle Basalglieder (bei nordamerikanischen Arten höchstens 2 helle Basalglieder).

   ...Amarocelia Motschulsky, 1862

 
#14 Kinnzahn einfach und an der Spitze meist nicht ausgerandet. Hals- schild nahe der Basis ein wenig breiter als die Flügeldecken, oft mit breit abgerundeten Hinterwinkeln. Oberseite glänzend, mit erloschener oder querriefiger Mikroskulptur. Penisspitze durch eine Querkante erhaben abgesetzt [Abb.6].

   ...Acrodon Zimmermann, 1832

AMARA PRAETERMISSA.GIF
Abb.6
 
-- Kinnzahn an der Spitze ausgerandet und daher zweispitzig: Hinterwinkel des Halsschilds, der nicht auffallend breit ist, nicht verrundet, höchstens an der äußersten Spitze abgestumpft. Oberseite weniger stark glänzend, mit isodiametrisch netzmaschiger Mikroskulptur. Penisspitze nicht durch eine feine Kante abgesetzt.

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#15 Oberseite meist dunkel pechbraun bis pechschwarz. Vorderbrust des ♂ in der Mitte mit einer Punktgruppe oder -fläche (Abb. 239a). Linker Rand der Penisspitze mit einèr feinen Längsfalte (Abb. 239b). ♂ rnit 4 Analporen (borstentragende Poren am Hinterrand des letztes Abdominalsternites) (Abb. 238d).

   ...Xenocelia Hieke, 2000

 
-- -- Oberseite meist rotbraun bis gelbbraun (nicht pechschwarz). Vorderbrust des ♂ in der Mitte unpunktiert. Linker Seitenrand der Penisspitze ohne Längsfalte. ♂ mit 2 Analporen.

   ...Celia Zimmermann, 1832

 
#16 Oberseite metallisch oder rußschwarz. Körperumriß eiförmig. Seiten des Halsschildes vor den Hinterwinkeln nicht ausgeschweift und ohne erhabene Längsfalte neben ihnen.

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-- Oberseite gelb, braun, pechschwarz (nicht rußschwarz!).

   ...19

 
#17 Enddorn der Vorderschienen dreispitzig [Abb.7].

   ...Zezea Csiki, 1929

AMARA PLEBEJA
Abb.7
 
-- Enddorn der Vorderschienen einfach.

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#18 Hinterschienen der ♂ innen vor der Spitze mit bürstenförmiger Behaarung [Abb.8]. Fühler schwarz mit 1-3 hellen Basalgliedern (Ausnahme: A. nigricornis mit schwarzem 1. Glied).

   ...Amara_s_str

AMARA CONVEXIOR
Abb.8
 
-- Hinterschienen der ♂ innen ohne dichte, bürstenartige Be- haarung im Spitzendrittel. Fühler schwarz ohne helle Basalglieder.

   ...Amarocelia Motschulsky, 1862

 
#19 Körper groß (> 11mm), in der Form ähnlich Pterostichus (Abb. 244: aulica bis cardui; 247b). Mittelschienen des ♂ an der Innenseite mit 2 spitzen Zähnchen (Abb. 247b).

   ...20

 
-- Körper kleiner (gewöhnlich < 10rnm), Gestalt amaroid oder ähnlich Harpalus. Mittelschienen des ♂ innen ohne Zähnchen.

   ...21

 
#20 Außenrand der Metepisternen länger als der Vorderrand breit (Hinterflügel nicht reduziert).

   ...Curtonotus Stephens

 
-- Metepisternen nicht länger als vorn breit (Hínterflügel vollständig rückgebildet). Nur in den Alpen.

   ...Leirides Putzeys, 1866

 
#21 Schenkel der Mittelbeine am Hinterrand mit 4 oder mehr borsten- tragenden Poren (die vierte, kleinere Borste an der Schenkelbasis ist oft schwer zu erkennen).

