Gattung Taphrotopium Reitter

Coleoptera - Rhynchophora - Apionidae - Apioninae

 

Von Arved Lompe (n. L. Dieckmann, L. Behne)

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Durch die auch bei starker Vergrößerung kahl erscheinende Oberseite, sehr fein und verstreut punktierten Halsschild, sehr feine Flügeldeckenstreifen und die deutlich hinter der Rüssel-Mitte eingefügten kräftigen Fühlern, die im Bau mit denen der benachbarten Gattung übereinstimmen, gut charakterisiert. In Mitteleuropa nur eine Art, welche an Compositen lebt.

 

#1

Körper schwarz, Flügeldecken metallisch schwarzblau [Abb.1], dunkelviolett, seltener dunkel grünlich oder kupferfarben. Stirn am Rüsselansatz kräftig niedergedrückt und mit 4 für diese Art sehr charakteristischen tiefen, längsgrübchenartigen Furchen, mittlere an der Basis zusammenfließend [Abb.2]. Augen flach gewölbt. Unterseite des Rüssels, von der Seite gesehen, unterhalb der Augen ohne zahnförmigen Vorsprung. Halsschild zylindrisch, in der Mitte etwas rundlich erweitert, mit furchenartiger Längsgrube vor dem Schildchen, Flügeldecken länglich birnenförmig. Männchen: Fühlerkeule lang und unsymmetrisch. 2,2-3,1 mm. Die Larve entwickelt sich in spindelförmigen Stengelgallen [Abb.3] an Artemisia campestris (Feldbeifuß), aus denen man die Käfer im VII-VIII erhalten kann. Käfer von IV-IX. Von Mittel- und Vorderasien über Europa, nördlich bis Südschweden verbreitet; in Mitteleuropa selten oder sehr selten in der Tschechoslowakei, den östlichen Bundesländern Österreichs und den Sandgebieten der Ebene von Polen bis Mecklenburg. Aus Holstein, dem westlichen sowie dem südlichen Mitteleuropa fast nur Funde aus dem 19. Jahrhundert.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...sulcifrons (Hbst., 1797)

Abb.1

Abb.2

TAPHROTOPIUM SULCIFRONSTAPHROTOPIUM SULCIFRONS

Abb.3

TAPHROTOPIUM SULCIFRONS

    

Letzte Aktualisierung: 11.09.2010 - 23:24:10

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