Gattung Callicerus Grav.

Coleoptera - Staphylinidae - Aleocharinae - Athetina

 

Von Arved Lompe

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Innerhalb der Callicerini durch hinten halsartig abgeschnürten, nicht kantig gerandeten Kopf und verlängertes Endglied der Fühler leicht erkennbar. Die Arten erinnern wegen ihrer stark entwickelten Fühler etwas an die Arten der Gattung Ilyobates.

 

#1

3. Kiefertasterglied birnenförmig geschwollen, doppelt so dick wie das 2., am Ende schräg abgestutzt; das als kleine Nadelspitze ausgebildete Endglied an der so gebildeten Schrägfläche ansetzend.

   ...2

 

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3. Kiefertasterglied langgestreckt, fast 3 mal so lang wie breit, an der Basis sehr dünn. Endglied als kleine Nadelspitze an der Innenkante der abgestutzten Endfläche inserierend. (Pseudosemiris Mach. )

Schwarz, Flügeldecken braun oder rotbraun, Fühler hell rostrot, Beine rotgelb. Kopf und Halsschild dicht chagriniert, völlig matt. Kopf mit kleinen vorspringenden Augen, etwas schmäler als der schwach quere Halsschild, Flügeldecken bedeutend länger und breiter als der Halsschild. Kopf sehr fein und wenig dicht, Halsschild deutlicher und dichter raspelig punktiert, Flügeldecken ziemlich dicht körnig punktiert. Hinterleib glänzend fein und weitläufig, nach hinten spärlicher punktiert. Fühler und Tarsen lang und schlank, 1. Glied der Hintertarsen länger als das 2., mittlere Fühlerglieder schlank, das Endglied auffällig langgestreckt, so lang wie die 3 vorhergehenden zusammengenommen. 3,5-4 mm. Seltenheit, aus Südosteuropa ins südöstliche Mitteleuropa einstrahlend, nordwestlich bis nach Sachsen nachgewiesen.

   ...kaufmanni Epph., 1887

 

#2

10. Fühlerglied auffällig lang zylindrisch, viel länger als die vorhergehenden Glieder (Untergattung Callicerus s.str.). Schwarz, Flügeldecken und Fühler braun, Beine gelblichbraun. Vorderkörper durch dichtes Chagrin matt, fein und dicht, etwas raspelig punktiert Hinterleib glänzend äußerst fein und weitläufig punktiert. Kopf rundlich mit ziemlich kleinen vorspringenden Augen, wenig schmäler als der kaum quere Halsschild, dieser vor der Mitte am breitesten; Flügeldecken länger und wesentlich breiter als der Halsschild. Hintertarsen lang und schlank. 2,5-3 mm. ♂: 10. Fühlerglied länger als Glied 8 und 9 zusammen, 11. Glied lang zylindrisch, dreimal so lang wie breit und länger als Glied 8-10 zusammen. ♀: 10. Fühlerglied länger als die vorhergehenden, etwas queren Glieder. Glied 11 wesentlich kürzer als beim ♂. Auf feuchten Böden selten, vermutlich an die Gänge von unterirdisch lebenden Kleinsäugern gebunden.

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10. Fühlerglied nicht auffällig verlängert (Untergattung Semiris Heer). Pechschwarz, Halsschild meist dunkelbraun, Flügeldecken und die Hinterrand der Tergite braunrot, Fühler und Beine rostrot oder rotgelb. Vorderkörper auf chagriniertem Untergrund sehr fein, dicht, etwas raspelig punktiert, matt glänzend. Hinterleib sehr fein und zur Spitze etwas weitläufiger punktiert. Kopf querrundlich mit kleinen nicht vorspringenden Augen, schmäler als der schwach quere Halsschild. Fühler und Tarsen lang und schlank, mittlere Fühlerglieder fast zylindrisch, etwas gestreckt, 11. Glied sehr lang, so lang wie Glied 9 und 10 zusammen, dreimal so lang wie breit. ♂: Basis des 1. vollständigen Tergits mit kleinem Längshöckerchen. 3,5-5 mm. In den wärmeren Gebieten des mittleren und südlichen Mitteleuropa, selten.

   ...rigidicornis (Er., 1839)

 

 


kaufmanni

obscurus
rigidicornis

    

Letzte Aktualisierung: 12.11.2011 - 12:44:26

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