   ...22

 
-- Schenkel der Mittelbeine am Hinterrand mit 2 borstentragenden Poren (Ausnahme: Die plumpe, etwa 10 mm große A. ingenua oft mit 4 Seten).

   ...24

 
#22 Der Seitenrand des Halsschilds hinten in eine wulstförmige.Kante (ähnlich wie bei Zabrus) umgebildet. Körper robust und plump (gewöhnlich mit mehr als 2 Borsten am Prosternalfortsatz).

   ...Percosia Zimmermann, 1832

 
-- Seitenrand des Halsschildes hinten nicht wulstförmig verdickt (nur 2 Borsten am Prosternalfortsatz).

   ...23

 
#23 Körperumriß gestreckt eiförmig. Halsschild vor den Hinterecken nie ausgeschweift.

   ...Paracelia Bedel, 1899

 
-- - Körper lang, mit annähernd parallelen Körperseiten (nicht in Mitteleuropa).

   ...Leiocnemis Zimmermann, 1832

 
#24 Größte Breite des Halsschildes an oder nahe den Hinterwinkeln. Halsschild stark nach vorn verschmälert, Seiten vor den Hinterecken nie ausgeschweift.

   ...25

 
-- -- Größte Breite des Halsschildes etwa in der Mitte. Halsschild nach vorn nur wenig verschmälert, Seiten vor den Hinterecken oft ausgeschweift.

   ...27

 
#25 ♂ mit 4 borstentragenden Poren am Hinterrand des letzten Abdominalsternites. Hinterecken des Halsschilds oft in ein sehr fei- nes Zähnchen ausgezogen. Oberseite meist pechfarben.

   ...Xenocelia Hieke, 2000

 
-- -- Männchen mit 2 borstentragenden Poren am Hinterrand des letzten Abdominalsternites. Hinterecken des Halsschildes ohne feines Zähnchen, oft abgerundet oder wenigstens stumpf. Oberseite meist gelbbraun oder hell bis sehr dunkel rotbraun.

   ...26

 
#26 Halsschild sehr breit, nahe der Basis oft ein wenig breiter als die Basis der Flügeldecken. Mikroskulptur der Flügeldecken (wenigstens beim ♂) sehr fein querriefig.

   ...Acrodon Zimmermann, 1832

 
-- Halsschild nicht breiter als die Flügeldecken. Flügeldecken (auch beim ♂) mit feiner isodiarnetrischer Mikroskulptur.

   ...Celia Zimmermann, 1832

 
#27 Außenrand der Metepisternen nicht länger als der Vorderrand breit. Kleiner als 7 mm. Flügellose, endemische Alpenarten. ♂ auf der Innenseite der Hinterschienen nie mit bürstenförmiger Behaarung vor der Spitze.

   ...Leiromorpha Ganglbauer, 1891

 
-- Metepisternen meist länger als vorn breit. Größer als 7 mm. Weit verbreitete flugfähige Arten.

   ...28

 
#28 Äußere Basalgrube des Halsschilds erloschen. Wenn vorhanden, dann nicht durch eine erhabene Längsfalte vom Seitenrand des Halsschilds getrennt. Hinterschienen der ♂ innen vor der Spitze stets ohne bürstenförmige Behaarung. Südwesteuropa und Türkei.

   ...Leironotus Ganglbauer

 
-- Äußere Basalgrube des Halsschilds vom Seitenrand durch eine erhabene Längsfalte getrennt. Hinterschienen der ♂ innen vor der Spitze oft mit bürstenförmiger Behaarung.

   ...Bradytus Stephens, 1828

 
  abdominalis
Acrodon
Amara_s_str
Amarocelia
Amathitis
Bradytus
Camptocelia
Celia
Curtonotus
Leiocnemis
Leirides
Leiromorpha
Leironotus
Leuris
Paracelia
parvicollis
Percosia
rufescens
Xenocelia
Zezea
     Creative Commons Lizenzvertrag
Erstellt am: 12.01.2018
Letzte Aktualisierung: 28.08.2018 - 16:15:51